News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Seltene Erkrankungen 29.02.2016

Internationaler Tag der seltenen Erkrankungen

Berlin - „Aufgrund ihrer geringen Zahl haben Patienten mit seltenen Erkrankungen nur eine kleine Lobby. Daher müssen wir die Kräfte bündeln, um mehr Aufmerksamkeit für die Betroffenen zu erreichen.“ Das fordert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, aus Anlass des Internationalen Tags der seltenen Erkrankungen am 29. Februar 2016. Notwendig seien darüber hinaus klarere Zulassungskriterien für Medikamente zur Behandlung von seltenen Krankheiten. Die Pharmaindustrie deklariere viele neue Medikamente als Orphan Drugs, um ein leichteres Zulassungsverfahren zu erreichen. „Patienten verdienen maximalen Schutz“, so Montgomery.
Berlin - „Ebola hat Deutschland und der Weltgemeinschaft vor Augen geführt, dass wir bei der nächsten Pandemie besser vorbereitet sein müssen. Wir müssen jetzt die Strukturen schaffen, damit wir im Ernstfall schnell und unbürokratisch helfen können.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei einem Treffen der BÄK mit Hilfsorganisationen und ärztlichen Verbänden in Berlin. Die Beratungen waren der Auftakt für eine engere Zusammenarbeit der Organisationen bei der Entwicklung von Strategien für eine effizientere Krisenintervention. Montgomery begrüßte ausdrücklich die Einrichtung eines medizinischen Notfall-Korps der Europäischen Union gegen weltweite Epidemien. Ein staatlich organisiertes medizinisches Hilfswerk sei eine notwendige Ergänzung, um die gesundheitliche Versorgung in Krisengebieten gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen schnell und unbürokratisch zu...
Berlin - „Wir müssen über die gesundheitsschädlichen Gefahren des Tabakkonsums aufklären. Dazu gehört auch, mit drastischen Abbildungen auf Zigarettenpackungen auf die Folgen des Rauchens hinzuweisen. Dass der Bundestag nun den Weg für sogenannte Schockbilder und größere Warnhinweise geebnet hat, ist eine gute Nachricht. Das sagte San.-Rat. Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer, zu dem heute vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse. „Nun muss es in einem nächsten Schritt darum gehen, endlich auch die Tabakwerbung in Deutschland aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.“ Nach jüngsten Berechnungen sterben in Deutschland jährlich etwa 121 000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Rund 80 Prozent aller Lungenkrebstodesfälle werden darauf zurückgeführt. Tabakkonsum kann neben Lungenkrebs und...
Berlin - Die Bundesärztekammer hat die im Rahmen des strukturierten Dialogs mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vereinbarten Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Psych – Entgeltsystems begrüßt. „Es hat sich gelohnt, die im April 2014 durchgesetzte Verlängerung der Optionsphase zur sachgerechten Neujustierung der Entgeltsystematik zu nutzen. Und es ist gut, dass eine Fülle der Anregungen der Bundesärztekammer sowie der Fachgesellschaften in den nun vorliegenden Eckpunkten aufgenommen wurden“, so der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Vorbehaltlich der konkreten gesetzlichen Ausformulierung dürfte der neu eingeschlagene Weg den Bedürfnissen einer modernen Versorgung von Patienten der Psychiatrie und Psychosomatik deutlich mehr entgegen kommen als die ursprünglichen Pläne.Grundlage des neuen Finanzierungssystems soll ein Budgetsystem sein, dass  krankenhausindividuelle...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat angekündigt, die Preisbildung bei Arzneimitteln zu einem TOP-Thema des diesjährigen Deutschen Ärztetages im Mai in Hamburg machen zu wollen. „Wir werden dort über Transparenz bei der Preisbildung sprechen und auch darüber, inwieweit die Preise am Patientennutzen orientiert sind“, sagte er im Nachrichtenmagazin Focus (22.02.2016). Der BÄK-Präsident wies darauf hin, dass Krebsmedikamente im Jahr 2014 mit 4,7 Milliarden Euro die umsatzstärkste Wirkstoffgruppe im Arzneimittelmarkt der gesetzlichen Krankenversicherung waren. „Dabei erfolgt die Preisbildung allein nach Marktinteressen“, rügte er und verwies auf entsprechende US-Untersuchungen. Zudem seien Krebsmedikamente oft als „Orphan Drug“, als Mittel für seltene Krankheiten, in klinischen Studien weniger gründlich geprüft. „Da stellt sich die Frage, ob wir akzeptieren sollten, dass...
EU 18.02.2016

Kampf gegen Epidemien

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt die Einrichtung eines medizinischen Notfall-Korps der Europäischen Union gegen weltweite Epidemien. Damit wird eine Forderung erfüllt, die die BÄK zusammen mit weiteren ärztlichen Spitzenverbänden schon auf dem Höhepunkt der Ebola-Krise im vergangenen Jahr aufgestellt hatte. Während der Epidemie hatte sich die Bundesärztekammer unter anderem daran beteiligt, freiwillige Helfer für die Bekämpfung von Ebola zu gewinnen. „Ein staatlich organisiertes medizinisches Hilfswerk ist eine notwendige Ergänzung, um die gesundheitliche Versorgung in Krisengebieten gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen schnell und unbürokratisch zu unterstützen“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Auch der 118. Deutsche Ärztetag 2015 in Frankfurt am Main hatte die Bundesregierung aufgefordert, ein solches Hilfswerk einzurichten, um medizinische Soforthilfe mit...
Berlin - In einem gemeinsamen Schreiben an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) haben sich neun europäische Ärzteverbände gegen die Entwicklung von Normen für Gesundheitsdienstleistungen durch das private Europäische Komitee für Normung (CEN) ausgesprochen. Die Verbände weisen darauf hin, dass die Organisation des Gesundheitswesens in den Kompetenzbereich der Mitgliedsstaaten fällt. Die Normungsaktivitäten des CEN stellten daher eine „klare Kompetenzüberschreitung“ dar. Jede Normung von Gesundheitsdienstleistungen müsse im Einklang mit dem Fachwissen, den technischen Fertigkeiten und der medizinischen Ethik stehen. Es sei daher Aufgabe der Ärzteschaft, die Regeln für ihre Berufsausübung bis hin zu Standards, Richtlinien und Empfehlungen festzulegen. „Die Schaffung nicht-ärztlicher Bezugsrahmen verletzt nationale Zuständigkeiten, führt zu Mehrdeutigkeiten und gefährdet damit die Patientensicherheit und...
Berlin – In der ersten Verhandlungsrunde über neue Tarifverträge für Medizinische Fachangestellte (Gehalts- und Manteltarifvertrag, Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung) trennten sich die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) und der Verband medizinischer Fachberufe ohne Ergebnis. Die Medizinischen Fachangestellten forderten um 175,00 Euro höheres Eingangsgehalt in Tätigkeitsgruppe I, die Anhebung der monatlichen Ausbildungsvergütungen um 100,00 -120,00 Euro sowie eine Erhöhung des Arbeitgeberzuschusses zur betrieblichen Altersversorgung um 15,00 Euro monatlich für Vollzeitbeschäftigte. Die Arbeitgeberseite verwies auf die für 2016 vereinbarte Erhöhung des Orientierungswertes für ambulante Leistungen um 1,6% sowie auf die umfangreichen Neuerungen der Tarifreform 2013. Als Verhandlungsführer der AAA wurden in der...
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) begrüßen grundsätzlich das Vorhaben des Bundesgesundheitsministeriums, eine erweiterte Verordnungsfähigkeit cannabinoidhaltiger Arzneimittel zu schaffen. Die wissenschaftliche Datenlage sei für standardisierte und in kontrollierter Dosis einsetzbare Cannabis-Arzneien für bestimmte Anwendungsgebiete für eine Verordnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ausreichend, betonen BÄK und AkdÄ in ihrer schriftlichen Stellungnahme zu dem vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften.   Nicht nachvollziehbar sei aber, warum zunächst die Voraussetzungen der Chroniker-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses erfüllt sein müssen, bevor eine Erkrankung von einem Arzt mit Cannabis-Arzneimitteln behandelt werden darf....
Berlin - Anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit am 10. Februar 2016 erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Die Mitarbeiter und Ehrenamtler in ambulanten und stationären Kinder- und Jugendhospizen stehen sterbenden Kindern und auch ihren Eltern, Freunden und Angehörigen zur Seite. Sie engagieren sich für ein Lebensende und Sterben in Würde. Dafür gebührt ihnen unser aller Respekt und Anerkennung. Umso wichtiger ist es, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Zukunft dieser wichtigen Einrichtungen kann nicht allein vom ehrenamtlichen Einsatz der Mitarbeiter und von privaten Spenden abhängen. Sie muss auch solide finanziert werden. Mit dem Hospiz- und Palliativgesetz hat die Bundesregierung ein wichtiges Signal gesetzt. Durch die Festschreibung einer separaten Rahmenvereinbarung für Kinder wird die finanzielle Ausstattung der Hospize maßgeblich verbessert. Jetzt kommt es auf...