Pressemitteilungen

Berlin  – „Die Corona-Pandemie führt uns drastisch vor Augen, wie sehr unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben von einem gut funktionierenden Gesundheitswesen abhängt. In Deutschland verfügen wir über gut ausgestattete Krankenhäuser und eine leistungsstarke ambulante Versorgung. Diese Strukturen werden von hochmotivierten Ärztinnen und Ärzten, Medizinischen Fachangestellten, Pflegekräften und weiteren Gesundheitsberufen getragen. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass wir bisher gut durch diese Krise gekommen sind. Die Politik in Bund und Ländern sollte sich das vergegenwärtigen und der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung in unserem Gesundheitswesen künftig höchste Priorität beimessen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Vorstellung der aktuellen Ärztestatistik. Er betonte, die Beschäftigten im Gesundheitswesen seien systemrelevant, im Normalbetrieb und erst recht...
Berlin - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer einen neuen Leitfaden zum Thema Alkoholkonsum entwickelt. Der Leitfaden unterstützt Ärztinnen und Ärzte dabei, Gespräche zum Thema Alkohol mit Patientinnen und Patienten so zu führen, dass diese sich gut beraten fühlen. Dr. med. (I) Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, sagt: „Hausärztinnen und Hausärzte sind oft der erste Ansprechpartner für ihre Patienten. Sie können daher einen riskanten Alkoholkonsum frühzeitig erkennen. Hausärztliche Kurzinterventionen führen in vielen Fällen zu einer deutlichen Senkung des Alkoholkonsums.“
Berlin - "Den Kampf gegen Corona kann kein Forschungsinstitut und kein Pharmaunternehmen allein gewinnen. Weltweit vernetzen sich deshalb Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen und teilen ihr Wissen und ihre Daten zu Krankheitsverläufen, Therapiemöglichkeiten, Medikation und Impfstrategien. Dem Beispiel sollten auch die Zulassungsbehörden folgen und klinische Studienberichte zu allen COVID-19-Arzneimitteln und -Impfstoffen unmittelbar am Tag der Marktzulassung veröffentlichen." Das fordert Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Er unterstützt damit einen entsprechenden Appell des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG ) und der Cochrane Collaboration an die Europäische Arzneimittelagentur. Reinhardt betont, dass vollständige Transparenz über Methoden und Ergebnisse klinischer Studien zu Covid-19 die weitere Entwicklung von Wirkstoffen beschleunigen könnten. "Corona lässt...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Klaus Reinhardt, sieht Deutschland auf eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle gut vorbereitet. „Wir haben organisatorisch viel aus der ersten Welle gelernt. Wir können die Intensivkapazitäten jederzeit wieder hochfahren. Die Politik sorgt allmählich für ausreichend Schutzkleidung und Masken für das medizinische Personal. Sollte die Epidemie wirklich noch einmal aufflackern, wären wir besser gerüstet“, erklärte Reinhardt in einem Interview mit der Berliner Zeitung (6.5.2020). Er verwies außerdem auf das sehr gute Netz von Haus- und Fachärzten. Sie könnten Infektionen früh erkennen, Patienten angemessen behandeln und zum richtigen Zeitpunkt in Kliniken einweisen. In der aktuellen Debatte über eine mögliche Immunität nach durchgemachter Erkrankung mahnte Reinhardt zu Sachlichkeit. „Es widerspräche allen Erfahrungen mit Infektionserkrankungen, wenn sich eine...
Berlin - Mehr Personal, bessere Technik, ausreichende Finanzierung - das fordert die Bundesärztekammer (BÄK), um den Öffentlichen Gesundheitsdienst für seine mannigfaltigen Aufgaben bei der Eindämmung der Corona-Pandemie und für künftige Herausforderungen zu rüsten. Die jetzt vom Gesetzgeber vorgesehenen Maßnahmen reichten bei weitem nicht aus, um die seit vielen Jahren bestehende „chronische personelle Unterbesetzung“ in den Gesundheitsämtern zu beheben, heißt es einer Stellungnahme der BÄK zum Entwurf eines Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Die Ärzteschaft betont darin außerdem die wichtige Rolle der Medizinischen Fachangestellten (MFA) in der ambulanten Versorgung. Bedauerlicherweise sei dieser „systemrelevante Beruf“ aber bei den im aktuellen Gesetzentwurf für Gesundheitsfachberufe angestrebten Ausbildungs- und Prüfungs-Erleichterungen nicht...
Berlin - „Das Gesundheitssystem in Deutschland ist zum jetzigen Zeitpunkt weit von einer Überlastung durch die Corona-Pandemie entfernt. Dennoch müssen wir personell und strukturell auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet sein. Dazu gehört auch, Ärztinnen und Ärzten wichtige rechtliche und ethische Orientierungshilfen zu geben, wenn sie im Fall knapper Behandlungskapazitäten schwierige Entscheidungen über die Vergabe medizinischer Ressourcen treffen müssen.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Vorstellung einer Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte zur Allokation medizinischer Leistungen im Falle eines Kapazitätenmangels. Nach Überzeugung der Bundesärztekammer (BÄK) handeln Ärztinnen und Ärzte rechtmäßig, wenn sie in einer Situation existentieller Knappheit unter sorgfältiger Berücksichtigung der ärztlichen Berufsordnung und des aktuellen Standes der medizinischen...
Berlin - Alle Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiten mit großem Engagement daran, die Herausforderungen der Corona-Pandemie zu bewältigen. In der aktuellen Phase müssen die Kliniken weiter entlastet und möglichst viele Patienten im ambulanten Bereich versorgt werden. Dafür kommen in vielen Praxen neben den Ärzten auch die Medizinischen Fachangestellten (MFA) an ihre Belastungsgrenzen. „Ohne Medizinische Fachangestellte wäre die ambulante Versorgung nicht vorstellbar. Das gilt generell, aber in diesen Krisenzeiten in ganz besonderem Maße“, betonte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Aufgrund des gegenwärtig erhöhten Ansteckungsrisikos für Beschäftigte in Arztpraxen forderte Reinhardt die Politik auf, der Beschaffung von Schutzausrüstung weiter höchste Priorität einzuräumen. An Bund und Länder richtete der BÄK-Präsident die Forderung, einen Hilfsfonds für Ärzte und MFA einzurichten, die in Ausübung ihres...
Berlin - Warum kommt Deutschland bisher im Vergleich zu Ländern wie England, Italien oder Frankreich gut durch die Corona-Krise? Für Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, ist die fast flächendeckende hausärztliche Struktur ein entscheidender Grund dafür. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (26.04.2020) sagte Reinhardt: „Je besser chronisch Kranke in Normalzeiten behandelt werden, desto eher überstehen sie Infektionskrankheiten wie diese. Auch unser Umgang mit mehrfach erkrankten Hochbetagten ist vorbildlich.“ In anderen Ländern bleibe Ärzten oft nichts anderes übrig, als solche Patienten in Kliniken einzuweisen. Das sei zu bedenken, falls Praxen und Kliniken aufgrund des Patientenrückgangs trotz Rettungsschirm wirtschaftliche Hilfe benötigten.   Reinhardt begrüßte die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, die telefonische Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen...
Berlin - Viele wichtige Maßnahmen zur richtigen Zeit. Die Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf für ein zweites Bevölkerungsschutzgesetz in wesentlichen Teilen. Auch mit Blick auf vorangegangene Gesetzesinitiativen zur Bekämpfung der Corona-Krise hob die BÄK die Bereitschaft des Gesetzgebers hervor, innerhalb kürzester Zeit Regelungen zu schaffen, mit denen die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens sichergestellt werden kann. In dem vor wenigen Tagen vorgelegten Gesetzentwurf sind zahlreiche Regelungen enthalten, die das Ende März verabschiedete Bevölkerungsschutzgesetz ergänzen sollen. In die richtige Richtung geht aus Sicht der Ärzteschaft insbesondere die vorgesehene Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Wichtig sei vor allem die geplante Verbesserung der technischen Ausstattung der Gesundheitsämter sowie der flächendeckende Anschluss an das elektronische...
Berlin - Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Dr. Klaus Reinhardt, hat die schrittweise Öffnung der Schulen begrüßt. „Sie müssen sich aber gut vorbereiten, damit Schüler und Lehrer nicht unnötig gefährdet werden", betonte Reinhardt in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse (21.04.2020). Dazu seien Reinigungspläne anzupassen, es müsse ausreichend Seife für die Handhygiene vorhanden sein und die Abläufe müssten so organisiert sein, dass ausreichend Abstand gehalten werden kann. "Einfach nur zu fordern, dass die Schulen und Kitas geöffnet werden müssen, ist nicht genug." Zuvor hatte der BÄK-Präsident in einem Interview mit der Neuen Westfälischen (20.04.2020) dafür plädiert, Wiedereinstiegskonzepte auch für Schüler unterer Klassen und für Kita-Kinder zu entwickeln. Zwar könne man von älteren Kindern deutlich mehr Rücksicht erwarten, so Reinhardt. „Doch auch bei den kleineren Kindern, die ja noch nicht über...