News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Angesichts der aktuellen Corona-Lage und der nicht vorhersagbaren weiteren Entwicklung des Corona-Infektionsgeschehens hat sich der Vorstand der Bundesärztekammer nach eingehender Beratung am 11. März entschieden, den 124. Deutschen Ärztetag in einem zweitägigen Online-Format vom 4.-5. Mai 2021 durchzuführen.  Einen Schwerpunkt der Beratungen des Ärztetages werden die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie bilden. Mit Blick auf den kommenden Bundestagswahlkampf und die Prioritätensetzung der neuen Bundesregierung werden die 250 Abgeordneten des Deutschen Ärztetages eingehend diskutieren, welche Lehren aus der Pandemie gezogen werden müssen und welche konkreten Reformschritte für ein patientenorientiertes und krisenfestes Gesundheitswesen notwendig sind. Alle Ärztinnen und Ärzte sowie Vertreterinnen und Vertreter ärztlicher Organisationen können dem Plenum per Livestream folgen. Die Anmeldedaten werden...
Berlin - Angesichts des möglichen Impfstarts ab April in Arztpraxen hat sich Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt für eine Abkehr von der strikten Impfpriorisierung ausgesprochen. „Sobald wir ausreichend Impfstoff für alle haben, sollten Haus- und Fachärzte auch selbst über die Impfreihenfolge entscheiden dürfen. Sie wissen am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet sind“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post (10.03.2021). Zu viele Vorgaben und Prüfverfahren würden nur unnötig aufhalten. Das sollte unbedingt vermieden werden. Unterstellungen, Ärztinnen und Ärzte könnten ihnen gut bekannte Patienten bei den Impfungen bevorzugen, wies Reinhardt in einem Interview mit WeltTV (10.03.2021) scharf zurück. Priorisierungen je nach Gefährdung und Schweregrad einer Erkrankung gehörten zum ärztlichen Berufsalltag. Die Menschen könnten darauf vertrauen, dass ihr Arzt, beziehungsweise ihre Ärztin solche...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sieht die Haus- und Fachärzte in Deutschland gut gerüstet, um ihre Patienten gegen Corona zu impfen. Die Praxen hätten jahrzehntelang Erfahrungen mit den Grippeimpfungen gesammelt, die auch jeweils in kurzen Zeiträumen in großem Umfang erfolgten, betonte er gegenüber NDR Info (07.03.2021). Alles hänge nun davon ab, dass ausreichend Impfstoff geliefert werde. In den kommenden zwei bis drei Wochen seien die Kassenärztlichen Vereinigungen damit beschäftigt, die Verteilung an die Praxen zu organisieren. Die Entscheidung über die Impfreihenfolge können die Haus- und Fachärzte selbst treffen. Sie wüssten am besten, welche ihrer Patienten besonders gefährdet seien, so Reinhardt. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (07.03.2021) sprach sich BÄK-Präsident Reinhardt dafür aus, bei einer wachsenden Zahl von Geimpften und einem stabilen Rückgang an Neuinfektionen...
Berlin - Die Bundesärztekammer unterstützt grundsätzlich das Vorhaben der Bundesregierung, das Angebot an die Bevölkerung zu verstärken, sich kostenlos auf das SARS-CoV-2-Virus testen zu lassen. Zusammen mit einer zunehmenden Durchimpfungsrate sei die Weiterentwicklung der nationalen Teststrategie eine grundlegende Voraussetzung für stufenweise Öffnungen des aktuell geltenden Lockdowns, betont die BÄK in ihrer Stellungnahme zur Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV). Skeptisch sieht die Bundesärztekammer die geplante Limitierung der kostenlosen Schnelltests auf lediglich einen pro Woche und Bürger. Das werde kaum ausreichen, um die kommenden Öffnungsschritte mit der dafür notwendigen Sicherheit zu flankieren, so die BÄK. Gerade an Schulen und Kitas würden mindestens zwei Tests benötigt werden, um Betreuungsangebote...
Berlin - Die Zahl neuer beatmungspflichtiger COVID-19-Intensivpatienten sollte als zusätzlicher Faktor zur Steuerung der Pandemie-Maßnahmen herangezogen werden. Das fordert eine Expertengruppe des Ärztlichen Pandemierats der Bundesärztekammer (BÄK). Dieser Wert sei aufgrund der Meldepflicht an das DIVI-Intensivregister ein sehr zuverlässiger Parameter zur Beurteilung des Pandemiegeschehens, heißt es in dem Positionspapier "Weiteres Vorgehen zum Umgang mit dem epidemischen Geschehen - Empfehlungen aus ärztlicher Sicht". Nach dem Thesenpapier zu Teststrategien und dem Schutzkonzept für Alten- und Pflegeheime ist es das dritte Papier, dass das fächerübergreifend besetzte Expertengremium nun vorlegt. "Die aktuell verwendeten Parameter bergen zahlreiche Schwächen", kritisiert Prof. Dr. Manfred Dietel, Leiter der Arbeitsgruppe und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der BÄK. Kennzahlen wie der Inzidenzwert oder der R-Wert...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat das Vorhaben von Bund und Ländern begrüßt, die Angebote für Corona-Schnelltests zu erweitern und kostenfreie Tests in Praxen, Schulen und Kitas ermöglichen. Das werde „zu einer Erhöhung der Sicherheit" führen und sicherlich gut von den Menschen angenommen, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (05.03.2021) Das kostenlose Angebot sei der richtige Weg, um möglichst hohe Zahlen zu erreichen. „Ich bin sehr für das Freitesten, dass man also vor dem Besuch in Pflegeheimen, aber auch zum Beispiel in Restaurants einen Schnelltest macht und erst mit negativem Ergebnis hineinkommt", betont Reinhardt. Vor allem für Schulen und Kitas sollten aber mehr Tests zur Verfügung gestellt werden als bislang geplant: „Ein Schnelltest in der Woche für jedes Kind und für jeden Mitarbeiter erscheint mir zu wenig. Selbst bei Wechselunterricht sollte man wenigstens zwei Tests...
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt die Bundesregierung in ihrem Plan, Arztpraxen und Betriebsärzte in die Coronavirus-Impfstrategie einzubinden. „Aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses dieser Arztgruppen zu ihren Patienten und der Nähe zu deren Wohnort kann die Impfbereitschaft der Bevölkerung gegen die Covid-19-Erkrankung sicherlich erhöht werden“, betont die BÄK in ihrer aktuellen Stellungnahme zum Referentenentwurf einer Coronavirus-Impfverordnung. „Elementar“ sei dabei allerdings, „rechtzeitige Vorsorge“ für eine entsprechende logistische Unterstützung zu treffen. Die BÄK geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass die Praxen und Betriebsärzte ebenso wie bisher die Impfzentren und mobilen Teams mit Komplettpaketen aus Impfstoffdosen und Verbrauchsmaterial versorgt würden. Darüber hinaus mahnt die BÄK zum effizienten Einsatz der zur Verfügung stehenden Impfdosen. So weist sie in ihrer...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält den Beschluss von Bund und Ländern, jedem Bürger künftig einen  Schnelltest pro Woche kostenfrei anzubieten, für nicht ausreichend. „Lediglich ein kostenfreier Test pro Woche und Bürger wird kaum ausreichen, die kommenden Öffnungsschritte mit der dafür notwendigen Sicherheit zu flankieren“, sagte Reinhardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (04.03.2021). „Gerade an Schulen und Kitas brauchen wir mindestens zwei Tests, um Betreuungsangebote und Wechselunterricht für alle Altersstufen sicher anbieten zu können“, betonte der Ärztepräsident. Reinhardt kritisierte zudem, die Öffnungsschritte allein an die Infektionsrate zu koppeln. „Wir brauchen sehr viel ausdifferenziertere Kennzahlen zur Beurteilung der Infektionslage“, sagte er.  Dazu gehörten unter anderem die Zahl der belegten Intensivbetten, die Auslastung der Kliniken insgesamt, die Entwicklung des...
Berlin - Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat davor gewarnt, dass Corona-Selbsttests Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten. „Allen Menschen sollte klar sein, dass die Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme darstellen", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der dpa vor der Schaltkonferenz zur Corona-Lage an diesem Mittwoch in Berlin.
Berlin - Die Ergebnisse von Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht der Bundesärztekammer zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst werden. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen. Bislang werden in Deutschland nur die Ergebnisse der laborgebundenen PCR-Tests an das RKI gemeldet. Wegen der geringeren Empfindlichkeit müssen positive Schnelltest-Ergebnisse im Labor bestätigt werden, was Experten zufolge aber vermutlich nicht immer geschieht. (dpa)