News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Die Bundesärztekammer begrüßt grundsätzlich das Vorhaben des Gesetzgebers, die Approbationsordnung für Ärzte an verschiedenen Stellen zu ändern und neue Aspekte in diese aufzunehmen. Viele der diskutierten Themen des Arbeitsentwurfs seien im vorgelegten Referentenwurf zur Änderung der Approbationsordnung für Ärztinnen und Ärzte (ÄApprO) konstruktiv umgesetzt und abgeändert worden, hebt sie in ihrer Stellungnahme positiv hervor. So befürwortet die Bundesärztekammer ausdrücklich die Beschreibung des Ausbildungsziels. Dieses werde deutlich stärker ausdifferenziert und viele für das ärztliche Handeln relevante Gesichtspunkte wie palliativmedizinische Versorgung, Nachsorge, Gewährleistung der Patientensicherheit und Fragen des Kinderschutzes werden nach dem Referentenentwurf Eingang in die ÄApprO finden. Das gelte auch für die Allgemeinmedizin und den Öffentlichen Gesundheitsdienst, die umfassend berücksichtigt und...
Corona-Pandemie 13.01.2021

Reinhardt: Aufklärung statt Impfpflicht

Berlin - Gegen eine Impfpflicht bei Gesundheitspersonal hat sich Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt ausgesprochen. Die Bundesregierung habe wiederholt klargestellt, dass es keine allgemeine Impfpflicht geben werde. „Dass das auch für die Beschäftigten im Gesundheitswesen gilt, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post (13.01.2021). Gerade in der Pflege sei das Personal knapp. Wenn die Corona-Impfung zu einer Voraussetzung für eine Tätigkeit in diesem Bereich gemacht wird, müsse auch geklärt werden, wie die Fachkräfte ersetzt werden, die nicht zu einer Impfung bereit sind. Befragungen unter Ärztinnen und Ärzten zeigten, dass die Impfbereitschaft bereits vor der Zulassung des ersten Impfstoffs bei über 70 Prozent lag. In einigen Krankenhäusern, zum Beispiel im Universitätsklinikum Münster und im Universitätsklinikum Jena, liege sie nach dem Start der Impfungen...
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) hat das Vorhaben des Gesetzgebers begrüßt, die molekulargenetische Surveillance des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verbessern. In ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf für eine entsprechende Verordnung merkt die BÄK jedoch an, dass das Ziel der Genomsequenzierung zwar „grob umrissen wird, etwa mit Hinweis auf eine bessere systematische Erforschung hinsichtlich der Eigenschaften der verschiedenen Virusvarianten“. Offen bleibe jedoch, welche „gezielten Maßnahmen“ daraus ableitbar sind. Aus Sicht der Bundesärztekammer sollten die Ziele der Testungen möglichst klar beschrieben sein, da für die Tests öffentliche Gelder verwendet würden. Deshalb regt sie die Formulierung einer bundeseinheitlichen Strategie an, in der gezielte bzw. anlassbezogene und dabei wissenschaftlich begründete Sequenzierungen beschrieben werden. Zudem sollte die Strategie eine anlassunabhängige Surveillance fördern –...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die Einschränkung des Bewegungsradius an Orten mit vielen Corona-Neuinfektionen als „sinnvolle Vorsichtsmaßnahme“ begrüßt. „Wir müssen die Infektionsdynamik verringern, um unser Gesundheitswesen vor Überlastung zu schützen“, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Versorgung in den deutschen Kliniken und Praxen müsse voll aufrechterhalten werden. Das sei nicht nur für die vielen schwer an Covid-19 erkrankten Menschen essenziell - „sondern auch für alle anderen behandlungsbedürftigen Patientinnen und Patienten in Deutschland“, stellte Reinhardt klar. „Die Begrenzung des Bewegungsradius ist ein tiefgreifender Eingriff in die Freiheitsrechte eines jeden Einzelnen“, so der Ärztepräsident. „Dass Bund und Länder eine solche Entscheidung nicht leichtfertig getroffen haben, sondern unter Hinzuziehung der Wissenschaft und differenziert nach...
Berlin – Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat seine Forderung nach Schutzkonzepten für vulnerable Bevölkerungsgruppen bekräftigt. Länder und Kommunen müssten Strategien zur Kontaktminimierung ausarbeiten, sagte er in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt. Denkbar seien pragmatische Maßnahmen wie zum Beispiel feste Seniorenzeitfenster für Einkäufe im Einzelhandel oder spezielle Terminslots in öffentlichen Einrichtungen. Noch mehr Augenmerk müsse man auf den Schutz der Bewohner in Pflegeeinrichtungen legen. „Die Ausbrüche in einigen Heimen in den letzten Wochen haben gezeigt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen beziehungsweise dass ihre Umsetzung nicht ausreichend kontrolliert wird“, sagte Reinhardt dem Deutschen Ärzteblatt. Er verstehe nicht, dass ein Land, das so hohe Unterstützungsleistungen in der Coronapandemie zur Verfügung stelle, so etwas nicht flächendeckend besser hinbekomme. Es...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat vor dem heutigen Treffen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen bei der Organisation der Corona-Impfungen gefordert. „Auch und gerade in einem föderalen System“ müsse es bei einer so wichtigen Aufgabe wie der Bekämpfung der Pandemie möglich sein, bundeseinheitlich koordiniert vorzugehen, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (05.01.2021). „Ein Potpourri länderspezifischer Regelungen, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden und wie Impftermine vereinbart werden können, führt nur zu Verunsicherung und stellt Krisenmanagement infrage. Die Menschen erwarten, dass sich die Länder auf ein bundesweit einheitliches Vorgehen verständigen, wann sie wo geimpft werden“, so Reinhardt. Die Entscheidung, zunächst vor allem alte Menschen in Pflege- und Wohneinrichtungen zu impfen, hält der...