News-Archiv

Hier finden Sie die News aus den letzten Jahren.

Berlin - Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat eine neue – vierte – Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Asthma veröffentlicht. Vertreter aus 25 Fachgesellschaften haben dazu Empfehlungen für die Diagnostik und Therapie des Asthmaanfalls im Kindes- und Erwachsenenalter erarbeitet. Ebenfalls neu formuliert wurden  Empfehlungen für die Kapitel Asthma in der Schwangerschaft, Asthma mit Arbeitsplatzbezug, Rehabilitation sowie für die komplementäre und alternative Therapie. Ziel der NVL Asthma ist es, die bestmögliche, sektorenübergreifende Versorgung von Patienten mit Asthma zu beschreiben. Das ÄZQ ist eine gemeinsame Einrichtung von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung. Die NVL Asthma ist kostenlos unter www.leitlinien.de abrufbar.
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die Forderung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach 5000 zusätzlichen Medizinstudienplätzen als ein „starkes Signal“ an die Bundesländer begrüßt. Nur wenn wir bei der ärztlichen Nachwuchsförderung schnell und entschlossen handeln, können wir verhindern, dass uns die in wenigen Jahren zu erwartende Ruhestandswelle unter Ärztinnen und Ärzten kalt erwischt“, sagte Reinhardt der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Reinhardt verwies auf aktuelle Zahlen der Ärztestatistik. Von allen berufstätigen Ärzten hätten acht Prozent bereits das 65. Lebensjahr vollendet. Weitere zwölf Prozent seien zwischen 60 und 65 Jahre alt. „Jeder fünfte berufstätige Arzt wird also bald aus dem Berufsleben ausscheiden“, sagte der BÄK-Präsident. „Wir müssen diese Ausfälle kompensieren, und das geht nur über ausreichend Studienplätze in der Humanmedizin.“ Die geforderten 5000 neuen Studienplätze...
Berlin - Der Vorstand der Bundesärztekammer hat am 20.08.2020 angesichts der SARS-CoV-2-Pandemie notwendige Änderungen des Statuts der Zentralen Kommission zur Wahrung ethischer Grundsätze in der Medizin und ihren Grenzgebieten (ZEKO) bei der Bundesärztekammer beschlossen und Regelungen zum Umgang mit möglichen Interessenkonflikten und Befangenheiten verabschiedet. In der geänderten Fassung des Statuts ist gemäß § 5 Abs. 3 insbesondere für den Fall des Vorliegens einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite geregelt, dass die Wahlen zum Vorstand auch im Wege der Briefwahl durchgeführt werden können, wenn es aufgrund schwerwiegender Gründe für einen längeren Zeitraum nicht möglich ist, eine Präsenzsitzung durchzuführen. Weiterhin wird gemäß § 6 Abs. 1 und § 8 Abs. 2 nunmehr die Möglichkeit zur Durchführung von Sitzungen unter Hinzuschaltung von Mitgliedern über Video- oder Webkonferenzsysteme oder als Sitzungen...
Berlin - Die Bundesärztekammer sieht die Entwicklung der gesetzlichen Vorgaben zu Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement kritisch. Der bürokratische Aufwand stehe in keinem Verhältnis mehr zum potenziellen Nutzen für die Patientenversorgung. Die immensen (Dokumentations-)Anforderungen hätten sich zu einem Selbstzweck entwickelt, bei dem der Fokus nicht auf dem eigentlichen Ziel der Qualitätsverbesserung liege, sondern vor allem auf der externen Kontrolle, heißt es in dem aktuellen Memorandum der BÄK „Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement 2020 aus ärztlicher Sicht – Mehrwert für die Patientenversorgung“. Die externe Qualitätssicherung habe einen Weg eingeschlagen, der dem Grundgedanken der Qualitätsförderung zuwiderlaufe. Sie verfehle damit ihr Ziel, zur Gewährleistung von Qualität und Sicherheit der Versorgung von Patientinnen und Patienten beizutragen. Die ohnehin knappen personellen Ressourcen in den Arztpraxen...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat davor gewarnt, dass die anstehende Grippesaison den Betrieb an Schulen und Kitas zusätzlich belasten könnte. „Es ist deshalb wichtig, dass möglichst viele Kinder gegen Influenza geimpft werden. Genauso wichtig ist aber auch der Schutz des Personals: Erzieher und Lehrer sollten so umfänglich wie möglich gegen Grippe geimpft werden. Nur so kann das gesamte System Schule geschützt werden“, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke-Medien-Gruppe (03.09.2020). Zudem könnte eine Grippeimpfung einen positiven Effekt auf das Corona-Risiko haben. „Jede Impfung ist ein Trainingsprogramm für das Immunsystem. Die Grippeschutzimpfung führt zwar nicht zu einer spezifischen Immunisierung gegen das Corona-Virus, kann aber das Immunsystem so stärken, dass eine Infektion harmloser verläuft“, sagte der BÄK-Präsident.
Reproduktionsmedizin 02.09.2020

Belastungen von Kinderwunschpaaren minimieren

Berlin - „Rasanter medizinisch-wissenschaftlicher Fortschritt auf der einen Seite und jahrelanger gesetzgeberischer Stillstand auf der anderen. Das ist das Spannungsfeld, in dem sich die Reproduktionsmedizin seit vielen Jahren bewegt. Es ist höchste Zeit, das 30 Jahre alte Embryonenschutzgesetz an die aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse anzupassen. Nur so lassen sich unnötige seelische Belastungen von Menschen mit Kinderwunsch vermeiden und gesundheitliche Risiken für werdende Mütter und ihre Kinder minimieren.“ Das sagte Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Vorstellung des Memorandums der BÄK „Dreierregel, Eizellspende und Embryonenspende im Fokus“. Reinhardt appellierte an den Gesetzgeber, die in dem Papier enthaltenen Regelungsvorschläge zur Grundlage für eine Überarbeitung des Embryonenschutzgesetzes spätestens in der nächsten Legislaturperiode zu machen.   ...
Berlin - Die Bundesärztekammer hat der medisign GmbH die Zulassung für die Ausgabe des elektronischen Heilberufsausweises der Generation 2 (eHBA G2) ausgesprochen. Damit haben nun alle vier Anbieter, die eine Zulassung beantragt haben, das Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Neben der medisign GmbH sind dies T-Systems, SHC Stolle & Heinz Consultants GmbH & Co.KG und D-Trust GmbH. Der elektronische Heilberufsausweis der zweiten Generation ist die persönliche Zugangskarte der Ärztinnen und Ärzte in die digitale Welt der Gesundheitsversorgung. Er besitzt alle notwendigen Funktionalitäten zur elektronischen Authentifizierung, Signatur und Verschlüsselung sowie zusätzlich eine kontaktlose Schnittstelle (NFC). Über die „qualifizierte elektronischen Signatur“ (QES) des HBA können Ärztinnen und Ärzte zum Beispiel elektronische Arztbriefe, elektronische Rezepte, digitale Laborüberweisungen oder Notfalldaten...
Berlin - Wie gut hat das Gesundheitswesen die Corona-Krise bisher gemeistert? Wie ist es für die Zukunft aufgestellt? Und was können wir aus der Krise lernen? Darum geht es in der aktuellen Ausgabe von „Sprechende Medizin“, dem Podcast mit Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. „Das Gesundheitssystem hat sich in der Corona-Pandemie bislang sehr gut geschlagen.“ So lautet die Zwischenbilanz des BÄK-Präsidenten knapp ein halbes Jahr nach Ausrufung der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass Deutschland in den vergangenen Jahren – vielen anderslautenden Forderungen zum Trotz – an einer starken ambulanten hausärztlichen und fachärztlichen Versorgung sowie einer flächendeckenden Krankenhausversorgung festgehalten hat. „Wenn wir die Sparvorschläge manches selbsternannten Experten umgesetzt hätten, wäre das vielleicht nicht so gewesen“, sagt Reinhardt in dem Podcast. ...
Bund-Länder-Konferenz 28.08.2020

Reinhardt: Föderalen Flickenteppich vermeiden

Berlin - „Dass die Bundesländer ihre Pandemiepolitik wenigsten in einigen Bereichen wieder stärker angleichen wollen, ist gut und richtig. Bei allem Verständnis für regionale Besonderheiten dürfen wir es mit unterschiedlichen Vorgaben nicht übertreiben. Sonst droht ein föderaler Flickenteppich, der die Menschen verwirrt.“ So kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt  im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur die aktuellen Bund-Länder-Beschlüsse zur Corona-Politik (28.09.2020).   Es trage auch nicht zur Akzeptanz der Präventionsmaßnahmen bei, dass sich Meldestrukturen und Quarantänebestimmungen der Gesundheitsämter teilweise sogar von Kommune zu Kommune unterschieden. „Wir brauchen bundesweit viel stärker aufeinander abgestimmte und konzertierte Entscheidungs- und Informationsstrukturen im öffentlichen Gesundheitsdienst.“ Außerdem müsse die Aufgabenverteilung klar geregelt werden. „Die Amtsärzte...
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt die im Referentenentwurf des Versorgungsverbesserungsgesetzes vorgesehene frühere Einbeziehung der Kinder- und Jugendmedizin in die pauschale Förderung für ländliche Krankenhäuser. Dem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums zufolge sollen Kinderkrankenhäuser und kinder- und jugendmedizinische Fachabteilungen bereits ab dem Jahr 2021 von den Fördermöglichkeiten profitieren können. „Angesichts der bestehenden Probleme und Herausforderungen bei der gesundheitlichen Versorgung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland bedarf es jedoch im nächsten Schritt eines umfassenden Versorgungs- und Finanzierungskonzeptes“, fordert die BÄK in einer Stellungnahme zu dem Gesetzesentwurf. Darüber hinaus seien auch entsprechende rechtliche Vorgaben notwendig, um Versorgungslücken zu schließen und eine flächendeckende Versorgung vorhalten zu können. Als „grundsätzlich positiv“ bewertet...