News-Archiv

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Die Bundesärztekammer hält an ihrer Forderung fest, alle approbierten Ärztinnen und Ärzte an der bundesweiten Impfkampagne und somit an der Durchführung von Corona-Schutzimpfungen schnellstmöglich zu beteiligen. Ziel müsse es sein, zügig eine Durchimpfungsrate zum Schutz der Bevölkerung zu erreichen – vor allem angesichts der Gefahr, die von der Ausbreitung von (weiteren) SARS-CoV-2-Mutationen (B.1.1.17, B.1.617, P 1) ausgeht, betont die Bundesärztekammer (BÄK) in ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf einer Verordnung zur Änderung der Coronavirus-Impfverordnung.
Gemeinsame Pressemitteilung ... 27.04.2021

Bundesinitiative “Rauchfrei leben“ geht an den Start

Drogenbeauftragte: „Jetzt ist die beste Zeit zum Rauchausstieg!“ Zigarette, Pfeife oder Zigarre: In Deutschland sterben jedes Jahr rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind 6.000 mehr als noch 2015 – und 13,3 Prozent aller Todesfälle überhaupt. Ein zentrales Ziel der Gesundheitspolitik in Deutschland ist es, mehr Raucher:innen dazu zu motivieren, zu Nichtraucher:innen zu werden. Im Fokus der neuen Bundesinitiative „Rauchfrei leben“ der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und des Bundesministeriums für Gesundheit sowie der zentralen Akteure der nationalen Gesundheitsversorgung stehen die starken und langjährigen Raucher:innen.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat dem Vorstandsvorsitzenden des Weltärztebundes (World Medical Association, WMA), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, zur Wiederwahl gratuliert. Der WMA-Rat bestätigte Montgomery bei einer Online-Sitzung diese Woche für weitere zwei Jahre im Amt. „Die aktuelle Pandemie zeigt es deutlich: Gesundheit hält sich nicht an nationale Grenzen. Der Weltärztebund steht als Vertretung der Ärztinnen und Ärzte auf globaler Ebene vor enormen Herausforderungen. Die internationale Ärzteschaft braucht ein gemeinsames Engagement und eine enge Zusammenarbeit “, betont BÄK-Präsident Reinhardt.
Die Bundesärztekammer fordert eine gründlichere Erfassung der Infektionslage in Deutschland: „Wir brauchen endlich repräsentative Bevölkerungstests auf das Coronavirus, wie es sie zum Beispiel in Großbritannien schon lange gibt“, sagte Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (22.04.2021). Nur so ließen sich die Corona-Eindämmungsmaßnahmen auf eine valide wissenschaftliche Grundlage stellen. Wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Ansteckungsrisiko in den Schulen etwa seien nach wie vor nicht eindeutig.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält die sogenannte „Corona-Notbremse“ grundsätzlich für richtig, um eine Überlastung der Intensivstationen zu verhindern. „Ob es tatsächlich gelingt, die dritte Infektionswelle zu brechen, bleibt aber abzuwarten“, sagte er in einem Interview mit SWR Aktuell (21.04.2021). Kontaktreduzierungen könnten jedoch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten. Dabei gehe es vor allem darum, dass sich die Menschen daran halten, nicht in geschlossenen Räumen zusammenzukommen. Infektionsübertragungen im Freien seien selten.
Berlin – Am 4. und 5. Mai 2021 findet der 124. Deutsche Ärztetag als Online-Veranstaltung statt. Obgleich virtuell, handelt es sich dabei um die erste große Zusammenkunft der verfassten Ärzteschaft seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Nach der Eröffnung des Ärztetages mit einem Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel und unter Beteiligung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn werden sich die Abgeordneten in den Plenumssitzungen aktuellen gesundheits- und berufspolitischen Themen widmen. Insbesondere werden sie Erfahrungen aus der Corona-Pandemie austauschen und anhand dieser Kriterien und Reformvorschläge für ein krisen- und zukunftsfestes Gesundheitssystem in Deutschland beraten. Jenseits der Corona-Pandemie wird sich der Ärztetag die Zeit nehmen, die Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Februar 2020 zum assistierten Suizid zu erörtern. In einem weiteren...
Berlin - Für Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sind bundeseinheitliche Regeln für eine Corona-Notbremse „längst überfällig“. Allerdings sollten neben dem Inzidenzwert noch weitere Kriterien herangezogen werden, um diese Notbremse zu aktivieren, betonte er gegenüber der Rheinischen Post (20.04.2021). „Der Inzidenzwert allein sagt nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da Infektionen häufig ohne oder mit nur geringen Symptomen verlaufen.“ Hinzu komme die Dunkelziffer, die abhängig von der Art und Zahl der Tests, der Teststrategie und den Möglichkeiten zur Kontaktnachverfolgung variieren könne. Aus medizinischer Sicht müssten vielmehr weitere epidemiologische Daten berücksichtigt werden, bevor eine Entscheidung über eine Lockerung oder Verschärfung von Schutzmaßnahmen getroffen werden könne. Dazu zähle beispielsweise die Zahl der täglichen Neuaufnahmen von Corona-Intensivpatienten sowie die Anzahl...
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt das Vorhaben der Bundesregierung, eine bundesweit einheitliche Grundlage für Corona-Eindämmungsmaßnahmen in Deutschland zu schaffen. Ziel müsse es sein, die Intensivstationen in den Krankenhäusern schnellstmöglich zu entlasten und weitere Todesfälle unbedingt zu verhindern, betont die BÄK in ihrer Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf eines Vierten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite.   Kritisch sieht die Bundesärztekammer jedoch, die 7-Tages-Inzidenz als alleiniges Kriterium für die Aktivierung der sogenannten Notbremse heranzuziehen. „So sagt die Anzahl der SARS-CoV-2-Neuinfektionen nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da ein großer Teil der Getesteten oligo- oder asymptomatisch ist. Ferner existiert nach wie vor eine erhebliche Dunkelziffer, welche unter anderem je nach der Zahl und Art der Tests, der...
Berlin - Die geplante bundesweite Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie hält Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt grundsätzlich für richtig. „Das meiste davon ist sinnvoll und leider unerlässlich“, sagte er in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ (16.04.2021). Die Politik müsse aber den Menschen klar und verständlich sagen, welche Risiken die aktuelle Infektionslage berge und warum eine bundesweite Notbremse nötig sei. „Es reicht nicht, einfach nur Gesetze zu beschließen, man muss den Bürgerinnen und Bürgern auch die Gründe für die Entscheidungen darlegen“, so Reinhardt. Die Belastungsgrenze der Krankenhäuser sei aus seiner Sicht zwar noch nicht überschritten, aber viele Kliniken seien kurz davor. Das gelte sowohl für die normalen Stationen, besonders aber für die Intensivabteilungen. „Insgesamt bedeutet das für die Krankenhäuser, dass man wieder mehr und mehr andere Eingriffe und...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sieht die mit dem bisherigen Entwurf des Infektionsschutzgesetzes geplanten Regeln zur Ausgangssperre kritisch: „Ein besonders tiefer Einschnitt in die persönlichen Freiheitsrechte der Bürgerinnen und Bürger ist ohne Frage die mit der Notbremse vorgesehene Ausgangssperre“. Das sagte er gegenüber der Rheinischen Post (13.04.2021). Übertragungen im Freien seien nicht nur sehr selten. Sie führten in der Regel auch nicht zu Clusterinfektionen. „Nicht zuletzt aus psychosozialen Gründen sollten wir mit Augenmaß vorgehen und den Aufenthalt im Freien nicht ohne Not erschweren“, forderte Reinhardt. Ob eine Ausgangssperre sinnvoll und notwendig sei, hänge maßgeblich davon ab, ob sie riskante Zusammenkünfte der Menschen in Innenräumen verhindern könne. Abendspaziergänge oder auch Sport im Freien seien nach wissenschaftlichem Kenntnisstand keine Infektionstreiber. „Es kann...