News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

118. Deutscher Ärztetag ... 14.05.2015

Kommunikative Kompetenz im ärztlichen Alltag stärken

Frankfurt am Main - Eine gelungene Kommunikation zwischen Patient und Arzt hat maßgeblichen Einfluss auf die Zufriedenheit der Patienten und den Behandlungserfolg. Deshalb hat sich der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt am Main intensiv mit kommunikativen Kompetenzen im ärztlichen Alltag befasst. „Der Arzt und das ärztliche Gespräch spielen eine zentrale Rolle im Gesundheitswesen. Um dieser Rolle gerecht zu werden, braucht es einen Arzt, der medizinisch Kompetent und  empathisch mit zugewandter Kommunikation hilft“, sagte Rudolf Henke, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Präsident der Ärztekammer Nordrhein, vor den Abgeordneten des Ärztetages. Im vermeintlichen Zeitdruck des ärztlichen Alltags dürfe eine wertschätzende und einfühlsame Grundhaltung des Arztes ebenso wenig verloren gehen wie die Bereitschaft, Patienten ihre Anliegen ohne Unterbrechung vortragen zu lassen. Henke wies darauf hin, dass zur...
118. Deutscher Ärztetag ... 13.05.2015

Ärztetag fordert gezielte Maßnahmen gegen Epidemien

Frankfurt am Main - Im Kampf gegen globale Epidemien wie Ebola hat der 118. Deutsche Ärztetag Deutschland, Europa und die Weltgemeinschaft aufgefordert, die Erforschung von Infektionskrankheiten und die Entwicklung und den Einsatz von diagnostischen Tests, Therapien und Impfstoffen voranzutreiben. „Es muss eine staatliche Förderung für die Entwicklung und die Bereitstellung von Arzneimitteln und Impfstoffen zur Eindämmung von Epidemien geben sowie eine Finanzierung flächendeckender Impfprogramme“, heißt es in einer Entschließung des Ärztetages. Das Ärzteparlament appellierte an die Arzneimittelhersteller, auch bei geringen Gewinnmargen gezielte Forschung zu betreiben, um entsprechende Arzneimittel und Impfstoffe zu entwickeln.Für die betroffenen Länder sollten finanzielle Mittel in einem Fonds bereitgestellt werden, um die Epidemien zu bekämpfen und die Gesundheitssysteme und das öffentliche Leben nach einer Epidemie...
Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag hat einstimmig den Erhalt der originären Zuständigkeit der Ärztekammern für die fachliche Qualifikation von Ärztinnen und Ärzten gefordert. Diese Zuständigkeit dürfe nicht durch andere Strukturen, die nicht unter der Leitung der Ärztekammern stehen, ersetzt werden.  Der Ärztetag lehnt die Bildung von Kompetenzzentren im Rahmen der Weiterbildung außerhalb des Ärztekammerbereichs ab. Hintergrund ist der aktuell vorliegende Entwurf zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG), der die Regelungskompetenz der Ärztekammern nicht ausreichend beachtet. So wird der Bundesärztekammer und den Ärztekammern zur Regelung der Verfahrensweise zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin auf Bundes- und Landesebene nur ein Informations-, aber kein Einverständnis- bzw. Zustimmungsrecht eingeräumt. „Auch wenn im GKV-VSG vorrangig finanzielle Aspekte bei der Förderung der...
(Foto Helliwood media & education) Frankfurt am Main - Wer die Hygiene in den Kliniken verbessern will, sollte dafür sorgen, dass die Personalschlüssel aufgestockt und klar geregelt werden. Diesen Appell richtete der 118. Deutsche Ärztetag an die Politik. So erwähne der Zehn-Punkte-Plan zur Reduktion von Antibiotikaresistenzen der Bundesregierung zwar das Hygieneförderprogramm zur Einstellung von Hygienepersonal. „Leider mangelt es aber in deutschen Krankenhäusern auch bei der täglichen Patientenversorgung an ausreichendem ärztlichen und pflegerischen Personal“, kritisierte der Ärztetag. Sogar in infektiologischen Risikobereichen wie Intensivstationen werde die von den Fachgesellschaften empfohlene Personalbesetzung in der Pflege in der Regel deutlich unterschritten. Dabei zeigten Studien, dass eine hohe Arbeitsdichte das größte Risiko für nosokomiale Infektionen darstelle. Die Abgeordneten des Ärztetages forderten den Ausbau der Lehrstühle für Krankenhaus- und Umwelthygiene. Zudem müsse die Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten in diesem Bereich finanziell gefördert werden.Eine besondere Bedeutung hat nach Ansicht der Ärzteschaft ein mindestens europa-, besser aber weltweites gemeinsames Handeln. „Keime respektieren keine Ländergrenzen“, so das Ärzteparlament. ...
118. Deutscher Ärztetag ... 13.05.2015

GOÄ-Novelle: Verhandlungen kommen gut voran

Frankfurt am Main – Die Verhandlungen über eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) kommen gut voran. „Der Zug rollt und nimmt jetzt richtig Fahrt auf.“ Das sagte Dr. Theodor Windhorst, Vorsitzender des GOÄ-Ausschusses der Bundesärztekammer, auf dem Deutschen Ärztetag in Frankfurt. Er verwies unter anderem auf das gemeinsame Informationspaket zur GOÄ, das Bundesärztekammer und Verband der Privaten Krankenversicherung dem Bundesgesundheitsministerium Ende März übergeben hatten. „Seitdem treffen wir uns regelmäßig im Bundesgesundheitsministerium, um das Projekt voranzubringen“, berichtete Windhorst. Im Zusammenhang mit den GOÄ-Verhandlungen hat der Ärztetag gefordert, dass auch die konservativen Leistungen angemessen bewertet werden. Bereits jetzt seien konservative Leistungen im  Vergleich zu operativen Leistungen deutlich schlechter bewertet. Zudem hat der Ärztetag beschlossen, dass die GOÄ eine rein ärztliche...
118. Deutscher Ärztetag ... 13.05.2015

Anti-Korruptionsgesetz nachbessern

Frankfurt am Main - „Statt Fehlentwicklungen zu beheben, die Ursachen für Kriminalität sein können, wird ausschließlich auf die Mittel des Strafrechts zurückgegriffen.“ Dies kritisierten die Abgeordneten des Deutschen Ärztetages an dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Anti-Korruptionsgesetz. Das Ärzteparlament warnte davor,  Ärzte ohne fundierte Analyse korruptiver Strukturen und Mechanismen einem gesonderten Straftatbestand zu unterwerfen. Bei der Formulierung des Gesetzesentwurfs zur Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen habe es die Politik versäumt, die Ursachen der Korruption zu analysieren. Notwendig seien valide Erkenntnisse über normabweichende Auffälligkeiten sowie belastbare Statistiken über die Struktur, den Umfang und den Anteil bestimmter Personengruppen an der Korruption. Die Ärzteschaft befürchtet eine massive Rechtsunsicherheit innerhalb der Ärzteschaft und des...
118. Deutscher Ärztetag ... 13.05.2015

Ärztetag fordert: Tarifeinheitsgesetz stoppen!

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt am Main hat die Bundesregierung aufgefordert, das geplante Tarifeinheitsgesetz zurückzuziehen. Das Grundgesetz garantiere allen Arbeitnehmern das Recht, sich in Gewerkschaften ihrer Wahl zu organisieren. Das schließe eigene Tarifverträge und das Recht auf Streik mit ein. Mit ihren Plänen zur Tarifeinheit verwehre der Staat jedoch bestimmten Gruppen von Arbeitnehmern das Recht, eine unabhängige und eigenständige Tarifpolitik zu betreiben. Wenn nur noch der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern im Betrieb zur Anwendung kommt, bleibt kein Raum mehr für eine eigenständige Tarifpolitik berufsspezifischer Gewerkschaften. „Das Gesetz ist verfassungswidrig und für die Patientenversorgung gefährlich. Arztspezifische Tarifverträge verbessern die Arbeitsbedingungen für angestellte Ärztinnen und Ärzte und tragen mit dazu bei, dass die Ärzte der...
118. Deutscher Ärztetag ... 13.05.2015

Präventionskonferenz: Ärzte fordern Sitz und Stimme

Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag hat vom Gesetzgeber für die Ärzteschaft Sitz und Stimme in der mit dem Präventionsgesetz geplanten Nationalen Präventionskonferenz gefordert. Die Abgeordneten wiesen auf die zentrale Position der Ärzte bei der Prävention hin. „Sie sind die wichtigsten Ansprechpartner für Patientinnen und Patienten und können direkten Einfluss auf deren Gesundheitsverhalten nehmen. Sie kennen die gesundheitlichen Belastungen der Bevölkerung und spezifischer sozialer Gruppen“, heißt es in der Entschließung des Ärzteparlaments. Wie aus dem Entwurf des Präventionsgesetzes hervorgeht, soll sich die Nationale Präventionskonferenz aus Sozialversicherungsträgern, Ministerien sowie Länder- und Patientenvertretern zusammensetzen. Auch ein Sitz in dem beratenden Präventionsforum stelle „keine adäquate Einbeziehung ärztlichen Sachverstandes dar“, so der Ärztetag. Vor dem Hintergrund des aktuellen...
Frankfurt am Main - Der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt am Main hat den Gesetzgeber aufgefordert, zentrale Maßnahmen des geplanten GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes zu überarbeiten, beziehungsweise zu revidieren. „Insbesondere die Pläne für den Zwangsaufkauf von Vertragsarztsitzen, die Einrichtung von Terminservicestellen und die geplante Zweitmeinungsregelung greifen massiv in die Kompetenz der ärztlichen Selbstverwaltung ein und sind zu revidieren“, heißt es in einer Entschließung des Ärzteparlamentes. Gravierende Eingriffe in die Selbstverwaltung würden auch durch die „Quasi-Sektionierung“ des Systems der Kassenärztlichen Vereinigungen vorgenommen. Mit den Gesetzesplänen werde die Politik staatlicher Eingriffe in die freiheitliche Berufsausübung fortgesetzt. Mit Blick auf die geplante Krankenhausreform forderte das Ärzteparlament die Länder auf, endlich ihren Investitionsverpflichtungen für die Kliniken...
Patienteninformation 12.05.2015

Masern: Impfung bei Kindern und Nachholimpfung

Auf zwei Seiten vermitteln die Patienteninformationen „Masernimpfung bei Kindern – was Sie wissen sollten“ und „Nachholimpfung – bin ich vor Masern geschützt?“ wichtige Fakten und praktische Tipps zum Thema Masern und Impfschutz. Es gibt einen wirksamen Schutz vor Masern: eine Impfung, die in Deutschland seit über 30 Jahren angewendet wird. Experten empfehlen Kindern zwei Impfungen im Alter von 11 bis 23 Lebensmonaten. Schwere Nebenwirkungen der Impfung sind sehr selten, vor allem im Vergleich zu den Folgen der Erkrankung. Aktuelle Masernausbrüche haben gezeigt, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene nicht ausreichend geschützt sind. Daher empfehlen Experten Jugendlichen, versäumte Impfungen nachzuholen. Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, wird eine einmalige Masernimpfung empfohlen, wenn sie bisher nicht oder nur einmal geimpft wurden oder unsicher über einen ausreichenden Schutz sind. Masern sind...