News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Transplantationsmedizin ... 30.10.2017

Prüfgremien legen Berichte vor

Berlin - Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft haben ihre Kommissionsberichte zu den Prüfungen der Herztransplantationsprogramme der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums Frankfurt sowie der Lebertransplantationsprogramme des Universitätsklinikums des Saarlandes – Standort Homburg, des Universitätsklinikums Jena und des Universitätsklinikums Göttingen veröffentlicht. Bei keiner dieser Prüfungen wurden Anhaltspunkte für systematische Manipulationen festgestellt.
Berlin - In den Medien machen derzeit Geschichten von Patientinnen und Patienten die Runde, deren Krebs angeblich erfolgreich mit Methadon behandelt worden ist. In der Patienteninformation „Bislang kein Nutzen belegt: Methadon in der Krebsbehandlung“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) erfahren Interessierte, was man bislang über die Wirkung von Methadon und mögliche Risiken weiß. Es ist wichtig zu prüfen, wie zuverlässig die Berichte über Methadon in der Krebsbehandlung sind. Mündliche Erzählungen sind keine gute Forschungsquelle, so das ÄZQ. Bislang gibt es zudem nur wenige Veröffentlichungen dazu. Sie erlauben keine sicheren Aussagen darüber, ob sich Krebs mit Methadon behandeln lässt. Gesichert ist aber, dass Methadon Schäden verursachen kann. Wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaften warnen einstimmig  vor dem Einsatz von Methadon bei Krebs. Sie sehen nach den derzeit vorliegenden...
Berlin - „Solange es Polio-Viren in der Welt gibt, besteht die Gefahr einer Ansteckung auch in Deutschland, besonders durch den weltweiten Reiseverkehr. Ohne eine ausreichend geimpfte Bevölkerung könnte die Kinderlähmung zurückkehren. Sicherheit gibt es erst dann, wenn Polio  weltweit komplett ausgerottet ist. Bis dahin müssen wir also auch in Deutschland weiterhin konsequent gegen Kinderlähmung impfen“, warnte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zum Welt-Polio-Tag (28.10.) vor Impfmüdigkeit. Neben der Eliminierung von Masern und  Röteln ist die Vernichtung der Poliomyelitis erklärtes und erreichbares Ziel nationaler und internationaler Gesundheitspolitik, wie die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut mitteilt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich eine Welt ohne Polio zum Ziel gesetzt: Nord- und Südamerika sind seit 1994 poliofrei, der europäische Raum seit 2002. Noch...
Eigentlich läuft es so: Spätestens, wenn die Fernsehsender am Wahlsonntag um 18:00 Uhr die erste Prognose verkünden, verpufft die Spannung des Wahlkampfs und der Wähler weiß relativ sicher, welche Koalition in den kommenden vier Jahren das Land regieren wird. Bei dieser Wahl ist es umgekehrt. Nach einem blutleeren Wahlkampf stehen uns spannende Koalitionsverhandlungen bevor, die dem Land erstmals eine Regierung aus CDU/CSU, FDP und Grünen bescheren könnten. Oder Neuwahlen. Oder, ein Rückzieher vom Rückzieher der SPD vorausgesetzt, doch noch eine Neuauflage der Großen Koalition.Ebenso unklar ist noch, wer auf dem Stuhl des Bundesgesundheitsministers Platz nehmen wird. Fest steht allerdings, dass auf ihn viel Arbeit zukommt. Die Gesundheitspolitik spielte im Wahlkampf zwar kaum eine Rolle, Baustellen gibt es aber genug. Im BÄKground-Interview benennt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer...
Berlin  – Der Weltärztebund (WMA) hat den hippokratischen Eid für Ärzte modernisiert. Die Delegierten einigten sich auf ihrer Generalversammlung in Chicago auf eine überarbeitete Fassung des Genfer Gelöbnisses, das aus dem Jahr 1948 stammt. „Die Neufassung hebt nun stärker als zuvor auf die Autonomie des Patienten ab“, sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, stellvertretender Vorsitzender des WMA. In der aktualisierten Fassung verpflichtet das Gelöbnis die Ärzte, medizinisches Wissen zum Wohl der Patienten und zur Förderung der Gesundheitsversorgung mit ihren Kollegen zu teilen. Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitsbelastung appelliert es aber auch an die Ärzte, sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern. Nur dann könnten sie eine gesundheitliche Versorgung auf höchstem Niveau leisten. Auf der ganzen Welt berufen sich Ärzte auf das Genfer Gelöbnis. In vielen Ländern ist es Teil der ärztlichen Berufsordnung,...
Überprüfung von... 17.10.2017

BÄK: Leitlinien-Entwurf ist unzureichend

Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat deutliche Kritik an den von Bund und Ländern erstellten Leitlinien-Entwurf zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern geübt. Es sei nicht nachvollziehbar, wie auf der Grundlage dieser Leitlinien eine Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern unter dem Aspekt einer funktionierenden Gefahrenabwehr erfolgen soll. Völlig verkannt werde die Komplexität des medizinischen Kontextes, insbesondere das Ausmaß des notwendigen medizinischen Wissens, das für eine gefahrenminimierte Ausübung der Heilkunde notwendig ist. Die Leitlinien stellten „eine in jeder Hinsicht unzureichende Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung oder gar einzelner Patienten vor möglichen Gesundheitsgefahren durch die Tätigkeit von Heilpraktikern dar“, so die BÄK in ihrer schriftlichen Stellungnahme zu dem Leitlinien-Entwurf. Das Bundesministerium für Gesundheit hatte gemeinsam mit den Ländern die Leitlinien mit der...
Gemeinsame Pressemitteilung... 12.10.2017

Keine Normung von Gesundheitsdienstleistungen

Brüssel – Das Thema Normung von Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen steht zunehmend im Fokus der Diskussionen auf EU-Ebene. Vorangetrieben wird die Normung in diesem Bereich durch das private Europäische Komitee für Normung (CEN), einem Zusammenschluss  der mitgliedstaatlichen Normsetzungsorganisationen. Auf einer gemeinsamen Konferenz in der Ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU in Brüssel haben sich die Deutsche Sozialversicherung, vertreten durch den GKV-Spitzenverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Bundesärztekammer klar dagegen ausgesprochen, europäische Normen im Gesundheitsdienstleistungsbereich festzusetzen. Die Zuständigkeit für die Sozial- und Gesundheitssysteme ist gemäß den Lissabonner Verträgen bei den Mitgliedstaaten angesiedelt. Auch deshalb ist es für die drei Institutionen von maßgeblicher Bedeutung, ein klares Signal gegen eine Ausweitung der europäischen Normungstendenzen zu...
Arzneiverordnungs-Report... 04.10.2017

Patentgeschützte Arzneimittel werden immer teurer

Berlin - Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen inklusive der Zuzahlung der Versichertenlagen 2016 bei rund 38,5 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während das Verordnungsvolumen nur um 2,1 Prozent gestiegen ist. „2016 wurden mehr, aber vor allem auch teurere Arzneimittel verordnet. Hauptursache dafür war die überproportionale Kostensteigerung bei den patentgeschützten Wirkstoffen“, sagt Prof. em. Dr. med. Ulrich Schwabe, Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports 2017. Der anhaltende Trend zu neuen hochpreisigen Arzneimitteln im patentgeschützten Markt zeigt sich unter anderem an der Entwicklung der höchsten Bruttoumsätze je Verordnung. Das teuerste eine Prozent aller Produkte hatte 2006 mindestens einen Bruttoumsatz von 946 Euro je Verordnung. 2016 waren es bereits mindestens 3.979 Euro. „Patentgeschützte Arzneimittel sind in Deutschland besonders teuer. In...