News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin -  „Wir sind es den Menschen in Deutschland schuldig, sie bestmöglich vor der Droge Tabak zu schützen.“ Mit diesem Appell hat sich Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), an den Vorsitzenden der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Ralph Brinkhaus, gewandt. In seinem Schreiben unterstrich der BÄK-Präsident die Forderung der Ärzteschaft nach einem vollständigen Verbot der Tabakwerbung. Dies müsse auch elektronische Zigaretten mit einschließen. Einer aktuellen Umfrage zufolge sprechen sich 69 Prozent der Befragten für ein vollständiges Verbot der Tabakwerbung aus. „Der Gesetzgeber sollte diesem Wunsch der Bevölkerung endlich nachkommen. In Anbetracht von 120.000 Tabak-Toten jährlich ist ein solches Verbot längst überfällig“, betonte Montgomery. Zudem könne die Politik damit klarstellen, dass ihr die Gesundheit der Bevölkerung wichtiger sei als die Gewinne der Tabakkonzerne. ...
Tag der Seltenen Erkrankungen... 26.02.2019

Erforschung Seltener Erkrankungen weiter vorantreiben

Berlin - „Wir wissen noch immer viel zu wenig über Seltene Erkrankungen. Daher ist es besonders wichtig, die Forschung auf diesem Gebiet weiter voranzutreiben“, erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zum europaweiten Tag der Seltenen Erkrankungen (28. Februar 2019). Geringe Fallzahlen dürften nicht dazu führen, dass die betroffenen Kinder und Erwachsenen vergessen werden. „Menschen mit Seltenen Erkrankungen brauchen unsere besondere Unterstützung“, so Montgomery. Eine Krankheit gilt in der Europäischen Union als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums an einer Seltenen Erkrankungen.  Menschen mit Seltenen Erkrankungen sind auf verlässliche Informationen angewiesen. Daher haben Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung und das Ärztliche Zentrum...
Berlin - „Die vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) angestrebte Kompetenzausweitung  bei der Gestaltung des  Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist nichts anderes als staatlicher Dirigismus in Reinform. Es ist ganz sicher nicht im Interesse der Patientinnen und  Patienten, wenn bei der Bewertung neuer Behandlungsmethoden politisches Kalkül vor wissenschaftlicher Evidenz geht. Genau das wird aber mit der vom BMG vorgelegten Neuregelung der Methodenbewertung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ermöglicht.“ Mit diesen Worten kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery aktuell vorgelegte ergänzende Regelungen im Referentenentwurf für das Implantateregister-Errichtungsgesetz. Sie sehen unter anderem eine Verkürzung der Frist für die Bewertung  von Untersuchungs- und Behandlungsmethoden durch den G-BA vor. Zudem soll das BMG ermächtigt werden, nach Ablauf dieser...
Berlin - Dr. Heidrun Gitter, Präsidentin der Ärztekammer Bremen und Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer, sieht die Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020 grundsätzlich auf einem guten Weg. Insbesondere sei die vom Wissenschaftsrat empfohlene Einsetzung eines Beirats zur Begleitung der Reform geeignet, um unabhängige Experten, Medizinstudierende und Verbände mit ihrer Expertise einzubeziehen, sagte sie im Video-Interview mit der Bundesärztekammer. An dem von der Kultusministerkonferenz vorgelegten Entwurf für einen Staatsvertrag zur Reform des Medizinstudiums seien aber Nachbesserungen wünschenswert. So sollten für die Auswahl von Studienplatzbewerbern neben dem Numerus Clausus weitere Kriterien stärker betont werden. Gitter bekräftigte zudem die Forderung der Bundesärztekammer nach mehr Medizinstudienplätzen. Der Bedarf an Ärztinnen und Ärzten steige, auch weil endlich die Arbeitsschutzgesetze für...
Berlin - Zur Verabschiedung des Gesetzes zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Dieses Gesetz ist eine gute Nachricht für die mehr als 10.000 Menschen, die in Deutschland auf ein Spenderorgan warten. Es ist ein großer Schritt nach vorn, weil es strukturelle Hürden beseitigt und die Krankenhäuser bei dieser wichtigen Aufgabe nicht länger allein lässt. Gleichzeitig war es eine kluge Entscheidung, die Frage der Widerspruchslösung aus dem Gesetz auszuklammern. Der Gesetzgeber hat damit den Freiraum geschaffen, den die Debatte um eine ethisch und rechtlich so sensible Frage braucht.“
Berlin – Zur Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), sich für weitere Einschränkungen bei der Tabakwerbung einzusetzen, erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Es ist gut, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ein Werbeverbot für Tabakprodukte unterstützt. Mit einem Verbot der Werbung an Hauswänden oder Bushaltestellen würde Deutschland endlich zum Rest der EU aufschließen, denn in allen anderen EU-Ländern sind solche Plakate schon längst nicht mehr erlaubt. In Anbetracht von 120.000 Tabak-Toten jährlich reicht ein Ende der Plakatwerbung allein allerdings nicht aus. Weitere Schritte müssen folgen. Wir brauchen ein umfassendes Werbeverbot, das auch die E-Zigaretten mit einschließt. Dies fordern die Bundesärztekammer und Deutsche Ärztetage schon seit Jahren. Natürlich würde ein konsequentes ‚Nein‘ zur Tabakwerbung den Zigarettenherstellern nicht schmecken. Aber...
Berlin - Zur geplanten Übernahme von 51 Prozent der Gesellschafteranteile der gematik durch das Bundesgesundheitsministerium erklärt Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer: „Im Koalitionsvertrag steht noch das klare Bekenntnis der Regierung zu Freiberuflichkeit und Selbstverwaltung. Jetzt aber soll die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen mit einem staatsdirigistischen Eingriff ausgehebelt werden. Denn de facto wird die Gesellschaft für Telematikanwendungen zu einer staatlichen Oberbehörde, wenn das Gesundheitsministerium 51 Prozent der Anteile übernimmt. Das wäre ein Systembruch, den wir strikt ablehnen. Medizinische Notwendigkeit, Wissenschaftlichkeit und die Einbeziehung des Sachverstands der Beteiligten und Betroffenen in der Selbstverwaltung müssen grundlegende Prinzipien der Weiterentwicklung unseres Krankenversicherungssystems bleiben, nicht aber staatsbürokratische Vorgaben.“ ...