News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin – Wie lassen sich Fehler und unerwünschte Ereignisse in der Patientenversorgung vermeiden? Wie kann gute Kommunikation zu mehr Patientensicherheit beitragen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die 30. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen auf ihrer Jahrestagung am 27. Februar in Berlin. „Wichtige Voraussetzungen für die qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in Deutschland und damit für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten sind gute Ausbildungsmöglichkeiten, motivierende berufliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Anerkennung für alle Beschäftigten in unserem Gesundheitswesen.“ Darauf verwies zu Beginn der Tagung Dr. Max Kaplan, Vize-Präsident der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Fachberufekonferenz. Kaplan bezeichnete es als richtig und wichtig, dass sich Union und SPD für eine Stärkung und Weiterentwicklung der Gesundheitsfachberufe einsetzen und insbesondere...
„Wir müssen uns stärker um die Nöte und Anliegen von vier Millionen Kindern und Erwachsenen mit Seltenen Erkrankungen in Deutschland kümmern“, fordert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zum Internationalen Tag der Seltenen Erkrankungen am 28. Februar. Der Tag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Setz dein Zeichen für die Seltenen“. „Bei Seltenen Erkrankungen haben wir nur wenige gesicherte Erkenntnisse. Wir müssen deshalb die Forschung auf diesem Gebiet noch mehr intensivieren“, sagt Montgomery. Gerade Menschen, die an einer Seltenen Erkrankung leiden, brauchen verlässliche Informationen. Daher haben Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e. V. diverse Patienteninformationen für Betroffene entwickelt. „Die Kurzinformationen sollen helfen, die aktive...
Kommt die Neuauflage der Großen Koalition? Noch läuft der Mitgliederentscheid der SPD. Der Ausgang ist ungewiss; Beobachter rechnen mit einer knappen Entscheidung. Der BÄKground verkürzt in seiner aktuellen Ausgabe die Wartezeit mit einer Analyse der gesundheitspolitischen Ziele, auf die sich Union und SPD  in ihrem Koalitionsvertrag geeinigt haben (S. 3).Ganz sicher noch aktuell ist das Thema Numerus Clausus. Im Dezember 2017 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass sich beim Vergabeverfahren für Medizinstudienplätze einiges ändern muss. Ein richtiges Signal zur richtigen Zeit, findet die Ärzteschaft. Bis Ende 2019 muss der Gesetzgeber das Verfahren transparenter und gerechter gestalten. Es wird also voraussichtlich nicht das letzte Mal sein, dass der BÄKground über das Thema berichtet (S. 5).Das gilt leider auch für das Thema Sterbehilfe. Vor etwas mehr als zwei Jahren hat der Bundestag die geschäftsmäßige...
Berlin - Zu dem heutigen Urteil des Bundesgerichtshofs über Arztbewertungsportale erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Internetbewertungsportale sollen Patienten Orientierung in unserem Gesundheitswesen bieten und sie nicht durch intransparente Werbeangebote verwirren. Deshalb ist es gut und richtig, dass der Bundesgerichtshof heute Klarheit geschaffen und den Portalbetreibern mit solchen Geschäftsmodellen ihre Stellung als „neutraler Informationsmittler“ abgesprochen hat.  Es kann nicht sein, dass derlei Angebote zum Zwecke der Gewinnmaximierung Patienten verzerrt informieren und Ärztinnen und Ärzte keinerlei Möglichkeit haben, ihre Daten und Einträge löschen zu lassen. Das Urteil trägt dazu bei, das Arzt-Patienten-Verhältnis zu schützen. Und es verdeutlicht, dass Nutzer bei Internetangeboten genau hinsehen müssen. Noch besser wäre es, wenn Ärztinnen und Ärzten generell und für...
Spenderhornhäute 09.02.2018

BÄK legt novellierte Richtlinie vor

Berlin - Die Augenhornhauttransplantation ist die weltweit häufigste Transplantation beim Menschen. Allein in Deutschland existieren 27 sogenannte Hornhautbanken, in denen die Gewebe geprüft und konserviert werden. Ärztinnen und Ärzte nehmen bundesweit rund 7.000 solcher Transplantationen vor. Grund für die Häufigkeit des Eingriffs ist, dass sich der Verlust der Sehkraft durch eine Beschädigung oder Trübung der Augenhornhaut meist nur durch die Transplantation der Augenhornhaut eines Verstorbenen behandeln lässt. Von entsprechender Bedeutung ist die aus dem Jahr 2014 stammende Richtlinie der Bundesärztekammer zur Gewinnung von Spenderhornhäuten und zum Führen einer Augenhornhautbank. Nun hat die Bundesärztekammer diese Richtlinie  aktualisiert und deren Fortschreibung veröffentlicht. Unter anderem überarbeiteten die Experten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer die Regelungen für die im Rahmen der...
Zum Koalitionsvertrag erklärt Bundesärztekammerpräsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: "Der Koalitionsvertrag setzt beim Thema Gesundheit an vielen Stellen durchaus richtige Akzente. Nur beispielhaft genannt seien hier die vorgesehenen Maßnahmen gegen den Ärztemangel, wie die Förderungen von Landärzten und der Ausbau der Strukturfonds. Mit der Förderung der sektorenübergreifenden Versorgung, Neuregelungen bei der Notfallversorgung und der Reform des Medizinstudiums sind wichtige Zukunftsthemen angesprochen. Gut sind auch die vorgesehene weitere Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung, die geplante Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes und der Ausbau des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Es ist sehr vernünftig, dass das in den Koalitionsverhandlungen höchst strittige Thema des Vergütungssystems  nicht mehr unter Zeitdruck entschieden worden ist. Eine von der Bundesregierung eingesetzte wissenschaftliche...
Internationaler Tag gegen... 05.02.2018

Genitalverstümmelung weltweit ächten

Berlin – „Die Beschneidung von Mädchen und Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung und hat schwerwiegende körperliche und seelische Folgen.“ Darauf verwies Dr. Ulrich Clever, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesärztekammer (BÄK) und Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung am 6. Februar. Clever hob hervor, dass Deutsche Ärztetage wiederholt eine weltweite Ächtung und Abschaffung der weiblichen Genitalverstümmelung gefordert hatten. Etwa 200 Millionen Frauen sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation betroffen. Terre des Femmes rechnet in Deutschland mit mehr als 58.000 betroffenen und rund 13.000 gefährdeten Mädchen und jungen Frauen. Man müsse davon ausgehen, dass dieses Problem mit der wachsenden Zahl von Geflüchteten in Europa zunehme, sagte Clever. In Deutschland ist die Genitalverstümmelung ein Straftatbestand und kann mit einer...