News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Zu den jüngsten Interviewäußerungen des Vorstandsvorsitzenden des Weltärztebundes, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, zu Gerichtsentscheidungen über Corona-Eindämmungsmaßnahmen erklärt das Präsidium der Bundesärztekammer, BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sowie die BÄK-Vizepräsidenten Dr. Ellen Lundershausen und Dr. Günther Matheis: „Tragendes Prinzip unseres Rechtsstaates ist die Gewaltenteilung, insbesondere die Unabhängigkeit der Gerichte. Gerade in gesellschaftlichen Krisenzeiten wie diesen ist die Überprüfung exekutiver Maßnahmen auf ihre Verhältnismäßigkeit durch unabhängige Gerichte wichtiger denn je."
Grundsatz bei Allokationsentscheidungen im Falle eines Kapazitätenmangels muss immer sein, dass kein Menschenleben mehr wert ist als ein anderes. Dies hat die Bundesärztekammer (BÄK) bereits im Mai des vergangenen Jahres in einer Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte klargestellt. „Es verbieten sich Benachteiligungen aufgrund von zum Beispiel Alter, Geschlecht, Nationalität, Behinderung oder sozialem Status“, heißt es darin. Auch chronische Erkrankungen wie Demenz dürften nicht zu einem pauschalen Ausschluss von erforderlicher Behandlung führen. Vielmehr müssten die medizinische Indikation, der Patientenwille und die klinischen Erfolgsaussichten zentrale Kriterien für die Entscheidung angesichts knapper Ressourcen sein. Diese würden auch für die Entscheidung über die Fortführung einer Intensiv- oder Beatmungstherapie gelten.
Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die gestrigen Bund-Länder-Beschlüsse in einer ersten Reaktion begrüßt. Mit Blick auf die beschlossenen Kontaktbeschränkungen nach Weihnachten sagte er im Gespräch mit SWR Aktuell (22.12.2021): „Ich glaube, dass diese drei oder vier Tage Differenz keinen ganz wesentlichen Unterschied ausmachen." Die Menschen seien angesichts der Maßnahmen „eher müde“. Damit möglichst viele das „mitmachen“, müsse man auch Kompromisse eingehen, so Reinhardt weiter.
Zu der Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums, die flächendeckende Einführung des eRezepts auszusetzen, erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Es ist gut, dass das Bundesgesundheitsministerium die Warnungen der Leistungserbringerorganisationen in der gematik ernst nimmt und vor dem bundesweiten Rollout des eRezepts zunächst die Testphase fortsetzen und ausweiten will. Das eRezept verändert bestehende, eingespielte Arbeitsabläufe in Praxen und Kliniken. Ärztinnen und Ärzte werden dies nur akzeptieren können, wenn die neuen Prozesse sicher, störungsfrei und zügig ablaufen."
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich dafür ausgesprochen, dass der neue Krisenstab unter Führung von General Carsten Breuer die Verantwortung für den gesamten Prozess der Impfstoffbeschaffung von der Bestellung bis zur Auslieferung übernehmen sollte. Entscheidend sei nicht, was in den Bestellbüchern stehe, sondern was am Ende bei den Ärztinnen und Ärzten vor Ort ankomme, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (16.12.2021). Und das reiche im Moment nicht aus, um kurzfristig alle zu impfen, die es wollten.
Berlin - „Alle Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten mit großem Engagement daran, die Herausforderungen der Corona-Pandemie zu bewältigen. In der aktuellen Phase müssen die Kliniken weiter entlastet und möglichst viele Patienten im ambulanten Bereich versorgt werden. Dafür setzen sich neben den Ärztinnen und Ärzten auch die Medizinischen Fachangestellten (MFA) im besonderen Maße ein. Es ist deshalb richtig und angemessen, MFA den Beschäftigten in Krankenhäusern gleichzustellen und ihnen für ihr Engagement in der Coronakrise eine steuerfinanzierte Corona-Prämie in vergleichbarer Höhe zu zahlen“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Protestaktion von Medizinischen Fachangestellten heute vor dem Brandenburger Tor. Reinhardt wies darauf hin, dass viele Patientinnen und Patienten verunsichert seien und das persönliche Gespräch mit dem Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeitern suchten....
Berlin - Die für die Prüfung der Transplantationszentren in Deutschland zuständigen Kontrollgremien von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband ziehen in ihrem Tätigkeitsbericht 2020/2021 eine durchweg positive Bilanz ihrer Arbeit. Prüfgegenstand waren im Berichtszeitraum die Programme der Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationen der Jahre 2016 bis 2018. Aufgrund der verschärften Infektionsschutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie erfolgten die Prüfungen von insgesamt 45 Transplantationsprogrammen im Berichtszeitraum in einem schriftlichen Verfahren auf Grundlage von Krankenakten bzw. mittels eines Webkonferenz-Systems. Die jährliche Visitation der Vermittlungsstelle (Stiftung Eurotransplant) konnte vor Ort stattfinden sowie ergänzend im schriftlichen Verfahren. Die Prüfung der Koordinierungsstelle (Deutsche Stiftung Organtransplantation) erfolgte schriftlich....
Wissenschaftlicher Beirat ... 14.12.2021

Neu im Beiratsvorstand

Berlin - Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer hat in seiner 103. Plenarversammlung vom 11. Dezember 2021 Frau Prof. Dr. med. Sabine Kliesch, Chefärztin des Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie, Abteilung für Klinische und Operative Andrologie des Universitätsklinikums Münster, in den Beiratsvorstand gewählt. Sie vertritt seit Mai 2019 das Fachgebiet der Urologie und Andrologie im Wissenschaftlichen Beirat. Bedingt durch den Tod von Herrn Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg war die Position eines Beisitzers im Vorstand des Wissenschaftlichen Beirats vakant, so dass im Rahmen der laufenden, im Dezember 2022 endenden Amtsperiode eine Nachwahl notwendig geworden war. Neu im Beiratsvorstand ist auch Frau Dr. med. Ellen Lundershausen, Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen und Vizepräsidentin der Bundesärztekammer. Sie wurde vom Vorstand der Bundesärztekammer als weiteres Mitglied aus dessen Reihen...
Tag der Menschenrechte 10.12.2021

BÄK: „Gesundheit ist ein Menschenrecht“

Alle Bürgerinnen und Bürger haben ein Anrecht auf eine vorurteilsfreie Gesundheitsversorgung – unabhängig von der Art ihrer Erkrankung, ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft, ihrer Nationalität und ihrem Aufenthaltsstatus. Auf diese Kernaussage der ärztlichen Berufsordnung weist die Bundesärztekammer (BÄK) anlässlich des Tages der Menschenrechte hin. Die BÄK begrüßt ausdrücklich die Ankündigung der künftigen Bundesregierung im Koalitionsvertrag, für Menschen mit ungeklärtem Versicherungsstatus, wie insbesondere Wohnungslose, den Zugang zur Krankenversicherung und zur Versorgung im Sinne der Betroffenen klären zu wollen.
Die Bundesärztekammer hat die mit dem Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 geplante Impfnachweispflicht für Beschäftigte in Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Krankenhäuser sowie Reha-Einrichtungen begrüßt. „Dem Personal in den pflegerischen und medizinischen Gesundheitsberufen und den Fachkräften, die Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen betreuen, kommt eine besondere Verantwortung bezüglich des Schutzes vor der hochansteckenden Infektionskrankheit Covid-19 der ihnen anvertrauten Personen zu“, heißt es in der schriftlichen Stellungnahme der BÄK zu dem Gesetzentwurf.