News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Vor dem Hintergrund zunehmender Antibiotika-Resistenzen hat der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, zu einem verantwortlichen Umgang mit Antibiotika aufgerufen. Erfreulicherweise seien die Verordnungszahlen von Antibiotika in der Humanmedizin rückläufig, sagte Ludwig bei der Vorstellung des Arzneiverordnungsreports in Berlin. Im Jahr 2013 hätten Antibiotika noch auf Platz zwei der verordnungsstärksten Arzneimittel gelegen, im Jahr 2014 nur noch auf Platz fünf. Zu verzeichnen sei dabei eine Abnahme sowohl der Verordnung der oral verabreichten Cephalosporine als auch der „Harnwegs-Fluorchinolonen“. Zwar habe die Antibiotika-Abgabemenge  auch in der Tiermedizin abgenommen; dieser Trend lasse sich jedoch für Reserve-Antibiotika mit besonderer Bedeutung für den Menschen (z. B. Cephalosporine, Fluorchinolone) nicht beobachten. Bei Fluorchinolonen sei die...
Berlin - Anlässlich der heutigen Expertenanhörung im Deutschen Bundestag über eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe in Deutschland erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery:„Es ist gut, dass sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit großer Ernsthaftigkeit und sehr intensiv mit einer möglichen gesetzlichen Regelung der Sterbehilfe beschäftigen. Die Initiativen der verschiedenen Parlamentariergruppen zeigen, dass es einen großen Konsens gibt, Sterbehilfevereinen das Handwerk zu legen. Ebenso unstrittig ist es, die Palliativmedizin, die Schmerztherapie und die Hospizarbeit in Deutschland weiter auszubauen. Besonders hervorzuheben ist der Gesetzentwurf der Abgeordneten Michael Brand und Kerstin Griese. Der Entwurf sieht ein klares Verbot von Sterbehilfeorganisationen vor, verzichtet aber auf weitere gesetzliche Regelungen. Die sind auch gar nicht notwendig, denn die...
Berlin - Mehr Personal, ein faires Vergütungssystems und endlich ausreichend Investitionsmittel für die Kliniken – das sind die Kernforderungen, die Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery auf dem heutigen bundesweiten Aktionstag gegen die geplante Krankenhausreform  in Berlin an die Politik richten wird. Unmittelbar vor der Veranstaltung sagte Montgomery: „Wenn die von der Politik ausgerufene Qualitätsoffensive für unsere Krankenhäuser keine leere Worthülse bleiben soll, muss sie wichtige Voraussetzungen schaffen, damit die Kliniken weiterhin gute Qualität liefern können. Notwendig sind neue Stellen, ein finanzieller Ausgleich für Tarifsteigerungen und endlich mehr Investitionsmittel der Länder. Stattdessen bekommen wir ein Gesetz, das weniger als die Hälfte der heute schon bekannten Tarifsteigerungen nachfinanziert und für die Zukunft keine verlässliche Lösung anbietet. Das hat weder etwas mit...
Berlin - „Gute Ansätze, schlechte Umsetzung.“ So lässt sich die Kritik vieler Akteure aus dem Gesundheitswesen an dem Ende Mai vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für das sogenannte E-Health-Gesetz zusammenfassen. Tatsächlich fördert das Gesetz sinnvolle Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wie den Medikationsplan und den Notfalldatensatz. Mittels Standardisierung und offener Schnittstellen soll auch ein Wechsel von einem Praxisverwaltungssystem zu einem anderen deutlich erleichtert werden. Mit den positiven Wirkungen des E-Health-Gesetzes gehen aber leider auch unerwünschte Nebenwirkungen einher. So sieht das Gesetz verbindliche Fristen für die Einführung des Versichertenstammdatenmanagements, der Notfalldaten sowie des elektronischen Entlass- und Arztbriefes vor. Wenn die gesetzten Termine nicht eingehalten werden, drohen den Körperschaften, aber auch Vertragsärzten massive Sanktionen. Diese...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, ist zuversichtlich, dass die bisher erwarteten Flüchtlinge in Deutschland ausreichend medizinisch versorgt werden können. „Was Man-Power und Kapazitäten betrifft, schaffen wir das“, sagte er dem "Tagesspiegel" (17.09.2015). Allerdings müsse dafür zusätzliches Geld ins System fließen. Um Engpässe zu vermeiden, fordert Montgomery, allen Ankömmlingen gleich bei der Registrierung Gesundheitskarten auszuhändigen. Dies geschieht am sinnvollsten durch das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge). Erbrachte Leistungen könnten später mit den Bundesländern abgerechnet werden. Langfristig sei es allerdings höchst fragwürdig, so viele Menschen mit dem beschränkten Leistungskatalog abzuspeisen, den das Asylbewerberleistungsgesetz vorsehe, so der Ärztepräsident.
Berlin - „Die Sicherheit der Patienten steht für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland seit jeher an erster Stelle. Das zeigen nicht zuletzt die vielfältigen Maßnahmen, die die Ärzteschaft in führender Rolle sowohl auf politisch-strategischer, als auch auf inhaltlich-praktischer Ebene seit dem Ärztetagsbeschluss 2005 zur Patientensicherheit auf den Weg gebracht hat.“ Das sagte Dr. Günther Jonitz, Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer, anlässlich des ersten internationalen Tages der Patientensicherheit am 17. September. Der Tag wird vom Aktionsbündnis Patientensicherheit ausgerufen und widmet sich in diesem Jahr insbesondere der Förderung der Hygiene und der Vermeidung von Infektionen.„Wir haben erfolgreiche Strategien zur Fehlerprävention und  Qualitätssicherung entwickelt und kümmern uns um entsprechende Fortbildungsangebote zum Fehler- und Risikomanagement, um nur einige Aktivitäten zu...
Berlin - Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation zum „Doose-Syndrom“ über Krankheitszeichen und Behandlungsmöglichkeiten dieser seltenen Erkrankung. Eltern finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Krankheit. Das Doose-Syndrom ist eine seltene Form der Epilepsie im Kindesalter – ungefähr 1 von 10 000 Kindern ist betroffen. Kennzeichnend für das Doose-Syndrom ist, dass verschiedene Anfallsformen auftreten. Die Muskeln können komplett verkrampfen oder schlagartig erschlaffen. Die Erkrankung beginnt meist im Alter von 1 bis 5 Jahren. In der Regel sind die Kinder zu Beginn der Krankheit körperlich und geistig altersgerecht entwickelt. Der Krankheitsverlauf ist von Kind zu Kind verschieden. Bei vielen Kindern „verwächst“ sich die Krankheit nach mehreren Jahren. Bei anderen treten Anfälle trotz Behandlung weiterhin auf und die geistige Entwicklung des Kindes wird...
Gebührenordnung für Ärzte ... 09.09.2015

GOÄ gut auf Kurs

Berlin - Die Bundesärztekammer und der PKV-Verband sind zuversichtlich, dass die neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) im Herbst 2016 starten kann. Das vermeldete Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe und Verhandlungsführer der Bundesärztekammer für die GOÄ. "Mit der nun erfolgten Übergabe eines gemeinsamen Konzeptes zur Novellierung der GOÄ an das Bundesministerium für Gesundheit und deren anschließender fortlaufender Weiterentwicklung und Aktualisierung ist ein weiterer entscheidender Meilenstein erreicht", erklärte Dr. Birgit König, Vorstandsvorsitzende der Allianz Private Krankenversicherungs-AG und Verhandlungsführerin auf Seiten des PKV-Verbandes. Beide hoffen, dass die gemeinsamen Vorschläge nun zügig vom Bundesministerium für Gesundheit aufgenommen werden. Auch bei dem noch ausstehenden abschließenden Arbeitsschritt der Vereinbarung der Bewertungen für die Leistungen der neuen GOÄ sei...
Berlin – Anlässlich der öffentlichen Anhörung des Gesetzentwurfs für eine sogenannte Krankenhausstrukturreform am kommenden Montag im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: "Wer eine Qualitätsoffensive ausruft, der muss auch den Mut zur Qualität haben. Bund und Länder aber wollen ihrem erklärten Willen zur Krankenhausreform keine wirklichen Taten folgen lassen. Mit Symptombekämpfung allein lassen sich jedoch weder die äußerst problematischen Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern, noch die Versorgungslage der Patienten verbessern. Der Politik muss endlich klar werden, dass gute medizinische Versorgung nicht zum Nulltarif zu haben ist. Eine jährliche Steigerung von 1,5 - 2 Prozent der stationär versorgungsbedürftigen Patienten auf mehr als 19 Millionen Patienten pro Jahr, die gleichzeitige Verkürzung der Verweildauer und immer...
Berlin - Einen „wichtigen Schritt, die Strukturen der Hospiz- und Palliativversorgung in wesentlichen Bereichen weiter auszubauen und zu konsolidieren“ sieht die Bundesärztekammer (BÄK) in dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland. Positiv werden insbesondere die Weiterentwicklung der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung, die Vernetzung und Koordination der Versorgungsangebote bewertet. Der Gesetzentwurf beantwortet grundlegende Fragen der Orientierung stationärer Pflegeeinrichtungen und verbessere die Finanzierung von Hospizen und Palliativstationen. Nachbesserungsbedarf an dem Gesetzentwurf erkennt die BÄK hingegen unter anderem bei der allgemeinen Palliativversorgung im Krankenhaus. Nahezu die Hälfte der Menschen in Deutschland versterbe im Krankenhaus - überwiegend aber nicht in den Palliativstationen, sondern in Fachabteilungen und...