News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Statement von Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, zum Coronavirus: „Im Umgang mit dem Coronavirus ist besonnenes Handeln gefragt. Entscheidend ist die klare Analyse, um konkrete Maßnahmen zum Schutz von Patienten und Ärzten ergreifen zu können. Das Bundesgesundheitsministerium sowie die nachgeordneten Behörden haben mit der Einrichtung eines Lagezentrums im Robert Koch-Institut, in dem die Informationen zusammenlaufen, sowie konkreten Verhaltens- und Schutzmaßnahmen sehr schnell die Initiative zur Eindämmung des Coronavirus ergriffen. Dazu zählen unter anderem eine Meldepflicht auch für Verdachtsfälle und die Ausstattung der Labore mit Virentests. Darüber hinaus bieten das Bundesgesundheitsministerium, das Robert Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihren Webseiten umfangreiche und fundierte Informationen zu der Erkrankung und zum Umgang mit Verdachtsfällen...
Berlin - Viele richtige Ansätze und eine gute Grundlage für die weitere Umsetzung des Masterplans Medizinstudium 2020 - die Bundesärztekammer (BÄK) bewertet den Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für eine neue ärztliche Approbationsordnung grundsätzlich positiv. Damit die Reform zu einem Erfolg wird, sind nach Auffassung der BÄK aber zahlreiche Nachbesserungen notwendig. Die Bundesärztekammer führt diese in ihrer schriftlichen Stellungnahme zu dem Entwurf auf. Problematisch ist für die Bundesärztekammer unter anderem die geplante Ausweitung des Umfangs des Medizinstudiums. Vor dem Hintergrund zahlreicher zusätzlicher Anforderungen an Medizinstudierende müsse geprüft werden, inwiefern im Gegenzug etablierte Studieninhalte reduziert werden könnten. Konkret schlägt die BÄK vor, das vorgeschriebene dreimonatige Krankenpflegepraktikum im Rahmen des Medizinstudiums auf zwei Monate zu verkürzen. Große...
Berlin - Die wissenschaftliche Medizin muss weiterhin die Grundlage ärztlicher Tätigkeit bilden – das fordert die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme „Wissenschaftlichkeit als konstitutionelles Element des Arztberufes“, die sie auf Empfehlung ihres Wissenschaftlichen Beirats vorgelegt hat. Um Schritt halten zu können mit dem enormen Erkenntniszuwachs und dem technischen Fortschritt, betont die BÄK in ihrer Stellungnahme, müssen Ärztinnen und Ärzte wissenschaftliche Informationen und ihre Quellen kritisch evaluieren und anwenden können. Der Grundstein für den Erwerb dieser Wissenschaftskompetenzen werde in der medizinischen Ausbildung gelegt. Die BÄK verweist gleichzeitig auf die Bedeutung der ärztlichen Weiter- und Fortbildung im Hinblick auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der im Studium erworbenen Kenntnisse. „Wissenschaftlichkeit und lebenslanges Lernen sind Kernelemente der ärztlichen Tätigkeit....
Berlin / Brüssel - Wie könnte eine europäische Strategie gegen Arzneimittel-Lieferengpässe aussehen? Diese Frage diskutierten Bundesärztekammer (BÄK) und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am 23. Januar 2020 in Brüssel mit Vertretern von Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Ärzteschaft sowie Generikaherstellern und Krankenkassen. Liefer- und Versorgungsengpässe von Arzneimitteln sind in Deutschland und in vielen anderen EU-Staaten zu einem zunehmenden Problem für Patienten, Ärzte und Apotheker geworden. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Sie beinhalten unter anderem die Verlagerung der Produktion von Rohstoffen und Arzneimitteln ins außereuropäische Ausland, eine Marktkonzentration auf wenige Hersteller, Qualitätsprobleme und unzureichende Transparenz hinsichtlich bestehender oder drohender Engpässe. Verschiedene EU-Mitgliedstaaten haben Maßnahmen eingeführt oder erwägen diese. Hierzu zählen...
Berlin, 16.01.2020 - Zur Bundestagsentscheidung über die Neuregelung der Organspende erklärt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer: "Die heutige Entscheidung des Bundestages ist sicher nicht das, was sich die schwerkranken Menschen auf der Warteliste erhofft haben. Auch die Ärzteschaft hatte sich für die Widerspruchslösung ausgesprochen. Die Widerspruchslösung hätte die Bürger in die Pflicht genommen, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden und so zu einer deutlichen Steigerung der Spenderzahlen führen können. Trotzdem ist das heute beschlossene Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft ein Fortschritt gegenüber der bisherigen Regelung. Sinnvoll ist insbesondere das vorgesehene Online-Register zur schnellen Feststellung der Spendebereitschaft.Die regelmäßige Abfrage der Organspendebereitschaft kann dazu beitragen, die Menschen stärker als heute für dieses wichtige Thema zu...
Berlin - Vor der abschließenden Beratung des Bundestages über die Neuregelung der Organspende erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Die mehr als neuntausend Menschen auf der Warteliste sind unsere Patienten. Als Ärzte kennen wir nicht nur ihre körperlichen Leiden. Wir wissen auch um die seelische Belastung, die ein Leben auf der Warteliste mit sich bringt. Die Einführung der Widerspruchslösung verschafft diesen Menschen Hoffnung, sie gibt ihnen Mut und sie sendet ein starkes Signal der gesellschaftlichen Solidarität. Das sollten die Abgeordneten des Deutschen Bundestages berücksichtigen, wenn sie über die Neuregelung der Organspende abstimmen. Die nach wie vor niedrigen Spenderzahlen zeigen, dass Aufklärungskampagnen und Informationsangebote allein nicht ausreichen. Mehr als 80 Prozent der Bürger sehen die Organspende positiv, aber nur ein Drittel besitzt einen Organspendeausweis. Die in fast allen...