News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin – Richtiger Fokus, aber unzureichende Maßnahmen – so lässt sich die Kritik der  Bundesärztekammer (BÄK) und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) am Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur ITS-Arzneimittelbevorratungsverordnung (ITS-ABV) zusammenfassen. In ihrer gemeinsamen Stellungnahme bewerten es die beiden Organisationen als positiv, dass das Thema Arzneimittel-Lieferengpässe in den Fokus des Gesetzgebers gerückt sei. Die COVID-19-Pandemie habe die Fragilität von Lieferketten und die Abhängigkeit Europas von Arzneimittelproduzenten aus Drittstaaten deutlich gemacht. Allerdings übertrage der Verordnungsentwurf die Verantwortung für ausreichende intensivmedizinische Arzneimittelvorräte allein auf Krankenhausapotheken und krankenhausversorgende Apotheken. Diese könnten Arzneimittel aufgrund der Versorgungslage aber nicht immer im gewünschten Umfang beziehen. Beim Aufbau...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt rät von Corona-Massentests ab. „Wir sollten lieber einmal zu viel testen, als zu wenig. Trotzdem ist es wichtig, dass wir systematisch vorgehen“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post am Dienstag (30.6.2020). Reinhardt weiter: „Wir brauchen die Testkapazitäten, damit für Verdachtsfälle, Risikogruppen und Klinikpatienten ausreichend Tests zur Verfügung stehen und vor allem eine schnelle Testauswertung möglich ist.“ Daneben seien Beschäftigte in der Patientenversorgung auf freiwilliger Basis in regelmäßigen und kurzen Intervallen zu testen. Massentests für alle würden zwar interessante wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, er halte aber schnelle und gezielte Testungen von klar definierten Bevölkerungsgruppen für sinnvoller.
Berlin - Zu dem heute vom Bundeskabinett beschlossenen Programm für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Deutschland muss die kommenden sechs Monate nutzen, um mit der Europäischen Union Strategien zur Bewältigung der Pandemie und zur Stärkung der Krisen-Reaktionsfähigkeit auf den Weg zu bringen. Wir brauchen europaweit abgestimmte Meldestrukturen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. Wir müssen die jeweiligen Corona-Warn-Apps mit denen der anderen Mitgliedstaaten kompatibel machen. Und wir sollten dringend gemeinsame Konzepte für die Bevorratung, für die Beschaffung und vor allem für die Produktion von Schutzausrüstung, Medikamenten und Impfstoffen erarbeiten. Die Aufgaben für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sind groß. Die deutsche Ärzteschaft wird sich tatkräftig in die Umsetzung geeigneter Maßnahmen einbringen. Die Zuständigkeit für die...
Corona-Pandemie 22.06.2020

Klinikfinanzierung krisenfest machen

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat eine Neuregelung der Klinikfinanzierung in Deutschland gefordert. Krankenhäuser seien keine Unternehmen, in denen man wie in einem produzierenden Betrieb nur die Auslastung optimieren könne. „Wir müssen immer einen gewissen Überhang an Kapazitäten vorhalten und natürlich auch finanzieren, um auf Krisen angemessen reagieren zu können“, sagte der BÄK-Präsident der dpa (22.6.2020). Reinhardt verwies zudem auf die Verantwortung der Länder bei der Klinikfinanzierung. In den vergangenen Jahren sei die Investitionsfinanzierung, für die die Länder zuständig seien, völlig unzureichend gewesen. „Viele gute Kliniken sind gar nicht mehr in der Lage, vernünftig zu arbeiten.“ Vielmehr seien sie darauf angewiesen, aus den Pauschalen für die Krankenversorgung auch noch ihre Investitionen zu finanzieren. In der Folge müssten sie immer mehr auf Kostensenkungen und...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die Einführung der Corona-Warn-App der Bundesregierung begrüßt. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk (16.6.2020) betonte er, dass man mit Hilfe der App schnell Infektionsherde erkennen und dann Infektionsketten unterbrechen könne. Dafür müsse man Infizierte so lange isolieren, bis sie nicht mehr ansteckend seien. „Die App ist  ein sehr intelligentes, gut nutzbares und unaufwändiges Instrument“, sagte Reinhardt. Er befürwortet insbesondere die Freiwilligkeit der Anwendung. Menschen vom Sinn der App zu überzeugen, sei besser als Zwang.   Zuvor hatte Reinhardt dazu aufgefordert, sich gründlich mit den Möglichkeiten der App auseinanderzusetzen. Mit der App schütze man nicht nur sein näheres Umfeld, sondern leiste auch einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Gesellschaft als Ganzes. Es lohne sich darüber nachzudenken. ...
Berlin - Zu der heute vorgestellten Corona-Warn-App der Bundesregierung erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Die neue Corona-Warn-App der Bundesregierung ist ein geeigneter Baustein einer Strategie gegen die Corona-Epidemie in Deutschland. Sie kann dabei helfen, Infektionsketten zu erkennen und dann zu unterbrechen. Voraussetzung dafür ist, dass möglichst viele Menschen das Programm installieren und teilnehmen. Niemand ist zur Nutzung der App verpflichtet. Jeder sollte sich aber gründlich mit den Möglichkeiten dieser Anwendung auseinandersetzen. So schützen Nutzer mit dieser App nicht nur ihr näheres Umfeld, sie leisten auch einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der Gesellschaft als Ganzes. Darüber lohnt es sich, nachzudenken.“ Weitere Informationen zur Corona-Warn-App unter www.zusammengegencorona.de Die App kann in den App-Stores von Google und Apple heruntergeladen werden:    -...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält weitere Verbesserung der Mechanismen zur Pandemie-Abwehr für erforderlich. „Wir müssen jetzt die Zeit nutzen, damit wir für ein mögliches Wiederaufflackern der Corona-Infektionen und für künftige Epidemien gut gerüstet sind", sagte Reinhardt in einem Interview mit der dpa (13.6.2020). Angesichts der aktuellen Pandemie plädierte er dafür, Konsequenzen aus den bisherigen Erfahrungen zu ziehen sowie Strategien und Krisenmechanismen weiter zu verbessern. Die Krise habe gezeigt, dass sich Europa enger vernetzen und abstimmen müsse. Das gelte für die Meldestrukturen, die technischen Plattformen der Tracing-Apps, für die Bevorratung mit Schutzausrüstung und auch für die Medikamenten- und Impfstoffentwicklung. Auch auf nationaler Ebene sieht Reinhardt Nachbesserungsbedarf: In Deutschland habe die Politik zwar vieles richtig gemacht, trotzdem bestehe auch hier...
Berlin - „Mit wissenschaftlicher Expertise gemeinsam für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung – das ist der Grundsatz der engen Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand der Bundesärztekammer (BÄK) und ihrem Wissenschaftlichen Beirat (WB).“ Darauf verwies Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der 100. Plenarversammlung des WB am vergangenen Samstag in Berlin. Reinhardt dankte den Mitgliedern für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Erfolgreiche ärztliche Selbstverwaltung sei ohne die enge Zusammenarbeit mit der Medizinischen Wissenschaft nicht denkbar. Der Wissenschaftliche Beirat unterstütze die berufspolitische Arbeit der Bundesärztekammer, indem er wesentlich zu fachlich fundierten und innerhalb der Ärzteschaft breit konsentierten Positionsbestimmungen der Bundesärztekammer beitrage. Ein Novum in der 69-jährigen Geschichte des Wissenschaftlichen Beirats war, dass die 100....
Berlin - „Mehr geschenkte Lebensjahre für Organempfänger – die Organspende in Deutschland entwickelt sich in die richtige Richtung. Offensichtlich hat die intensive gesellschaftliche und politische Debatte Anfang des Jahres über die Neuregelung der Organspende dieses wichtige Thema etwas stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Wir dürfen aber jetzt nicht nachlassen, das Interesse der Menschen an der Organspende weiter wachzuhalten. Nur so lässt sich diese Entwicklung verstärken.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem Tag der Organspende am 6. Juni. Reinhardt verwies darauf, dass viele Menschen der Organspende grundsätzlich positiv gegenüberstehen. „Alle sind aufgerufen, die vielfältigen Informationsangebote zur Organspende zu nutzen und dann auch den entscheidenden Schritt weiter zu gehen und die persönliche Einstellung zu dokumentieren. Der Tag der Organspende ist eine gute...
Berlin - Zu dem heute vorgestellten Konjunkturpaket der Bundesregierung erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Dass die Bundesregierung im Rahmen ihres Konjunkturpakets insbesondere den Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken will, ist absolut richtig und notwendig. Die gegenwärtige Krise führt uns vor Augen, dass die Gesundheitsämter dauerhaft mehr Personal brauchen, um ihre vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können. Die vorgesehene Angleichung des Gehaltsniveaus von Amtsärzten an das der Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Einrichtungen ist für die Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung in den Ämtern dringend erforderlich. Der strukturelle Ausbau des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, insbesondere die Modernisierung der digitalen Ausstattung sowie die Beschleunigung der Meldeverfahren, sind absolut notwendig, um auf Pandemielagen, wie wir sie derzeit erleben, angemessen reagieren zu...