Sachsen-Anhalt19.12.2019

Sachsen-Anhalt: Echte Notfälle gehören in die Notaufnahme, ansonsten ärztlichen Bereitschaftsdienst nutzen unter 116117

Magdeburg - Besinnliche und ruhige Tage stehen an. Doch nicht so für Ärzte und medizinisches Personal in den Notaufnahmen und Notdienstpraxen des Landes. Da an den Weihnachtsfeiertagen und über den Jahreswechsel viele Arztpraxen geschlossen sind, kommt auf die Notdienste nun häufig bis doppelt so viel Arbeit zu. „In Notfällen muss niemand auf ärztliche Hilfe verzichten. Gerade am Jahresende werden unsere Notdienste überdurchschnittlich viel gefordert. Da ist es wichtig, dass nur Patienten mit Akutbeschwerden, also echte Notfälle, den Notarzt beanspruchen. Nur so können genügend Kapazitäten für diese akuten Notfälle vorgehalten werden“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. 

Um bei einer Erkrankung die richtige Hilfe zu bekommen, sollten Patienten daher zuerst den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Dieser ist in der Nacht, am Wochenende und an den Feiertagen unter der Rufnummer 116117 erreichbar. Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Atemstillstand, starken Blutungen, einem Unfall oder anderen schweren Verletzungen ist jedoch immer sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen.

In den Tagen nach Weihnachten haben viele Menschen u.a. mit erhöhten Blutdruck und Gallenbeschwerden zu kämpfen. Ebenso erfordern allergische Reaktionen einen Arztbesuch, hervorgerufen durch Inhaltsstoffe in den Weihnachtsleckereien. „Vor und zu den Feiertagen kann jeder Einzelne mit gesundheitsbewussten Verhalten einem Arztbesuch vorbeugen“, erklärt Kammerpräsidentin Heinemann-Meerz.
Neben den ernährungsbedingten Erkrankungen gehören jedoch auch immer wieder Brandwunden zu den Verletzungen, die die Wartezimmer füllen oder die Notdienststellen beschäftigen. „Der teilweise leichtsinnige und unsachgemäße Umgang mit Kerzen und Feuerwerkskörpern führt leider zahlreiche Patienten in unsere Wartezimmer“, so Dr. Simone Heinemann-Meerz. Deshalb rät sie zur besonderen Vorsicht beim Umgang mit dem Silvesterfeuerwerk.

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