News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin – Die voraussichtliche Vergabeentscheidung des GKV-Spitzenverbandes (GKV-SV) über die Neustrukturierung der Patientenberatung stößt bei den Institutionen der Heilberufe auf massive Kritik. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), Bundesärztekammer (BÄK) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sehen die künftige Unabhängigkeit und Neutralität der Beratung bedroht. Sie forderten insbesondere den Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann auf, die vom GKV-SV offensichtlich beabsichtigte Vergabeentscheidung zu revidieren. Finanzierung und Vergabe müssen an die Bedingung geknüpft werden, dass die künftige Patientenberatung auch tatsächlich unabhängig arbeiten kann. Eine Patientenberatung, die von einem Call-Center betrieben werden soll, das nachweislich schon für die Krankenkassen tätig war, kann unmöglich die Anliegen von Patienten und Versicherten –...
Dr. Cornelia Goesmann, Vorstandsbeauftragte der Bundesärztekammer für die ärztliche Psychotherapie, hat sich gegen die derzeit diskutierte Direktausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten ausgesprochen. Käme es zu einem solchen Studiengang, würde letztlich die auch die ärztliche Psychotherapie geschwächt, sagte Goesmann in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (Heft 26). In Deutschland wird die psychotherapeutische Versorgung sowohl von ärztlichen als auch von psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten mit den ihnen jeweils eigenen Qualifikationen getragen. Mit einer Direktausbildung von psychologischen Psychotherapeuten, also einem Hochschulstudium, an dessen Ende ein Staatsexamen mit einer einheitlichen Approbation in Psychotherapie steht, hat sich auch der diesjährige Deutsche Ärztetag in Frankfurt kritisch auseinandergesetzt. Die Delegierten des Ärztetages...
Berlin  - "Wir begrüßen das von der Bundesregierung geplante Werbeverbot für Tabakprodukte. Es  wäre ein wichtiger Schritt, um den Tabakkonsum spürbar zu reduzieren.“ Das erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Deutschland sei neben Bulgarien das einzige EU-Land, das die Außenwerbung für Tabakprodukte noch nicht verboten habe.Darüber hinaus dürften Medikamente zur Rauchentwöhnung nicht länger von der gesetzlichen Arzneimittelversorgung ausgeschlossen werden. „Jährlich sterben in Deutschland über 110.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Der Gesetzgeber muss daher endlich die gesetzlichen Voraussetzungen zur Behandlung von Tabaksucht schaffen“, so Montgomery.
Verbände 25.06.2015

Montgomery im Vorstand des BFB

Berlin - Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) hat ein neues Präsidium gewählt. Erstmalig fanden zudem die Wahlen zum BFB-Vorstand statt. In das insgesamt 23-köpfige Gremium wurde auch Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, gewählt. In seinem Amt als BFB-Präsident bestätigt wurde Dr. Horst Vinken, Präsident der Bundessteuerberaterkammer. Ebenfalls wiedergewählt als BFB-Vizepräsident und Schatzmeister wurde der Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes, Harald Elster. In ihrem Amt als BFB-Vizepräsident bestätigt wurden auch Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, Prof. Dr. Wolfgang Ewer, Präsidiumsmitglied des Deutschen Anwaltvereins, und Gerhard Albrecht, Vizepräsident der Wirtschaftsprüferkammer. Neu im BFB-Präsidium sind Dipl.-Ing. Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen...
Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) bekräftigt ihre Kritik an dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein Krankenhaus-Strukturgesetz. Zwar sei die verstärkte Berücksichtigung qualitativer Aspekte bei der Krankenhausplanung grundsätzlich zu begrüßen, ein zentraler Mangel sei aber die nach wie vor nicht gesicherte Finanzierungsgrundlage für die Kliniken. Dies betonte die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf gegenüber dem Bundesrat.Die vorgesehene Festschreibung des Investitionsvolumens auf lediglich den Durchschnitt der Jahre 2012 - 2014 sei völlig unzureichend. Ohne deutliche Nachbesserung dieser Regelung könne von einer zukunftsweisenden Krankenhausreform nicht die Rede sein. „Leidtragende sind die Patienten sowie die Mitarbeiter in den Kliniken, die die fehlenden Finanzmittel durch eine weitere Arbeitsverdichtung und Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kompensieren müssen.“ Die...
eHealth-Gesetz 17.06.2015

Gute Ansätze, schlechte Umsetzung

Berlin – Die Vertreter von Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und Krankenhäusern in der Gesellschafterversammlung der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) sehen in dem geplanten eHealth-Gesetz positive Ansätze, die einen Mehrwert für die Patienten und ihre Behandlung bringen können. „Das Gesetz eröffnet neue Möglichkeiten und fördert die sichere elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen“, stellten die Gesellschafter fest. Auch wenn in Detailfragen Defizite bestünden, kämen sinnvolle Anwendungen wie zum Beispiel der Medikationsplan und der Notfalldatensatz auf den Weg. Das Gesetz schreibt den Beginn des sogenannten „Online Rollout“ der Telematikinfrastruktur und damit der Vernetzung der Leistungserbringer ab dem 1. Juli 2016 vor, belegt diesen Termin allerdings mit möglichen Sanktionen für die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und den...
Transplantationsmedizin ... 15.06.2015

Kommissionen verabschieden Prüfberichte

Berlin - Am 9. Juni haben die Prüfungs- und die Überwachungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, den Kommissionsbericht sowie einen ergänzenden Kommissionsbericht zu der Prüfung des Herztransplantationsprogramms der Herzchirurgischen Klinik und Poliklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München – Campus Großhadern verabschiedet.
Berlin – „Wir tun alles dafür, dass es nicht zu einem Fehler in Diagnostik und Therapie kommt. Wir sorgen für einen transparenten Umgang mit Behandlungsfehlern. Und wir sind uns unserer Verantwortung darüber bewusst, dass den betroffenen  Patienten schnell und professionell geholfen werden muss – medizinisch, seelisch und mitunter auch rechtlich.“ Das sagte Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer, bei der Vorstellung der Behandlungsfehler-statistik für das Jahr 2014 in Berlin. Crusius plädierte für eine offene Fehlerkultur. Nur so könne aus Fehlern gelernt werden. Wenig hilfreich sei es, wenn Ärzte, denen ein Fehler unterlaufen ist, als Pfuscher diskreditiert werden. „Pfusch beinhaltet immer eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber den Auswirkungen des eigenen Handelns. Das kann man doch nicht allen Ernstes Ärzten vorwerfen, denen...
Zu dem heute vorgelegten Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: "Der Gesetzentwurf von Brand, Griese u. a. zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung geht in die richtige Richtung. Wir haben immer davor gewarnt, dass sogenannte Sterbehilfsorganisationen unter wechselndem Rechtsstatus ihren Geschäften nachgehen können. Deshalb auch haben wir immer ein Verbot der organisierten Beihilfe zum Selbstmord gefordert. Der heute vorgelegte Gruppenentwurf kommt dieser Forderung nach und zeigt die rote Linie auf. Wir halten das für richtig und wichtig und unterstützen diesen Vorschlag.Jede Form der organisierten Selbsttötungshilfe vermittelt den Eindruck legaler Geschäftstätigkeit. Allzuleicht entsteht dadurch gesellschaftliche Akzeptanz, die letztlich zu einem enormen Druck auf Menschen in...
Berlin - Anlässlich des morgigen Tags der Organspende erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: "Es ist eine gute Nachricht, dass nach aktuellen Erhebungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wieder mehr Menschen in Deutschland grundsätzlich zu einer Gewebe- oder Organspende bereits sind.  Rund  80 Prozent der Befragten äußern eine positive Einstellung zur Organspende . 71 Prozent wären damit einverstanden, dass man ihnen nach ihrem Tod Organe und Gewebe entnimmt. Hoffnung macht diese Entwicklung vor allem für die mehr als 10.000 Menschen  in Deutschland, die dringend auf ein Spenderorgan warten und deren Leben mit einer Transplantation gerettet werden könnte. Die Zahlen zeigen aber auch, dass wir mit den nach dem sogenannten Transplantationsskandal eingeleiteten Maßnahmen für mehr Transparenz und Sicherheit in der Transplantationsmedizin auf dem richtigen Weg sind....