Pressemitteilungen

Berlin, 13.12.2013 Auf zwei Seiten klärt die Kurzinformation über Risikofaktoren und Anzeichen für Mundhöhlenkrebs auf. Interessierte finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps. Grundlage ist die Patientenleitlinie „Mundhöhlenkrebs“ des Leitlinienprogramms Onkologie. Mundhöhlenkrebs ist ein bösartiger Tumor, der von der Mundschleimhaut ausgeht. Jeder Bereich in der Mundhöhle kann betroffen sein. In Deutschland erkranken pro Jahr über 10 000 Menschen an Mundhöhlenkrebs. Veränderungen der Mundschleimhaut, zum Beispiel nicht heilende Wunden, können erste Hinweise darauf sein. Bestimmte Lebensgewohnheiten können zur Entstehung beitragen. Wer regelmäßig raucht und trinkt, hat ein 30-fach erhöhtes Risiko zu erkranken. Experten empfehlen deshalb, den Tabakkonsum aufzugeben und auf Alkoholkonsum weitgehend zu verzichten. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der...
Berlin, 04.12.2013 Die Steuerungsgruppe der Charta Palliativmedizin begrüßt, dass der Ausbau der Hospiz-und Palliativversorgung in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Die Bundesärztekammer, die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband hatten sich in einem gemeinsamen Schreiben an die Verhandlungsführer der Koalitionsarbeitsgruppen Gesundheit und Pflege sowie Familie, Frauen und Gleichstellung für die Stärkung der Rechte von Schwerstkranken und Sterbenden stark gemacht. Nun heißt es im Koalitionsvertrag: "Zu einer humanen Gesellschaft gehört das Sterben in Würde. Wir wollen die Hospize weiter unterstützen und die Versorgung mit Palliativmedizin ausbauen." Dieser Passus sei ein "wichtiges Signal für die vor uns liegende Arbeit in der kommenden Legislaturperiode", so die Steuerungsgruppe.Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, des Deutschen...
Berlin, 04.12.2013 Die Bundesärztekammer unterstützt die vom Marburger Bund initiierte Online-Petition „Rettet die Gewerkschaftsfreiheit – Kein Streikverbot per Gesetz“. Mit der Initiative sollen die künftigen Koalitionspartner aufgefordert werden, kein Gesetz auf den Weg zu bringen, das die Tarifeinheit („Ein Betrieb – ein Tarifvertrag“) erzwingt und damit die freie gewerkschaftliche Betätigung faktisch außer Kraft setzt. Der Marburger Bund hat sich selbst zum Ziel gesteckt, in sechs Monaten 50.000 Unterschriften zu sammeln. Union und SPD kündigen in ihrem Koalitionsvertrag eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit nach dem betriebsbezogenen Mehrheitsprinzip an, die auf Forderungen der Unternehmerverbände und des Deutschen Gewerkschaftsbundes zurückgeht.  Danach soll in einem Betrieb nur noch derjenige Tarifvertrag zur Anwendung kommen, an den die Mehrzahl der Gewerkschaftsmitglieder in diesem Betrieb gebunden ist....
Berlin, 03.12.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ein mögliches Verbot von Schöhnheitsoperationen bei Minderjährigen ohne medizinische Grundlage begrüßt und darüber hinaus europaweite Regelungen gefordert. Man dürfe nicht hinnehmen, dass die Schönheitsindustrie das Menschenbild definiere. "Eine medizinisch nicht notwendige Brust-OP als Geschenk zum Abitur oder Geburtstag – das sind fürchterliche Entwicklungen. Besonders Kinder und Jugendliche werden von der ständigen Sorge um das Aussehen in ihrer Stimmung und in ihrem Selbstwertgefühl beeinflusst. Die Unzufriedenheit und Verunsicherung in Bezug auf den eigenen Körper geht manchmal so weit, dass junge Menschen Schönheitsoperationen als einzigen Ausweg aus dem Unglücklichsein und als wirksame Befreiung von Komplexen betrachten", so die BÄK. Verbote allein würden aber nicht ausreichen. Dem unerträglichen Hype um den Schönheitskult müsse man eine nachhaltige...
Pressemitteilung der... 01.12.2013

Hilfe für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus

Berlin, 04.12.2013 Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus gehören in Deutschland zur gesellschaftlichen Realität. Die Zahl der Menschen ohne Papiere hierzulande  liegt Schätzungen zufolge noch immer zwischen 200.000 und 600.000. Oft gehen diese „Menschen ohne Papiere“ bei einer Erkrankung erst sehr  spät zum Arzt; aus Angst, entdeckt und abgeschoben zu werden. Nicht selten endet dies im medizinischen Notfall. Vor diesem Hintergrund hat die  Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Berlin und unter Mitwirkung des Büros für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin das  Faltblatt „Patientinnen und Patienten ohne legalen Aufenthaltsstatus in Krankenhaus und Praxis“ erstellt. Es soll Ärzten für die Behandlung von  Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus bezüglich der rechtlichen Situation und bei Fragen der Kostenerstattung eine Orientierungshilfe geben.  Das Faltblatt wurde redaktionell überarbeitet und...
Berlin, 16.11.2013 „Die gesundheitlichen Auswirkungen von E-Zigaretten sind noch völlig ungeklärt und sollten daher nicht verharmlost werden“, sagte Dr. Christoph von Ascheraden, Vorsitzender des Ausschusses Drogen und Sucht der Bundesärztekammer, zu einer entsprechenden Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm. Dieses hatte entschieden, dass die Werbeaussagen, dass eine E-Zigarette "mindestens 1.000mal weniger schädlich als eine Tabakzigarette ist" und als "einzigen Schadstoff Nikotin enthält" irreführend und damit unzulässig sind. Für die E-Zigarette gebe es bisher keine aussagekräftigen Untersuchungen zu den Langzeitfolgen ihrer Inhaltsstoffe auf die Gesundheit ihrer Konsumenten. Ob sie ein Potenzial in der Raucherentwöhnung hat, muss sich erst noch zeigen. Dazu müsste sie aber zunächst als Arzneimittel zugelassen und nur über Apotheken verkauft werden. Ärzte unterstützen Raucher bei der Raucherentwöhnung, viele...
Berlin, 13.11.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) haben eine Rahmenvereinbarung zu einer baldigen und umfassenden Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) unterzeichnet. Der gemeinsame Vorschlag soll dem federführenden Bundesgesundheitsministerium vorgelegt werden. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof Dr. Frank Ulrich Montgomery, und der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Uwe Laue, appellierten an die Koalitionsunterhändler von Union und SPD, die Novellierung der Gebührenordnung als prioritäres Vorhaben auf ihre gesundheitspolitische Agenda zu setzen. Mit der geschlossenen Rahmenvereinbarung hätten BÄK und PKV-Verband gezeigt, dass sie Willens und in der Lage sind, eine gemeinsame Lösung für die Neugestaltung der GOÄ zu entwickeln. Die Rahmenvereinbarung setzt die Eckpunkte für die Entwicklung dieses gemeinsamen Novellierungsvorschlages. In ihr sind...
Berlin, 12.11.2013 Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Sarkoidose – Was Sie darüber wissen sollten“ über Krankheitszeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) entwickelt im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Kurzinformationen für Patienten. In einem Kooperationsprojekt erstellt das ÄZQ gemeinsam mit der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e. V. zehn Kurzinformationen für Patienten zu ausgewählten seltenen Erkrankungen, um die Aufmerksamkeit für dieses Thema zu erhöhen. Die Sarkoidose ist eine Erkrankung des gesamten Körpers. Etwa vier von 10000 Menschen sind betroffen. Als Zeichen einer Entzündung bilden sich kleine Bindegewebsknötchen, sogenannte Granulome. Diese...
Berlin, 15.11.2013 Auch wenn die Mitschuld der Ärzte an den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte wissenschaftlich untersucht  wurde, ist die Rolle der Ärzteschaft im Dritten Reich bei weitem noch nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Deshalb verleihen die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nunmehr zum vierten Mal den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Forschungspreis für wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der Ärzte während der NS-Diktatur. Die Jury, die sich aus Vertretern des Zentralrats der Juden in Deutschland, des Bundesverbandes Jüdischer Ärzte und Psychologen in Deutschland, der BÄK und der KBV sowie einem vom BMG benannten Vertreter zusammensetzt, vergab zwei Hauptpreise und zwei Sonderpreise. Sie würdigte ausdrücklich die ausgezeichnete Qualität der eingereichten...
Berlin, 11.11.2013 Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, hat die Pläne von Union und SPD für eine Vier-Wochen-Frist bei der Vergabe von Facharztterminen kritisiert: „Analysen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigen, dass das Problem vermeidlich überlanger Wartezeiten in den Praxen geringer ist als es von manchen gemacht wird. Ein Patient, der wirklich schwer erkrankt ist, bekommt in der Regel über seinen Hausarzt schnell einen Termin bei einem Facharzt." Problematisch ist aus Sicht des BÄK-Präsidenten, Patienten, die innerhalb der vorgegebenen Frist keinen Facharzttermin erhalten, in Kliniken zu überweisen.  „Kann man wirklich die Kassenärztlichen Vereinigungen dafür bestrafen, dass sie den Ärztemangel verwalten? Kann man die Ärzte dafür bestrafen, dass sie volle Wartezimmer haben?“ Zudem wies er auf die angespannte Personalsituation in den Kliniken hin: „Fast 6000...

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