News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

„Eine umfassende und prospektive Bewertung der epidemischen Lage in Deutschland ist nur möglich, wenn wir verschiedene Indikatoren in unterschiedlicher Gewichtung in die Analyse mit einbeziehen. Genauso falsch wie die bisherige Fokussierung auf die 7-Tage-Inzidenz wäre es, wenn künftig allein die Hospitalisierungs-Inzidenz als Maßstab für die Beurteilung der Pandemie herangezogen werden soll.“ So kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Änderungsantrages zur Anpassung des § 28a des Infektionsschutzgesetzes.
Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung braucht Interoperabilität. Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt deshalb das Vorhaben des Gesetzgebers, Interoperabilität im Gesundheitswesen zu fördern, um die Nutzenpotentiale der Digitalisierung auszuschöpfen. Für die Versorgung entstehen Mehrwerte durch Digitalisierung allerdings nur dann, wenn die eingesetzte Technik störungsfrei im Praxis- und Krankenhausalltag – sektoren- und einrichtungsübergreifend – funktioniert, erklärt die BÄK in ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf einer Gesundheits-IT-Interoperabilitäts-Governance-Verordnung (IOP Governance-Verordnung – GIGV).
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat eine engere Einbindung der Sportvereine und Religionsgemeinschaften in die Impfkampagne gefordert. „Wir sollten auch Sportvereine, Kulturvereine und die unterschiedlichen Glaubenseinrichtungen bei der Impfkampagne mit ins Boot holen", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (23.08.2021). Ausreichend Impfstoff, Personal und Logistik würden zur Verfügung stehen. „Jetzt sind kreative Ideen gefragt“, betonte er.
Die Einsatzmöglichkeiten von Systemen mit Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin sind vielfältig. Dabei hat KI das Potential, die Patientenversorgung zu verbessern; sie weckt aber auch Ängste, dass sie sich etwa negativ auf die Arzt-Patient-Beziehung auswirken könnte. Die Zentrale Ethikkommission (ZEKO) bei der Bundesärztekammer hat deshalb eine Stellungnahme zur „Entscheidungsunterstützung ärztlicher Tätigkeit durch Künstliche Intelligenz“ erarbeitet.
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sowie Expertinnen und Experten des Pandemierats der Bundesärztekammer unterstützen den vom Robert Koch-Institut empfohlenen bundesweiten Einsatz von sogenannten PCR-Lolli-Tests an Kitas und Schulen. „Um Wechselunterricht und Homeschooling bei steigenden Corona-Infektionszahlen zu vermeiden, sollten Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen häufiger und mit dem qualitativ besseren Analyseverfahren auf das Virus getestet werden“, sagte Reinhardt. Mit dem sogenannten PCR-Lolli-Test stehe ein sicheres und einfach anwendbares Testverfahren zur Verfügung. Es komme aber immer noch nicht flächendeckend zum Einsatz. „Notwendig sind deutschlandweit mindestens zwei PCR-Lolli-Tests und bestenfalls drei zusätzliche Antigen-Schnelltests pro Woche für Kinder bis 12 Jahren, für die bislang noch keine Impfmöglichkeiten zur Verfügung stehen“, forderte Reinhardt. Bei einem...
Zu dem heute vorgelegten Beschlussentwurf der STIKO für eine aktualisierte COVID-19-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Medizinische Wissenschaft muss unabhängig sein und bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) dem starken politischen Druck widerstanden und ihre Empfehlungen zu Corona-Schutzimpfungen bei Kindern und Jugendlichen nicht übereilt, sondern auf solider wissenschaftlicher Grundlage überarbeitet hat. Die STIKO hat sich die notwendige Zeit genommen, auf Basis aktueller Daten und Beobachtungen eine evidenzbasierte Neubewertung der Sachlage vorzunehmen. Damit hat sie das Vertrauen der Menschen in die wissenschaftliche Unabhängigkeit des Gremiums gestärkt. Vor allem aber gibt sie Jugendlichen und Eltern sowie Ärztinnen und Ärzten bei der Entscheidung über eine Corona-Schutzimpfung wichtige Hilfestellung und notwendige Orientierung....
Vor dem Treffen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten der Länder am heutigen Dienstag erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Mit steigender Impfquote in Deutschland und der zunehmenden Entkopplung von Inzidenz und Krankheitslast müssen Bund und Länder ihre Corona-Politik neu ausrichten. Notwendig ist eine Langfrist-Strategie, wie wir auf Dauer mit dem Virus koexistieren können. Wir können unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben nicht immer wieder aufs Neue stilllegen. Statt simpler Lockdown-Politik mit dem Holzhammer im Sinne bloßer Kontaktreduzierung brauchen wir zielgenauere und evidenzbasierte Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland."
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält Einschränkungen für Ungeimpfte für gerechtfertigt – allerdings nur, wenn eine Überlastung das Gesundheitswesens durch steigende Infektionszahlen und eine wachsende Zahl schwerer Krankheitsverläufe drohe. Maßgeblich müsse die Sicherstellung der stationären Versorgung von Covid-19-Erkrankten aber auch von anderen Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen sein. „Es darf nicht um Drohkulissen und Strafmaßnahmen für Impfunwillige gehen, sondern allein darum, eine erneute Dauerbelastung unseres Gesundheitswesens zu verhindern“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (08.08.2021).