News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Bundesärztekammerpräsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat sich für den Erhalt und die Fortentwicklung des dualen Krankenversicherungssystems in Deutschland ausgesprochen. Das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung habe sich bewährt, sagte Montgomery im ZDF-Morgenmagazin (31.01.2018). Er wies darauf hin, dass die privaten Krankenversicherer Innovationstreiber seien. Sie bezahlten Leistungen früher und setzten die gesetzlichen Kassen damit unter Druck.  In Deutschland gebe es keine Zwei-Klassen-Medizin, wie dies immer wieder behauptet werde. Vielleicht gebe es Unterschiede beim Komfort. Die Behandlungsqualität sei aber sowohl bei Privat- als auch bei Kassenpatienten gleich hoch. „Die Menschen in Holland, Großbritannien und Schweden wären froh, wenn sie unsere Probleme hätten“, so der BÄK-Präsident. Auch einer einheitlichen Honorarordnung erteilte Montgomery eine Absage. Die...
Festnahmen in der Türkei ... 30.01.2018

Montgomery: Wer Frieden fordert, gehört nicht hinter Gitter

Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) verurteilt die Festnahme von elf Mitgliedern des Türkischen Ärzteverbandes.  „Wer Frieden fordert, gehört nicht hinter Gitter. Umso mehr entsetzt uns das maßlose Vorgehen der türkischen Regierung“, sagte BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. In einem Brief an den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan forderte er die sofortige Freilassung der Kolleginnen und Kollegen und verurteilte die Einschüchterungsversuche von Seiten der türkischen Behörden.  Medienberichten zufolge hatten die Vertreter des Türkischen Ärzteverbandes den Krieg in einer Erklärung als öffentliches Gesundheitsproblem bezeichnet. Sie bezogen sich dabei auf die „Operation Olivenzweig“, die das türkische Militär gegen syrische Kurden durchführt. World Medical Association: Global medical bodies in joint call to President Erdogan
Berlin - Eine Vereinheitlichung der Vergütungssysteme in der Gesundheitsversorgung löst keine Probleme, sondern schafft nur neue. Zu diesem Ergebnis kommen fünf namhafte Gesundheitsökonomen und Juristen in einem von der Bundesärztekammer und dem Verband der Privaten Krankenversicherung initiierten Memorandum. Darin konstatieren die Autoren, Dr. Rainer Hess, ehemaliger unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, die Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Volker Ulrich und Prof. Dr. Eberhard Wille sowie die Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Ferdinand Wollenschläger und Prof. Dr. Gregor Thüsing, dass eine einheitliche Gebührenordnung mit dem Regulierungsapparat des EBM (Budgetierung, Mengenbegrenzungen, Abstaffelungen etc.) zahlreiche Fragen unter anderem nach Kompensationszahlungen für die Leistungserbringer aufwerfen würde. Ohne Kompensation würde die Finanzierungbasis für medizinisches Personal und Investitionen...
Berlin - Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet derzeit an einer Rechtsverordnung für ein Arztinformationssystem. Vor dem Hintergrund der dazu geführten Fachgespräche im Bundesgesundheitsministerium (BMG) geben die Bundesärztekammer, die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften und die BAG Selbsthilfe nachfolgendes gemeinsames Statement ab: „Das Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz sieht vor, dass die Ergebnisse der frühen Nutzenbewertung schneller und stärker zum Wohle der Patientenversorgung eingesetzt werden. Dafür müssen die Ergebnisse der Nutzenbewertung gut verständlich dem Arzt zur Verfügung stehen. Als Instrument soll ein Arztinformationssystem (AIS) etabliert werden. Die dafür notwendige...
Berlin – Zu den vorläufigen Ergebnissen der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD erklärt der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass sich die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD in ihren Sondierungsgesprächen darauf verständigt haben, wichtige Herausforderungen für unser Gesundheitssystem und die Patientenversorgung in Deutschland anzugehen. Dieses Papier ist ein Ausdruck der Vernunft und des Willens, Deutschland zukunftsorientiert zu regieren. Mit dem Ausbau der sektorenübergreifenden Versorgung, Neuregelungen bei der Notfallversorgung und der Bereitstellung von Investitionsmitteln für neue Technologien und Digitalisierung benennen die Parteispitzen einige der wichtigsten Zukunftsthemen, die dringend angegangen werden müssen. Dabei verzichten sie auf ideologisch motivierte Experimente. Auch die geplante Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der...
Organtransplantation 08.01.2018

Prüfgremien legen Berichte vor

Berlin - Die Prüfungskommission und die Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, GKV-Spitzenverband und Deutscher Krankenhausgesellschaft haben ihre Kommissionsberichte zu den Prüfungen des Nieren- und des Pankreastransplantationsprogramms der Charité Universitätsmedizin Berlin − Campus Virchow Klinikum, des Nierentransplantationsprogramms der Charité Universitätsmedizin Berlin − Campus Mitte sowie der Herztransplantationsprogramme des Universitätsklinikums Freiburg und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein − Campus Kiel veröffentlicht. Bei keiner dieser Prüfungen wurden Anhaltspunkte für systematische Manipulationen festgestellt.  Kommissionsbericht der Prüfungskommission und der Überwachungskommission: Prüfung des Nieren- und des Pankreastransplantationsprogramms der Charité Universitätsmedizin Berlin - Campus Virchow Klinikum am 18. Oktober 2017 (schriftliches Verfahren) [PDF]...
Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat vor immensen Kosten im Falle eines Umstiegs auf eine Bürgerversicherung gewarnt. "Bei der günstigsten Lösung würde der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung von heute durchschnittlich 15,7 auf dann 16,7 Prozent steigen - nur für einen Systemwandel, der nichts in der Gesundheitsversorgung verbessert", sagte Montgomery in der Rheinischen Post (Samstagsausgabe). Zudem würde das Sozialversicherungssystem völlig unnötig von den Füßen auf den Kopf gestellt. Den Vorwurf der Zwei-Klassen-Medizin bezeichnete Montgomery als gefährliche Falschaussage. "Das deutsche Gesundheitssystem ist mit Abstand das gerechteste System, was Umfang und Qualität der Leistungen betrifft und es garantiert den Zugang aller Bürger zur Versorgung." Um das Gesundheitssystem fit für die Zukunft zu machen, müsse die neue Bundesregierung Herausforderungen bewältigen, die...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery lehnt obligatorische ärztliche Untersuchungen zur Altersschätzung von Asylbewerbern ab. "Wenn man das bei jedem Flüchtling täte, wäre das ein Eingriff in das Menschenwohl", sagte er der Süddeutschen Zeitung (02.01.2018). "Röntgen ohne medizinische Indikation ist ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit." Dabei könnten weder medizinische noch psychologische Verfahren den Geburtstag juristisch sicher bestimmen. "Die Untersuchungen sind aufwendig, teuer und mit großen Unsicherheiten belastet."