News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Angesichts von Lieferunterbrechungen des Krebsmedikaments Alkeran® (Wirkstoff: Melphalan) haben Ärzte und Apotheker wirksame Maßnahmen des Gesetzgebers gefordert, um die Verfügbarkeit von Arzneimitteln sicherzustellen: Melphalan wird vor allem in der Behandlung von Leukämien und Lymphomen zur Vorbereitung auf Stammzelltransplantationen eingesetzt. Es ist in dieser Indikation, insbesondere in seinem Haupteinsatzgebiet, der Hochdosistherapie von Patienten mit Multiplem Myelom, nicht durch andere Substanzen zu ersetzen. So muss die Therapie von Patienten derzeit auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dies ist auch mit dem Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung verbunden. Laut Arzneiverordnungsreport 2014 wurden letztes Jahr rund 350.000 definierte Tagesdosen (DDD) in Deutschland benötigt. Eine erneute Lieferfähigkeit von Melphalan wurde durch den pharmazeutischen Unternehmer erst für Mitte Oktober wieder...
Berlin – Auf Einladung des Vorstandes der Bundesärztekammer kam der Vorstand des Israelischen Ärzteverbandes (Israeli Medical Association) zu einer gemeinsamen Vorstandssitzung am 27. August 2015 nach Berlin. Es war dies die erste Zusammenkunft der beiden Vorstände. Das 50jährige Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen dem Staat Israel und der Bundesrepublik Deutschland nahmen die Vertreter der Bundesärztekammer zum Anlass, um ihre über Jahre gewachsene Verbundenheit und Zusammenarbeit mit dem israelischen Ärzteverband zu unterstreichen. Den Israelischen Ärzteverband und die Bundesärztekammer verbindet eine jahrelange hervorragende Kooperation in internationalen Gremien, wie dem Weltärztebund (World Medical Association, WMA) und dem Europäischen Forum der Ärzteverbände (EFMA) in der europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO). „Bei unserer Arbeit im internationalen Raum sehen wir uns...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat mehr Personal und eine bessere Organisation der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen durch staatliche Stellen gefordert. „Die Versorgung ist machbar, wenn sie auf viele Schultern verteilt wird. Die Behörden müssen das organisieren", sagte Montgomery der Nachrichtenagentur dpa (27.08.2015). Die Ärzte seien bereit, bei der Versorgung der Flüchtlinge mitzumachen.  Unter ihnen sind nicht nur Amtsärzte, sondern auch niedergelassene Ärzte, Pensionierte und Krankenhausärzte, die mitmachen könnten und sollten.  Notwendig sei aber auch eine Personalaufstockung in den Gesundheitsämtern. „Der öffentliche Gesundheitsdienst ist für Nicht-Krisenzeiten ausgerichtet und hat nicht genug Ressourcen für Krisenzeiten“, sagte Montgomery in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt (27.08.2015). Auch sollten alle Flüchtlinge so schnell wie...
Versorgung von Flüchtlingen... 21.08.2015

Montgomery: Ärzte behandeln alle Menschen gleich

Berlin - „Für uns als Ärzte ist es bedeutungslos, woher ein Mensch kommt. Wir behandeln alle Menschen nach den gleichen Kriterien und wir wollen allen die gleiche Qualität zukommen lassen.“ Das erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, in Anbetracht der hohen Zahl von Flüchtlingen, die in Deutschland Schutz suchen. Montgomery kritisiert in einem Video-Statement insbesondere die Diskriminierung von Flüchtlingen per Gesetz. So erlaube das Asylbewerberleistungsgesetz nur die Behandlung akuter Erkrankungen, und auch dies nur nach behördlicher Genehmigung. „Damit werden wir Ärzte indirekt zu Sozialrichtern am Patienten, denn wir könnten diese Menschen besser behandeln.“ Schon der 118. Deutsche Ärztetag hatte beklagt, „dass in der Regel medizinisch nicht oder nicht ausreichend geschultes Personal in den Sozial- und Ausländerbehörden den Gesundheitszustand der potenziell...
Berlin - Das Gebot der Wirtschaftlichkeit darf die Zielsetzung des ärztlichen Handelns nicht in ein ökonomisch orientiertes Handeln umdefinieren. Das fordert die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme „Medizinische Indikationsstellung und Ökonomisierung“. Die Indikationsstellung müsse immer auf das Patientenwohl bezogen bleiben, um das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Patienten und Arzt nicht zu gefährden. In Anbetracht der um sich greifenden ökonomischen Überformung der Medizin werde die Indikation aber zunehmend für die Erlösoptimierung zweckentfremdet. Gegen solche Tendenzen wendet sich die BÄK in ihrer Stellungnahme. Die Grundlage der Indikation dürften nur der Stand der Wissenschaft sowie die allgemein anerkannten medizinischen Standards und Zielsetzungen des medizinischen Handelns bilden. Darüber hinaus sei die Individualität des Patienten ein weiterer Aspekt zur Bestimmung der Indikation. Diese...
Berlin - Die Bundesregierung hat im neuen Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen eine wichtige Forderung der Bundesärztekammer umgesetzt. „Wer den Gesetzentwurf liest, wird schnell erkennen, dass er sich eben nicht auf die Ärzteschaft fokussiert. Eine solche Fehljustierung konnten wir zum Glück verhindern. Nein, der Entwurf betrifft alle Menschen, die eine qualifizierte Ausbildung im Gesundheitswesen haben“, sagte Prof. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt (17.08.2015). Es werde zudem klar formuliert, welche sozialrechtlichen, abgesicherten Kooperationsformen erlaubt sind. „Der Gesetzentwurf zählt die Kooperationen, die im SGB V stehen, sauber auf. Es ist gut, dass das explizit erwähnt wird“, betont Montgomery. Der BÄK-Präsident sieht aber auch Nachbesserungsbedarf. „Uns fehlt nach wie vor eine klare Liste für die Kitteltasche, auf der...
Die Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer, Dr. Martina Wenker, plädiert dafür, Social Freezing kritisch zu hinterfragen, insbesondere dann, wenn mit dem Verfahren der  Nachwuchswunsch verschoben werden soll. „Klar ist, dass etwa eine Krebspatientin einen sehr guten Grund hat, vor der Chemotherapie den Schritt zu gehen. Aber bei Motiven wie der Suche nach dem richtigen Partner oder der Karriereplanung bin ich kritischer“, so Wenker in der Rheinischen Post  (04.08.2015). Würde dieser Trend in einigen Jahren zu einem Standardverfahren,  könnten Frauen bei ihren Arbeitgebern unter Druck geraten, das Freezing anzuwenden, weil eine Schwangerschaft gerade nicht in die Arbeitspläne passe. „Es darf nicht so weit kommen, dass Social Freezing bisher übliche Familienplanung ersetzt und zum Wettbewerbsvorteil für erwerbstätige Frauen wird.“ Wenker sagte, dass Ärzte, die Social Freezing anbieten, die Beweggründe der Frauen auch...
Masterplan Medizinstudium... 04.08.2015

BÄK fordert neue Auswahlverfahren für das Medizinstudium

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat sich für eine zielgerichtetere Auswahl von Studienplatzbewerbern für das Fach Medizin ausgesprochen. In einer Stellungnahme zu dem von der Bundesregierung geplanten „Masterplan Medizinstudium 2020“ fordert sie, dass neben der Abiturnote weitere Kriterien für das Auswahlverfahren herangezogen werden sollten. Verstärkt berücksichtigt werden sollten unter anderem auch psychosoziale Kompetenzen, soziales Engagement und einschlägige Berufserfahrung, zum Beispiel eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung in einem anderen Fachberuf im Gesundheitswesen. Um die Universitäten in die Lage zu versetzen, qualitativ hochwertige Auswahlverfahren durchzuführen und neue Verfahren erproben zu können, sollten besonders diejenigen Universitäten, die objektivierbare Assessments auf rechtlich abgesicherter Basis transparent durchführen, in diesem Punkt finanziell unterstützt werden. Für die Assessments...