News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Auf Einladung des Bundesministeriums für Gesundheit fand am 30.10.2018 das Auftakttreffen zur Erarbeitung des "Gemeinschaftlichen Initiativplans Organspende" statt. Dazu erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: "Organspende ist ein Prozess, der viel Zusammenarbeit und Einsatz fordert. Dazu wollen wir alle unseren Beitrag leisten. Organspende ist aber auch ein Herzensanliegen für Ärztinnen und Ärzte, die schwerstkranken Patienten nur so helfen können. Und deswegen verstärken wir alle unsere Anstrengungen, den Menschen Organspende zu erklären, ihnen die Sicherheit geregelter Abläufe zu geben und Todkranken zu helfen." Bei dem Treffen wurden in einem ersten Schritt konkrete Handlungsfelder, in denen Verbesserungspotenzial besteht, beraten. Bis Mitte 2019 wird nun der "Gemeinschaftliche Initiativplan Organspende" in entsprechenden Arbeitsgruppen erarbeitet.   PM des Bundesministerium...
Berlin - Zum Vorstoß der Gesundheitsministerkonferenz für ein bundesweites Rauchverbot in Autos mit Minderjährigen und Schwangeren erklärt Rudolf Henke, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer: „Zigarettenrauch gehört nicht in Kinderlungen. Daher setzen die Gesundheitsminister mit ihrer Forderung nach einem Rauchverbot im Auto parteiübergreifend ein wichtiges Signal. Jetzt ist die Bundesregierung am Zug. Wenn sie das Verbot zügig umsetzt, sind Ungeborene und Kinder besser als heute vor den schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen geschützt. Darüber hinaus wird es höchste Zeit, dass Deutschland als letztes Land in der EU endlich auch die Außen- und Kinowerbung für Tabakprodukte verbietet. Der Gesundheitsschutz hat einen höheren Stellenwert als die Absatzförderung der Tabakindustrie.“
Berlin, 18.10.2018 - „In der Arzneimitteltherapie lassen sich Nebenwirkungen nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist es, Patienten vor unnötigen Risiken zu schützen und die Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland weiter voranzubringen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery anlässlich des 5. Deutschen Kongresses für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie in Berlin. Montgomery hob die vielfältigen Maßnahmen zur Vermeidung von  Medikationsfehlern im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) hervor. Selbstverständlich müssten aber auch die Arzneimittel selbst höchsten Qualitätsanforderungen genügen, sagte er mit Blick auf  jüngste Fälle von Arzneimittel-Verunreinigungen mit einem potenziell krebserregenden Stoff. Mittlerweile kämen rund 80 Prozent  der in Deutschland verfügbaren Wirkstoffe aus Billiglohnländern wie China und Indien. „Wir brauchen wirksame...
Berlin - Dr. Josef Mischo, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sucht und Drogen, warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren durch eine Legalisierung von Cannabis wie jetzt in Kanada: "Durch eine Legalisierung von Cannabis werden die gesundheitlichen Gefahren des Cannabiskonsums verharmlost und präventive Bemühungen im Suchtbereich konterkariert. Nach Einschätzung der Bundesärztekammer würde eine Legalisierung des Cannabiskonsums eine Zunahme der Konsumentenzahlen und des medizinischen Behandlungsbedarfs zur Folge haben. Gesundheitliche Risiken des Konsums bestehen insbesondere in Einschränkungen der Gedächtnisleistung, der Aufmerksamkeit und der Psychomotorik. Zudem können durch den Konsum hirnstrukturelle Veränderungen beobachtet werden. Darüber hinaus zeigen wissenschaftliche Studien einen deutlichen Anstieg des Risikos für psychotische Störungen und die Entwicklung...
Berlin - „Die Bedeutung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls (IHA) als sicheres Todeszeichen ist naturwissenschaftlich begründet.“ So lautet die Kernaussage einer wissenschaftlichen Übersichtsarbeit, die in dieser Woche im Deutschen Ärzteblatt erscheint und die im Auftrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (BÄK) von einer Expertengruppe des Wissenschaftlichen Beirates der BÄK erstellt wurde. Die Autoren beantworten wichtige Fragen zu dem umgangssprachlich als „Hirntod“ bezeichneten IHA und stellen dessen medizinisch-naturwissenschaftliche Bedeutung als sicheres Todeszeichen fest. In Deutschland hat der Gesetzgeber der BÄK die Aufgabe übertragen, den Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft für die Regeln zur Feststellung des IHA in Richtlinien festzustellen. Die Richtlinie wurde zuletzt im Jahr 2015 auf Empfehlung eines Arbeitskreises des Wissenschaftlichen Beirats der BÄK mit Genehmigung des...
Berlin - Der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) hat auf seiner Generalversammlung vom 03. bis 06. Oktober 2018 in Reykjavik die Dringlichkeit betont, sich weltweit der Gesundheit von Migranten, insbesondere von geflüchteten Menschen, anzunehmen und damit seine Forderungen aus dem Jahr 2016 erneuert. In der Resolution stellen die Delegierten fest, dass Migration eine globale Herausforderung ist. Ärztinnen und Ärzte müssten sich weltweit für das Recht jedes Einzelnen auf Gesundheit einsetzen. Zudem sollten sie sich gegen jegliche Vorgaben stellen, die diesem Grundrecht entgegenstehen. Darüber hinaus formulierten die Delegierten auf der Generalversammlung eine  Stellungnahme zum medizinisch-indizierten Schwangerschaftsabbruch, bzw. Empfehlungen zum Schutz werdender Mütter bei einer lebensbedrohlichen Schwangerschaft. In einer weiteren Stellungnahme beschäftigte sich der Weltärztebund mit Möglichkeiten und...
Online-Studiengang auf... 01.10.2018

Ein virtuelles Studium macht noch keinen echten Arzt

Berlin - Mit Skepsis betrachten Bundesärztekammer und die Deutsche Hochschulmedizin e.V. die Ankündigung eines in Malta angemeldeten, aber von Deutschland aus operierendem deutschen Unternehmens (Digital Education Holdings (DEH)) und eines Krankenhauskonzerns zur Etablierung eines privatwirtschaftlich organisierten Studiengangs in Humanmedizin. Obwohl bereits für die Zulassung zu diesem Studiengang in Deutschland geworben wird, sind viele Fragen zu Qualität und Ausgestaltung dieses in Malta akkreditieren Studiengangs noch unklar. DEH und der Krankenhauskonzern bieten ein Studienmodell an, das ausschließlich internetbasierte Lerneinheiten mit praktischen Ausbildungsanteilen kombinieren soll. Hierzu liegt bisher nur eine maltesische Akkreditierung für die ersten drei Jahre vor, die zum Abschluss mit dem Bachelor führen sollen. Eine Zulassung als Ärztin oder Arzt ist damit nicht möglich. Die Akkreditierung für einen...