News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Die Bundesärztekammer hat deutliche Kritik an dem von der Bundesregierung geplanten sogenannten Samenspenderregistergesetz geübt. Zwar unterstützt die BÄK das grundsätzliche Ansinnen, ein zentrales Samenspenderregister zu errichten. Es sei jedoch versäumt worden, im Vorfeld der Gesetzesinitiative wesentliche gesellschaftspolitische und familienrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Reproduktionsmedizin zu beantworten. Dies geht aus der Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Referentenentwurf des Gesetzes zur Regelung des Rechts auf Kenntnis der Abstammung bei heterologer Verwendung von Samen hervor. Mit dem geplanten Gesetz sollen Menschen, die durch eine heterologe Samenspende gezeugt wurden, unter bestimmten Voraussetzungen den Namen ihres leiblichen Vaters erfahren können. Dafür sollen Samenbanken zu jeder Spende künftig Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und Anschrift des...
Taipeh - Der Weltärztebund (WMA) hat auf seiner 67. Generalversammlung in Taipeh die jüngsten Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Patienten in Syrien verurteilt. Die Organisation appellierte an alle Staaten, die UN-Resolution 2286 (2016) zu befolgen. In dieser wird zur Einhaltung der internationalen Gesetze zum Schutz des medizinischen Personals sowie von Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen aufgerufen. Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien wurden circa 270 Gesundheitseinrichtungen angegriffen und 760 Mitarbeiter getötet. Darüber hinaus verabschiedete der Weltärztebund eine Reihe weiterer Stellungnahmen und Deklarationen. Auf Initiative der Bundesärztekammer (BÄK) berieten die Delegierten intensiv, wie Gesundheitseinrichtungen vor sogenannten Cyber-Angriffen geschützt werden können. Die bisherigen Sicherheitsstandards reichen nach Ansicht des WMA nicht mehr...
Berlin  - Die aus der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ hervorgegangenen Handlungsempfehlungen zur Umsetzung im Rahmen einer Nationalen Strategie werden heute in Anwesenheit von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Drei Jahre liegen zwischen der Auftaktveranstaltung "Von der Charta zur Nationalen Strategie" im Jahr 2013 im Deutschen Bundestag und der Präsentation des Maßnahmenkatalogs, an dem 50 gesundheitspolitisch relevante Institutionen und Organisationen in einem Konsensusprozess mitgewirkt haben. „Zentrales Anliegen des Chartaprozesses und der erarbeiteten Handlungsempfehlungen ist vor allem eine in ganz Deutschland bedarfsgerechte und für alle Betroffenen zugängliche Hospiz- und Palliativversorgung mit hoher Qualität, die den Bedürfnissen schwerstkranker und sterbender Menschen und der ihnen Nahestehenden wirklich gerecht...
Am 04.05.2015 und 07.07.2015 fanden im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und am 13.11.2015 zunächst in der mit dem UKE kooperierenden LungenClinic Großhansdorf und sodann im UKE die Visitationen des Lungentransplantationsprogramms durch die Prüfungs- und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von GKV-Spitzenverband, Deutscher Krankenhausgesellschaft und Bundesärztekammer statt. Im Ergebnis sind die Kommissionen im Prüfungszeitraum der Jahre 2010 bis 2012 in 14 von insgesamt 25 überprüften Fällen auf Unregelmäßigkeiten gestoßen. Dies betrifft zunächst die in der LungenClinic Großhansdorf durchgeführten Blutgasanalysen (BGA), bei denen auffallend niedrige Sättigungswerte und erheblich von den Normwerten abweichende Partialdruckwerte ermittelt und vom UKE gegenüber ET angegeben wurden, ohne dass der sehr kritische Gesundheitszustand, den diese Daten implizieren, nachvollzogen werden konnte. In...
Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, fordert eine zügige Aufklärung der von der Techniker Krankenkasse (TK) eingeräumten Manipulationen bei der Abrechnung von Leistungen über den Risikostrukturausgleich. „Der Gesetzgeber sollte nicht lange zögern und Konsequenzen ziehen. Was wir hier erleben, ist Betrug unter Krankenkassen. Das schädigt die Beitragszahler massiv“, kritisiert der BÄK-Präsident. Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ eingeräumt: „Es ist ein Wettbewerb zwischen den Kassen darüber entstanden, wer es schafft, die Ärzte dazu zu bringen, für die Patienten möglichst viele Diagnosen zu dokumentieren.“ Dann gebe es mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich.
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt Krankenhäuser mit einem Leitfaden bei der Implementierung und Durchführung von Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (M & MK). Dazu erklärt Dr. Günther Jonitz, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der BÄK: „Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen sind ein Instrument des Risiko- und Qualitätsmanagements, mit dem besondere Behandlungsverläufe wie unerwünschte Ereignisse oder Todesfälle systematisch aufgearbeitet werden können. Solche Konferenzen zielen darauf ab, insbesondere in klinischen Prozessen Verbesserungspotentiale zu erkennen und umzusetzen.“ Mit der Veröffentlichung des Leitfadens steht nach den Curricula für „Ärztliches Qualitätsmanagement“ und „Ärztliche Führung“ sowie dem Curriculum und dem Leitfaden „Ärztliches Peer Review“ ein weiterer Baustein zur Unterstützung der Qualitätsentwicklung in der Patientenversorgung bereit. ...