News-Archiv

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Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält weitere Forschungsvorhaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie für unerlässlich. Insbesondere müsse man die jüngsten regionalen Ausbrüche analysieren, um daraus für eine mögliche zweite Infektionswelle wichtige Informationen über Infektionsverläufe und Risikogruppen zu generieren. Mit Hilfe dieser Erkenntnisse könne man deutlich passgenauere und spezifischere Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung ergreifen, „ohne das gesamte Wirtschaftsleben lahmzulegen und das Gesundheitswesen allein auf dieses eine Thema Corona zu fokussieren“, sagte Reinhardt in einem Interview mit dem Ärztlichen Nachrichtendienst (04.06.2020).
Berlin - Nach Überzeugung von Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt kann die für Mitte Juni angekündigte Corona-App mit dazu beitragen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. „Sie kommt angesichts der aktuell niedrigen Neuinfektionszahlen wahrscheinlich noch rechtzeitig, um eine unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus aufzuhalten. Vor allem bei vermehrter Mobilität im Sommer könnten mit Hilfe der Technik wichtige Erfahrungen gesammelt werden“, sagte Reinhardt der Neuen Osnabrücker Zeitung (03.06.2020). Voraussetzung für ihren Erfolg sei, „dass möglichst viele Menschen auf das Virus getestet und die Ergebnisse in der absolut kürzest möglichen Zeit auf die App übertragen werden. Wenn es nicht gelingt, die Ergebnisübermittlung im Vergleich zu den jetzigen Verfahren drastisch zu beschleunigen, ist die App überflüssig“, sagte Reinhardt. Auch sei es mit der App allein nicht getan. Ihre...
Wissenschaftlicher Beirat ... 02.06.2020

Präzisionsmedizin – Wunderwaffe oder Kostenfalle?

Berlin – Welche Chancen und Risiken birgt die Präzisionsmedizin? Diese Frage beantwortet die Bundesärztekammer (BÄK) in der von ihrem Wissenschaftlichen Beirat erarbeiteten Stellungnahme „Präzisionsmedizin – Bewertung unter medizinisch-wissenschaftlichen und ökonomischen Gesichtspunkten“. Die Präzisionsmedizin, die auch als individualisierte oder personalisierte Medizin bekannt ist, weckt Hoffnung auf neue Behandlungs- und Heilungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt in der Onkologie konnte der Einsatz von molekularen, genetischen und proteomischen Biomarkern des einzelnen Patienten bemerkenswerte therapeutische Erfolge erzielen. Dem gegenüber stehen die Sorge vor einer mangelnden Evidenzbasierung aufgrund geringer Fallzahlen und die Kritik an den hohen Therapiekosten. „Wir müssen uns immer wieder neu die Frage stellen, wie die Versorgungsqualität mit Hilfe des medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritts...