Pressemitteilungen

Erfurt - Mit einem sechzig Sekunden langen Applaus hat der 121. Deutsche Ärztetag seine Solidarität mit den Mitarbeitern in den Pflegeberufen bekundet. „Die Mitarbeiter in der Pflege sind unsere wichtigsten Partner im Gesundheitssystem. Und sie haben die selben Probleme wie wir: zu viel Arbeit, zu wenige Kollegen, zu wenig Anerkennung. Das wollen wir ändern“, sagte Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer. Das Ärzteparlament beteiligte sich mit dem Applaus an der Aktion „1min.care“, die der Pflege die ihr gebührende gesellschaftliche Aufmerksamkeit geben soll.  Ziel ist es, mindestens 24 Stunden Applaus in einer Videodokumentation zu sammeln. Die Solidaritätsbekundung der Ärzteschaft wurde auf Video aufgezeichnet und auf dem Youtube-Kanal der Pflege-Initiative veröffentlicht. Zu 1min.care geht es hier: https://1min.care/
121. Deutscher Ärztetag ... 08.05.2018

121. Deutscher Ärztetag in Erfurt eröffnet

Erfurt - Mit Kritik in der Sache, aber auch mit einem klaren Bekenntnis zur konstruktiven Zusammenarbeit mit der Politik, hat heute Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery den 121. Deutschen Ärztetag in Erfurt eröffnet. Montgomery betonte die Bereitschaft der Ärzteschaft, bei den anstehenden Reformen Verantwortung zu übernehmen und reklamierte eine Beteiligung der Ärzteschaft an den vorgesehenen Expertenkommissionen zur Sektorenübergreifenden Versorgung sowie zu Gebührenordnungsfragen. „Wir brauchen hier die Expertise derjenigen, die im Gesundheitswesen tätig sind. Gemeinsam mit der Politik können wir viel bewegen“, sagte Montgomery in seiner Eröffnungsrede vor rund 1.000 Delegierten und Gästen des Ärztetages. Der Bundesärztekammer-Präsident begrüßte die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Personalsituation in der Pflege, insbesondere die vorgesehene Refinanzierung von...
Erfurt - Wie zufrieden sind junge Ärztinnen und Ärzte mit ihrem Beruf? Und welche Verbesserungen wünschen sie sich? Darum ging es bei der Dialogveranstaltung „Berufszufriedenheit junger Ärztinnen und Ärzte“ im Vorfeld des 121. Deutschen Ärztetags in Erfurt. Das Dialogforum der Bundesärztekammer und der Landesärztekammern fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Im Mittelpunkt standen die beruflichen Erfahrungen und Erwartungen der jungen Ärztegeneration. Im Video von der Veranstaltung erläutern junge Ärztinnen und Ärzte eindrucksvoll, wie diese aussehen und an welchen Stellen dringend nachgebessert werden muss. Außerdem im Video-Interview: Dr. Ellen Lunderhausen, Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen und Moderatorin des Dialogforums.
121. Deutscher Ärztetag... 04.05.2018

Für eine Woche wird Gesundheitspolitik in Erfurt gemacht

Berlin - Am 8. Mai 2018 beginnt der 121. Deutsche Ärztetag in Erfurt. Zu diesem Anlass kommen 250 ärztliche Abgeordnete aus ganz Deutschland für vier Tage in die Thüringische Landeshauptstadt, um gesundheitspolitische Impulse zu setzen und wichtige berufspolitische Themen zu beraten. Eröffnet wird der Deutsche Ärztetag am kommenden Dienstag in der Multifunktionsarena "Steigerwaldstadion", unter anderem im Beisein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sowie dem Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, Andreas Bausewein. Einen Schwerpunkt der Beratungen bilden die ersten gesetzgeberischen Initiativen der neuen Bundesregierung sowie weitere im Koalitionsvertrag von Union und SPD angekündigte gesundheitspolitische Maßnahmen. Daneben wird der Ärztetag weitere Fragen der gesundheitlichen Versorgung in den Blick nehmen. Dazu zählen die Möglichkeiten und Grenzen ausschließlicher...
Riga - Mit dem Verweis auf die ärztliche Pflicht, Leben zu bewahren und der Menschheit zu dienen, hat der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) auf seiner Sitzung in Riga nachdrücklich ein Verbot von Atomwaffen gefordert.In der  Resolution verweist der Weltärztebund auf die Ankündigung verschiedener Staaten, ihre atomaren Arsenale bewahren und modernisieren zu wollen sowie auf das Fehlen von Fortschritten beim Abbau von Atomwaffenbeständen. “Die Gefahr eines Einsatzes dieser Waffen wird so immer größer”, warnte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Mit der Unterstützung des Vertrages zum Verbot von Atomwaffen sieht sich der Weltärztebund im Einklang mit anderen Organisationen, wie dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond, der Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges, der Internationalen Kampagne zur Vernichtung von Atomwaffen und der Mehrheit der Mitgliedstaaten...
Internationaler Tag gegen... 24.04.2018

Henke: Über Folgen von Freizeitlärm aufklären

Berlin – „Obwohl lärmbedingte Hörstörungen vermeidbar sind, ist das öffentliche Bewusstsein hierfür noch viel zu gering.“ Das sagt Rudolf Henke, Vorsitzender des Ausschusses „Prävention und Bevölkerungsmedizin“ der Bundesärztekammer, zum Internationalen Tag des Lärms (25.04.2018). Der Tag steht unter dem Motto "Laut war gestern!". „Besonders Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden. Deshalb sollte schon in Kindertagesstätten und Schulen früh über die Konsequenzen von Freizeitlärm aufgeklärt werden“, fordert Henke.  Lautes Kinderspielzeug, Feuerwerkskörper, elektro-akustische Verstärkung von Musik könnten dem Gehör ebenso schaden wie auch Verkehrs- und Fluglärm. „Geringere Lärmbelästigung kann die Lebensqualität der Menschen steigern und die Krankheitslast in der Bevölkerung verringern.“ Ein Gehörschaden behindert in hohem Maße die zwischenmenschliche Kommunikation. Erworbene Hörstörungen können bereits bei...
„Wer sich impfen lässt, übernimmt nicht nur Verantwortung für sich, sondern für die gesamte Gesellschaft. Bei hohen Durchimpfungsraten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger regional und sogar weltweit zu eliminieren. Leider ist diese Botschaft noch immer nicht bei allen Bürgerinnen und Bürgern angekommen." Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery vor der Europäischen Impfwoche (23. bis 29.04.). Die Initiative steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Impfung ist ein individuelles Recht und eine gemeinsame Verantwortung“. Derzeit gehört Deutschland zu den Ländern, die wichtige globale Impfziele noch nicht erreicht haben.
Berlin - Die Bundesärztekammer (BÄK) hat sich entschieden gegen eine Aufhebung der Verordnung über Testmaßnahmen für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gewandt. Mit der vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Aufhebung soll unter anderem ein Beschluss der Gesellschafterversammlung der gematik vom 01.09.2017 legitimiert werden. Dieser hatte zum Inhalt, dass die Durchführung der Erprobung aller Hard- und Softwarekomponenten für die medizinischen Anwendungen der eGK in der Verantwortung der gematik durch eine eigenverantwortliche Testung in der Verantwortung der jeweiligen Konnektorhersteller abgelöst wird.  Als Gesellschafter der gematik hatten die Bundesärztekammer und die Bundesvereinigung der Apothekerverbände gegen den damaligen Beschluss gestimmt. In ihrer Stellungnahme warnt die BÄK vor Interoperabilitätsproblemen im Wirkbetrieb durch den Verzicht auf ein geplantes und koordiniertes...
Berlin - Auf zwei Seiten informiert das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) in der neu erschienenen Patienteninformation zur „Mastozytose“ über Auslöser, Anzeichen und Behandlungsmöglichkeiten dieser seltenen Erkrankung. Betroffene und Angehörige finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Krankheit. Mastzellen gehören zum körperlichen Abwehrsystem und entwickeln sich im Knochenmark. Befinden sich sehr viele oder veränderte Mastzellen in der Haut, im Knochenmark oder in anderen Organen, kann dies auf eine Mastzell-Erkrankung hinweisen – eine Mastozytose. Sie tritt in verschiedenen Formen auf. Bei Kindern äußert sich eine Mastozytose oft durch Hautbeteiligung (kutane Mastozytose). Innere Organe sind eher bei Erwachsenen betroffen (systemische Mastozytose). Auslöser wie beispielsweise Infekte, Insektenstiche, körperliche Anstrengung oder bestimmte Nahrungsmittel können...
„Für uns Ärzte ist es bedeutungslos, woher ein Mensch kommt. Wir behandeln alle Menschen, die in den Wartezimmern von Praxen und Kliniken sitzen, gleich. Deshalb können und wollen wir nicht hinnehmen, dass in Deutschland Menschen ohne Papiere aus Angst vor Abschiebung oder wegen eines fehlenden Versicherungsschutzes und ungeklärten Finanzierungsfragen gar nicht oder erst sehr spät einen Arzt aufsuchen. Krankheiten können sich verschlimmern oder sogar chronisch werden.“ Das sagte Dr. Ulrich Clever, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesärztekammer (BÄK), aus Anlass des Weltgesundheitstags am 7. April 2018. Er forderte, Geflüchteten unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status den Zugang zu einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Unter anderem sollten die Einschränkungen im Asylbewerberleistungsgesetz, nach denen bei Geflüchteten nur akute Erkrankungen, nicht aber chronische Beschwerden behandelt...