Pressemitteilungen

Berlin - „Die Landesärztekammern sind gut für die nächste Ausbaustufe der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens gerüstet.Bundesweit können Ärztinnen und Ärzte den neuen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) über die Mitgliederportale ihrer Landesärztekammer, beziehungsweise über die Bezirksärztekammern bestellen.“ Das sagt Erik Bodendieck, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer (BÄK) und Co-Vorsitzender des Digitalisierungs-Ausschusses der BÄK. Um Anwendungen wie Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte, den eArztbrief, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und das E-Rezept nutzen zu können, brauchen Ärztinnen und Ärzte einen eHBA. Mit der Karte weisen diese gegenüber dem System nach, dass sie tatsächlich Ärztin bzw. Arzt sind. „Der eHBA ist der Türöffner für das digital vernetzte Gesundheitswesen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die neueste Generation des eHBA zu beantragen“,...
Berlin - Der Schutz von Risikogruppen muss in den kommenden Monaten im Fokus der Corona-Maßnahmen stehen. Das hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt im Interview mit dem Westfalen-Blatt (06.11.2020) bekräftigt. Er begrüßt die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste mit Schutzmasken auszustatten. „Eigentlich müsste jeder Arzt einem Patienten ab dem 60. Lebensjahr mit Vorerkrankungen FFP2-Masken verordnen können“, so Reinhardt. An der Verfügbarkeit sollte das nicht scheitern, denn es sei lange absehbar gewesen, dass die FFP2-Masken noch einmal wichtig werden würden. Ein weiteres wichtiges Instrument zur Pandemie-Bewältigung und zur Entlastung der Gesundheitsämter sei die Corona-Warn-App, deren Potential aber nicht ausgeschöpft werde. „Nur 60 Prozent der Personen, die positiv getestet werden, geben das Ergebnis in die Corona-App ein. Wenn es 100 Prozent täten,...
Berlin - Am 03.11.2020 trafen sich in Berlin die Tarifvertragsparteien der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte (AAA) und der Medizinischen Fachangestellten (Verband medizinischer Fachberufe e.V.) zur ersten Tarifrunde. Es wurden die Eckpunkte der Verhandlungen festgelegt sowie Forderungen der MFA-Vertreter*innen und Ange-bote der ärztlichen Seite ausgetauscht. Die Gespräche fanden in einer konstruktiven Atmosphäre statt. Beide Seiten erklärten, dass sie den Spagat zwischen der minimalen Steigerung der Vergütung im vertragsärztlichen Bereich und der Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Arztpraxen, die wichtig und unverzichtbar sind, bewältigen wollen. In der aufgrund der Covid-19-Pandemie aktuell schwierigen Situation herrscht bei beiden Tarifparteien große Enttäuschung und Unzufriedenheit über die oftmals mangelnde Anerkennung der engagierten Arbeit der Beschäftigten in der ambulanten...
Berlin -  Corona hält uns alle in Atem und Kontaktbeschränkungen allein sind noch kein Allheilmittel. Wie können Ältere und Angehörige von Risikogruppen sich am besten schützen? Warum ist es so wichtig wie nie, die Corona-Warn-App zu installieren? Warum brauchen wir dringend einen Pandemie-Beirat? Darüber und über vieles mehr sprechen BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt und Moderator Daniel Finger in der aktuellen Folge des Podcasts "Sprechende Medizin".
Corona-Pandemie 29.10.2020

Notbremse richtig und wichtig

Gemeinsames Statement von BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt sowie den BÄK-Vizepräsidentinnen Dr. Ellen Lundershausen und Dr. Heidrun Gitter zu den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz vom 28.10.2020: Berlin - „Die gestern von Bund und Ländern gefassten Beschlüsse zur Pandemiebekämpfung sind eine wichtige Notbremse, um den aktuell rasanten Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. In der Abwägung zwischen erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen einerseits und gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Aspekten andererseits sind die vorgesehenen Einschränkungen angemessen. Insbesondere ist die Offenhaltung von Kindertagesstätten und Schulen aus infektiologischer Sicht vertretbar und mit Blick auf die körperliche und mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dringend geboten. Bei der konkreten Umsetzung der Maßnahmen in den Bundesländern ist darauf zu achten, weitere gesundheitliche Schäden für die Bevölkerung...
Berlin – „In der Sendung „Markus Lanz“ hatte ich den wissenschaftlichen Evidenznachweis der Schutzwirkung von Mund-Nasen-Masken in Zweifel gezogen. Dies hat zu erheblichen Irritationen geführt, die ich sehr bedauere. Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes. Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird. Aus diesen Daten resultiert die klare Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die gemeinsame Erklärung „Alltagsmasken – sinnvoll zum Eigenschutz und zum Schutz von anderen“ der Präsidentinnen und Präsidenten der Landesärztekammern und Mitgliedern des Vorstands der Bundesärztekammer sowie von Präsidenten und Vorsitzenden medizinischer Fachgesellschaften und Organisationen. Meine Absicht war zu keinem Zeitpunkt, die Gefahren der...
Berlin – Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes. Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird. Trotz aller noch bestehender Unsicherheit resultiert aus den Daten aus Sicht der Unterzeichner die klare Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Präsidentinnen und Präsidenten der Landesärztekammern und Mitglieder des Vorstandes der Bundesärztekammer sowie die Präsidenten und Vorsitzenden der nachfolgenden Fachgesellschaften und Institutionen/Organisationen stellen ausdrücklich fest: Weder die Maßnahmen gegen die Pandemie noch die Pandemie selbst sollten bagatellisiert werden. Selbst wenn die statistische Gesamtsterblichkeitsrate vermutlich unter ein Prozent ist, sind die negativen Folgen durch die SARS-CoV2-Pandemie gravierend. Diese resultieren für die Bürgerinnen...
Berlin -  Auch vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens ist das deutsche Gesundheitswesen nach wie vor gut aufgestellt. Wir müssen allerdings sehr darauf achten, wie sich die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe bei Covid-19 entwickelt und jetzt die entsprechenden Schutzkonzepte für Menschen mit einem erhöhten Risiko anpassen. Das gilt insbesondere für die Orte, wo ältere Menschen zusammenleben, also beispielsweise in Seniorenheimen. Alle anderen älteren Menschen sollten im Umgang mit Anderen besondere Vorsicht walten lassen. Für Menschen mit erhöhtem Risiko kann das Tragen einer FFP2-Schutzmaske sehr sinnvoll sein. Wir plädieren deshalb dafür, Risikopatienten FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen. Für alle anderen Menschen gilt, dass in allen Situationen, in denen kein ausreichender Abstand gewahrt werden kann, zum Beispiel in geschlossenen Räumen oder im Öffentlichen Nahverkehr, das Tragen eines...
Berlin - Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen dürfe es keine Entwarnung geben. Gleichzeitig könne man den Menschen aber „nicht in einer Tour Angst machen“. Das hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt im Interview mit dem Deutschlandfunk (19.10.2020) klargestellt. „Ich glaube, dass diese Vorstellung, dass man dieses Virus ganz vertreiben kann, eine irrige ist. Wir müssen lernen, mit einer Zunahme der Infektionszahlen umzugehen und zu leben“, bekräftigte er. Momentan gebe es noch einen großen Überhang an Intensivkapazitäten, gleichzeitig sei die Zahl der schweren Verläufe überschaubar. Durch gestiegene Infektionszahlen werde es aber mit einer zeitlichen Verzögerung zu einer zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems kommen. Wichtig sei, auf die Einhaltung der bestehenden AHA-Regeln zu achten, die Menschen zum umsichtigen Feiern anzuhalten und diejenigen mit einem hohen Risiko für einen...
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die heute in Kraft getretende neue Nationale Teststrategie als „konsistent und vernünftig“ bezeichnet. Im Gespräch mit dem RBB-Inforadio (15.10.2020) begrüßte er, „dass regelhaft dort getestet wird, wo Menschen auf engem Raum zusammenleben oder aufgrund ihres Lebensalters oder einer Vorerkrankung besonders gefährdet sind“. Schnelltests in Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen flächendeckend einzuführen, sei ein pragmatischer Umgang mit der Pandemie, auch wenn die Schnelltests etwas weniger genau seien als die sehr viel zeitintensiveren PCR-Tests. Die Bundesärztekammer hatte die Weiterentwicklung der Coronavirus-Testverordnung auch in ihrer schriftlichen Stellungnahme an das Bundesgesundheitsministerium unterstützt. Dadurch würden Risikogruppen besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt. Kritisiert hatte die Bundesärztekammer jedoch die...