Pressemitteilungen

Berlin - „In einer Gesellschaft des langen Lebens wächst die Zahl alter und hochbetagter Menschen kontinuierlich. Demenz ist damit eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Viele Demenzkranke sind auf Hilfe im Alltag und Pflege angewiesen. Wir brauchen deshalb größere Anstrengungen für eine bestmögliche Betreuung dieser Menschen, um ihnen zu einem möglichst langen selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft zu verhelfen“. Das sagte Dr. Max Kaplan, Vize-Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des morgigen Welt-Alzheimertages. „Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Demenzerkrankten sind Verfahren, die das Gedächtnis fördern und helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Ärztinnen und Ärzte können Verfahren anbieten, die Erinnerungen wecken oder geistige Fähigkeiten anregen. Auch körperliche  Aktivität  und  Musik können dazu beitragen, den geistigen Abbau etwas aufzuhalten und ein eigenständiges...
Arzneiverordnungs-Report 2018... 20.09.2018

Hochpreistrend bei Arzneimitteln verschärft sich

Berlin - Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) inklusive der Zuzah- lung der Versicherten lagen 2017 bei 39,9 Milliarden Euro, ein deutliches Plus von 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Hauptursache dieses Anstiegs sind die patentgeschützten Arzneimittel, auf die im vergangenen Jahr 18,5 Milliarden Euro des GKV-Arzneimittelmarktes entfielen. Damit hat sich ihr Umsatzanteil in den letzten 20 Jahren von 33 Prozent auf 45 Prozent erhöht“, sagt Prof. em. Dr. med. Ulrich Schwabe, Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports 2018. Jürgen Klauber, ebenfalls Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports und Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), bestätigt die deutliche Verschiebung der Arzneimittelausgaben hin zu Hochpreistherapien für häufig kleinere Patientengruppen. „Einige Krankheitsgruppen zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders...
Jens Spahn macht Tempo. Fast im Wochentakt legt der Bundesgesundheitsminister neue Gesetzentwürfe vor, zuletzt einen zur Reform der Organspende. Die gute Nachricht für die schwerkranken Patienten auf den Wartelisten: Spahn greift einige langjährige Forderungen der Ärzteschaft auf. So sieht sein Entwurf  verbindliche Freistellungsregeln und mehr Einfluss für die Transplantationsbeauftragten vor. Hinzu kommt eine bessere finanzielle Vergütung für die Entnahmekrankenhäuser. Per Zeitungsinterview stieß Spahn dann auch noch eine Diskussion um die Einführung der Widerspruchslösung an – auch darauf hatte die Ärzteschaft schon lange gedrungen. „Freudig überrascht“ zeigt sich daher BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery im Interview (S. 8). Licht und Schatten gibt es dagegen bei einer weiteren Gesetzesinitiative aus dem Hause Spahn, dem „Terminservice- und Versorgungsgesetz“. Schatten werfen unter anderem die geplante...
Berlin - „In der digitalen Welt müssen wir Patientensicherheit neu denken. Einfache Gesundheitsapps können eine gesunde Lebensführung unterstützen, aber auch großen Schaden anrichten. Daher brauchen wir ein bundeseinheitliches Gütesiegel für digitale Gesundheitsanwendungen.“ Das fordert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zum Tag der Patientensicherheit am 17. September 2018. Zudem regte er die Einführung standardisierter Verfahren zur Bewertung digitaler Anwendungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und medizinische Qualität an. „Wenn diese Bewertungen dann in einer Positivliste verständlich und transparent aufbereitet werden, sind wir beim Schutz der Patienten einen großen Schritt weiter“, sagte Montgomery. Denkbar sei auch die Etablierung von Testregionen, in der Entwickler ihre Produkte erproben können. Montgomery verwies in diesem Zusammenhang auf die enorme Bandbreite...
Berlin - Als ersten, kleinen Schritt auf dem Weg zu einer bedarfsgerechten Personalausstattung der Krankenhäuser bezeichnet die Bundesärztekammer (BÄK) den Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für Personaluntergrenzen. „Grundsätzlich“ begrüße die Ärzteschaft die Bemühungen „um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Patientensicherheit in den Krankenhäusern“, heißt es in einer Stellungnahme der BÄK. Die Überlastung des Personals stelle einen wesentlichen Risikofaktor in der Patientenversorgung dar. Der Deutsche Ärztetag habe daher wiederholt verbindliche Personaluntergrenzen gefordert. Allerdings sei die Begrenzung auf sogenannte pflegesensitive Bereiche nicht sinnvoll, gibt die BÄK zu bedenken. Sie fordert den Gesetzgeber dazu auf, die Personaluntergrenzen, wie bereits im Koalitionsvertrag angekündigt, auf alle Krankenhausbereiche auszuweiten. Zudem kritisiert die Bundesärztekammer die...
Berlin - Erfolgreiche Intervention der Bundesärztekammer: Die Entfernung von Tätowierungen mit Lasern oder vergleichbaren hochenergetischen Verfahren darf in Zukunft nur noch von qualifizierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden. Das sieht eine Verordnung vor, die das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat. „Im Sinne der Patientensicherheit ist das die einzig richtige Entscheidung. Hochleistungslaser sind kein Spielzeug. Sie gehören in die Hände von Ärztinnen und Ärzten“, kommentierte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, den Beschluss. Die ursprünglich in der Verordnung vorgesehene Möglichkeit, die Entfernung von Tätowierungen mit Lasern an Nicht-Ärztinnen und -Ärzte - also zum Beispiel Kosmetikerinnen - zu delegieren, wurde ersatzlos gestrichen. Der Gesetzgeber folgte damit der Argumentation der Ärzteschaft. Sie hatte in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass die...
Berlin - Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat vier Kurzinformationen auf den neuesten Stand gebracht. Alle Texte beruhen auf dem besten derzeit verfügbaren Wissen und werden nach einer strengen Methodik erstellt. Ärzte, Pflegekräfte und andere medizinische Fachleute können die neuen Kurzinformationen kostenlos herunterladen, ausdrucken, an Interessierte weitergeben oder im Wartebereich auslegen. Tuberkulose – auch hierzulande ein aktuelles Thema In Deutschland ist Tuberkulose dank guter Versorgung und Hygiene selten geworden. Aber auch hier sind jährlich über 4 000 Menschen betroffen. Grundlage der Patienteninformation ist die aktuelle S2k-Leitlinie "Tuberkulose im Erwachsenenalter". Mukoviszidose – was Eltern darüber wissen sollten In Deutschland sind etwa 8 000 Menschen von dieser seltenen Erkrankung betroffen. Die Stoffwechselkrankheit ist angeboren und bleibt lebenslang bestehen. Viele...
Berlin - „Der Entwurf ist eine gute Nachricht für die Menschen auf den Wartelisten. Es ist höchste Zeit, dass der Gesetzgeber endlich die strukturellen Hürden beseitigt, die für die niedrigen Organspendezahlen verantwortlich sind.“ So kommentiert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), den Entwurf für eine Organspendereform, den das Bundesministerium für Gesundheit vorgelegt hat. „Bisher blieben die Krankenhäuser häufig auf den Entnahmekosten sitzen. Daher ist es besonders wichtig, dass die Organentnahme in Zukunft ausreichend finanziert werden soll“, betonte Montgomery. Mit den neuen Vergütungsregeln greife der Gesetzgeber eine zentrale Forderung der Ärzteschaft auf. Ähnlich bewertet Montgomery die geplante Stärkung der Transplantationsbeauftragten. „Wir begrüßen die bundeseinheitliche Freistellungsregelung. Sie kann Transplantationsbeauftragten dabei helfen, sich voll auf ihre...
Resolution des Vorstandes der... 24.08.2018

Retter und Helfer vor Gewalt schützen

Berlin - Der Vorstand der Bundesärztekammer hat in seiner Sitzung am 23.08.2018 der Opfer des Angriffs auf eine Arztpraxis in Offenburg gedacht. Der Bundesärztekammer-Vorstand verurteilt die abscheuliche Tat scharf, bei der ein Arzt getötet und eine Praxismitarbeiterin verletzte wurde, und fordert in einer Resolution mehr Schutz für Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe: „Ärztinnen und Ärzte sind Retter und Helfer. Sie verdienen für ihre Arbeit Respekt, Unterstützung und vor allem Schutz vor jeglicher Form verbaler und körperlicher Gewalt. Die Bluttat von Offenburg ist der vorläufige traurige Höhepunkt einer Reihe von Angriffen auf Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe in den letzten Monaten und Jahren - sei es in Praxen, bei Hausbesuchen, bei Rettungseinsätzen oder in den Notfallambulanzen. Der Vorstand der Bundesärztekammer fordert: Der Gewalt gegen Ärzte ist vorzubeugen. Gewaltprävention...
Berlin - Die Bundesärztekammer sieht  in dem Referentenentwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) viele gute Ansätze aber auch einige No-Gos. Auch werden aus Sicht der BÄK manche wichtige Zukunftsthemen nicht angepackt. Unter dem Strich überwiegen aber die aus Sicht der Ärzteschaft positiven Vorhaben, wie aus der heute vorgelegten schriftlichen Stellungnahme der Bundesärztekammer zu dem Entwurf hervorgeht. Viele Neuregelungen tragen aus Sicht der Bundesärztekammer zu einer bedarfsgerechten und zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Gesundheitssystems und der Patientenversorgung bei. Insbesondere für die konsequente Umsetzung des von der Ärzteschaft geforderten Konzepts zur sektorenübergreifenden Akut- und Notfallversorgung würden wesentliche Weichen gestellt. So hebt die BÄK in ihrer Stellungnahme positiv hervor, dass die bisherigen Terminservicestellen zu einer neuen Servicestelle mit erweiterten...