News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Zur Forderung der Verbraucherorganisation Foodwatch nach einer Sonderabgabe auf zuckerhaltige Getränke erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Die Ergebnisse der Studie von Foodwatch sind alarmierend. Sehr viele Menschen trinken stark gezuckerte Limonaden, ohne sich der gesundheitlichen Folgen wie Übergewicht oder Diabetes bewusst zu sein. Eine Kennzeichnung könnte die Unterscheidung zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln erleichtern. Gerade Kinder und Jugendliche werden zum Konsum von ungesunden, überzuckerten Getränken und Snacks verführt. Daher ist es wichtig, das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung so früh wie möglich zu fördern. Wir müssen bereits in den Kindergärten und Schulen vermitteln, dass gesunde, frische Lebensmittel ein Genuss sind. Diese Erfahrung ist die beste Grundlage, um sich auch als Erwachsener bewusst zu ernähren.“ ...
Berlin - „Wir erachten es aus ärztlicher Sicht für dringend erforderlich, durch die vorgesehene Ausweitung der bestehenden Tabakwerbeverbote auf die Außen- und Kinowerbung die Anzahl behandlungsbedürftiger Raucher weiter einzudämmen.“ Mit diesem Appell hat sich Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, unter anderem an die Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestags gewandt. In einem Brief rief er die Parlamentarier dazu auf, den entsprechenden Regierungsentwurf zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes möglichst umgehend zu beraten und positiv zu bescheiden. „Allein 120.000 Todesfälle jährlich sind durch Tabakkonsum bedingt“, heißt es in dem Schreiben weiter. Verschiedene Studien zeigten die Wirksamkeit der Tabakwerbung gerade bei Kindern und Jugendlichen. Auch der Widerstand der Tabakindustrie gegen bildliche Warnhinweise auf Zigarettenpackungen sei dafür ein impliziter...
Berlin - Nach den Todesfällen in der Praxis eines Heilpraktikers in Brüggen plädiert Rudolf Henke, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer, für eine klare Abgrenzung zwischen Schul- und Alternativmedizin. „Meine Sorge ist, dass leichtgläubige Menschen mit Vorbehalten gegen Chemotherapien oder Bestrahlungen den Versprechen eines Heilpraktikers erliegen. Wenn dadurch eine wirksame Therapie unterbleibt, kann das zu einer Tragödie führen, wie wir sie jetzt in Brüggen erlebt haben“, so Henke. Im Sinne der Patientensicherheit sei daher eine klare Abgrenzung zur Schulmedizin notwendig. „Tätigkeiten, die der Ärzteschaft vorbehalten sind, dürfen Heilpraktiker nicht durchführen. Zum Beispiel dürfen sie keine rezeptpflichtigen Medikamente verordnen. Ich denke, wir müssen hier zum Schutz der Patienten über weitere Begrenzungen und Konkretisierungen diskutieren.“ Natürlich stehe es jedem Patienten frei, sich an einen Heilpraktiker...
Berlin – Erheblichen Änderungsbedarf sieht die Bundesärztekammer (BÄK) bei dem Konzept der planungsrelevanten Qualitätsindikatoren für die Krankenhausversorgung. Das geht aus der Stellungnahme der BÄK zu dem Vorbericht hervor, den das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses vorgelegt hat. Zwar sei es dem IQTIG innerhalb kurzer Frist gelungen, mit Hilfe von Literaturrecherchen, explorativen Berechnungen und bereits vorliegenden Qualitätssicherungsdaten potenziell geeignete Qualitätsindikatoren zu identifizieren. Wie daraus aussagefähige Qualitätsprofile von Krankenhausfachabteilungen generiert werden sollen, bleibt aus Sicht der BÄK jedoch weitgehend unklar. Besonders kritisch sieht Dr. Günther Jonitz, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer, die unzulässige Verkürzung des bisher erreichten...
Berlin - Prüfungskommission und Überwachungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, haben den Kommissionsbericht zu der Prüfung des Lebertransplantationsprogramms der Medizinischen Hochschule Hannover verabschiedet. Die Kommissionen haben für den Prüfzeitraum von 2013 bis 2015 keine Unregelmäßigkeiten beziehungsweise Richtlinienverstöße feststellen können.
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) haben die im Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung“ (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz) vorgesehenen Änderungen zur Nutzenbewertung nach § 35a SGB V kritisiert. Insbesondere die angestrebte Flexibilisierung des Erstattungsbetrags lehnen BÄK und AkdÄ ab. „Neue Arzneimittel ohne einen belegten patientenrelevanten Zusatznutzen dürfen keine höheren Kosten, auch nicht in einzelnen Ausnahmefällen, als die zweckmäßige Vergleichstherapie verursachen“, heißt es in ihrer gemeinsamen Stellungnahme. Stattdessen solle die momentan gültige Regelung beibehalten werden. Dagegen begrüßen BÄK und AkdÄ das Ansinnen, die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Nutzenbewertung nach § 35a SGB V so aufzubereiten, dass sie der Ärzteschaft über die Praxissoftware zur Verfügung stehen....
Berlin - Zu den heute von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere vorgestellten Plänen zur Erhöhung der Sicherheit in Deutschland erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Es ist gut, dass Bundesinnenminister Thomas de Maizière heute klar gestellt hat, dass die ärztliche Schweigepflicht nicht zur Disposition gestellt werden soll. Gerne nehmen wir deshalb sein Angebot an, in einem gemeinsamen Gespräch mit ihm und Gesundheitsminister Gröhe die Prinzipien ärztlicher Schweigepflicht zu erläutern und die durch die entsprechenden Paragraphen des Strafgesetzbuches mitunter entstehenden schwierigen Situationen zu erörtern."
Berlin - Zu der Diskussion über eine mögliche Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht, wie sie nach Medienberichten die Unions-Innenminister in einer Berliner Erklärung vorsehen, erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Die angespannte innenpolitische Sicherheitslage darf nicht zu vorschnellen politischen und rechtlichen Maßnahmen verleiten. Das Patientengeheimnis dient dem Schutz der Privatsphäre der Patientinnen und Patienten und wird als Grundrecht durch die Verfassung geschützt. Nur eine weitgehend uneingeschränkte ärztliche Schweigepflicht schafft die Voraussetzungen für das unerlässliche Vertrauensverhältnis zwischen Patientinnen und Patienten und Ärztinnen und Ärzten. Nach dem Berufsrecht der Ärztekammern haben Ärzte über das, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Arzt anvertraut oder bekannt geworden ist - auch über den Tod des Patienten hinaus - zu schweigen. Gemäß §...
Berlin - Mit Besorgnis hat der Weltärztebund (WMA) auf Berichte über Massenverhaftungen in der Türkei reagiert, von denen auch ärztliches und nicht-ärztliches Personal in Militärkrankenhäusern betroffen sei soll. „Wir rufen die türkischen Behörden dazu auf, die berufliche Entscheidungsfreiheit und die Neutralität der im Gesundheitswesen Beschäftigten zu respektieren“, erklärte WMA-Präsident Sir Michael Marmot. Ärzte müssten die Möglichkeit haben, jedem Bedürftigen ohne Ansehen der Person zu helfen. Er forderte die türkische Regierung dazu auf, die internationalen Menschenrechtsstandards unter allen Umständen einzuhalten. In Medienberichten ist von Folter, Misshandlungen sowie mangelhafter Ernährung und medizinischer Versorgung der Gefangenen die Rede. Um die Vorwürfe aufzuklären, seien unabhängige Kontrollen notwendig, so Marmot. Die Pressemeldung des Weltärztebundes im Wortlaut
Berlin - Die Bundesärztekammer unterstützt die Kampagne der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler "rauchfrei unterwegs". Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, Kinder und Jugendliche vor den Folgen des Passivrauchens im Auto zu schützen und Eltern für das Thema zu sensibilisieren. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner bundesweit Informationsmaterialien verteilen und für eine breite Berichterstattung in Mitgliedermagazinen und sozialen Medien sorgen. Unter anderem werden alle deutschen Kinderarztpraxen gebeten, die Kampagne aktiv zu unterstützen.Weitere Partner der Aktion „rauchfrei unterwegs“ sind neben der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) auch die dazugehörigen pädiatrischen Gründungsgesellschaften und - verbände: der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und...