Niedersachsen16.09.2019

Niedersachsen: „Patientensicherheit hat für die niedersächsische Ärzteschaft höchste Priorität"

Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker begrüßt den erstmals begangenen Welttag der Patientensicherheit.

Hannover - Die niedersächsische Ärztekammer hat schon vor Jahren den Wert einer Sicherheitskultur erkannt und organisiert regelmäßig Fortbildungen und Veranstaltungen. Tagtäglich setzt das Gesundheitssystem weltweit Tausende Patienten einem Schadensrisiko aus oder schädigt sie unbeabsichtigt. Der von der Weltgesundheitsversammlung neu eingeführte Welttag der Patientensicherheit soll mit Veranstaltungen auf die globale Bedeutung des Themas aufmerksam machen. 

Für das Etablieren einer Sicherheitskultur und das systematische Lernen aus Fehlern ist der offene, sanktionsfreie Umgang mit Vorfällen die Voraussetzung. Das Motto des ersten Weltpatientensicherheitstags lautet deshalb „Speak up for patient safety“. Für dieses Motto engagiert sich auch die niedersächsische Ärzteschaft mit großer Motivation und persönlichem Engagement. Die Medizinische Hochschule Hannover hat jetzt zum Beispiel 200 Patientensicherheitsbeauftragte ernannt, andere Kliniken veranstalten einen Tag der offenen Tür, klären ihre Patienten an Infoständen zu patientensicherheitsrelevanten Themen auf oder bieten Mitarbeiterschulungen an.

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) hat die Tragweite des Themas Patientensicherheit schon vor rund 15 Jahren erkannt und regelmäßig tagende Gremien eingerichtet. Dieser Einsatz hat Ende 2013 außerdem dazu geführt, dass die ÄKN als erste Länderärztekammer einen Fachbereich Patientensicherheit im Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ) etablierte. Das Ergebnis sind regelmäßige Veranstaltungen der ÄKN rund um die Patientensicherheit.

„Es ist uns ein Anliegen, aus der Ärzteschaft heraus Instrumente zu entwickeln, die eine alle Versorgungsbereiche durchdringende Sicherheitskultur und eine positive Fehlerkultur unterstützen“, sagt Wenker. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den niedersächsischen Ärztinnen und Ärzten die Patientensicherheit weiterzuentwickeln.“

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