News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Weltnichtrauchertag 29.05.2015

BÄK unterstützt Memorandum zu E-Zigaretten

Berlin - Gesundheitsexperten warnen anlässlich des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai 2015 vor den Gefahren von E-Zigaretten und E-Shishas. Diese basieren auf dem Erhitzen eines Chemikaliengemischs, bestehend aus einer Trägerflüssigkeit, Aromastoffen und meistens auch Nikotin. Da E-Zigaretten erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, sind mögliche gesundheitliche Langzeitschäden noch nicht abschließend erforscht. Kurzfristig kann es zu Atemwegsirritationen und allergischen Reaktionen kommen, zudem wirkt beigefügtes Nikotin neurotoxisch und steht im Verdacht Krebs zu erzeugen. In einem Memorandum fordern die Deutschen Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. einen wirksamen Verbraucher- und Jugendschutz und klare gesetzliche Regelungen für diese Produkte. Dazu gehören eine Regulierung unter den Nichtraucherschutzgesetzen, eine Tabakprodukten entsprechende Besteuerung, ein vollständiges Werbeverbot sowie ein...
Berlin – Die Bundesärztekammer bedauert, dass der Kabinettsentwurf des E-Health-Gesetzes konstruktive Vorschläge der Bundesärztekammer nicht aufgenommen hat. Stattdessen lässt er in Teilen Rechtssicherheit für Ärzte und Patienten sowie das informationelle Selbstbestimmungsrecht von Patienten außer Acht. „Wenn wir in Zukunft elektronisch im Gesundheitswesen kommunizieren wollen, dann sollten Arztbriefe wie in der Papierwelt auch durch einen Arzt unterschrieben werden“, stellt Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender des Telematikausschusses der Bundesärztekammer, fest. Dies sieht das E-Health-Gesetz jedoch offensichtlich nicht vor; es fällt also hinter den Standard in der Papierwelt zurück. Auch die Regelungen zum Notfalldatensatz werden seitens der Bundesärztekammer kritisiert. Das Notfalldatenkonzept der Bundesärztekammer ist primär auf die Versorgung von Notfällen ausgerichtet. Nun sollen mehr als ein Dutzend weiterer...
Krankenhausreform 21.05.2015

BÄK fordert Nachbesserungen

Berlin - Sinnvolle Ansätze, in der Gesamtbetrachtung aber unzureichend – so lässt sich die schriftliche Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zu dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Krankenhaus-Strukturgesetz zusammenfassen. So begrüßt die BÄK grundsätzlich die in dem Entwurf angelegte verstärkte Berücksichtigung qualitativer Aspekte bei der Krankenhausplanung sowie den geplanten Strukturfonds zur Finanzierung von Umstrukturierungsmaßnahmen in der stationären Versorgung. „Ein zentraler Mangel des vorliegenden Reformentwurfes ist die nach wie vor fehlende Sicherung nachhaltiger Finanzgrundlagen für eine zukunftsfeste Ausrichtung der stationären Versorgung in Deutschland“, heißt es in der Stellungnahme. Bedingt durch die seit 1991 im Durchschnitt kontinuierlich sinkende Krankenhausinvestitionsfinanzierung durch die Bundesländer auf derzeit nur noch 2,7 Milliarden Euro pro Jahr sei eine...
Berlin - Telemedizinische Verfahren sind in einzelnen Versorgungsbereichen bereits weit verbreitet, etwa in der Akutbehandlung von Schlaganfall-Patienten. In anderen Gebieten befinden sich telemedizinische Methoden in der Erprobung oder haben den Sprung in die Regelversorgung noch nicht geschafft. In einem Positionspapier benennt die Bundesärztekammer Anwendungsgebiete für Telemedizin und zeigt auf,  in welchen Fällen diese Methoden für die Patienten besonders nützlich sind.  Zudem  werden Anforderungen an telemedizinische Versorgungskonzepte zusammengestellt. „Angesichts der raschen Entwicklung dieser modernen Versorgungsmethoden ist es wichtig, unsere ärztliche Sichtweise auf diese Verfahren zu artikulieren und anderen interessengeleiteten Akteuren entgegen zu setzen. Deshalb zeigen wir Anwendungsfelder auf, in denen ein stärkerer Einsatz telemedizinischer Methoden zum Wohle unserer Patienten wünschenswert ist“,...
Freihandelsabkommen dürfen die Behandlungsqualität, den schnellen Zugang zur Gesundheitsversorgung und das hohe Patientenschutzniveau in Deutschland und der EU nicht beeinträchtigen. Das deutsche Gesundheitswesen ist geprägt von den Prinzipien der Selbstverwaltung und der Freiberuflichkeit. Gerade die Gemeinwohlbindung, der die Kammern und Freien Berufe unterliegen, trägt in erheblichem Maß zu diesem hohen Niveau bei. Art. 168 Abs. 7 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union stellt klar, dass die Verantwortung der Mitgliedstaaten für die Festlegung ihrer Gesundheitspolitik sowie für die Organisation des Gesundheitswesens und der medizinischen Versorgung zu wahren ist. Die sich daraus ergebende Vielfalt kommt den Patienten zugute, denn sie trägt den unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den Mitgliedsstaaten Rechnung. Darüber hinaus hat die Europäische Union die Sonderstellung des Gesundheitssystems...
118. Deutscher Ärztetag ... 19.05.2015

Bilanz des 118. Deutschen Ärztetages

Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zieht eine Bilanz des 118. Deutschen Ärztetages. Außerdem gibt der wiedergewählte Präsident der Bundesärztekammer einen Ausblick auf die gesundheitspolitischen Themen der kommenden vier Jahre. Bei allen Schwierigkeiten, über so einen langen Zeitraum Prognosen zu liefern, werde der Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit das bestimmende Thema sein, so Montgomery.
118. Deutscher Ärztetag ... 15.05.2015

Deutscher Ärztetag beendet – Zusammenfassung III

 Frankfurt am Main - Ärzte müssen über die für die Berufsausübung erforderlichen Sprachkenntnisse verfügen. Das hat der 118. Deutsche Ärztetag als Voraussetzung für die Erteilung der Approbation oder Berufserlaubnis gefordert. Die Bundesländer wurden aufgefordert, die kompetente Sprachverwendung orientiert am Sprachniveau C1 zu überprüfen. Gleichzeitig müssten Fördermöglichkeiten zur besseren Integration von ausländischen Ärzten geschaffen werden. Dringlich forderten die Abgeordneten die Bundesregierung dazu auf, die Kompetenz der Organisation „Ärzte ohne Grenzen e. V.“ bei der Bekämpfung von Epidemien und Pandemien zu beachten und zu nutzen. Deren Informationen seien zeitnah in die politischen Entscheidungen einzubeziehen. Außerdem forderten die Abgeordneten den Gesetzgeber und die Universitäten auf, bundesweit von Studienbeginn an eine zeitgemäße und praxisorientierte Lehre einzuführen. Diese solle größere...
118. Deutscher Ärztetag ... 15.05.2015

Deutscher Ärztetag beendet – Zusammenfassung II

Frankfurt am Main - Die Arbeitgeber waren aufgefordert worden, eine korrekte Dokumentation geleisteter Arbeitszeit zu gewährleisten. Bislang sei noch nichts Ausreichendes geschehen, um die im Arbeitszeitgesetz festgeschriebene objektive Dokumentation zu gewährleisten, kritisierten die Abgeordneten des 118. Deutschen Ärztetages. Die zuständigen Aufsichtsbehörden sollten ihre Prüfmechanismen effektiver gestalten und Verstöße wirkungsvoll sanktionieren, forderten die Abgeordneten. An Politik und Arbeitgeber erging der Appell des Deutschen Ärztetages, psychosoziale Risikofaktoren stärker in den Fokus zu rücken und das betriebliche Gesundheitsmanagement zu stärken. Psychisch überlastete Beschäftigte erhielten oft zu spät Beratung oder professionelle Hilfe, kritisierten die Abgeordneten. Insbesondere müsse die Schnittstelle zwischen ambulanter medizinischer Versorgung und den Arbeitsmedizinern in den Betrieben nachgebessert...
118. Deutscher Ärztetag ... 15.05.2015

118. Deutscher Ärztetag beendet - Zusammenfassung I

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag hat davor gewarnt, die ärztliche Therapiefreiheit durch eine verbindlich vorgegebene „Programmmedizin“ einzuschränken. Bei jedweder Standardisierung ärztlichen Handelns durch Behandlungspfade, Standard Operating Procedures und klinikinterne Versorgungsanweisungen müsse die Umsetzung ausschließlich beim behandeln Arzt verbleiben. Der 118. Deutsche Ärztetag unterstützt die Bemühungen zur Eindämmung multiresistenter Keime. Im Rahmen der Modellversuche zum prästationären Screening vor elektiven Eingriffen solle die Betreuung betroffener Patienten im Krankenhaus verbessert werden. Der 118. Deutsche Ärztetag lehnt die Leitung ärztlicher Strukturen der Patientenversorgung an Kliniken, Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen durch Angehörige anderer Berufe ab. Ärzte dürften aufgrund ihrer Berufsordnung von Nichtärzten keine Anweisungen in medizinischen Fragen entgegennehmen, stellten die Abgeordneten klar. Der 118. Deutsche Ärztetag hat den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) dazu aufgefordert, bei der Erstellung von Richtlinien zur Messung und Darstellung von Versorgungsqualität die Komplexität des Arzt-Patienten-Verhältnisses im Blick zu behalten. Dementsprechend solle er eine „Qualitätssicherung mit Augenmaß“ forcieren. Außerdem hat der 118. Deutsche Ärztetag den Nachweis eines klaren Patientennutzens gesetzlicher Maßnahmen vor ihrer Verabschiedung gefordert. Analog zur Nutzenbewertung medizinischer Verfahren sollten Gesetze und untergesetzliche Regelungen, die die ärztliche Berufsausübung betreffen, ebenfalls einer solchen Bewertung unterzogen werden. Vor dem Hintergrund des Absturzes der Germanwings-Maschine tritt der 118. Deutsche Ärztetag für die Wiederherstellung des Datenschutzes in der Flugmedizin ein. Alle Fliegerärzte seien jetzt verpflichtet, anonymisierte medizinische Bögen an das Luftfahrt-Bundesamt zu übermitteln. Diese müssten jedoch von den Piloten unterschrieben werden. Dabei handele es sich um einen eklatanten Bruch des Datenschutzes, kritisierte der Ärztetag. In einem weiteren Entschließungsantrag forderte die Ärzteschaft die Klinikleitungen dazu auf, Ärztinnen gezielt zu fördern. „Obwohl der Anteil der Medizinstudentinnen bei über 50 Prozent liegt, verringert sich der Anteil an Ärztinnen erheblich, je höher man in der Entscheiderebene der Klinik steigt“, kritisierten die Abgeordneten. Zudem sollten die Kliniken Karrierehemmnisse für Ärztinnen und Ärzte mit familiären Verpflichtungen abbauen. Darüber hinaus forderte der Deutsche Ärztetag mehr Planungssicherheit für Ärzte an Kliniken. Daher sollten Bund und Länder die Anzahl der unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse im ärztlichen Bereich deutlich erhöhen und Vertragslaufzeiten für befristete Verträge festschreiben. Eine Möglichkeit dazu biete die geplante Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG).   ...
118. Deutscher Ärztetag ... 15.05.2015

eGK: Ärztetag für neue medizinische Anwendungen

Frankfurt am Main - Zum Abschluss des Deutschen Ärztetages in Frankfurt haben sich die Delegierten intensiv mit dem Thema Telemedizin und Telematik sowie mit dem von der Bundesregierung geplanten E-Health-Gesetz beschäftigt. Dabei lehnte das Ärzteparlament mehrheitlich die mit dem E-Health-Gesetz geplante Verpflichtung für das Online-Versichertenstammdatenmanagement in Arztpraxen ab. Gleichwohl sprach sich der Ärztetag für eine  Förderung der Telematikinfrastruktur unter Einbeziehung der ärztlichen Expertise aus. „Die grundsätzliche Offenheit der Ärzteschaft für sinnvolle medizinische Anwendungen in der elektronischen Datenverarbeitung spiegelt sich in unterschiedlichen bereits realisierten regionalen Projekten wieder“, heißt es in der Entschließung. Insbesondere der Datenaustausch zwischen den unterschiedlichen Anbietern im Gesundheitswesen biete einen direkten Nutzen für die Patienten und Ärzte. Die Abgeordneten...