News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - "Eine Impfpflicht in Deutschland wäre aus medizinisch-wissenschaftlicher Sicht absolut sinnvoll. Wer sich impfen lässt, übernimmt nicht nur Verantwortung für sich, sondern für die Gesellschaft", sagt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery in der aktuellen Ausgabe des Spiegel. Dass die Regierung angesichts der Häufung von Masernfällen eine solche Pflicht prüfe, sei zu begrüßen. Nach Informationen des Spiegel arbeitet das Bundesgesundheitsministerium derzeit an ersten Überlegungen für eine Impfpflicht gegen Masern. Demnach werde erwogen, dass Kinder Kitas oder Schulen nur dann besuchen dürfen, wenn sie gegen Masern geimpft sind. Der Deutsche Ärztetag hatte bereits im Jahr 2015 gefordert, dass ein vollständiger Impfschutz Voraussetzung für den Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche sein soll.
Berlin - „Wir zehren seit Jahren von der Substanz. Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte wächst zu langsam, um die enormen Herausforderungen zu bewältigen, vor denen unser Gesundheitssystem steht.“ Davor warnte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Vorstellung der Ärztestatistik für das Jahr 2018. Wenn die Politik nicht endlich mit mehr Studienplätzen in der Humanmedizin gegensteuere, werde der demografische Wandel zu erheblichen Engpässen bei der gesundheitlichen Versorgung führen. „Die Bevölkerung in Deutschland ist eine der ältesten weltweit, und sie wird immer älter. Es liegt auf der Hand, dass damit auch der Behandlungsbedarf immer größer wird“, so Montgomery. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen für sich: Allein zwischen 2009 und 2017 stieg die Zahl der Behandlungsfälle in den Krankenhäusern von 17,8 auf 19,5 Millionen. Hinzu kommen etwa eine Milliarde...
Noch vor Ablauf der Erklärungsfrist haben die Tarifpartner für Medizinische Fachangestellte – der Verband medizinischer Fachberufe e.V. und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) – am 20. März die neuen Gehaltstabellen veröffentlicht, die nach Ende des aktuellen Tarifvertrages am 31. März 2019 in Kraft treten. Vereinbart wurde, dass sich die Gehälter in der Tätigkeitsgruppe I um insgesamt 4,5 Prozent erhöhen – zunächst zum 1. April 2019 um 2,5 Prozent und ab 1. April 2020 um weitere 2 Prozent. Der Gehaltstarifvertrag gilt bis Ende 2020. Zudem steigen die monatlichen tariflichen Ausbildungsvergütungen um jeweils 60 Euro. Sie betragen damit ab dem 1. April 2019 im ersten Ausbildungsjahr 865 Euro, im zweiten 910 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 960 Euro. In der ersten Tätigkeitsgruppe beginnen die Tarifgehälter in den ersten vier...
Berlin - „Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist Opfer seines eigenen Erfolgs. Regelmäßig loben ihn Politiker für seine Verdienste um Gesundheitsschutz, Prävention und Gesundheitsmanagement – und bürden ihm immer neue Aufgaben auf. Gleichzeitig nehmen aber die für seine Aufgabenwahrnehmung dringend erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen ab.“ Das sagte Dr. Susanne Johna, Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer und Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Öffentlicher Gesundheitsdienst“, zum 1. Tag des Gesundheitsamtes am 19. März 2019. Johna begrüßte, dass  einige Bundesländer die Initiative ergriffen hätten, Landesämtern und Gesundheitsämtern über die regulären Stellenpläne hinaus Weiterbildungsstellen für Ärztinnen und Ärzte vorzuhalten. Das reiche aber nicht. In den vergangenen Jahren seien kontinuierlich Arztstellen weggefallen. Freie Stellen könnten nur schwer oder teilweise gar nicht nachbesetzt...
Berlin - Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat am 11.03.2019 in seiner konstituierenden Sitzung für die fünfte Amtsperiode (2019 - 2023) als Vorsitzende Univ.-Prof. Dr. med. Dr. theol. Gereon Heuft, Münster, und Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Bernhard Strauß, Jena, gewählt. Gemäß § 11 PsychThG wird der WBP gemeinsam von der Bundespsychotherapeuten-kammer und der Bundesärztekammer gebildet. Aufgabe des Gremiums ist zum einen die gutachterliche Beratung von Behörden bei der wissenschaftlichen Anerkennung von einzelnen psychotherapeutischen Verfahren und daraus resultierend bei der staatlichen Anerkennung von Ausbildungsstätten. Zum anderen befasst sich der WBP mit Anfragen psychotherapeutischer Fachverbände hinsichtlich der wissenschaftlichen Anerkennung von Psychotherapieverfahren und -methoden. Darüber hinaus greift der WBP aus eigener Initiative Fragen der Psychotherapieforschung auf. Die...
Berlin - Zu der heutigen Verabschiedung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes im Deutschen Bundestag erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Das heute vom Bundestag verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) enthält vernünftige Ansätze. Anders als in früheren Zeiten sieht es nicht nur neue Aufgaben für Ärztinnen und Ärzte vor, es vergütet sie zum Teil auch zusätzlich. Das Geld muss der Leistung folgen. Wenn die Politik auch künftig dieses Prinzip beherzigt, wäre für die Patientenversorgung viel erreicht. Mit großer Sorge betrachten wir aber die zunehmenden Eingriffe des Staates in die Arbeit der Selbstverwaltung. Zwei Beispiele: Staatliche Vorgaben zur Praxisführung  helfen niemandem, sie halten aber junge Ärztinnen und Ärzte von einer Niederlassung ab. Damit werden die selbstgesetzten Ziele der Koalition beim TSVG in ihr Gegenteil verkehrt. Und auch die neuen...
Berlin - Warum ist Gesundheitskompetenz wichtig? Wie lässt sie sich verbessern? Und welche Rolle spielen dabei die Gesundheitsberufe? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die 31. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen auf ihrer Jahrestagung am 13. März 2019 in Berlin. „Gesundheitskompetenz  ist mehr als das theoretische Wissen darüber, wie eine gesunde Lebensführung aussieht. Sie versetzt Menschen in die Lage, Gesundheitsinformationen zu sammeln, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden.“ Das sagte Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Vorsitzender der Fachberufekonferenz, zum Auftakt der Tagung in Anwesenheit von Andreas Westerfellhaus, Staatssekretär und Beauftragter der Bundesregierung für Pflege. Allerdings besteht hier noch erheblicher Nachholbedarf. Aktuellen Studien zufolge wissen die Menschen in Deutschland nur wenig über das Thema Gesundheit. So hat mehr als die Hälfte...
Berlin - Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat zwei Kurzinformationen zum Thema  Darmkrebs auf den neuesten Stand gebracht. Die Texte beruhen auf dem derzeit besten verfügbaren Wissen und werden nach einer strengen Methodik erstellt. Ärzte, Pflegekräfte und andere medizinische Fachleute können die überarbeiteten Kurzinformationen kostenlos herunterladen, ausdrucken, an Interessierte weitergeben oder im Wartebereich auslegen. Grundlage dieser Infoblätter ist die S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“. Früherkennung von Darmkrebs – soll ich daran teilnehmen?[PDF] Einige Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs gehören zum Angebot der Gesetzlichen Krankenversicherung: der Test auf unsichtbares Blut im Stuhl und die große Darmspiegelung. Beide Angebote richten sich an Menschen ohne Beschwerden. Sie können in manchen Fällen helfen, den Tod durch Darmkrebs oder das Entstehen von Darmkrebs zu...
Berlin – Voraussichtlich ab dem Jahr 2020 – mit Geltungsbeginn der Verordnung (EU) Nr. 536/2014 über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitteln – wird „gruppennützige“ Arzneimittelforschung künftig auch in Deutschland mit nichteinwilligungsfähigen Erwachsenen erlaubt sein. Dies ist insbesondere angesichts der demographischen Entwicklung und des damit einhergehenden Bedarfs an Forschung, beispielsweise im Bereich der Demenzerkrankungen, von Bedeutung. Voraussetzung dafür ist, dass die Probanden zuvor im einwilligungsfähigen Zustand einer solchen Forschung im Anschluss an eine ärztliche Aufklärung schriftlich zugestimmt haben. Was die neue Rechtslage für die praktische Umsetzung bedeutet, legt die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) nun in einer Stellungnahme dar. „Forschungsvorhaben mit nichteinwilligungsfähigen Menschen sind aus ethischer und rechtlicher Sicht problematisch“, erklärt Prof. Dr....