News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin – „Die Verantwortung für die Organisation der medizinischen Versorgung muss dort liegen, wo die Versorgung stattfindet – auf der regionalen Ebene. Deshalb ist es gut, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) auf detaillierte bundesweite Vorgaben für die qualitätsorientierte  Krankenhausplanung verzichtet.“ Das sagte Dr. Günther Jonitz, Vorsitzender des Ausschusses Qualitätssicherung der Bundesärztekammer, mit Blick auf die Entscheidung des G-BA zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren, die künftig von den Ländern in der Krankenhausplanung genutzt werden können (*). Mit der Auswahl der Indikatoren, die sich zunächst auf das Fachgebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe beschränkt, entsprach der G-BA weitgehend dem Vorschlag des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen von August dieses Jahres. Die Länder hätten sich stärker ausdifferenzierte Qualitätsbewertungen gewünscht, um auf...
Berlin - Noch nie seien so viele Spontanmeldungen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen von Ärzten eingegangen wie in diesem Jahr, erklärte Dr. Katrin Bräutigam, Geschäftsführerin der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ). „Im Jahr 2004 wurden noch 2 197 unerwünschter Arzneimittelwirkungen  gemeldet.  In diesem Jahr werden wir wahrscheinlich bei knapp 4 000 liegen“, sagte sie auf der Mitgliederversammlung der Kommission Anfang Dezember in Berlin. Seit Beginn dieses Jahres können Ärzte im Rahmen eines Pilotprojekts auch Nebenwirkungen melden, die durch Medikationsfehler bedingt sind. Durch die systematische Fehleranalyse soll die Patientensicherheit verbessert werden. Die AkdÄ sammelt die Fallberichte zu Nebenwirkungen und Medikationsfehlern und wertet sie aus. Bräutigam betonte, dass die AkdÄ schnell auf diese Meldungen reagiere und den Ärzten auch eine Rückmeldung gebe.
Berlin - Die Bedeutung osteopathischer Verfahren in der Patientenbehandlung hat in den letzten Jahren enorm zugenommen und wird auch noch weiter wachsen. Die Anwendung vor allem manualtherapeutischer Techniken gehört aus Gründen der Patientensicherheit in die Hände qualifizierter Ärzte und Physiotherapeuten, um Risiken für die Patienten möglichst auszuschließen. In der ärztlichen Weiter- und Fortbildung liegen die entsprechenden Curricula – Manuelle Medizin sowie Osteopathische Verfahren – im Umfang von knapp 500 Stunden bereits seit etlichen Jahren vor. Auch für Physiotherapeuten sind deshalb dringend Qualifizierungsmaßnahmen zu schaffen. Die Berufsverbände der Physiotherapeuten, der Orthopäden und die Bundesärztekammer begrüßen deshalb ausdrücklich den ursprünglichen Ansatz des Bundesgesundheitsministeriums, im Rahmen des Dritten Pflegestärkungsgesetzes (PSG III), hier Änderungsantrag Nr. 33, die osteopathische...
Wissenschaftlicher Beirat ... 13.12.2016

Prof. Dr. Peter C. Scriba erneut zum Vorsitzenden gewählt

Berlin - Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer hat in seiner 93. Plenarsitzung am 10. Dezember 2016 Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter C. Scriba als Vorsitzenden bestätigt. Scriba, Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie in München, wird das Amt damit für weitere drei Jahre ausüben. Neu im Beiratsvorstand ist Prof. Dr. med. Dr. h. c. Manfred Dietel. Der Pathologe aus Berlin wurde zum 1. stell-vertretenden Vorsitzenden gewählt. Als 2. stellvertretenden Vorsitzenden bestätigte der Beirat den Medizinhistoriker Prof. Dr. phil. Robert Jütte aus Stuttgart. Neu in den Vorstand gewählt wurden Prof. Dr. med. Dr. h. c. Norbert Haas und Prof. Dr. rer. nat. Heyo Kroemer. Weitere Mitglieder sind Prof. Dr. Rolf Kreienberg, Prof. Dr. med. Wilhelm-Bernhard Niebling und Prof. Dr. med. Fred Zepp. Sie hatten bereits dem bisherigen Vorstand angehört. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer ist interdisziplinär...
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) sehen teilweise erheblichen Nachbesserungsbedarf bei dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung“ (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz). In ihrer Stellungnahme zur morgigen Expertenanhörung des Gesetzes im Bundestags-Gesundheitsausschuss kritisieren sie unter anderem die angestrebte Flexibilisierung des Erstattungsbetrags für neue Arzneimittel, die keinen patientenrelevanten Zusatznutzen aufweisen. So soll es nach dem Gesetzentwurf künftig mehr Spielraum bei den Preisverhandlungen zwischen Kostenträgern und pharmazeutischen Unternehmern geben, sofern der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Verordnung eines Arzneimittels auf eine einzelne Patientengruppe eingeschränkt hat. Dadurch allerdings würde es in Ausnahmefällen möglich, dass diese Arzneimittel...
Berlin - „Für uns Ärzte ist es bedeutungslos, woher ein Mensch kommt. Wir behandeln alle Menschen gleich. Das gilt gleichermaßen für Versicherte, Obdachlose und auch Migranten.“ Das sagte Dr. Ulrich Clever, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesärztekammer (BÄK) und Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, anlässlich des morgigen Tages der Menschenrechte in Berlin. Es könne nicht sein, dass Menschen in Deutschland aus Angst vor Abschiebung oder wegen eines fehlenden Versicherungsschutzes gar nicht oder erst sehr spät einen Arzt aufsuchen. Krankheiten könnten sich verschlimmern oder sogar chronisch werden. Clever forderte, Geflüchteten unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status den Zugang zu einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Notwendig sei die bundesweite Einführung einer Gesundheitskarte für alle Geflüchteten. Im Asylbewerberleistungsgesetz sollten die Einschränkungen, nach...
Berlin - Prüfungskommission und Überwachungskommission (PÜK), in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, haben heute den Zwischenstand ihrer Prüfungen der Transplantationszentren aus den Jahren 2013 bis 2015 vorgestellt und eine positive Bilanz gezogen. „In diesem Jahr haben wir 14 Transplantationsprogramme vor Ort und 17 Transplantationsprogramme im schriftlichen Verfahren geprüft. Dabei hat der ganz überwiegende Teil der Zentren richtlinienkonform und korrekt gearbeitet und die Patienten ordnungsgemäß bei Eurotransplant gemeldet“, erläuterte die Vorsitzende der Prüfungskommission, Anne-Gret Rinder, bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin. Abgeschlossen wurden zudem zwei Prüfungen von Lungentransplantationsprogrammen aus dem Zeitraum 2010 bis 2012. Die PÜK prüft in 3-Jahres-Abständen alle Transplantationsprogramme. In der vergangenen...
Berlin - Die Bundesärztekammer unterstützt nachdrücklich den Appell des Weltärztebundes (WMA) an die Vereinten Nationen und deren Mitglieder für einen sofortigen Waffenstillstand in Aleppo. „Als Ärztinnen und Ärzte können wir die Tatenlosigkeit der Weltgemeinschaft in Syrien nicht hinnehmen, insbesondere wenn unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort gezielt angegriffen werden.Die Menschen in Syrien brauchen endlich einen Waffenstillstand, um auch medizinisch versorgt werden zu können“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery.  Der Weltärztebund kritisiert das rücksichtslose Vorgehen gegenüber der Zivilbevölkerung, den Ärzten und deren Helfern in Aleppo. Die systematische Zerstörung der Stadt und der Gesundheitseinrichtungen stellten eine humanitäre Katastrophe dar. Der Weltärztebund verwies auf die moralische und ethische Verantwortung zu helfen. Seit 2011 sind laut WMA 270...
Berlin - Leistungsfähiger, konzentrierter, angstfreier – diese Attribute könnten der Werbung eines Coachingseminars für Führungskräfte entnommen sein. Es sind jedoch die Eigenschaften, die der synthetischen Psychodroge „Crystal Meth“ zugeschrieben werden und diese für viele Menschen attraktiv machen. „Aggressivität, Unruhe und Wahnvorstellungen – das ist die andere Seite der Droge. Oft wird im Verlauf der Sucht die Dosis erhöht, um die erwünschten Effekte zu erzielen. Das verstärkt den Druck, ständig neuen Stoff zu besorgen“, betonte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer anlässlich der heutigen Vorstellung der S3-Leitlinie Methamphetamin-bezogene Störungen in Berlin. „Glaubt man, durch sie zunächst zum Heroen zu werden, wird man durch ihr Suchtpotenzial schnell zu ihrem Sklaven. Der körperliche Verfall ist dann nur noch eine Frage der Zeit.“ Methamphetamin ist eine illegal hergestellte,...