News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Hamburg – Der 119. Deutsche Ärztetag in Hamburg hat vor einer finanziellen Überforderung des Gesundheitssystems wegen kontinuierlich steigender Arzneimittelpreise gewarnt. Die vor fünf Jahren vom Gesetzgeber mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) beschlossenen Regelungen für die Nutzenbewertung und die Preisfestlegung von neuen Arzneimitteln hätten nicht zu den erhofften Einsparungen geführt. Stattdessen stiegen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel jährlich um vier bis fünf Prozent. Bei einigen Arzneimitteln – vor allem in der Onkologie – lägen die jährlichen Therapiekosten pro Patient bei 80.000 Euro und höher. Das Ärzteparlament warnte, dass die ausreichende Versorgung der Patienten mit Arzneimitteln durch die hohen Kosten künftig gefährdet sein könnte. Der Ärztetag forderte deshalb den Gesetzgeber auf, die Regelungen für die Nutzenbewertung und die Preisfestlegung neuer...
Hamburg – „Wertschöpfung in unserem Gesundheitswesen muss immer einhergehen mit der Wertschätzung von Patienten und Ärzten." Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), bei der heutigen Eröffnung des 119. Deutschen Ärztetags in Hamburg. Medizinisch begründete Entscheidungen müssten immer Vorrang haben vor Gewinnmaximierung und Renditestreben. Die Prioritäten müssten  klar sein, erst der Patient, dann die ökonomischen Fragen.Vielerorts seien aber die Grenzen ökonomischer Zumutbarkeiten erreicht. Montgomery verwies in diesem Zusammenhang auf mögliche negative Folgen von Klinikprivatisierungen. „Schnelle Managerwechsel, Personalentscheidungen nach Gutsherrenart, und „hire and fire“-Prinzipien auch in den Chefetagen der Krankenhäuser – das alles sind Auswüchse einer gewinn- und marktorientierten Privatisierung.“ An Klinik- und Kostenträger gewandt, sagte er: „Man kann das Thema...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat in einem Interview mit der Ostthüringer Zeitung (20.05.2016) gefordert, dass bei Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung Dolmetscherdienste für ausländische Versicherte mitberücksichtigt werden sollten. In dem Interview, das in einer ausführlicheren Fassung aber mit der irreführenden Überschrift „Deutschpflicht für Ärzte aufheben“, auch im Hamburger Abendblatt erschienen ist, kritisierte Montgomery, dass für Versicherte nur ein Anspruch auf Leistungen in deutscher Sprache besteht. „Ich halte das für nicht mehr zeitgerecht. Wir haben heute viele Menschen in Deutschland, die normale sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse haben und nicht ausreichend Deutsch sprechen“, sagte er. Bei der gesundheitlichen Versorgung von Migranten sprach sich Montgomery für eine Änderungen im  Asylbewerberleistungsgesetz aus. Das...
Berlin - Für eine Woche wird Gesundheitspolitik in Hamburg gemacht. 250 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland kommen vom 24. bis 27. Mai 2016 zum 119. Deutschen Ärztetag in das CCH Congress Center Hamburg, um gesundheitspolitische Impulse zu setzen und wichtige berufspolitische Themen zu beraten. Eröffnet wird der Deutsche Ärztetag am kommenden Dienstag in der Laeiszhalle Hamburg unter anderem im Beisein von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz. In der gesundheits- und sozialpolitischen Generalaussprache werden sich die Abgeordneten des Deutschen Ärztetages unter anderem mit der Bewältigung  des Zustroms von Flüchtlingen nach Deutschland beschäftigen. Insbesondere bei der gesundheitlichen Versorgung Asylbegehrender besteht weiterhin in vielen Bereichen Handlungsbedarf. So ist die Personalsituation in den Gesundheitsämtern angespannt, die...
Berlin - Seit Ende April ist Dr. Klaus Reinhardt Vorsitzender des GOÄ-Ausschusses der Bundesärztekammer. In einem Videostatement erläutert er, warum es so wichtig ist, die Gebührenordnung für Ärzte auf den aktuellen Stand des Leistungsgeschehens zu bringen. Er gibt einen Ausblick auf den weiteren Verlauf der Verhandlungen und auf die anstehenden Beratungen auf dem 119. Deutschen Ärztetag in Hamburg.    
„Es geht nicht an, dass sich in einem sozial gebundenen System Firmen, die neue Medikamente entwickeln, über Gebühr bereichern.“ Das sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus (7.5.2016). Der von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) angekündigte Schwellenwert für neue Arzneimittel löse das Problem nicht. „Wir plädieren dafür, die freie, ausschließlich am Marktorientierte Preisfestlegung im ersten Jahr nach der Markteinführung durch die Industrie abzuschaffen.“ Montgomery kündigte an, dass der 119. Deutsche Ärztetag im Mai in Hamburg über die Arzneimittelpreisbildung im Spannungsfeld zwischen Patientennutzen und Marktwirtschaft beraten wird. Der BÄK-Präsident erneuerte seine Forderung nach einer Gesundheitskarte für alle Flüchtlinge. Die Ärzte wollten alle Menschen gleich behandeln, aber viele Kommunen zögen hier nicht mit....
Gebührenordnung für Ärzte ... 09.05.2016

„Novelle ist Gemeinschaftsaufgabe“

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery will sich dafür einsetzen, dass rechtzeitig zu den Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung das Konzept für eine Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) steht. Die Vorlage könne dann in die Gespräche mit eingebracht werden, sagte er der Ärzte Zeitung (06.05.2016). „Ich bin froh, dass wir am 18. April den Entwurfsstand der Leistungslegenden für die anstehenden Anhörungen der Verbände mit dem Bundesgesundheitsministerium abstimmen konnten. Diese werden jetzt aufgearbeitet. Es wird dann einen einheitlichen Datensatz geben - nur Legenden, keine Preise -, mit denen wir in die Fachgespräche gehen“, sagte Montgomery. Geplant seien 20 zum Teil ganztägige Gespräche mit den Berufsverbänden und Fachgesellschaften. „Darin werden die Kataloge Thema für Thema abgearbeitet. Entscheidend ist, dass dies eine Gemeinschaftsaufgabe von allen Partnern ist,...
Vor dem Hintergrund der von Greenpeace offengelegten TTIP-Verhandlungsdokumente erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Wir fordern die europäischen Verhandlungsführer dazu auf, mit sofortiger Wirkung alle Gesundheitsdienstleistungen, -standards und -leitlinien aus den TTIP-Verhandlungen zu streichen. Offensichtlich sehen die USA alle bewährten Standards des Gesundheitswesens in Deutschland und Europa als Handelshemmnisse an. Gesundheit ist keine Handelsware. Diesen Grundsatz darf die Politik auch nicht für einen Tauschhandel opfern. Eine McDonaldisierung der Medizin als Trade Off für mehr Autoexporte ist inakzeptabel. Das Patientenwohl steht an erster Stelle. Dafür müssen die europäischen Verhandlungsführer einstehen." 
Berlin, – Ab dem 1. Oktober 2016 haben Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig anwenden, einen Anspruch auf die Erstellung sowie Aktualisierung eines Medikationsplans. So legt es das im Dezember 2015 in Kraft getretene E-Health-Gesetz fest. Pünktlich unter Dach und Fach gebracht haben KBV, DAV und BÄK die dafür notwendige Rahmenvereinbarung. Zusammen haben sie Inhalt und Struktur erarbeitet, Vorgaben zur Aktualisierung vorgelegt sowie ein Verfahren zur Fortschreibung des Medikationsplans entwickelt. „Für die Patienten bringt der Medikationsplan mehr Sicherheit, da er alle wichtigen Informationen zur Art und Anwendung der Medikamente enthält“, so Dipl.-Med. Regina Feldmann, Vorstand der KBV. Ziel ist es, Patienten bei der richtigen Einnahme ihrer Medikamente zu unterstützen. Mit dem Medikationsplan können zukünftig Verordnungen aller Ärzte eines Patienten sowie die Selbstmedikation auf einem...