News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - „Bessere Therapiemöglichkeiten und mehr Rechtssicherheit für Ärzte – dieses Ziel verfolgt  die neue Substitutions-Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) zur Behandlung Opioidabhängiger, die am kommenden Montag in Kraft tritt.“ Darauf weist Dr. Josef Mischo hin, der als Vorsitzender der BÄK-Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ gemeinsam mit dem Präsidenten der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, und einer ärztlichen Expertengruppe die Richtlinie erarbeitet hat. Den Patienten könne nun ärztlicherseits noch besser geholfen werden, ihr Leben zu ordnen, nicht mehr straffällig zu werden und einen Weg zurück ins Arbeitsleben zu finden. Etwa die Hälfte aller Opioidabhängigen befindet sich derzeit in einer Substitutionsbehandlung. Der Bundesrat hatte mit der im Mai 2017 verabschiedeten Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) den Rahmen für diese Behandlung neu gestaltet und ärztlich-therapeutische...
Berlin - Nach der Bundestagswahl ist vor den Koalitionsverhandlungen – und vieles spricht dafür, dass die Verhandlungen über ein sogenanntes „Jamaika“-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Bündnis90/Die Grünen langwierig und schwierig werden. Angesichts zahlreicher Reformbaustellen im Gesundheitswesen mahnte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery in der Ärzte Zeitung (27.09.2017) zur Eile. „Auch wenn wir jetzt über Regierungskonstellationen sprechen, die vorher für viele undenkbar waren – die gesundheitspolitischen Herausforderungen bleiben die gleichen“, sagte er. Das Gesundheitswesen könne sich Stillstand durch Koalitionsverhandlungen nicht leisten. Montgomery führt aus, dass die Reform des Medizinstudiums, eine deutliche  Entlastung der Notfallversorgungsstrukturen und Sofortmaßnahmen zum Abbau des Investitionsstaus in den Kliniken dringend zu lösende Aufgaben seien. Auf die Agenda der neuen...
Berlin - Gewalt gegen Ärzte und andere Angehörige von Gesundheitsberufen entwickelt sich auch in den Ländern Mittel- und Osteuropas zu einem immer größeren Problem. Dies stellten Vertreter der mittel- und osteuropäischen Ärztekammern bei ihrem diesjährigen Treffen vom 15. bis 16. September im slowenischen Ljubljana fest. Alle teilnehmenden Ärztekammern suchen nach Wegen, der wachsenden Gewalt zu begegnen und die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren. „Die Gewaltbereitschaft steigt. Daher ist es notwendig, dass wir in der Gesellschaft ein Bewusstsein für dieses Problem schaffen. Die Sicherheit der Ärzte ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung“, betonte Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer, bei dem Treffen. Dies unterstrichen die Ärztekammern in ihrer gemeinsamen Resolution. Sie fordern darin eine Null-Toleranz-Politik bei Gewalt gegen Ärzte, flankiert von...
Transplantationsmedizin ... 18.09.2017

Prüfgremien legen Berichte vor

Berlin - Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft haben ihre Kommissionsberichte zu den Prüfungen der Herztransplantationsprogramme der Universitätskliniken Heidelberg und Regensburg, des Lungentransplantationsprogrammes des Deutschen Herzzentrums Berlin, des Lebertransplantationsprogrammes der Charité Universitätsmedizin Berlin – Campus Virchow Klinikum, der Nierentransplantationsprogramme des Klinikums Augsburg, des Universitätsklinikums Düsseldorf, der Charité Universitätsmedizin Berlin - Campus Benjamin Franklin und des Klinikums Fulda sowie der Nieren- und Pankreasprogramme der Universitätskliniken Dresden, Frankfurt/Main, Heidelberg, Schleswig-Holstein - Campus Lübeck, Gießen und Marburg, Regensburg sowie der Medizinischen Hochschule Hannover veröffentlicht. Bei keiner dieser Prüfungen wurden...
Berlin - Der Ausbau sektorenübergreifender Notfallversorgungsstrukturen, die Umsetzung des „Masterplans Medizinstudium 2020“ und die Auflösung des Investitionsstaus an deutschen Kliniken gehören nach Ansicht von Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zu den prioritären gesundheitspolitischen Handlungsfeldern der kommenden Bundesregierung. Darauf verwies er in einem Interview zur Bundestagswahl mit dem Deutschen Ärzteblatt. Vor allem erwarte die Ärzteschaft ein klares Bekenntnis der Politik zur Stärkung der ärztlichen Freiberuflichkeit und der ärztlichen Selbstverwaltung. „Der notwendige Raum für Therapiefreiheit und Therapieverantwortung muss gewährleistet werden. Das sollte im gesundheitspolitischen Kapitel des neuen Koalitionsvertrages ganz oben stehen“, forderte Montgomery. Der Bundesärztekammer-Präsident bekräftigte sein klares „Nein“ zur Einführung einer  Bürgerversicherung in Deutschland....
Berlin – Bereits am 1. August 2017 einigten sich die Tarifpartner der niedergelassenen Ärzte (AAA) und der Medizinischen Fachangestellten (Verband medizinischer Fachberufe e.V.) in der 3. Tarifrunde auf einen neuen Gehaltstarifvertrag mit einer Laufzeit vom 01.04.2017 bis 31.03.2019 und auf einen neuen Manteltarifvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2020. Nach dem Ende der Erklärungsfrist tritt das Ergebnis nun in Kraft: Die Gehälter steigen rückwirkend zum 01.04.2017 um 2,6 % linear und ab 01.04.2018 nochmals um 2,2 %. Auch die Ausbildungsvergütungen werden rückwirkend zum 01.04.2017 erhöht und zwar in allen drei Ausbildungsjahren um 30 Euro brutto monatlich, d.h. im 1. Ausbildungsjahr von derzeit 730 Euro auf 760 Euro, im 2. Ausbildungsjahr von 770 Euro auf 800 Euro und im 3. Ausbildungsjahr von 820 Euro auf 850 Euro. Ab 01.04.2018 steigen sie durchschnittlich um weitere 1,7 %. Das bisherige 13. Gehalt wird ab...