News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Eine flächendeckende Einführung der G2-Regeln lehnt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt zum jetzigen Zeitpunkt ab: „Solche Maßnahmen lassen sich nur dann rechtfertigen, wenn die Sicherstellung der stationären Versorgung von Covid-19-Erkrankten wie auch von anderen Patientinnen und Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen akut gefährdet sein sollte“, sagte er der Rheinischen Post (17.09.2021). Es dürfe nicht um Drohkulissen und Strafmaßnahmen für Impfunwillige gehen. Entscheidend sei, eine erneute Dauerbelastung des Gesundheitswesens zu verhindern.
„Patientensicherheit geht uns alle an. Sie lässt sich nur gemeinsam gewährleisten.“ Das erklärte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des Welttags der Patientensicherheit am 17. September 2021, der in diesem Jahr unter dem Motto „Jetzt handeln für eine sichere und respektvolle Geburt“ steht. „Gerade in der Geburtshilfe zeigt sich exemplarisch, was Medizin grundsätzlich ausmacht: Jede Geburt ist ein besonderes, individuelles Erlebnis“, betonte Reinhardt. Das gelte für Mutter und Kind wie auch für das interprofessionelle Team, das Schwangerschaft und Geburt begleitet.
Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko überhaupt. Die Bedeutung der Tabakprävention steht außer Frage. Gemeinsam mit den Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitssystems haben sich die Drogenbeauftragte und das Bundesministerium für Gesundheit in diesem Jahr auch verstärkt darangemacht, langjährige Raucherinnen und Raucher für einen Rauchstopp zu gewinnen. Unterstützt wird die Initiative vom Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR), der Bundesärztekammer (BÄK), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), der Deutschen Krebshilfe, dem GKV-Spitzenverband, der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).
In der Debatte über strengere Maßnahmen für Ungeimpfte hat sich Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt erneut für ein zielgruppenspezifischere Aufklärung ausgesprochen. „Noch mehr Druck auf Nicht-Geimpfte auszuüben, wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen“, betonte er in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse (11.09.2021).
In eigener Sache 10.09.2021

Neue BÄKground-Beiträge veröffentlicht

Die Nachfrage für eine Substitutionsbehandlung Opioidabhängiger steigt, während die Zahl substituierender Ärztinnen und Ärzte sinkt. Immer mehr von ihnen gehen in den Ruhestand; der ärztliche Nachwuchs fehlt. Top-Thema der neuen Ausgabe von BÄKground ist deshalb die Initiative „Substitutionstherapie – Wege zurück ins Leben“ der Bundesdrogenbeauftragte, Daniela Ludwig, und der Bundesärztekammer. Die Initiative soll mehr junge Ärztinnen und Ärzte motivieren, sich in der Suchtmedizin zu engagieren.
Angesichts des drohenden Ärztemangels hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt von der nächsten Regierung die Einrichtung von mehr Medizin-Studienplätzen gefordert. „Eine Aufstockung der Studienplätze in der Humanmedizin ist dringend geboten, damit die Abgänge durch ausreichend ärztlichen Nachwuchs kompensiert werden können“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (08.09.2021).
Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert einen Neustart der Corona-Impfkampagne. „Die Impfquote ist in ganz Deutschland zu niedrig, insbesondere aber in den östlichen Bundesländern“, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur. Das sei mit Blick auf den Herbst und Winter bedenklich.
„Jedes Jahr sterben europaweit rund 33.000 Menschen an Infektionen, gegen die keine Antibiotika mehr helfen. Ein Grund für zunehmende Resistenzen ist der Einsatz von Antibiotika in der Mast- und Geflügelhaltung. Die Bundesärztekammer unterstützt deshalb ausdrücklich, dass die Europäische Union den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung mit der Tierarzneimittelverordnung begrenzen will. Die Pläne für die konkrete Umsetzung der Verordnung bieten aber zu viele Schlupflöcher und sind nicht geeignet, die menschliche Gesundheit vor resistenten Erregern zu schützen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor der Abstimmung des EU-Parlamentes über die geplante Umsetzung der EU-Tierarzneimittelverordnung Mitte September.
Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt hat sich erneut für unkonventionelle, niedrigschwellige Impfangebote ausgesprochen. „Entscheidend ist vor allem, dass wir in Deutschland die vier Millionen Menschen über 60 Jahre erreichen, die noch nicht geimpft sind. Denn diese Altersgruppe ist erheblich gefährdet“, sagte er in der „Aktuellen Stunde“ des WDR (05.09.2021). Aus diesem Grund halte er zum jetzigen Zeitpunkt auch sanften Druck auf Impfunwillige für sinnvoll. Zu viel Druck allerdings macht die Menschen misstrauisch und es werde mitunter das Gegenteil von dem erreicht, was beabsichtigt war.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich gegen Auffrischungsimpfungen ohne entsprechende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen: „Es spricht theoretisch einiges dafür, dass eine Auffrischungsimpfung für Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, mit einem geschwächten Immunsystem sowie für Hochbetagte sinnvoll sein kann“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (02.09.2021). Insgesamt fehlten noch aussagekräftige Studien, ob, wann und für wen eine Auffrischungsimpfung angezeigt sei.