Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Fri, 22 Nov 2019 04:58:02 +0100 Fri, 22 Nov 2019 04:58:02 +0100 TYPO3 EXT:news news-2307 Thu, 21 Nov 2019 12:40:26 +0100 Schulterschluss der beiden größten Berufsgruppen im Schleswig-Holsteinischen Gesundheitswesen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/schulterschluss-der-beiden-groessten-berufsgruppen-im-schleswig-holsteinischen-gesundheitswesen/  

Bad Segeberg/Neumünster – Erstmals haben die Ärztekammer (ÄKSH) und die im April 2018 neu errichtete Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein (PBKSH) eine gemeinsame Vorstandssitzung abgehalten. „Pflegefachpersonen arbeiten mit Ärztinnen und ...

 

Bad Segeberg/Neumünster – Erstmals haben die Ärztekammer (ÄKSH) und die im April 2018 neu errichtete Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein (PBKSH) eine gemeinsame Vorstandssitzung abgehalten. „Pflegefachpersonen arbeiten mit Ärztinnen und Ärzten Hand in Hand. Wir benötigen dringend einen Schulterschluss, wenn es darum geht, fachliche Notwendigkeiten gegen wirtschaftlichen Druck zu verteidigen“, sagte Patricia Drube, Präsidentin der PBKSH, bei dem Treffen in Neumünster. Mit den Worten

„Gesundheitsversorgung ist eine Teamleistung und die anstehenden Herausforderungen sind nur in Kooperation zu meistern“, begrüßte auch Dr. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH, den damit aufgenommenen Dialog der beiden größten Berufsgruppen im Gesundheitswesen.

Vorurteile abbauen

„Wir haben uns lange demokratisch legitimierte und damit mandatierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in der Pflege gewünscht, um wirksame Versorgungsmodelle für die Zukunft im Idealfall gemeinsam entwickeln und verbindlich verhandeln zu können. Deswegen unterstützt die Ärztekammer den Aufbau der Pflegeberufekammer ausdrücklich“, verdeutlichte Herrmann seine Haltung gegenüber der PBKSH. Gemeinsames Ziel sei es, Vorurteile und Vorbehalte abzubauen. „Je mehr wir uns auf Augenhöhe begegnen, desto größer sind die Erfolgsaussichten, Veränderungen auch herbeiführen zu können“, erklärte Dr. Sabine Reinhold, Chirurgin in Kiel und Vorstandsmitglied der ÄKSH. Aus dem Gespräch ging auch hervor, dass weitere Berufsgruppen, die in der unmittelbaren Patientenversorgung tätig sind, in die Gesprächsrunden einbezogen werden müssen.

Gemeinsam handeln

„Eine besondere Bedeutung kommt den gemeinsamen Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu“, betonte Marco Sander, Vorstandsmitglied der PBKSH und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Lübeck, der Studiengangkoordinator des dualen Bachelorstudiengangs „Pflege“ ist. „Hier würden wir gerne zusammen mit der Ärztekammer interprofessionelle Angebote etablieren.“ Die ÄKSH hat bereits gute Erfahrung mit Fortbildungen für Praxisteams mit Ärzten und medizinischen Fachangestellten gemacht. Um die Zusammenarbeit künftig weiter auszubauen und zu verstetigen, sollen künftig einmal im Jahr eine gemeinsame Klausurtagung sowie eine gemeinsame Vorstandssitzung stattfinden.

Potenziale nutzen

Ein aktuelles Problem, dass beide Berufsgruppen gleichermaßen betrifft, sehen die beiden Vorstände in der zunehmenden Aggressivität gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitseinrichtungen. Entsprechende An- und Übergriffe werden immer wieder in den Medien thematisiert; zuletzt im Rahmen höherer Strafen bei Angriffen in Notaufnahmen. Gewalt gegenüber dem Krankenhauspersonal aller Berufsgruppen oder gegenüber Notärzten und Rettungssanitätern sowie Polizisten und Feuerwehrleuten muss bestraft werden.

Ärzte und Pflegefachpersonen stellen allein in Schleswig-Holsteins Krankenhäusern mehr als 60 Prozent des gesamten Personals*. Eine starke Allianz besitzt großes politisches Gewicht und birgt Potenzial für die schleswig-holsteinische Versorgungslandschaft. Ein Anfang ist gemacht.

*statistisches Jahrbuch Schleswig-Holstein 2018/19

www.aeksh.de

 

 

 

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news-2306 Wed, 20 Nov 2019 15:14:29 +0100 Hessen: Ankündigung der 6. ordentlichen Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen am 23. November 2019 https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-ankuendigung-der-6-ordentlichen-delegiertenversammlung-der-landesaerztekammer-hessen-am-23-n/  

Frankfurt - Am Samstag, den 23. November 2019, findet die 6. ordentliche Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH), 16. Wahlperiode 2018 – 2023, im Bildungszentrum der Ärztekammer in Bad Nauheim statt. ...

 

Frankfurt - Am Samstag, den 23. November 2019, findet die 6. ordentliche Delegiertenversammlung der Landesärztekammer Hessen (LÄKH), 16. Wahlperiode 2018 – 2023, im Bildungszentrum der Ärztekammer in Bad Nauheim statt.

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich; Mitglieder der Landesärztekammer Hessen können teilnehmen. Wir werden Sie per Pressemitteilung über wichtige Themen informieren.

www.laekh.de

 

 

 

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news-2305 Wed, 20 Nov 2019 14:22:45 +0100 Berlin: Ärztekammer Berlin trauert um Fritz von Weizsäcker https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/berlin-aerztekammer-berlin-trauert-um-fritz-von-weizsaecker/  

Berlin - Mit Entsetzen und Trauer hat die Ärztekammer Berlin den gewaltsamen Tod von Professor Dr. med. Fritz von Weizsäcker zur Kenntnis genommen. „Wir sind bestürzt über diese furchtbare Tat und trauern um einen engagierten Kollegen“, erklärte der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, und fügte hinzu: ...

 

Berlin - Mit Entsetzen und Trauer hat die Ärztekammer Berlin den gewaltsamen Tod von Professor Dr. med. Fritz von Weizsäcker zur Kenntnis genommen. „Wir sind bestürzt über diese furchtbare Tat und trauern um einen engagierten Kollegen“, erklärte der Präsident der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz, und fügte hinzu: „Wir sind in Gedanken bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Kollegen. Eine solch grausames Gewaltverbrechen lässt uns alle mit der Frage nach dem ,Warum?´ zurück. Gleichzeitig denken wir an den mutigen Helfer, der versuchte, die Tat zu verhindern, und dabei selbst schwer verletzt wurde.“
Fritz von Weizsäcker war am Dienstagabend während eines Vortrages in der Schlosspark-Klinik in Berlin-Charlottenburg erstochen worden. Über die Hintergründe der Tat ist bislang nichts bekannt.
Der 59-jährige Internist war seit vielen Jahren in verschiedenen Gremien in der Ärztekammer Berlin aktiv. So war er von 2011 bis 2015 Mitglied im Weiterbildungsausschuss I der Kammer. Seit 2011 war er Weiterbildungsprüfer für Innere Medizin und Gastroenterologie. 

www.aekb.de

 

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news-2304 Tue, 19 Nov 2019 14:50:44 +0100 Niedersachsen: 3. Niedersächsischer Digitalgipfel Gesundheit am 27. November 2019 https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/niedersachsen-3-niedersaechsischer-digitalgipfel-gesundheit-am-27-november-2019/  

Hannover - „Ich möchte nicht nur für meine eigene Praxis wissen, wie sich die Digitalisierung weiterhin sicher und zuverlässig umsetzen lässt“, sagt Marion Charlotte Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), im Hinblick auf den 3. Niedersächsischen Digitalgipfel Gesundheit. Am 27. November 2019

 

Hannover - „Ich möchte nicht nur für meine eigene Praxis wissen, wie sich die Digitalisierung weiterhin sicher und zuverlässig umsetzen lässt“, sagt Marion Charlotte Renneberg, Vizepräsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN), im Hinblick auf den 3. Niedersächsischen Digitalgipfel Gesundheit.

Am 27. November 2019 lädt die ÄKN gemeinsam mit der Hochschule Hannover (HsH) in der Zeit zwischen 10.30 Uhr und 18 Uhr zu einer Tagung über „Künstliche Intelligenz und Empathie in der Medizin“ in der University of Applied Sciences and Arts in Hannover (Expo Plaza 2) ein.

Dabei wird über weite Strecken die Sicherheit von Praxen, Patienten und digitaler Medizin im Mittelpunkt stehen. „Ein Thema werden die rechtlichen Grundlagen und Anforderungen im Bereich der medizinischen Einrichtungen sein, denn viele Ärztinnen und Ärzte haben immer noch einen Server unterm Schreibtisch“, kündigte Professor Dr. iur. Fabian Schmieder für die HsH als Mitveranstalter des Digitalgipfels an.

Wie zur Zufriedenheit aller Beteiligten mit einer digitalen Gesundheitsakte gearbeitet werden  kann,  wird  Hans  Erik  Henriksen,  CEO  von  Healthcare  Denmark,  den Teilnehmern des Digitalgipfels in seinem Vortrag erläutern: Über das 2003 eingerichtete staatliche dänische Gesundheitsportal Sundhed.dk können Arztbriefe, Bilder, Befunde und E-Rezepte verschickt werden.

Vor allem aber haben die Patienten nicht nur Einblick in sämtliche Daten – sie können sogar gezielt Informationen blockieren, von denen sie nicht möchten, dass sie für alle behandelnden Ärzte zugänglich sind. Die Ärzte andererseits haben nur Zugang zu den Akten jener Patienten, die sie auch behandeln.

Das ausführliche Programm des 3. Niedersächsischen Digitalgipfels Gesundheit befindet sich hier:

www.digitalgipfel-gesundheit.de

 

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news-2303 Mon, 18 Nov 2019 13:47:12 +0100 Berlin: „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“ https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/berlin-zum-niederlassen-schoen-das-berliner-netzwerkforum-praxis/  

Berlin - Mehr als 100 junge Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende haben am Samstag den Weg in die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gefunden, um sich rund um das Thema Niederlassung zu informieren. Die Auftaktveranstaltung der Initiative „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“ – gegründet von Kassenärztlicher Vereinigung Berlin, Ärztekammer Berlin, Virchowbund, Hartmannbund, apoBank und ETL ADVISION – konnte viele Bedenken zerstreuen.

 

Berlin - Mehr als 100 junge Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende haben am Samstag den Weg in die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gefunden, um sich rund um das Thema Niederlassung zu informieren. Die Auftaktveranstaltung der Initiative „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“ – gegründet von Kassenärztlicher Vereinigung Berlin, Ärztekammer Berlin, Virchowbund, Hartmannbund, apoBank und ETL ADVISION – konnte viele Bedenken zerstreuen. Denn der Gedanke an eine Niederlassung löst bei vielen jungen Medizinern gemischte Gefühle aus. Zwar ist man seine eigene Chefin bzw. sein eigener Chef und die Wochenenddienste im Krankenhaus sind passé, aber tauscht man sich als „Einzelkämpfer“ in eigener Praxis noch mit anderen Kollegen aus? Wie arbeitet es sich in einer Gemeinschaftspraxis? Hört man nicht immer wieder, dass man mehr Zeit am Schreibtisch als mit den Patienten verbringt? Und wie steht es mit den Vorbehalten rund um Regresse oder ausufernde Bürokratie?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Niederlassung gab es während einer Podiumsdiskussion und Workshops – ganz neuzeitlich visuell durch Graphic Recording festgehalten. Erfahrene niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen und Ärztinnen und Ärzte, die sich erst vor kurzem niedergelassen haben, standen Rede und Antwort. Sie berichteten über ihren Einstieg in die selbständige Tätigkeit, den Aufbau ihrer Praxis und den Arbeitsalltag als niedergelassene Mediziner. Ziel der Veranstaltung war es, dem Ärztenachwuchs ein realistisches Bild der Niederlassung zu vermitteln, die Vorteile herauszuarbeiten und gemeinsam in die Zukunft der ambulanten Versorgung zu schauen. Die unerwartet hohe Teilnehmerzahl und das rundweg positive Feedback haben den Organisatoren Recht gegeben: Die Initiative hat den richtigen Nerv getroffen. Darauf wird in den kommenden Monaten aufgebaut.

Statements der teilnehmenden Organisationen

Dr. Margret Stennes, Vorstandsvorsitzende Kassenärztliche Vereinigung Berlin: „Um junge Ärztinnen und Ärzte für die Niederlassung zu begeistern, möchten wir ihnen zuhören, unterstützen und mit ihnen gemeinsam die Zukunft der ambulanten Versorgung gestalten. Mit der Auftaktveranstaltung konnten wir konkret helfen und den jungen Ärztinnen und Ärzten mögliche Vorbehalte nehmen.“

Dr. Regine Held, Vizepräsidentin Ärztekammer Berlin: „Wir konnten den jungen Kolleginnen und Kollegen mit dieser Auftaktveranstaltung zeigen, dass sie auch in der Niederlassung keine ‚Einzelkämpferinnen‘ und ‚Einzelkämpfer‘ sind, sondern Partner an ihrer Seite haben, die sie unterstützen und Hilfestellung bieten.“

Dr. Christiane Wessel, Stellvertretende Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Landesgruppe Berlin-Brandenburg Virchowbund: „Es ist uns gelungen, die jungen Ärztinnen und Ärzte mit dieser Veranstaltung auf eine spannende Reise in einen Versorgungsbereich mitzunehmen, der sowohl ärztlich als auch wirtschaftlich enorme Freiheitsgrade bietet.“

Dr. Uwe Thorsten, Vorsitzender Hartmannbund Landesverband Berlin: „Gerade in der heutigen Zeit dürfen wir uns wieder glücklich schätzen, dass wir Teil der freien Berufe sind; wir können unsere Zukunft selbst gestalten und müssen keine Republik der Angestellten werden. Wir unterstützen den Weg in die eigene Praxis mit unserer Organisation möglichst breit und von Anfang an.“

Martin Evers, Leiter apoBank-Regionalfiliale Berlin: „Zum Niederlassen Schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis. bietet aus meiner Sicht eine einmalige Plattform, sich zu vernetzen und all die Fragen rund um den Schritt in die Existenzgründung nicht nur theoretisch, sondern lebensnah beantwortet zu bekommen.“

Dr. Jürgen Karsten, ETL ADVISION: „Viele der möglichen Ängste und Bedenken gegen eine Niederlassung beruhen auf fehlenden oder auch falschen Informationen. Mit unserer Initiative konnten wir bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele davon ausräumen und ihnen die Wege und die Gestaltungsmöglichkeiten in der Niederlassung aufzeigen.“

Fotomaterial auf Anfrage.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.zum-niederlassen-schoen.de

 

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news-2301 Sat, 16 Nov 2019 10:49:00 +0100 Nordrhein: Lieferengpässe stellen ein Risiko für die Arzneimittelversorgung dar https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-lieferengpaesse-stellen-ein-risiko-fuer-die-arzneimittelversorgung-dar/  

Düsseldorf - Die rheinische Ärzteschaft fordert vom Gesetzgeber konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung einer ausreichenden Arznei- und Impfstoffversorgung der Bevölkerung. Ende Oktober 2019 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mehr als 260 versorgungsrelevante Arzneimittel und Medizinprodukte mit einem Lieferengpass registriert und gelistet.

 

Düsseldorf - Die rheinische Ärzteschaft fordert vom Gesetzgeber konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung einer ausreichenden Arznei- und Impfstoffversorgung der Bevölkerung. Ende Oktober 2019 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mehr als 260 versorgungsrelevante Arzneimittel und Medizinprodukte mit einem Lieferengpass registriert und gelistet. „Dank dieser Liste können zwar kurzfristig auf nationaler Ebene Umgehungsstrategien geplant werden. Aber damit sind die Ursachen der Lieferengpässe nicht gelöst“, heißt es in einer heute verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

„Wenn versorgungsrelevante Arzneimittel in der Apotheke nicht mehr zu haben sind, dann weicht man zwangsläufig auf andere Präparate mit identischem Wirkstoff aus, die sich aber von ihren pharmazeutischen Eigenschaften wie Tablettengröße, Teilbarkeit oder Farbe erheblich unterscheiden können“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Das sei besonders für chronisch Kranke und alte Menschen, die von den permanenten Wechseln am häufigsten betroffen sind, ein Problem. Denn mit dem Austausch können sich gewohnte Dosierungsanleitungen ändern und es kann zu unsachgerechter Anwendung kommen.

Die rheinische Ärzteschaft fordert, die Ursachen der Lieferengpässe zu bekämpfen, die unter anderem in gesetzlichen Instrumenten zur Preisregulierung auf nationaler Ebene (Rabattverträge, Importquoten) liegen sowie in gesetzlichen Lücken, die die Kontingentierung von Arzneimitteln und den legalen Verkauf ins Ausland ermöglichen. Ein wesentliches Problem sei auch die ökonomisch begründete Konzentrierung der Wirkstoffherstellung auf wenige pharmazeutische Unternehmen, ganz besonders die Bündelung auf eine einzige Produktionsanlage außerhalb Deutschlands und der EU. Langfristig bedürfe es daher strategischer Überlegungen, Produktionsstandorte aus dem Ausland wieder zurück in die EU zu holen, so die Delegierten.

www.aekno.de

 

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news-2300 Sat, 16 Nov 2019 10:46:00 +0100 Nordrhein: Ärztekammer Nordrhein: Krankenhäuser müssen für alle Bürger in NRW gut erreichbar bleiben https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-aerztekammer-nordrhein-krankenhaeuser-muessen-fuer-alle-buerger-in-nrw-gut-erreichbar-bleiben/  

Düsseldorf - Auch nach der von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigten großen Krankenhausreform müssen Kliniken für alle Bürger in Nordrhein-Westfalen noch gut erreichbar sein. Das hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein heute in Düsseldorf gefordert. Die Qualität der Versorgung hängt nach Auffassung der rheinischen Ärzteschaft entscheidend von einer angemessenen Ausstattung mit qualifizierten Ärztinnen und Ärzten ab.

 

Düsseldorf - Auch nach der von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigten großen Krankenhausreform müssen Kliniken für alle Bürger in Nordrhein-Westfalen noch gut erreichbar sein. Das hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein heute in Düsseldorf gefordert. Die Qualität der Versorgung hängt nach Auffassung der rheinischen Ärzteschaft entscheidend von einer angemessenen Ausstattung mit qualifizierten Ärztinnen und Ärzten ab. „Der Facharztstandard muss gewährleistet sein, dazu braucht es Mindestvorgaben mit Augenmaß“, sagte der Präsident der ÄkNo, Rudolf Henke, mit Blick auf den neuen Landeskrankenhausplan.

Er zeigte sich erfreut über das Versprechen des Ministers, bei seinem Reformvorhaben den ärztlichen Sachverstand intensiv einzubinden.

Die Reform müsse den berechtigten Wunsch der Bürger nach regionaler Versorgung berücksichtigen, so die ÄkNo. Angehörigen solle der Krankenbesuch auch auf dem Land ohne allzu lange Anfahrten möglich bleiben. In den Ballungsräumen sind „unnötige Mehrfachvorhaltungen“ nach Auffassung der Ärztekammer zu vermeiden: „Krankenhäuser sollten sich auf das konzentrieren, was sie besonders gut können.“ Die Kammer plädiert dafür, dass die Kliniken ihre besonderen Stärken in verbindliche Kooperationen mit anderen Häusern und mit den niedergelassenen Ärzten einbringen.

Landesgesundheitsminister Laumann hatte Mitte September „die wohl größte Reform der Krankenhauslandschaft seit Jahrzehnten“ angekündigt. Ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten ergab, dass die bisherige Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen zu einer „Fehlentwicklung in der Krankenhauslandschaft“ geführt hat. Das Gutachten stellt eine Überversorgung in den Ballungsgebieten fest, insbesondere auf der Rhein-Ruhr-Schiene, und teilweise eine Unterversorgung in ländlichen Gebieten.

www.aekno.de

 

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news-2299 Sat, 16 Nov 2019 10:45:00 +0100 Nordrhein: Gesundheitswesen muss Klimawandel berücksichtigen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-gesundheitswesen-muss-klimawandel-beruecksichtigen/  

Düsseldorf - Die Ärztinnen und Ärzte im Rheinland werden sich zukünftig in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der medizinischen und interprofessionellen Forschung stärker als bisher mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Bevölkerung beschäftigen. „Teil unserer ärztlichen Verantwortung ist auch der Einsatz dafür, dass die Einrichtungen des Gesundheitswesens selbst ihre Energie- und Klimabilanz substantiell verbessern“, heißt es in einer heute verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

 

Düsseldorf - Die Ärztinnen und Ärzte im Rheinland werden sich zukünftig in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der medizinischen und interprofessionellen Forschung stärker als bisher mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Bevölkerung beschäftigen. „Teil unserer ärztlichen Verantwortung ist auch der Einsatz dafür, dass die Einrichtungen des Gesundheitswesens selbst ihre Energie- und Klimabilanz substantiell verbessern“, heißt es in einer heute verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

„Der Klimawandel wird die Gesundheitssysteme weltweit vor große Herausforderungen stellen. Wir müssen uns mit dessen Folgen sowohl im eigenen Land, aber auch weltweit beschäftigen“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Denn eine Zunahme von Umweltkatastrophen bedeute eben nicht nur einen gesundheitlichen Notfall in den betreffenden Regionen, sondern potenziell erhöhe sich damit zunächst regional und dann überregional auch das Risiko von Ausbrüchen übertragbarer Krankheiten. Auf einem wärmeren Planeten könnten sich beispielsweise auch durch Tiere übertragene Krankheiten in neue Gebiete ausbreiten. „Darauf müssen wir uns einstellen, entsprechendes Wissen aufbauen und Frühwarnsysteme etablieren“, so der Präsident.

Die rheinische Ärzteschaft begrüßt es vor diesem Hintergrund, dass das Thema „Klimawandel und Gesundheit“ ein Schwerpunktthema des kommenden 123. Deutschen Ärztetags 2020 in Mainz wird.

www.aekno.de

 

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news-2298 Sat, 16 Nov 2019 10:41:00 +0100 Nordrhein: Neue Weiterbildungsordnung für Nordrhein beschlossen - Weiterbildung wird digital https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-neue-weiterbildungsordnung-fuer-nordrhein-beschlossen-weiterbildung-wird-digital/  

Düsseldorf - Die Ärztekammer Nordrhein hat heute eine neue Weiterbildungsordnung (WBO) für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein beschlossen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen soll sie zum 1.7.2020 in Kraft treten. "Statt wie bisher auf den Nachweis von abgeleisteten Zeiten zu fokussieren, setzt die neue Weiterbildungsordnung auf den Erwerb von Kompetenzen, die im eLogbuch digital erfasst werden sollen“, beschreibt Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein die wichtigsten Änderungen.

 

Düsseldorf - Die Ärztekammer Nordrhein hat heute eine neue Weiterbildungsordnung (WBO) für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein beschlossen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen soll sie zum 1.7.2020 in Kraft treten. "Statt wie bisher auf den Nachweis von abgeleisteten Zeiten zu fokussieren, setzt die neue Weiterbildungsordnung auf den Erwerb von Kompetenzen, die im eLogbuch digital erfasst werden sollen“, beschreibt Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein die wichtigsten Änderungen. „Mit den Kompetenzblöcken entsteht für uns als Kammer die Chance, die Unterstützungsprozesse für unsere Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung ganz neu aufzustellen und mehr Verbindlichkeit zu schaffen“, so der Präsident.

Die Kammerversammlung setzt mit dem heutigen Beschluss die im November 2018 vom Vorstand der Bundesärztekammer verabschiedete Novelle der Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO) in Landesrecht um.

Allerdings verzichtet die Kammerversammlung bei der neuen WBO auf die Zusatzbezeichnung Homöopathie, die in den vergangenen fünf Jahren lediglich von 17 Ärztinnen und Ärzten in Nordrhein erworben wurde. Alle bisher erworbenen Zusatzbezeichnungen können weitergeführt werden. Ärztinnen und Ärzte, die sich bereits in Weiterbildung befinden, können diese innerhalb bestimmter Fristen auf der bisherigen Grundlage fortführen oder auf die neue WBO umsteigen. Ärztinnen und Ärzte, die erst nach Inkrafttreten der neuen WBO mit ihrer Weiterbildung beginnen, müssen diese gemäß der neuen WBO gestalten.

www.aekno.de

 

 

 

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news-2297 Fri, 15 Nov 2019 10:38:01 +0100 Vergütung der ärztlichen Leichenschau neu geregelt https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/verguetung-der-aerztlichen-leichenschau-neu-geregelt/  

 

 

Berlin - Auf Betreiben der Bundesärztekammer (BÄK) wird die Vergütung der ärztlichen Leichenschau zum 1. Januar 2020 neu geregelt. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums wurde jetzt im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Darin ist der Verordnungsgeber langjährigen Forderungen der Ärzteschaft gefolgt.

Für eine eingehende Leichenschau nach landesrechtlichen Bestimmungen können ab 1. Januar 2020 165,77 Euro (2 844 Punkte) berechnet werden, eine vorläufige Leichenschau wird mit 110,51 Euro vergütet. Neben eingehender oder vorläufiger Leichenschau sind zukünftig die Zuschläge F bis H („Unzeitenzuschläge“) berechnungsfähig, bei Entfernungen von mehr als 25 Kilometern tritt anstelle des Wegegeldes die Reiseentschädigung nach § 9 GOÄ. Bei einer Leiche mit unbekannter Identität oder bei besonderen Todesumständen ist ein Erschwerniszuschlag in Höhe von 27,63 Euro vorgesehen. Damit wurden die wesentlichen Forderungen des Deutschen Ärztetages erfüllt.

Schönheitsfehler hat die Verordnung dennoch. So sieht die Ärzteschaft die in der Änderungsverordnung enthaltenen zeitlichen Mindestvorgaben für die Leichenschau kritisch. Die volle Höhe ist berechnungsfähig sofern die eingehende  Leichenschau mindestens 40 Minuten, die vorläufige mindestens 20 Minuten in Anspruch nimmt. Dauert die eingehende Leichenschau 20 bis 40 Minuten, die vorläufige 10 bis 20 Minuten sind lediglich 60% der Gebühr berechnungsfähig.

Die Bundesärztekammer hatte in diesem Zusammenhang mehrfach darauf hingewiesen, dass die in der Kalkulation hinterlegten Zeiten Durchschnittswerte darstellen. Bei dieser mittelwertbezogenen Mischkalkulation ergibt sich bei kürzerer Leistungszeit eine höhere Deckung und bei Erbringung über eine längere Dauer als kalkulatorisch berechnet eine Unterdeckung. Dieser Effekt gleicht sich in der Summe aus. Das in der Verordnung vorgesehene Instrument der geringeren Vergütung bei kürzerer Leistungszeit führt hingegen zum Ungleichgewicht, da eine längere Leistungszeit nicht mehr angemessen ausgeglichen wird. Dieser Argumentation ist der Verordnungsgeber jedoch nicht gefolgt.

Insgesamt wertet die BÄK die Neuregelung der Leichenschau jedoch als eine deutliche Verbesserung. Sie wird dazu beitragen, die andauernden Gebührenrechtsstreitigkeiten und den Unmut von Ärzten über die unangemessenen Vergütungen zu reduzieren.

Die wesentlichen Neuregelungen sowie weiterführende Informationen der Bundesärztekammer entnehmen Sie bitte den beiden Publikationen im aktuellen Heft des Deutschen Ärzteblattes.

Bekanntgabe "Fünfte Verordnung zur Änderung der Gebührenordnung für Ärzte"

Begleitartikel "Vergütung der ärztlichen Leichenschau neu geregelt"

 

 

 

 

 

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