News-Archiv

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Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält nach wie vor die Aufhebung der Impfpriorisierung für eine richtige Entscheidung, um die Impfkampagne deutlich zu beschleunigen – vorausgesetzt, es werde endlich genügend Impfstoffe beschafft. „Der Bedarf übersteigt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich. Wenn wir Termine verschieben müssen, weil Lieferungen ausbleiben, führt das zu Frust bei den Patienten. Und diesen Frust bekommt als Erstes das Praxispersonal zu spüren. Daran muss sich schnell etwas ändern», sagte er der Rheinischen Post (09.06.2021).
Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt ausdrücklich Konzepte für eine patientengerechte Reform der Notfallversorgung, die sich nach den Bedarfen und Bedürfnissen der Bevölkerung ausrichten. Maßgeblich dabei sei, die Menschen gezielt zu informieren, „an wen sie sich bei einem medizinischen Notfall oder einem akuten Behandlungsbedarf wenden können“, und klare und verständliche Strukturen zu schaffen, betont die BÄK in ihrer Stellungnahme zu Anträgen der Bundestagsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen und FDP zur Notfallversorgung aus den Jahren 2018 und 2019. Zu den Anträgen findet am 9. Juni eine Anhörung vor dem Gesundheitsausschuss des Bundestags statt.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich dafür ausgesprochen, dass die Impfung von Kindern ab zwölf Jahren vorerst eine individuelle Entscheidung bleiben sollte – vor allem, um sie etwa aufgrund von Vorerkrankungen zu schützen. Das sagte er im Gespräch mit RBB-Inforadio (02.06.2021). Mit Blick auf die leichten Krankheitsverläufe bei der Mehrheit von Kindern und Jugendlichen müsse der Nutzen einer Impfung gegen das Risiko bisher unbekannter Nebenwirkungen abgewogen werden.