News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Zu der heutigen Einigung von Bund und Ländern über einen „Masterplan Medizinstudium 2020“ erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Wer den Ärztemangel bekämpfen will, muss bereits im Medizinstudium ansetzen. Deshalb ist es gut, dass die Reform des Medizinstudiums mit der heutigen Einigung endlich in Angriff genommen werden kann. Die Ärzteschaft hat sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv in die Beratungen zu dem Masterplan eingebracht. Viele ihrer Forderungen, wie veränderte Auswahlverfahren, Stärkung der kommunikativen Kompetenz sowie mehr Praxisorientierung des Studiums, wurden von der Politik aufgegriffen.
Masterplan Medizinstudium... 27.03.2017

Solide Finanzierungsvereinbarung notwendig

Berlin - Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die jüngsten Forderungen der Deutschen Akademie für Allgemeinmedizin (DAA) nach einer schnellen Umsetzung des „Masterplans Medizinstudium 2020“ begrüßt. Die DAA hatte bei ihren Beratungen am 22. März in Berlin vor einem Scheitern der Reform gewarnt. Dies hätte fatale Konsequenzen für die ärztliche Nachwuchssicherung. Bund und Länder müssten die Reform zeitnah angehen und eine solide Finanzierungsvereinbarung schließen, so die DAA.   Vertreter von Bund und Ländern haben sich bislang nicht über die Finanzierung der bereits konsentierten Inhalte des Masterplans verständigen können. Die Bundesärztekammer hatte bereits Anfang der vergangenen Woche vor einem Abbruch der Verhandlungen gewarnt. „Es kann nicht sein, dass die Ländervertreter Zuständigkeiten und Verantwortung für sich reklamieren, aber mit dem Finger auf andere zeigen, wenn es um das Bezahlen geht“, kritisierte...
Behandlungsfehlerstatistik ... 23.03.2017

Ärzte machen Fehler – und lernen aus ihnen

Berlin  – „Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering.“ Das sagte Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer, bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik für das Jahr 2016 in Berlin. „Wir wollen nichts bagatellisieren. Hinter jedem Fehler können schwere menschliche Schicksale stehen. Wir müssen die Risiken in der Medizin aber richtig einordnen, um Patienten nicht unnötig zu verunsichern. Für Panikmache und Pfuschvorwürfe gibt es überhaupt keinen Grund. Beides schadet der mittlerweile gut etablierten offenen Fehlerkultur in der Medizin“, so Crusius. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Gesamtzahl der Behandlungsfälle in Klinik und Praxis. Demnach stiegen die ambulanten Behandlungsfälle zwischen den Jahren 2004 und...
Masterplan Medizinstudium... 21.03.2017

Montgomery: "Eine Reform gibt es nicht zum Nulltarif"

Berlin - Zu den weiteren Beratungen von Bund und Ländern zum „Masterplan Medizinstudium 2020“ erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery:„Eine Reform des Medizinstudiums gibt es nicht zum Nulltarif. Das hätte der Politik klar sein müssen, als sie vor mehr als zwei Jahren ihre Beratungen zum `Masterplan Medizinstudium 2020´ aufgenommen hat. Umso unverständlicher ist es, dass das Vorhaben auf der Zielgeraden wegen Streits um die Kosten ins Stocken gerät. Es kann nicht sein, dass die Ländervertreter Zuständigkeiten und Verantwortung für sich reklamieren, aber mit dem Finger auf andere zeigen, wenn es um das Bezahlen geht. Dieses unwürdige Spiel kennen wir aus der Krankenhausinvestitionsfinanzierung zur Genüge. Bei den weiteren Beratungen zur Reform des Medizinstudiums darf sich das nicht wiederholen. Wir brauchen klare und langfristige Finanzierungsvereinbarungen für die ärztliche...
Berlin – Die Bundesärztekammer fordert einen größeren Schutz für Ärzte und Angehörige von Gesundheitsberufen vor Gewalt und tätlichen Angriffen. Ein von der Bundesregierung eingebrachter Gesetzesentwurf müsse in diesem Punkt erweitert werden. „Alle im Gesundheitswesen tätigen Hilfeleistenden (Ärztinnen, Ärzte sowie Angehörige der Gesundheitsberufe) bei Unglücksfällen, gemeiner Gefahr oder Not in Ausübung ihres Berufes, z.B. im Rettungsdienst, in Rettungsstellen eines Krankenhauses oder im Notfall- und Bereitschaftsdienst, müssen durch die gesetzliche Regelung geschützt werden“, heißt es in einem Schreiben von BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery an Bundesjustizminister Heiko Maas. Der Gesetzentwurf zur Änderung des Strafgesetzbuches – Stärkung des Schutzes von  Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften sieht härtere Strafen für Angriffe insbesondere auf Polizisten sowie Hilfskräfte der Feuerwehr, des...
Zukunftsorientiertes... 14.03.2017

KTQ mit neuem Gesellschafterkreis

Berlin – Alle Krankenhäuser in Deutschland sind verpflichtet, ein das gesamte Krankenhaus umfassendes Qualitätsmanagementverfahren durchzuführen. Dazu wurde in den 90er Jahren gemeinsam von den Organisationen auf Leistungserbringer- und Kassenseite das Qualitätsmanagementverfahren entwickelt und seit 2001 unter dem Dach einer gemeinsamen Gesellschaft – KTQ GmbH – organisiert. Zum Ende des Jahres treten die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen aus dem Kreis der stimmberechtigten Gesellschafter der KTQ aus. Sie waren engagierte Mitinitiatoren der KTQ von Anfang an und werden die Entwicklung der KTQ auch zukünftig in einem wissenschaftlichen Beirat konstruktiv begleiten. Die Bundesärztekammer (BÄK), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Deutsche Pflegerat (DPR) führen die KTQ in gemeinsamer Trägerschaft weiter und betonen, dass die Zertifizierung nach dem allseits anerkannten und bewährten Verfahren sowie...
Konferenz der Fachberufe im... 09.03.2017

Digitalisierung patientenorientiert und rechtssicher gestalten

Berlin – Sind Medizin-Apps, Fitnesstracker und vernetzte Datenbanken die Zukunft des Gesundheitswesens oder nur ein Eldorado für Datensammler? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Patientenversorgung und auf die Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe aus? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen auf ihrer Jahrestagung in Berlin. „Die Digitalisierung wird zu einer stärkeren Vernetzung der Patientenversorgung beitragen. Arztpraxen, Krankenhäuser, Apotheken und Gesundheitsfachberufe werden leichter und effizienter Informationen austauschen können. Dadurch ergeben sich neue Formen der Zusammenarbeit zum Wohle der Patienten“, zeigte sich Dr. Max Kaplan, Vize-Präsident der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Fachberufekonferenz, überzeugt. Voraussetzung für den Nutzen der Digitalisierung sei aber, dass sich die neuen technischen Möglichkeiten  ohne...
Berlin – Zu dem vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten vorläufigen Finanzergebnis der gesetzlichen Krankenversicherung des Jahres 2016 erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Viele Versicherte fragen sich zu Recht, warum ein großer Teil ihrer Beitragsgelder nicht in der Patientenversorgung ankommt. Da bunkern die Krankenkassen mehr 25 Milliarden Euro Überschüsse, obwohl für die dringend notwendige Neuausrichtung unseres Gesundheitswesens an allen Ecken und Enden das Geld fehlt. Viele Menschen finden in ihrem Ort keinen Arzt mehr oder müssen kilometerweit fahren. Die Krankenkassenfunktionäre horten Milliarden, fordern aber zum Sparen und zu Klinikschließungen auf. Und das, während bei der jüngsten Grippewelle Patienten sogar auf den Fluren untergebracht werden mussten. Vor diesem Hintergrund ist es einfach nicht vermittelbar, dass die Krankenkassenfunktionäre auf dem Geld der...
Berlin – Zu dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, nach dem Patienten in „extremen Ausnahmesituationen“ ein Recht auf Betäubungsmittel zur Selbsttötung haben, erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Dass eine so grundsätzliche ethische Frage wie die der ärztlich assistierten Selbsttötung auf einen bloßen Verwaltungsakt reduziert werden soll, ist mir völlig unverständlich. Man muss sich doch die Frage stellen, ob das Bundesverwaltungsgericht Leipzig tatsächlich die wirklich grundlegenden Diskussionen im Deutschen Bundestag wie auch die entsprechenden Beschlüsse zur Sterbebegleitung wahrgenommen hat. Zu welchen Verwerfungen dieses Urteil in der Praxis führen wird, zeigt allein die Frage, ob das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun zu einer Ausgabestelle für Tötungsmittel degradiert werden soll. Und welcher Beamte im BfArM soll denn dann...
Cannabisagentur vor dem... 03.03.2017

Mischo begrüßt Cannabis auf Rezept

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt die neuen gesetzlichen Regelungen zur Abgabe standardisierter Cannabis-Arzneien auf Rezept. Das hat Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der BÄK-Arbeitsgruppe Sucht und Drogen, gegenüber der DPA bekräftigt. Es sei gut, dass die therapeutischen Möglichkeiten nun erweitert werden, sagte er. Eine Cannabisagentur soll den Anbau von Hanfpflanzen zu medizinischen Zwecken überwachen. Sie wird am heutigen Freitag vom Bundesgesundheitsministerium und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) offiziell vorgestellt. Mischo bewertet es positiv, dass das Gesetz keine Indikationen vorgibt, wann Cannabis eingesetzt werden darf, sondern diese Entscheidung weitgehend den Ärzten überlässt. „Zur Evidenz gibt es relativ wenig Daten“, betonte er.  Deshalb sei die geplante Begleiterhebung gut. „Ich erwarte, dass wir deutlich bessere Daten darüber bekommen, wofür Cannabis...