News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Santiago de Chile - Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, wurde auf der Sitzung des Vorstandes des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA) am 25.04.2019 in Santiago de Chile einstimmig  für zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. „Die globale Gesundheitsversorgung steht vor großen Herausforderungen, die das Engagement und die Zusammenarbeit der internationalen Ärzteschaft erfordern“, so Montgomery. Insbesondere mit der Überarbeitung des Internationalen Medizinethikkodex, der Frage der Impfung oder der Aus-, Weiter- und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten stehen in den kommenden Jahren wichtige Themen auf der Agenda des Weltärztebundes. Mit seinen 112 nationalen Mitgliedsverbänden ist der Weltärztebund eine starke Stimme der Ärztinnen und Ärzte weltweit. Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes hat die Aufgabe, die Organisation politisch und organisatorisch zu führen. ...
Selbsttötung 16.04.2019

Den Respekt vor dem Leben bewahren

Berlin – Anlässlich der heutigen mündlichen Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts über die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Menschen mit existenziellen Leiden benötigen medizinische Hilfe und menschliche Zuwendung. Palliativmedizin vermag dies zu leisten, geschäftsmäßige Sterbehilfe dagegen nicht. Sie ermöglicht kein Sterben in Würde, sondern verstellt den Weg für eine adäquate Behandlung und Begleitung schwer und unheilbar Erkrankter. Deshalb war es richtig, dass der Gesetzgeber der geschäftsmäßigen Sterbehilfe im Jahr 2015 einen Riegel vorgeschoben hat. Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten ist es, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu lindern und Sterbenden Beistand zu leisten. Die Tötung des Patienten, auch wenn sie auf dessen Verlangen erfolgt, sowie die Beihilfe zum Suizid gehören nach...
Ausbildung Psychologische... 09.04.2019

BÄK legt vor Bundesratsberatung Stellungnahme vor

Berlin - Vor der Beratung des Regierungsentwurfs zur Reform der Ausbildung Psychologischer Psychotherapeuten an diesem Freitag im Bundesrat hat die Bundesärztekammer (BÄK) zu dem Entwurf schriftlich Stellung bezogen. In ihrer Stellungnahme erkennt die BÄK  zwar an, „dass in dem  Regierungsentwurf verschiedene kritische Aspekte, die zu der strikten Ablehnung des Referentenentwurfs durch die Bundesärztekammer geführt haben, nicht mehr enthalten sind“. Gleichwohl verweist die Bundesärztekammer auf zahlreiche nach wie vor offene Fragen sowie weiterhin bestehenden  gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Unter anderem geht die Bundesärztekammer in ihrer Stellungnahme auf Fragen der konkreten  Ausgestaltung der geplanten Studiengänge, auf die Qualifikation und Weiterbildung der Absolventen sowie auf die Regelungen zur wissenschaftlichen Anerkennung psychotherapeutischer Verfahren ein. Stellungnahme der Bundesärztekammer zum...
Berlin – Vor der Orientierungsdebatte des Deutschen Bundestages über vorgeburtliche genetische Bluttests am 11. April 2019 erklärt der Vorstand der Bundesärztekammer: „Mit der Nicht-invasiven Pränataldiagnostik (NIPD) verbinden sich fundamentale ethische Fragen. Eine Verkürzung der Debatte um die Einführung der NIPD auf die Frage der Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) reicht nicht aus. Seit der Entwicklung der NIPD lässt sich das Risiko einer autosomalen Trisomie (derzeit Trisomie 13, 18 und 21) durch die Analyse zellfreien fetalen Erbguts im Blut der Schwangeren bestimmen. Die NIPD kann – sofern sie zu einer Reduktion der durch die invasive Pränataldiagnostik bedingten Risiken, insbesondere Fehlgeburten, beiträgt – eine sinnvolle Ergänzung der vorgeburtlichen Risikoabklärung darstellen. Deshalb muss der Zugang für alle Versicherten gleichberechtigt möglich sein. Den Anwendungsbereich für die...
Berlin - "Die Begleitung des Sterbeprozesses insbesondere von alten schwerkranken Menschen erlangt in unserer Gesellschaft des langen Lebens eine immer größere Bedeutung. Die Ehrenamtlichen der Hospiz- und Palliativarbeit  bringen den Alltag zu den Menschen, indem sie sich Zeit nehmen für Gespräche und zum Zuhören. Sie stehen den Menschen mit Kompetenz und Empathie stützend zur Seite.“ Das sagte Dr. Josef Mischo, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer, anlässlich der Verleihung der ersten „Anerkennungsurkunden“ für ihr Engagement in der Hospizarbeit an 95 junge Ehrenamtler am 5. April 2019 in Berlin. Die Urkunden wurde erstmals vergeben durch die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und die Träger der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland (Bundesärztekammer, Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. und Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V.). Die 95 mit der...
Berlin – Die Bedürfnisse der Patienten im Blick behalten und mehr Subsidiarität wagen – das sind die zentralen gesundheitspolitischen Forderungen, die Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einem gemeinsamen Positionspapier an das künftige Europäische Parlament und die neue EU-Kommission formulieren. „Europa steht vor einer Schicksalswahl. Es geht darum, das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die EU zurückzugewinnen“, sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Das könne aber nicht gelingen, wenn Brüssel weiter in die gesundheitspolitischen Kompetenzen der Mitgliedsstaaten eingreife, um seinen marktwirtschaftlich motivierten Liberalisierungskurs voranzutreiben. „Wir brauchen ein starkes europäisches Parlament und eine Kommission, der das Wohlergehen der Menschen mehr am Herzen liegt, als Konzernbilanzen.“ „Bei allen gesundheitspolitischen Vorhaben...
Behandlungsfehler-Statistik... 03.04.2019

Crusius: „Zahl der Behandlungsfehler im Promillebereich“

Berlin – Die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering. Sie liegt, gemessen an der Gesamtzahl der knapp 20 Millionen Behandlungsfälle in den Kliniken und rund einer Milliarde Arzt-Patienten-Kontakten in den Praxen, im Promillebereich. Dies geht aus den aktuellen Behandlungsfehlerzahlen der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Ärztekammern hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurden. Statistiken anderer Organisationen bestätigen dies. „Unsere Statistik ist kein Selbstzweck. Wir machen die erhobenen Daten zur Grundlage für einen effektiven Patientenschutz“, sagte Prof. Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Bundesärztekammer, bei der Vorstellung der Zahlen. „Wir nutzen die von den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen gesammelten Erkenntnisse für Fortbildungen und...
Berlin – Zu dem heutigen Urteil des Bundesgerichtshofes „zur Haftung wegen Lebenserhaltung durch künstliche Ernährung“ (VI ZR 13/18)  erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Die Erhaltung menschlichen Lebens stellt keinen Schaden dar. Diese Klarstellung des Bundesgerichtshofs ist für uns als Ärzte wichtig und sie ist auch richtig. Denn es gibt kein lebensunwertes Leben, das als Schaden qualifiziert werden kann, sondern nur die individuelle Entscheidung von Patienten, beziehungsweise ihres Vertreters, bestimmte lebensverlängernde Maßnahmen abzulehnen. Ärztinnen und Ärzte müssen gemeinsam mit ihren Patientinnen und Patienten existentielle Entscheidungen treffen. Dazu gehören auch Entscheidungen über lebensverlängernde Maßnahmen. Die Indikationsstellung hängt maßgeblich vom Willen des Patienten ab. Jeder Patient kann dabei für sich individuelle Grenzen ziehen. Er kann entscheiden, welche...
Organspende 01.04.2019

Jeder sollte sich bekennen

Berlin – Zu dem heute vorgestellten Gesetzentwurf für eine sogenannte doppelte Widerspruchslösung bei der Organspende erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery: „Grundsätzlich ist die Bereitschaft zur Organspende da. Das zeigen Umfragen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sehen demnach die Organspende positiv. Allerdings besitzt nur ein Drittel der Bevölkerung einen Organspendeausweis. Das zeigt, dass Aufklärung- und Informationskampagnen zwar wichtig, aber allein nicht ausreichend sind. Nach wie vor sind die Themen Tod und Sterben in unserer Gesellschaft tabuisiert. Das führt dazu, dass viele zwar der Organspende positiv gegenüberstehen, die verbindliche Beschäftigung mit diesem Thema aber vor sich herschieben. Bei dem Modell der doppelten Widerspruchslösung müssen sich  die Menschen bewusst mit der Frage auseinandersetzen, ob sie spenden...