Pressemitteilungen

Berlin - Die gängigen Corona-Kennzahlen sollten auf den Prüfstand gestellt werden. Das hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem heutigen Bund-Länder-Treffen gegenüber der Funke-Mediengruppe gefordert (14.10.2020). Ziel müsse es sein, „zu einer viel differenzierteren Betrachtungsweise des Infektionsgeschehens“ zu kommen. Die Neuinfektionszahlen reichten nicht aus, um die Gefährdungslage der Bevölkerung insgesamt abzubilden. Sinnvoll und notwendig seien weitere Kriterien: das Verhältnis von positiven Testergebnissen zur Gesamtzahl der vorgenommenen Abstriche, die Zahl der tatsächlich Erkrankten unter den positiv Getesteten, die Unterscheidung nach Altersgruppen unter den Infizierten sowie die Relation von schweren Verläufen zur Kapazität an Intensivbetten, so Reinhardt. Darüber hinaus übte der BÄK-Präsident deutliche Kritik an den aktuell in verschiedenen Bundesländern geltenden Beherbergungsverboten....
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält es grundsätzlich für erforderlich, Vorgaben zur Corona-Prävention regional angepasst umzusetzen. „Die Verhältnisse in Westfalen auf dem Land sind nun einmal völlig anders als in Berlin Charlottenburg“, sagte er im Interview mit der Südwestpresse (09.10.2020). Die Vielfalt der Maßnahmen dürfe aber nicht aus dem Ruder laufen. Derzeit sorgen insbesondere unterschiedliche Beherbergungsregelungen der Bundesländer für den innerdeutschen Reiseverkehr für Verunsicherung. „Die Verantwortlichen sind in der Pflicht, sich immer wieder miteinander abzustimmen. Die Maßnahmen müssen zudem verständlich kommuniziert und die Gründe für regionale Abweichungen erläutert werden. Da gibt es noch viel Luft nach oben“, betonte der Bundesärztekammer-Präsident. Reinhardt bekräftigte, dass jeder Einzelne Verantwortung für die Eindämmung der Pandemie übernehmen müsse: „In der aktuellen...
BÄK-Podcast "Sprechende... 09.10.2020

Impfen - eine Erfolgsgeschichte

Berlin - Keine Errungenschaft der modernen Medizin steht so heftig in der Kritik wie die Impfung. Gerade im Internet verbreiten sich Fehlinformationen und Verschwörungstheorien darüber rasant. In der aktuellen Folge des Podcasts "Sprechende Medizin" geht es um die beispiellose Erfolgsgeschichte des Impfens und über viele Vorurteile dagegen. Und um einen Impfstoff, der sehnlich erwartet wird: Den gegen COVID-19. Noch steht er nicht zur Verfügung. Trotzdem hilft Impfen schon jetzt im Kampf gegen Corona, denn in diesen Tagen beginnt die Grippe-Saison. Jeder Einzelne kann in der Corona-Pandemie mit einer Grippeschutzimpfung dabei helfen, eine Überlastung der Arztpraxen zu vermeiden, sagt BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Jungen Menschen rät er insbesondere dann zur Grippeschutzimpfungen, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören, also beispielsweise unter Diabetes, Asthma oder einer Erkrankung des Immunsystems leiden....
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich für die konsequente Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen ausgesprochen. „Ich bin kein Freund übermäßiger Kontrollen. Aber wer unter Missachtung der Infektionsschutzauflagen rücksichtslos und im großen Stil Party macht, steigert die Wahrscheinlichkeit für weitere Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Miteinanders“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post (08.10.2020). In Pandemie-Zeiten müsse mit Umsicht und Rücksicht auf andere gefeiert werden. „Wenn die Einsicht in diese Notwendigkeit fehlt, müssen die Behörden nicht nur eingreifen, sie müssen konsequent durchgreifen“, so der BÄK-Präsident.
Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat gefordert, illegale Partys konsequent zu unterbinden und Verstöße gegen Infektionsschutzmaßnahmen zu ahnden. „Jeder trägt die Verantwortung dafür, einen erneuten Lockdown der Wirtschaft, Schulschließungen und andere Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens zu verhindern“, sagte Reinhardt im Interview mit der Passauer Neuen Presse (07.10.2020). Die Infektionsdynamik vom Frühjahr sei zwar noch längst nicht erreicht. Dennoch müssten die steigenden Infektionszahlen sehr ernst genommen werden. „Wenn wir Infektionscluster konsequent isolieren und Infektionsketten schnell unterbrechen, bleibt die Situation unter Kontrolle“, so Reinhardt. Reinhardt zufolge sollte jeder das eigene Verhalten kritisch hinterfragen: „Wenn wir an den richtigen Stellen Verzicht üben, bleiben uns sehr wahrscheinlich die wirklich schmerzhaften Einschränkungen erspart.“ ...
Gemeinsame Pressemitteilung ... 07.10.2020

Verbände aller Heilberufe unterstützen Corona-Warn-App

Berlin - Um eine Infektion mit dem Corona-Virus soweit wie möglich zu vermeiden, gilt die AHA-Regel – Abstand halten, Hygieneregeln und Alltagsmasken. Zusätzlich kann die Corona-Warn-App der Bundesregierung dazu beitragen, Infektionsketten schneller zu erkennen und zu unterbrechen. Die Verbände und Bundeskörperschaften der Ärzte, Zahnärzte und Apotheker ermutigen deshalb alle Bundesbürger mit einem kompatiblen Smartphone, diese kostenlose App zu nutzen. „Die App kann wertvolle Hinweise auf ein erhöhtes Infektionsrisiko liefern. Klar ist aber auch: Die Diagnose Covid-19 kann nur ein Arzt stellen“, sagt Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Bislang wurde die Corona-Warn-App rund 18 Millionen Mal heruntergeladen. „Mit der App wurde rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit eine wirksame Technologie zur Pandemie-Prävention geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, dass die App...
Berlin - Die Bundesärztekammer unterstützt grundsätzlich das Vorhaben des Gesetzgebers, die bereits geltende Coronavirus-Testverordnung weiterzuentwickeln. Dem Referentenentwurf zufolge sollen Beschäftigte, Bewohner und Besucher von beispielsweise Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheime sowie von Asylbewerber- oder Obdachlosenunterkünften künftig leichter auf eine Coronavirus-Infektion getestet werden können – selbst wenn noch keine Symptome für eine Infektion vorliegen. Aus Sicht der BÄK ist das ein wichtiger Schritt, um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen. Antigen-Schnelltests können dazu beitragen, Risikogruppen besser vor einer Ansteckung zu schützen. Infektionsausbrüche vor allem in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen sowie bestimmten Unterkünften könnten so leichter verhindert und Gegenmaßnahmen schneller ergriffen werden, betont die Bundesärztekammer in ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf. ...
Berlin - Zu den heute von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder beschlossenen Corona-Maßnahmen erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Auch wenn wir lokal handeln müssen, ist es doch wichtig, dass die Kanzlerin und die Regierungschefs der Länder nun zu einer nationalen Strategie gefunden haben. Das gibt den Menschen Orientierung und den Beschäftigten im Gesundheitswesen etwas mehr Planungssicherheit.  Für die kommenden Wochen und Monate wird entscheidend sein, dass wir in unseren Bemühungen um eine Eindämmung der Pandemie nicht nur gut, sondern auch schnell sind. Wir brauchen eine umfassende Teststrategie, die Tests da vorsieht, wo sie medizinisch sinnvoll sind und die vor allem die neuen Möglichkeiten der Corona-Schnelltests nutzt. Mehr denn je gilt es, Infektionsketten schnell zu unterbrechen und in der anstehenden Influenzasaison Grippesymptome von Covid19 zu...
Podcast "Sprechende Medizin" ... 25.09.2020

Patientengespräche - Wie Ärzte und Patienten sich verstehen

Berlin - Bei allen Errungenschaften der modernen Medizin und bei allem technologischen Fortschritt: Das Patientengespräch bleibt eine der wichtigsten und gleichzeitig herausforderndsten Aufgaben für Ärztinnen und Ärzte. Was macht ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch aus? Wie lange sollte es dauern? Und warum wäre es gerade für die Patienten wichtig, dass diese Form der ärztlichen Zuwendung endlich angemessen entlohnt wird? Über diese und viele weitere Fragen diskutiert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt mit Moderator Daniel Finger in der aktuellen Folge des BÄK-Podcasts „Sprechende Medizin“.
Berlin - „Mit der Corona-Pandemie sind Bedeutung und Akzeptanz der Telemedizin in Deutschland deutlich gestiegen. Das gilt auch und gerade für Videosprechstunden, die von Patientinnen und Patienten immer häufiger nachgefragt werden. Wir geben deshalb Ärztinnen und Ärzten Informationen an die Hand, wie sie diese Versorgungsangebote gut und sicher in ihre Praxisabläufe integrieren können.“ Das sagte Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Fernbehandlung der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich der Vorstellung einer Handreichung der BÄK für Ärztinnen und Ärzte zur Umsetzung von Videosprechstunden in der Praxis. Die Handreichung der Bundesärztekammer ist in acht Themenblöcke unterteilt, die einen kompakten und verständlichen Überblick über organisatorische, technische und rechtliche Aspekte der Fernbehandlung geben. Weiterführende Informationen, etwa zum Ablauf der Videosprechstunde, zu den technischen...