Pressemitteilungen

Berlin, 17.09.2013 Beim Deletionssyndrom 22q11 (DS 22q11) handelt es sich um eine Veränderung in den Erbanlagen. Etwa eines von 4000 Kindern ist davon betroffen. Es sind über 180 verschiedene Auffälligkeiten bekannt, aber bei jedem Betroffenen treffen jeweils nur einige zu. Häufige Anzeichen sind: angeborene Herzfehler, Gesichtsauffälligkeiten, Gaumenfehlbildungen, verzögerte Sprech- und Sprachentwicklung sowie psychiatrische Krankheiten. Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Deletionssyndrom 22q11 – Was bedeutet das für ein Kind?“ des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) über Krankheitszeichen, Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten. Patienten finden hier wichtige Fakten und praktische Tipps zum besseren Umgang mit der Erkrankung. Es ist wichtig, die Entwicklung der betroffenen Kinder frühzeitig zu fördern, unter anderem mit Logopädie, Krankengymnastik oder...
Berlin, 11.9.2013 Noch immer sterben in Deutschland zahlreiche Menschen einsam, mit Schmerzen und weiteren belastenden Symptomen, ohne ausreichende  hospizliche Betreuung und palliativmedizinische Versorgung. Dies soll sich durch die Umsetzung der in der „Charta zur Betreuung schwerstkranker  und sterbender Menschen in Deutschland“ (Charta) formulierten Ziele im Rahmen einer Nationalen Strategie ändern. „Das Ziel einer Nationalen Strategie ist, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens unabhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, seiner  jeweiligen persönlichen Lebenssituation oder seinem Lebens- bzw. Aufenthaltsort eine qualitativ hochwertige multiprofessionelle hospizliche und palliativmedizinische Versorgung und Begleitung erhält, wenn er diese benötigt“, so Prof. Dr. Friedemann Nauck, Präsident der Deutschen  Gesellschaft für Palliativmedizin. „Für eine systematische Umsetzung der in der Charta formulierten Ziele...
Berlin, 09.09.2013 Die bessere medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung stand im Fokus der Veranstaltung „Barrieren abbauen“ am Montag in Berlin. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hatten den Erfahrungsaustausch angeregt und dazu Betroffene und Experten eingeladen. Barrierefreiheit bedeutet nicht nur an Rampen und Fahrstühle zu denken, sondern allen Menschen einen leichten Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen. Unter den 9,6 Millionen Menschen mit Behinderung sind auch Patienten mit Sehbehinderung, Hörschädigung oder geistiger Behinderung. Für sie ist es wichtig, sich in Krankenhäusern und Arztpraxen einfach zurechtzufinden. Dabei hilft es schon, sich klar und deutlich gegenüber Patienten mit Behinderung auszudrücken oder gut sichtbare Schilder anzubringen. „Mit...
Berlin, 04.09.2013 Die Vor-Ort-Prüfungen aller 24 Lebertransplantationsprogramme in Deutschland durch die Prüfungskommission und die Überwachungskommission  von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband sind abgeschlossen. In vier Transplantationszentren wurden schwerwiegende Richtlinienverstöße unterschiedlicher Ausprägung festgestellt. In zwanzig Transplantationszentren wurden keine Richtlinienverstöße, beziehungsweise nur solche Richtlinienverstöße festgestellt, bei denen sich aufgrund der Umstände des Einzelfalls oder der geringen Anzahl kein Verdacht auf systematische oder bewusste Falschangaben zur Bevorzugung bestimmter Patienten ergab.  Darauf verwiesen  die Kommissionsvorsitzenden, Anne-Gret Rinder,  Vorsitzende Richterin am Kammergericht i. R., und Prof. Dr. Dr. Hans Lippert, heute in Berlin. Die Ergebnisse wurden zusammen mit dem Kommissionsbericht 2012/2013 der...
Berlin, 02.09.2013 Die von den Oppositionsparteien geforderte Bürgerversicherung sei keine nebenwirkungsfreie Wunderpille, sondern eine Radikaltherapie am deutschen Gesundheitswesen. Davor warnt Dr. Bernhard Rochell, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer (BÄK), im aktuellen Deutschen Ärzteblatt Heft 110(35-36). „Auf den Punkt gebracht soll der in der Frage einer nachhaltigen Finanzperspektive kränkelnden gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu deren finanzieller Entlastung die private Krankenversicherung (PKV) einverleibt werden.“ Begehrliche Blicke richteten sich dabei insbesondere auf die bestehenden Alterungsrückstellungen der privat  Versicherten. „Da gäbe es derzeit etwa 180 Milliarden Euro zu holen. Auf der Seite des Versicherungsschutzes bedeutet die Bürgerversicherung schlicht GKV für alle.“ Rochell kommt auf Grundlage zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen zum Bürgerversicherungskonzept zu dem...
Berlin, 02.09.2013 Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ihre Forderung nach eine Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) bekräftigt.  „Die BÄK hat ihre Aufgabe erfüllt. Es ist nun an den übrigen Beteiligten, vor allem der privaten Krankenversicherung (PKV), aber auch der Politik und hier dem verantwortlichen Bundesgesundheitsministerium, die Chance zur Realisierung der Novelle auf der Basis des GOÄ-Entwurfs der Bundesärztekammer zu nutzen." Dies forderten  BÄK-Präsident  Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, BÄK-Vorstandsmitglied Dr. Theodor Windhorst und der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Dr. Bernhard Rochell, in einem Gastbeitrag im Deutschen Ärzteblatt. Die Neubeschreibung des gesamten ärztlichen Leistungsspektrums in Klinik und Praxis sei fertiggestellt. Damit habe die Bundesärztekammer - unterstützt von Fachverbänden und Experten – die Basis für die lange überfällige GOÄ-Reform gelegt. Die mehrfach...
Berlin, 02.09.2013 Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat sich grundsätzlich zufrieden mit der Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Bundesregierung gezeigt. „Die gesundheitspolitische Bilanz dieser Bundesregierung fällt nicht schlecht aus“, sagte er gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt 110(35-36). Mit dem GKV-Finanzierungsgesetz und dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz sei es der Koalition gelungen, Finanzsicherheit für eine ganze Legislaturperiode zu schaffen. Dennoch betonte Montgomery mit Blick auf die nächste Legislaturperiode: „Reformbaustellen gibt es viele“. Der BÄK-Präsident bekräftigte seine Forderung nach einer Reform des Krankenversicherungssystems. „Die Bundesärztekammer hat eine Reformskizze vorgelegt, in der die Ärzteschaft für eine Fortentwicklung des Krankenversicherungssystems auf Grundlage der Dualität von gesetzlicher und privater Krankenversicherung plädiert.“ Ganz oben...
Berlin, 27.08.2013 Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery hat die SPD scharf für die geplante Verweigerung  des Präventionsgesetzes kritisiert. "Die angekündigte SPD-Ablehnung im Bundesrat ist ein pures Wahlkampfmanöver", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" (27.08.2013). „Das Präventionsgesetz zur Vorbeugung gegen Krankheiten hat einige Ecken und Kanten. Aber das allein darf kein Grund für die SPD sein, es abzulehnen.“ Werde das Präventionsgesetz jetzt abgelehnt, beginne der komplette Gesetzgebungsprozess von vorne. „Es dauert dann mindestens ein Jahr, bis wir ein neues Präventionsgesetz haben“, so Montgomery. Mit der Ablehnung des Präventionsgesetzes würden auch Maßnahmen gegen Ärztekorruption blockiert. Die SPD habe viel vehementer als andere Parteien eine schärfere Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen gefordert, sagt Montgomery. "Ich frage mich, warum sie diese jetzt...
Berlin, 22.08.2013 Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK) Patienteninformationen zum Themenbereich Medikation in sechs Sprachen übersetzen lassen. Sie sollen das Gespräch mit dem Arzt unterstützen, wenn Patienten nur wenig Deutsch können. Die Informationen vermitteln wichtige Empfehlungen und geben Tipps für die richtige und sichere Anwendung von Medikamenten. Grundlage bilden aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse und Empfehlungen für Patienten von Patienten sowie ein Fallbericht aus dem Bericht- und Lernsystem „Netzwerk CIRS-Berlin“. Ab sofort finden Patienten Antworten auf Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Türkisch in den Kurzinformationen     „Antibiotika – was Sie wissen sollten“, „Antibiotika – was sind Resistenzen?“ und „Medikamente sicher einnehmen” unter...
Berlin, 16.08.2013 Am kommenden Montag beginnt vor dem Landgericht Göttingen der Prozess gegen einen ehemaligen Oberarzt der Universitätsklinik Göttingen wegen des Verdachts der Manipulation der Warteliste zur Organtransplantation. „Das Landgericht Göttingen betritt mit dem anstehenden Strafprozess gegen den Transplantationsmediziner juristisches Neuland“, kommentiert Prof. Dr. Ruth Rissing-van Saan, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof i.R. und Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin bei der BÄK, das anstehende Verfahren in Göttingen im Deutschen Ärzteblatt. „Wenn das Gericht es als bewiesen ansehen würde, dass Daten absichtlich manipuliert wurden mit dem Ziel, eigene Patienten auf der Warteliste für eine Leber nach vorn rücken zu lassen, wird die Kammer entscheiden müssen, ob dies im Sinne der Anklage als versuchter Totschlag zu werten ist, weil andere Wartepatienten in einer lebensbedrohlichen...