News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Die aktuelle Ausgabe des BÄKgrounds, des Informationsdienstes der Bundesärztekammer, steht im Zeichen des Deutschen Ärztetags. Die Bundesregierung liefert den Delegierten in diesem Jahr eine Fülle von Diskussions­stoff - vom Versorgungsstärkungsgesetz über das Präven­tionsgesetz bis hin zu der Reform des stationären Sektors. Weitere Themen des Ärztetages werden die Bedrohung durch globale Epidemien sowie die kommunikative Kompetenz von Ärztinnen und Ärzten sein. Auch das geplante Anti-Korruptionsgesetz wird auf dem Deutschen Ärztetag für Gesprächsstoff sorgen. Inzwischen liegt ein entsprechender Referentenentwurf aus dem Bun­desjustizministerium vor. Die Ärzteschaft begrüßt grund­sätzlich, dass die Anti-Korruptionsregelungen im Strafgesetz­buch verankert werden sollen. Gleichwohl sieht sie in einigen Punkten Nachbesserungsbedarf. Ein Dauervorwurf der Krankenkassen ist, in Deutschland werde häufiger operiert...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat das geplante Verkaufsverbot von elektronischen Zigaretten an Kinder und Jugendliche begrüßt. „Mit E-Zigaretten werden Verhaltensmuster wie beim Rauchen von Tabakzigaretten eingeübt, und der Einstieg wird durch kindgerechte Aroma-Beimengungen wie zum Beispiel Kakao, Kokos oder Aprikose erleichtert", sagte Montgomery im Wiesbadener Kurier (24.04.2015).  Der BÄK-Präsident forderte eine generelle Regulierung der E-Zigarette. Bei diesen würden unterschiedlichste Chemikalien erhitzt und eingeatmet, deren Auswirkungen auf die Gesundheit  noch nicht abgeschätzt werden können. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gemeinsam mit Bundesernährungsminister  Christian Schmidt (CSU) angekündigt, den Verkauf an Kinder und Jugendliche zu verbieten. Das Jugendschutzgesetz soll noch in diesem Jahr entsprechend geändert werden. Bislang fallen...
Berlin - „Gesundheitsberatung, Früherkennung und Prävention von Krankheiten müssen als originär ärztliche Aufgaben gefördert werden. Wir brauchen aber auch den politischen Willen, Ärzte in der Prävention zu stärken. Leider wird dies im geplanten Präventionsgesetz der Bundesregierung nur unzureichend berücksichtigt“, kritisiert der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (17.04.2015) auch im Hinblick auf die Anhörung zum geplanten Präventionsgesetz im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 22. April 2015. Montgomery begrüßt die im Gesetz vorgesehene altersmäßige Ausweitung der Kinder- und Jugenduntersuchungen und die stärkere Ausrichtung der Gesundheitsuntersuchungen auf die Erfassung und Bewertung gesundheitlicher Risiken und Belastungen. Der BÄK-Präsident warnt jedoch davor, die Ausgestaltung dieser Untersuchungen allein dem Gemeinsamen Bundesausschuss zu überlassen. „Anzahl und Umfang der angebotenen Untersuchungen für GKV-Versicherte könnten sich verringern statt erhöhen, zumal der Gesetzgeber den Krankenkassen für die neugestalteten Gesundheitsuntersuchungen Kostenneutralität in Aussicht gestellt hat. Bei einer qualitativen Neugestaltung der ärztlichen Vorsorge muss die Honorierung der Untersuchungen ergebnisoffen und leistungsbezogen diskutiert werden“, fordert Montgomery.Statt Ärzte auf das Ausfüllen von Präventionsempfehlungen für Krankenkassenkurse zu reduzieren, wie im Gesetz vorgesehen, fordert Montgomery vom Gesetzgeber die Grundlagen für ein ärztliches Präventionsmanagement zu schaffen, das sowohl eine Exploration gesundheitlicher Belastungen, eine ärztliche Beratung und Begleitung von Präventionsaktivitäten als auch die Bewertung ihrer Wirksamkeit umfasst. Völlig unverständlich sei außerdem, wie die Entwicklung einer Nationalen Präventionsstrategie ohne die verfasste Ärzteschaft erfolgen soll. In der neu zu konstituierenden Nationalen Präventionskonferenz seien laut Gesetzentwurf zwar die Sozialversicherungsträger, Ministerien, Länder- und Patientenvertreter als Mitglieder berücksichtigt, die ärztlichen Spitzenorganisationen jedoch blieben außen vor, kritisiert Montgomery. Gesundheitsförderung und Prävention seien aber nicht nur Aufgabe von Ärzten allein, sondern auch von Kindergärten, Schulen, Bildungseinrichtungen, Politik und Gesellschaft. „Investition in Prävention und Gesundheit lohnt sich, für den Einzelnen wie für die Gesellschaft als Ganzes. Die Ärzte leisten dazu gerne ihren Beitrag“, so Montgomery. ...
Weltärztebund 20.04.2015

WMA-Resolution zu Handelsabkommen

Berlin - Internationale Handelsabkommen dürfen die Gesundheitsversorgung und den öffentlichen Gesundheitssektor nicht gefährden. Das fordert der Vorstand des Weltärztebundes  (World Medical Association, WMA) in einer Dringlichkeitsresolution von allen beteiligten Regierungen. Er bezieht sich dabei insbesondere auf die aktuell in Verhandlungen befindlichen Abkommen wie die Transpazifische strategische wirtschaftliche Partnerschaft (TPSEP), die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP),  das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (TiSA) sowie das Kanada-EU Abkommen (CETA).  Der Weltärztebund erkennt grundsätzlich die positiven Aspekte von Handelsabkommen an. Er verlangt aber die feste Zusicherung, Investoren keine Klagemöglichkeiten zu gewähren, die bewährte Gesundheitsgesetze, zum Beispiel bei der Lebensmittelsicherheit oder bei der Reduzierung von Alkohol- und Tabakkonsum, aushöhlen könnten....
„Woche für das Leben“ ... 20.04.2015

Thema Sterben in der Mitte der Gesellschaft diskutieren

Berlin - Statement von Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zur „Woche für das Leben“ der Kirchen in Deutschland, die im Jahr 2015 unter dem Leitthema „Sterben in Würde“ steht: „Das Thema Sterben gehört zum Leben, es darf nicht verdrängt oder ausgeklammert werden, sondern gehört in die Mitte der Gesellschaft. Deshalb ist es gut, dass wir uns gemeinsam mit der Frage um ein würdevolles Sterben auseinandersetzen. Hier prallen unterschiedliche ethische Einstellungen, religiöse Überzeugungen und individuelle Erfahrungen aufeinander. Die Kirchen haben im Rahmen der Woche für das Leben einen breiten Meinungsaustausch zum Thema „Sterben in Würde“ angestoßen. Das begrüßen wir ausdrücklich. Ärztinnen und Ärzte erleben in ihrer täglichen Arbeit die Sorgen und Nöte schwerstkranker und sterbender Menschen. Wir setzen uns dafür ein, diesen Menschen ein Sterben unter würdigen Bedingungen zu ermöglichen. Eine breite gesellschaftliche Diskussion über das Tabuthema Tod wird den Blick für die vielfältigen Möglichkeiten der Palliativmedizin schärfen und so letztlich helfen zu verhindern, dass Sterbende vor ihrem körperlichen Tod einen sozialen Tod sterben müssen.“ (Foto: Albrecht E. Arnold/pixelio) ...
Der Vorstand des Weltärztebundes hat heute die US-Amerikanerin Dr. Ardis Hoven zur Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Hoven ist Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie in Lexington, Kentucky und Professorin an der Universität von Kentucky. Zuvor war sie Präsidentin der American Medical Association. Mit ihr sitzt erstmals eine Frau dem Vorstand des Weltärztebundes vor. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes des Weltärztebundes wurde Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery gewählt. Im Amt des Schatzmeisters folgt ihm der Japaner Dr. Masami Ishii nach. Ishii ist Vorstandsmitglied im Japanischen Ärzteverband, Neurochirurg und betreibt eine Klinik in Iwaka in der Region Fukushima. Der Vorstand des Weltärztebundes tagt vom 16. bis 18. April in Oslo. Er setzt sich aus Vertretern aller Weltregionen zusammen und tagt zweimal jährlich. ­ www.wma.net
„Etwas mehr und doch zu wenig“, so fasste Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ergebnisse der Ärztestatistik für das Jahr 2014 zusammen. Wie aus den Daten der BÄK hervorgeht, erhöhte sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 365.247. „Dieses leichte Plus reicht bei Weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben“, sagte Montgomery. So verschieben sich die Prioritäten der Jungmediziner. „Wir haben es mit einer nachwachsenden Ärztegeneration zu tun, die berechtigte Anforderungen an ihren Arbeitsplatz stellt“, erklärte Montgomery. „Wie zahlreiche Umfragen zeigen, legen diese jungen Ärzte großen Wert auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf, Familie und Freizeit, auf feste Arbeitszeiten und flexible...
Anti-Korruptionsgesetz ... 13.04.2015

Anti-Korruptionsgesetz: BÄK fordert Korrekturen

Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt grundsätzlich, dass die Koalition einen Gesetzentwurf vorgelegt hat, der die Ahndung von Korruption im Gesundheitswesen regeln soll. Allerdings sei in dem von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Anfang Februar vorgelegten Entwurf versäumt worden, die Ursachen der Korruption zu analysieren. Es müsse verhindert werden, dass Ärzte ohne fundierte Analyse möglicher korruptiver Strukturen und Mechanismen einem gesonderten Straftatbestand unterworfen werden. „Um den Kreis der Normadressaten zu bestimmen, sind valide Erkenntnisse über normabweichende Auffälligkeiten, belastbare Statistiken über die Struktur, den Umfang und den Anteil bestimmter Personengruppen an der Korruption im Gesundheitswesen notwendig“, stellt die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Entwurf klar. Das aber habe der Gesetzgeber im vorliegenden Gesetzentwurf bisher nicht berücksichtigt. Der Entwurf sieht vor, einen neuen...
„Der Gesetzesentwurf greift einige zentrale Forderungen der Ärzteschaft zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung auf. Leider hat die Politik bei diesem wichtigen Thema schon viel Zeit verstreichen lassen. Daher muss sie das Gesetz jetzt zügig umsetzen – auch vor dem Hintergrund der Debatte um die Sterbehilfe.“ Das erklärte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Veröffentlichung einer Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung. Es handele sich bei dem Gesetz um einen wichtigen Schritt, die entsprechenden Versorgungsstrukturen in wesentlichen Bereichen weiter auszubauen und zu konsolidieren, heißt es in der Stellungnahme, die die BÄK gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e. V. vorgelegt hat. Die drei Organisationen sind Träger der...
Heilmittelerbringer 07.04.2015

Diagnose und Behandlung ist Sache des Arztes

Im Hinblick auf die Pläne der Unionsfraktion, dass Therapeuten wie Krankengymnasten und Logopäden künftig unabhängiger von den Empfehlungen und Verschreibungen der Ärzte arbeiten sollen, fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Frank-Ulrich Montgomery, zuvor Abrechnungs- und Haftungsfragen zu klären: „Wichtig ist aus unserer Sicht, dass die zusätzlichen Kosten, die dadurch entstehen, außerhalb des Budgets abgedeckt werden. Vor allem aber muss die Haftungsfrage geklärt sein. Und es muss genau bestimmt sein, wer als Therapeut zugelassen wird", sagte Montgomery im Interview mit der Rheinischen Post (07.04.2015). Es sei richtig, dass ein Physiotherapeut besser als ein Arzt weiß, wie man eine Bewegungstherapie durchführe. „Eine Bewegungstherapie ist aber beispielsweise bei einem schweren Bandscheibenvorfall nicht angezeigt. Die Diagnose und Behandlung ist Sache des Arztes und muss es auch aus Patientenschutz heraus...