Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Wed, 21 Oct 2020 15:48:02 +0200 Wed, 21 Oct 2020 15:48:02 +0200 TYPO3 EXT:news news-2724 Mon, 19 Oct 2020 14:56:13 +0200 Reinhardt: Wir müssen lernen, mit steigenden Infektionszahlen umzugehen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/reinhardt-wir-muessen-lernen-mit-steigenden-infektionszahlen-umzugehen/  

 

 

Berlin - Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen dürfe es keine Entwarnung geben. Gleichzeitig könne man den Menschen aber „nicht in einer Tour Angst machen“. Das hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt im Interview mit dem Deutschlandfunk (19.10.2020) klargestellt.

„Ich glaube, dass diese Vorstellung, dass man dieses Virus ganz vertreiben kann, eine irrige ist. Wir müssen lernen, mit einer Zunahme der Infektionszahlen umzugehen und zu leben“, bekräftigte er. Momentan gebe es noch einen großen Überhang an Intensivkapazitäten, gleichzeitig sei die Zahl der schweren Verläufe überschaubar. Durch gestiegene Infektionszahlen werde es aber mit einer zeitlichen Verzögerung zu einer zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems kommen.

Wichtig sei, auf die Einhaltung der bestehenden AHA-Regeln zu achten, die Menschen zum umsichtigen Feiern anzuhalten und diejenigen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu schützen. Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen seien dafür eine praktikable und pragmatische Lösung. Zudem könne die Corona-Warn-App noch besser eingesetzt werden. Dieses Tool sei sehr sinnvoll, es sei in den vergangenen Wochen aber vernachlässigt worden. Über die App müsse jetzt noch besser und breiter informiert werden, fordert der BÄK-Präsident.

 

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news-2723 Thu, 15 Oct 2020 13:02:16 +0200 Reinhardt: Die neue Nationale Teststrategie ist konsistent und vernünftig https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/reinhardt-die-neue-nationale-teststrategie-ist-konsistent-und-vernuenftig/  

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat die heute in Kraft getretende neue Nationale Teststrategie als „konsistent und vernünftig“ bezeichnet. Im Gespräch mit dem RBB-Inforadio (15.10.2020) begrüßte er, „dass regelhaft dort getestet wird, wo Menschen auf engem Raum zusammenleben oder aufgrund ihres Lebensalters oder einer Vorerkrankung besonders gefährdet sind“. Schnelltests in Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen flächendeckend einzuführen, sei ein pragmatischer Umgang mit der Pandemie, auch wenn die Schnelltests etwas weniger genau seien als die sehr viel zeitintensiveren PCR-Tests.

Die Bundesärztekammer hatte die Weiterentwicklung der Coronavirus-Testverordnung auch in ihrer schriftlichen Stellungnahme an das Bundesgesundheitsministerium unterstützt. Dadurch würden Risikogruppen besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt. Kritisiert hatte die Bundesärztekammer jedoch die festgelegte Obergrenze von Testkontingenten für die genannten Einrichtungen und Unterkünfte. Vielmehr sollte die Anzahl der Testungen an die jeweils vorherrschende Situation vor Ort angepasst und je nach Fall entschieden werden.

 

 

 

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news-2722 Wed, 14 Oct 2020 11:22:59 +0200 Reinhardt: Das Infektionsgeschehen differenzierter betrachten https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/reinhardt-das-infektionsgeschehen-differenzierter-betrachten/  

 

 

Berlin - Die gängigen Corona-Kennzahlen sollten auf den Prüfstand gestellt werden. Das hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor dem heutigen Bund-Länder-Treffen gegenüber der Funke-Mediengruppe gefordert (14.10.2020). Ziel müsse es sein, „zu einer viel differenzierteren Betrachtungsweise des Infektionsgeschehens“ zu kommen. Die Neuinfektionszahlen reichten nicht aus, um die Gefährdungslage der Bevölkerung insgesamt abzubilden. Sinnvoll und notwendig seien weitere Kriterien: das Verhältnis von positiven Testergebnissen zur Gesamtzahl der vorgenommenen Abstriche, die Zahl der tatsächlich Erkrankten unter den positiv Getesteten, die Unterscheidung nach Altersgruppen unter den Infizierten sowie die Relation von schweren Verläufen zur Kapazität an Intensivbetten, so Reinhardt.

Darüber hinaus übte der BÄK-Präsident deutliche Kritik an den aktuell in verschiedenen Bundesländern geltenden Beherbergungsverboten. Sie seien „ungeeignet, das Pandemiegeschehen einzugrenzen“. So habe sich etwa „die Infektionsdynamik trotz des sehr intensiven innerdeutschen Reiseverkehrs in diesem Sommer kaum beschleunigt“, sagte Reinhardt. Die regional unterschiedlichen Verbotsregeln führten zu Verunsicherung und Verwirrung bei den Menschen. Damit gefährde die Politik die Akzeptanz der Anti-Corona-Maßnahmen in der Bevölkerung. Reinhardt betont: Viel sinnvoller sei es, „dass wir weiter versuchen, Infektionscluster zu isolieren und bei grober Missachtung der Hygieneregeln konsequent durchgreifen“.

Dementsprechend sollten Bund und Länder die Beherbergungsverbote rückgängig machen. „Die meisten Bürgerinnen und Bürger sind gerne bereit, einen Beitrag zur Pandemieprävention zu leisten. Aber dann müssen die von der Politik beschlossenen Maßnahmen in sich konsistent und nachvollziehbar sein“, betonte Reinhardt in der Rheinischen Post (14.10.2020). Die unterschiedlichen Beherbergungsverbote der Bundesländer seien dies ganz sicher nicht.

 

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news-2721 Fri, 09 Oct 2020 11:28:45 +0200 Pandemieprävention verständlich kommunizieren https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/pandemiepraevention-verstaendlich-kommunizieren/  

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält es grundsätzlich für erforderlich, Vorgaben zur Corona-Prävention regional angepasst umzusetzen. „Die Verhältnisse in Westfalen auf dem Land sind nun einmal völlig anders als in Berlin Charlottenburg“, sagte er im Interview mit der Südwestpresse (09.10.2020). Die Vielfalt der Maßnahmen dürfe aber nicht aus dem Ruder laufen. Derzeit sorgen insbesondere unterschiedliche Beherbergungsregelungen der Bundesländer für den innerdeutschen Reiseverkehr für Verunsicherung. „Die Verantwortlichen sind in der Pflicht, sich immer wieder miteinander abzustimmen. Die Maßnahmen müssen zudem verständlich kommuniziert und die Gründe für regionale Abweichungen erläutert werden. Da gibt es noch viel Luft nach oben“, betonte der Bundesärztekammer-Präsident.

Reinhardt bekräftigte, dass jeder Einzelne Verantwortung für die Eindämmung der Pandemie übernehmen müsse: „In der aktuellen Situation ohne Impfstoff sollten wir versuchen, das Infektionsgeschehen so im Griff zu behalten, dass das Gesundheitssystem damit nicht überfordert wird. Zugleich müssen wir darauf achten, dass Menschen mit anderen Erkrankungen als Covid-19 ebenfalls gut und vernünftig behandelt werden können.“ Weder das soziale Miteinander noch die Wirtschaft dürften dabei Schaden nehmen. Dies sei ein schwieriger Balanceakt, so Reinhardt.

In der Phoenix-Runde mahnte Reinhardt eine differenzierte Betrachtung des Infektionsgeschehens an. Der BÄK-Präsident warnte dabei gleichzeitig vor einer Überreaktion: „Einen Lockdown hielte ich zu diesem Zeitpunkt für völlig überzogen.“

 

 

 

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news-2720 Fri, 09 Oct 2020 10:31:45 +0200 Impfen - eine Erfolgsgeschichte https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/impfen-eine-erfolgsgeschichte/  

 

 

Berlin - Keine Errungenschaft der modernen Medizin steht so heftig in der Kritik wie die Impfung. Gerade im Internet verbreiten sich Fehlinformationen und Verschwörungstheorien darüber rasant. In der aktuellen Folge des Podcasts "Sprechende Medizin" geht es um die beispiellose Erfolgsgeschichte des Impfens und über viele Vorurteile dagegen. Und um einen Impfstoff, der sehnlich erwartet wird: Den gegen COVID-19. Noch steht er nicht zur Verfügung. Trotzdem hilft Impfen schon jetzt im Kampf gegen Corona, denn in diesen Tagen beginnt die Grippe-Saison. Jeder Einzelne kann in der Corona-Pandemie mit einer Grippeschutzimpfung dabei helfen, eine Überlastung der Arztpraxen zu vermeiden, sagt BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Jungen Menschen rät er insbesondere dann zur Grippeschutzimpfungen, wenn sie zu einer Risikogruppe gehören, also beispielsweise unter Diabetes, Asthma oder einer Erkrankung des Immunsystems leiden. Dringend zu empfehlen sei der Grippeschutz auch für andere Risikogruppen, wie Chroniker, Menschen ab 60 Jahren, aber auch für Schwangere und Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen.

Warum er das Impfen auch darüber hinaus für eines der erfolgreichsten Kapitel der Medizingeschichte hält, darüber spricht der BÄK-Präsident mit Moderator Daniel Finger in der neuen Folge des Podcasts „Sprechende Medizin“.

 

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news-2718 Thu, 08 Oct 2020 16:55:00 +0200 Rheinland-Pfalz: Bätzing-Lichtenthäler: Grippeschutzimpfung gegen die saisonale Influenza ist wichtig https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/rheinland-pfalz-baetzing-lichtenthaeler-grippeschutzimpfung-gegen-die-saisonale-influenza-ist-wichti-1/  

 

 

Mainz - „Im Oktober und November ist der ideale Zeitpunkt für eine Impfung, um rechtzeitig vor der nächsten Grippewelle geschützt zu sein. Gerade im Rahmen der COVID-19-Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen essentiell, um in der Grippewelle schwere Influenza-Verläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern zu vermeiden“, betonten Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz Dr. med. Günther Matheis am Rande der Sitzung des Landtages.

Zum Schutz der Menschen und zur Entlastung des Gesundheitssystems kann der größte Effekt erzielt werden, wenn die Impfquoten entsprechend den Empfehlungen der STIKO vor allem bei den Risikogruppen deutlich gesteigert werden. Die Influenzaimpfung wird von Personen ab einem Alter von 60 Jahren noch immer unzureichend in Anspruch genommen. Das Ziel auf EU-Ebene einer 75-prozentigen Impfquote unter allen älteren Menschen wurde in Deutschland bisher nicht erreicht.

In diesem Jahr werden laut Bundesgesundheitsministerium insgesamt 26 Millionen Dosen Influenzaimpfstoff verfügbar sein. Insbesondere die Personen, die zu den Risikogruppen gehören, sollen die Möglichkeit zur Impfung wahrnehmen, sagte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler und rief gemeinsam mit dem Präsidenten der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zur saisonalen Grippeschutzimpfung auf.

Für die Saison 2020/2021 empfiehlt die WHO in ihrer jährlichen Empfehlung zur Grippesaison im Gegensatz zum Vorjahr zu einer veränderten Zusammensetzung des Impfstoffs. Dies ist der Grund für die Notwendigkeit einer jährlichen Impfung.

Da die Gruppen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben, bei Influenza und COVID-19 sehr ähnlich sind, kommt dem Impfschutz gegen Grippe in der Zeit der Corona-Pandemie, eine besondere Bedeutung zu, sagte Dr. Günther Mattheis, Präsident der Landesärztekammer. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen in der Medizin. So wird der Einzelne vor Krankheit geschützt und das Gesundheitssystem vor Überlastung ebenfalls geschützt.

Auch Landtagspräsident Hendrik Hering lässt sich in diesem Jahr gegen die Grippe impfen, um insbesondere auch andere zu schützen. „Mit der Corona-Pandemie ist ein neues Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen entstanden“, sagte Hendrik Hering. Er betonte, dass Corona keine Grippe sei, beide Erkrankungen aber ernst zu nehmen seien. Eine Grippewelle unter Corona-Bedingungen könne besonders gefährlich sein. Er warb um Vertrauen in Impfstoffe. „Impfungen sind gelebte Solidarität“, so der Landtagspräsident.

Menschen ab dem 60. Lebensjahr wird geraten, die Impfung gegen Grippe vorzunehmen. Auch Personen, die aufgrund ihres Berufes (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal) mit vielen Menschen in Kontakt kommen, sind besonders gefährdet und sollten sich daher alljährlich impfen lassen. In diesen Fällen dient die Impfung nicht nur dem Eigenschutz, sondern auch dem Schutz von im selben Haushalt lebenden oder betreuten Personen. Des Weiteren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Grippeschutzimpfung auch für Schwangere und Personen mit einem chronischen Grundleiden, da diese insbesondere ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Grundsätzlich sollte jeder auch seinen allgemeinen Impfstatus regelmäßig überprüfen lassen.

Zur Grippeimpfung:
Die Influenza oder sogenannte „echte Grippe“ wird durch Viren verursacht, die auf dem Luftweg über Tröpfcheninfektion übertragen werden. Sie beginnt typischerweise mit hohem Fieber, Husten, Muskel- und Kopfschmerzen. Neben dem Impfen stellen auch gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten wichtige Schutzmaßnahmen dar. Da Influenzaviren ein hohes Verwandlungspotential haben, wird die Impfstoffzusammensetzung jährlich überprüft und entsprechend angepasst. Die Impfung sollte daher jedes Jahr wiederholt werden.

Die Kosten für die Grippeschutzimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen für alle Versicherten übernommen, die zu den von der ständigen Impfkommission empfohlenen Gruppen zählen und von der Schutzimpfungsrichtlinie erfasst werden. Dazu gehören neben den Personen über 60 Jahre, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, sowie Schwangere. Darüber hinaus Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- oder Pflegeeinrichtungen, medizinisches und pflegerisches Personal – auch im häuslichen Bereich – oder Menschen, die in Einrichtungen mit großem Publikumsverkehr arbeiten. Personen mit erhöhter Infektionsgefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln sollen sich ebenfalls impfen lassen.

www.laek-rlp.de

 

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news-2717 Thu, 08 Oct 2020 16:42:47 +0200 Reinhardt: Bei fehlender Einsicht müssen Behörden durchgreifen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/reinhardt-bei-fehlender-einsicht-muessen-behoerden-durchgreifen/  

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat sich für die konsequente Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen ausgesprochen. „Ich bin kein Freund übermäßiger Kontrollen. Aber wer unter Missachtung der Infektionsschutzauflagen rücksichtslos und im großen Stil Party macht, steigert die Wahrscheinlichkeit für weitere Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Miteinanders“, sagte Reinhardt der Rheinischen Post (08.10.2020). In Pandemie-Zeiten müsse mit Umsicht und Rücksicht auf andere gefeiert werden. „Wenn die Einsicht in diese Notwendigkeit fehlt, müssen die Behörden nicht nur eingreifen, sie müssen konsequent durchgreifen“, so der BÄK-Präsident.

 

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news-2719 Thu, 08 Oct 2020 15:59:00 +0200 Nordrhein-Westfalen: Ärztekammern begrüßen Philosophiewechsel bei der Krankenhausplanung https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-westfalen-aerztekammern-begruessen-philosophiewechsel-bei-der-krankenhausplanung/  

 

 

Düsseldorf/Münster - Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat heute in erster Lesung über das „Dritte Gesetz zur Änderung des Krankenhausgestaltungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen“ beraten. Ziel des von der Regierungskoalition aus CDU und FDP eingebrachten Gesetzes ist es, die Krankenhausplanung nicht mehr vorrangig auf der Basis von Krankenhausbetten vorzunehmen, sondern die medizinischen Leistungen in den Mittelpunkt der Planung zu stellen. Auf diese Weise sollen die Versorgungskapazitäten in den Ballungsgebieten besser strukturiert und koordiniert werden. Zugleich soll die flächendeckende Versorgung in den ländlichen Regionen gestärkt werden.

Die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen begrüßen diese neue Herangehensweise bei der Planung. Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, hält fest: „Die COVID-19-Pandemie hat uns den Wert unserer starken Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen deutlich vor Augen geführt. Diese Stärke müssen wir ausbauen und zukunftsfest machen. Deswegen ist es richtig, dass die neue Planung auf eine noch bessere Strukturierung, auf sinnvolle Aufgabenteilung und auf mehr Kooperation der Krankenhäuser untereinander und mit den niedergelassenen Ärzten setzt. Mit Blick auf die ländlichen Regionen ist es gut, dass das Land weiter am Prinzip der ortsnahen Versorgung festhält.“ Dr. Anja Mitrenga-Theusinger, die Vorsitzende der Krankenhauskommission der Ärztekammer Nordrhein, unterstreicht: „Wer ins Krankenhaus aufgenommen wird, vertraut darauf, dort auf qualifizierte Ärztinnen und Ärzte zu treffen, die genügend Zeit haben, sich um ihre Patientinnen und Patienten zu kümmern. Deswegen unterstützen wir die Ausrichtung der Krankenhausplanung an der ärztlichen Weiterbildungsordnung, wie sie der Gesetzentwurf vorsieht.“

Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe: „Die COVID- 19-Pandemie hat die Bedeutung der Intensivmedizin und der Infektiologie neu ins Blickfeld gerückt. Die neue Systematik der Krankenhausplanung schafft die Voraussetzungen dafür, diese Bereiche konsequent zu stärken. Zu einer neuen Krankenhausplanung gehört aber auch eine entsprechende Krankenhaus-investitionsfinanzierung und die überfällige Reform des DRG-Systems in der Krankenhausvergütung. Wir begrüßen es, dass Nordrhein-Westfalen die Mittel für die Krankenhausinvestitionen deutlich aufgestockt hat. Das darf kein Einmaleffekt bleiben, sondern muss Kontinuität erhalten. Zugleich muss sich Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene entschieden für eine Reform des kranken DRG-Systems
einsetzen. So kann die neue Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen zu einer dauerhaften Erfolgsgeschichte werden.“ Zudem bewertet Gehle positiv, dass der Sachverstand der Ärztekammern künftig bereits früher in den Planungsprozess einfließen kann. Der Erhalt der ortsnahen Versorgung als Ziel der Krankenhaus-planung sei wichtig und dürfe nicht aus den Augen verloren werden, so Gehle abschließend.

www.aekno.de

www.aekwl.de

 

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news-2715 Thu, 08 Oct 2020 10:31:21 +0200 Hessen: Großer Aufwand, wenig Geld: Landesärztekammer Hessen fordert höhere Vergütung von Hygienemaßnahmen in Arztpraxen im Rahmen der COVID-19-Pandemie https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-grosser-aufwand-wenig-geld-landesaerztekammer-hessen-fordert-hoehere-verguetung-von-hygienemass/  

Frankfurt - Die zwischen Bundesärztekammer (BÄK), Privater Krankenversicherung (PKV) und Beihilfe bis zum 31.12.2020 vereinbarte neue Regelung zur Vergütung von Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19- Pandemie hat zu heftiger Kritik der ärztlichen Berufsverbände geführt. So bezeichnet etwa der Präsident des Berufsverbandes der Hals-Nasen- Ohrenärzte das Verhandlungsergebnis, wonach eine Vergütung von 6,41 EUR nicht gesteigert werden kann, als „nicht sachgerecht, nicht angemessen und nicht vermittelbar.“ Eine Ansicht, die die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) teilt.

 

Frankfurt - Die zwischen Bundesärztekammer (BÄK), Privater Krankenversicherung (PKV) und Beihilfe bis zum 31.12.2020 vereinbarte neue Regelung zur Vergütung von Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19- Pandemie hat zu heftiger Kritik der ärztlichen Berufsverbände geführt. So bezeichnet etwa der Präsident des Berufsverbandes der Hals-Nasen- Ohrenärzte das Verhandlungsergebnis, wonach eine Vergütung von 6,41 EUR nicht gesteigert werden kann, als „nicht sachgerecht, nicht angemessen und nicht vermittelbar.“ Eine Ansicht, die die Landesärztekammer Hessen (LÄKH) teilt.

Nachdrücklich unterstützt die LÄKH daher die Forderung der ärztlichen Berufsverbände, die in der Corona-Pandemie notwendige Verwendung persönlicher Schutzmaßnahmen in Arztpraxen angemessen zu vergüten und die jetzt ausgelaufene Regelung zu verlängern, solange eine epidemische Lage von nationaler Tragweite besteht. Die in der neuen Regelung vereinbarte geringe Vergütung werde von privatärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzten zu Recht als Ausdruck mangelnder Wertschätzung für den erheblichen Zusatzaufwand verstanden, den sie in der Pandemie leisteten, erklärt die hessische Ärztekammer.

Ursprünglich sei die Private Krankenversicherung (PKV) noch nicht einmal bereit gewesen, die im September auslaufende bisherige Regelung überhaupt zu verlängern. Daraufhin habe der Vorstand der Bundesärztekammer in intensiven Verhandlungen immerhin erreicht, dass privatärztlich abrechnende Ärztinnen und Ärzte eine Vergütung von 6,41 Euro erhalten. Ein nach Ansicht der LÄKH kleiner, aber unzureichender Erfolg, den die BÄK aufgrund steigender Infektionszahlen in den Verhandlungen erzielen konnte.

Grund sei das magere Verhandlungsergebnis, das die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit den Unfallversicherungsträgern (UV) im Frühjahr ausgehandelt habe: So werden gemäß UV-GOÄ nur den D-Ärzten (Durchgangsärzten) lediglich 4 Euro pro Tag für die zusätzlichen Hygienemaßnahmen gezahlt. Andere Ärzte, wie z.B. Schmerztherapeuten und Anästhesisten werden von diesem Zuschlag für die Behandlung berufsgenossenschaftlicher Patienten ausgeschlossen. Hier fordert die LÄKH die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die KBV sehr deutlich auf, diese Ungleichbehandlung rückwirkend aufzuheben.

Großer Aufwand, wenig Geld: Aus diesem Grund ruft die Landesärztekammer Hessen dazu auf, dass die Verhandlungen zwischen BÄK, PKV und Beihilfe neu aufgenommen werden. Die in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vorgesehene Steigerung einzelner Leistungen aufgrund des Aufwandes oder Schwierigkeitsgrades bis zum 3,5 fachen Satz hält die LÄKH weiterhin für uneingeschränkt anwendbar, da ärztliche Untersuchungen durch die zusätzlichen Hygieneschutzmaßnahmen wesentlich aufwändiger seien und länger dauerten.

www.laekh.de

 

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news-2714 Thu, 08 Oct 2020 10:28:20 +0200 Thüringen: Landesärztekammer Thüringen begrüßt Beschluss des Thüringer Landtages zur Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/thueringen-landesaerztekammer-thueringen-begruesst-beschluss-des-thueringer-landtages-zur-erhoehung-der-an/  

Erfurt - Die Selbstverwaltungsorganisation der Thüringer Ärzteschaft, die Landesärztekammer Thüringen, begrüßt die Ende vergangener Woche vom Thüringer Landtag beschlossene Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze zum Wintersemester 2021/22. „Das jahrelange Engagement hat sich gelohnt.“, so Ärztekammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen.

 

Erfurt - Die Selbstverwaltungsorganisation der Thüringer Ärzteschaft, die Landesärztekammer Thüringen, begrüßt die Ende vergangener Woche vom Thüringer Landtag beschlossene Erhöhung der Anzahl der Medizinstudienplätze zum Wintersemester 2021/22. „Das jahrelange Engagement hat sich gelohnt.“, so Ärztekammerpräsidentin Dr. Ellen Lundershausen. „Die beschlossene Erhöhung um zehn Prozent - d.h. 26 Plätze mehr – ist genau das, was wir gemeinsam mit anderen ärztlichen Verbänden immer gefordert haben und ein erster wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Ärztemangels in Thüringen“. Allerdings, so die Präsidentin, müsse einem ersten Schritt immer auch ein zweiter folgen. Und dies sei in diesem Fall, dass unbedingt daran gearbeitet werden muss, mehr Medizinabsolventen in Thüringen zu halten. Dazu gehöre,  die Rahmenbedingungen für junge Ärztinnen und Ärzte u.a. hinsichtlich Arbeitszeitmodellen, Kinderbetreuung und Infrastruktur zu verbessern. „Hier bedarf es weiterhin eines gemeinsamen, abgestimmten Engagements von Politik und ärztlichen Verbänden.“, so Dr. Lundershausen.

www.laek-thueringen.de

 

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