Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Wed, 19 Feb 2020 14:36:16 +0100 Wed, 19 Feb 2020 14:36:16 +0100 TYPO3 EXT:news news-2404 Mon, 17 Feb 2020 09:31:17 +0100 Bertelsmann-Studie ist Griff in die ideologische Mottenkiste https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/bertelsmann-studie-ist-griff-in-die-ideologische-mottenkiste/  

 

 

Berlin - Zu der von der Bertelsmann-Stiftung vorgelegten Studie zur Risikoverteilung im dualen Krankenversicherungssystem erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt:

„Die Auftragsarbeit der Bertelsmann-Stiftung ist ein Griff in die ideologische Mottenkiste und wurde offenbar in Unkenntnis des jüngsten Gutachtens der Wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem der Bundesregierung (KOMV) verfasst. Die KOMV hatte einer Vereinheitlichung der Systeme einstimmig eine Absage erteilt. Stattdessen spricht sie sich für den Erhalt des dualen Krankenversicherungssystems sowie für Reformen bei Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und Privater Krankenversicherung (PKV) aus. Die Bertelsmann-Stiftung sollte sich an der Diskussion über praxistaugliche Lösungen beteiligen, statt ideologisch motivierte Debatten von vorgestern zu führen.

Die Autoren der Bertelsmann-Studie selbst räumen ein, dass ihrer zentralen These ein nicht „realistisches, umsetzungsnahes Szenario“ zugrunde liegt. Konkret geht es um die Aussage, gesetzlich Versicherte würden um 145 Euro pro Jahr entlastet, wenn alle jetzt PKV-Versicherten Mitglieder in der GKV würden. Das sind mehr als zweifelhafte Zahlenspielereien, mit denen erneuet Forderungen nach der Einführung einer Einheitsversicherung auf die politische Agenda gedrückt werden sollen.

Es wird unterstellt, alle knapp neun Millionen Privatversicherten könnten in ihrer Gesamtheit ad hoc in die GKV überführt werden, was allein rechtlich nicht möglich wäre. Gar nicht thematisiert werden die über viele Jahre aufgebauten Alterungsrückstellungen der Privatversicherten, die bei einem solchen Szenario komplett entfallen würden. Man kommt auch nur dann auf die genannte Ersparnis, wenn der Mehrumsatz, den Ärzte durch PKV-Versicherte erzielen und der für die Finanzierung des Praxisbetriebs und des Praxispersonals unentbehrlich ist, ersatzlos entfallen würde.

Leider aber bleiben in der Studie solche wichtigen Aspekte der Patientenversorgung komplett außen vor. In den Niederlanden oder in Großbritannien sehen wir, dass Einheitssysteme zu Rationierung, Wartezeiten und Begrenzungen in den Leistungskatalogen führen. Hinzu kommt, dass die Private Krankenversicherung die rasche Übernahme des medizinischen Fortschritts für alle Patienten ermöglicht. Denn die Existenz der PKV führt mit einem hohen Leistungsversprechen dazu, dass trotz aller Sparbemühungen auch das GKV-System versucht, einen hohen Versorgungsstandard zu erreichen. In der Einheitsversicherung hingegen, sichern sich diejenigen, die es sich leisten können, einen exklusiven Zugang zur Spitzenmedizin als Selbstzahler oder durch teure Zusatzversicherungen. Diese Einschätzung teilt auch die Wissenschaftliche Kommission der Bundesregierung für ein modernes Vergütungssystem. Mit Blick auf ein Einheitssystem warnt sie in ihrem Gutachten vor der Bildung eines Sekundärmarktes, auf dem Patienten mit entsprechender Zahlungsbereitschaft ärztliche Leistungen zu höheren Preisen kaufen können. Damit wäre die Einheitsversicherung, anders als behauptet, keine gerechtere Alternative zum dualen Krankenversicherungssystem, sondern Wegbereiter für eine echte Zwei-Klassenmedizin in Deutschland.“

 

 

 

]]>
news-2403 Thu, 13 Feb 2020 14:52:58 +0100 Westfalen-Lippe: Gehle: Ausländische Ärzte sind unverzichtbar für die Patientenversorgung  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-gehle-auslaendische-aerzte-sind-unverzichtbar-fuer-die-patientenversorgung/  

Münster - „Die ausländischen Kolleginnen und Kollegen leisten in unserem Land einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten und stationären Patientenversorgung, dies insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Ärztemangels ...

 

Münster - „Die ausländischen Kolleginnen und Kollegen leisten in unserem Land einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherstellung der ambulanten und stationären Patientenversorgung, dies insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Ärztemangels und der fehlenden Medizin-Studienplätze.“ Ohne zugewanderte Ärztinnen und Ärzte sei insbesondere die stationäre Versorgung schon jetzt nicht mehr überall zu gewährleisten, erklärt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Hans-Albert Gehle, nach einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages zum Thema der fachlichen und sprachlichen Anforderungen bei der Integration ausländischer Ärzte in das deutsche Gesundheitswesen. 
 
Wie die ÄKWL mitteilt, hat Westfalen-Lippe im Landesvergleich den zweithöchsten Anteil von zugewanderten Ärzten innerhalb Deutschlands. So besitzen aktuell 18 Prozent aller berufstätigen Ärzte eine ausländische Staatsangehörigkeit, bei den stationär tätigen Ärzten allein sind es 28 Prozent. Deshalb kommt laut Gehle der Anerkennung der Berufsqualifikationen ausländischer Ärzte eine große Bedeutung zu. „Die interkulturellen Herausforderungen im Gesundheitswesen sind gewachsen. Aber wir profitieren hier auch von der interkulturellen Kompetenz der zugewanderten Ärzte. Voraussetzung sind natürlich eine gleichwertige Fach- und eine hohe Sprachkompetenz, die für die Patientensicherheit sowie die kompetente Zusammenarbeit der Ärzte untereinander unabdingbar sind. Nur so kann die berufliche und auch soziale Integration der Kollegen aus dem Ausland gelingen.“ 
 
Neben einer Gleichwertigkeitsprüfung der ausländischen ärztlichen Berufsabschlüsse durch die jeweiligen Bezirksregierungen obliegt die Überprüfung der fachsprachlichen Qualifikationen den Ärztekammern. Die ÄKWL hat seit 2014 insgesamt über 5750 Fachsprachenprüfungen abgenommen und hält es für notwendig, die Fachsprachenprüfungen in allen Bundesländern auf die Ärztekammern zu übertragen sowie die Prüfungsniveaus und –inhalte bundesweit zu vereinheitlichen. Es gelte, einem Prüfungstourismus zur Umgehung der notwendigen Standards entgegenzuwirken. 
 
Kammerpräsident Gehle spricht sich dafür aus, Krankenhäuser mit überdurchschnittlich hohem Qualifizierungs- und Integrationsbedarf finanziell besonders zu fördern. Die Integrationsanforderungen würden bisher nicht regelhaft ausgeglichen, denn die fallpauschalierenden Entgelte seien unabhängig vom jeweiligen Integrationsaufwand für alle Kliniken gleich. „Überdurchschnittlich stark sind dabei Krankenhäuser in ländlichen Regionen betroffen oder in Regionen, die weit vom Standort einer medizinischen Fakultät entfernt sind.“ 
 
Gehle abschließend: „Die Interkulturalität derjenigen, die im Gesundheitswesen tätig sind, muss als Chance auf dem Weg zu einer kultursensibleren Versorgung begriffen werden. Der Ausbau entsprechender Angebote in der ärztlichen Aus-, Weiter- und Fortbildung sollte weiter gefördert werden. Dies gilt auch für alle anderen Gesundheitsfachberufe.“

 

www.aekwl.de

 

]]>
news-2402 Mon, 10 Feb 2020 14:02:10 +0100 Sachsen: Babys niemals schütteln! https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/sachsen-babys-niemals-schuetteln/  

Dresden - Wenn Babys oft schreien, dann können Eltern schon mal die Nerven verlieren. Leider kommt es dann immer wieder vor, dass Babys geschüttelt werden. Dadurch kann es zu einem sogenannten Schütteltrauma kommen, an denen 10-30 Prozent ...

 

Dresden - Wenn Babys oft schreien, dann können Eltern schon mal die Nerven verlieren. Leider kommt es dann immer wieder vor, dass Babys geschüttelt werden. Dadurch kann es zu einem sogenannten Schütteltrauma kommen, an denen 10-30 Prozent der betroffenen Babys sterben. Um das zu vermeiden erscheint seit 2016 ein Aufklärungsflyer für Eltern. 
 
Dieses Informationsfaltblatt wurde jetzt in Kooperation mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) vom Bundesministerium für gesundheitliche Aufklärung (BZfgA) aktualisiert. Auf diesem Flyer befinden sich rückseitig Erläuterungen, warum Babys manchmal öfter schreien, wie Eltern reagieren und was sie tun können oder wo sie sächsische Informations- und Beratungsstellen finden, die Hilfe und Unterstützung anbieten. Zugleich bietet es Tipps, wie Eltern aus einer Stresssituation herauskommen. 
 
Durch die Dresdner Druckerei Poly-Druck Dresden GmbH, welche die gelben Früherkennungsuntersuchungshefte für ganz Deutschland druckt, wird das Faltblatt jetzt unentgeltlich in jedes gelbe U-Untersuchungsheft eingelegt und sachsenweit verteilt.
 
Die aktuelle Version des Informationsfaltblattes finden Sie in der Anlage oder im Internet:

kinderschutzmedizin-sachsen.de/wp-content/uploads/2020/02/NZFH_Schuetteltrauma_Dresden_Druckdaten.pdf

www.slaek.de

 

]]>
news-2401 Mon, 10 Feb 2020 14:00:05 +0100 Westfalen-Lippe: Telefon-Hotline zum Thema „Rationale Antibiotika-Versorgung“ - Landesweite Aktionswoche informiert über den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-telefon-hotline-zum-thema-rationale-antibiotika-versorgung-landesweite-aktionsw/  

Münster - Im Rahmen der ersten landesweiten Aktionswoche zum sinnvollen Einsatz von Antibiotika, die vom 10. bis 15. Februar unter Federführung des NRW-Gesundheitsministeriums stattfindet, richtet die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) eine ...

 

Münster - Im Rahmen der ersten landesweiten Aktionswoche zum sinnvollen Einsatz von Antibiotika, die vom 10. bis 15. Februar unter Federführung des NRW-Gesundheitsministeriums stattfindet, richtet die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) eine Telefon-Hotline ein, bei der sich Bürgerinnen und Bürger über den verantwortungsbewussten Umgang mit Antibiotika informieren können. Ein Team von Ärztinnen und Ärzten der ÄKWL beantwortet Fragen rund um das Thema Antibiotika und berät zu therapeutischen Möglichkeiten bei Atemwegsinfekten. 
 
Die Telefon-Hotline ist von Montag, 10. Februar, bis Donnerstag, 13. Februar, jeweils von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr besetzt und unter der Telefonnummer 0251 929-9000 zu erreichen. Die Anrufe sind kostenfrei. 
 
Laut ÄKWL liegen die Antibiotika-Verordnungen in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Ein übermäßiger Gebrauch von Antibiotika fördert die Entwicklung von Resistenzen. Damit verlieren Antibiotika ihre Wirkung und Patienten kann bei bestimmten Krankheiten nicht mehr geholfen werden. „Nur durch den sinnvollen Einsatz von Antibiotika können wir die Wirksamkeit dieser lebenswichtigen Medikamente erhalten. Antibiotika sind nur in der Therapie von bakteriellen Infektionskrankheiten wirksam. Sie helfen nicht bei Krankheiten, die durch Viren verursacht sind. Krankheiten wie ein grippaler Infekt sind meist durch Viren bedingt. Hier wirken Antibiotika nicht“, erklärt Dr. Gudula Berger, Leiterin der Patientenberatung der ÄKWL und Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. 
 
Hintergrund: 
Ziel der Aktionswoche „Rationale Antibiotikaversorgung in NRW“ unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Zusammenarbeit mit den gesetzlichen Krankenkassen, Ärzten, Apotheken, der Krankenhausgesellschaft sowie der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten in Nordrhein-Westfalen ist es, eine indikationsgemäße Verschreibung von Antibiotika durch die Ärzte zu fördern und die Patienten über die richtige Anwendung aufzuklären.

www.aekwl.de

 

]]>
news-2400 Thu, 06 Feb 2020 15:01:09 +0100 Sachsen-Anhalt: Viele offene Stellen in den Arztpraxen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/sachsen-anhalt-viele-offene-stellen-in-den-arztpraxen/  

Magdeburg - Die Liste der offenen Stellen in den Arztpraxen und Kliniken  des Landes wird immer länger. Daher sind die Arbeitsmarktchancen für die Absolventen zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) ausgesprochen gut. Viele der 84 ...

 

Magdeburg - Die Liste der offenen Stellen in den Arztpraxen und Kliniken  des Landes wird immer länger. Daher sind die Arbeitsmarktchancen für die Absolventen zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) ausgesprochen gut. Viele der 84 ausgebildeten Absolventen kamen am 5. Februar 2020 zur Freisprechung und erhielten aus den Händen von Dr. Angelika Henze, ärztliche Assistentin der Geschäftsführung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, ihre Zeugnisse. In einer Feierstunde wurden die Frauen und ein Mann im Haus der Heilberufe in Magdeburg mit dem Brief Medizinische(r) Fachangestellte(r) in das Berufsleben verabschiedet. 83 Prozent der Absolventen haben bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben und starten nun nahtlos in ihren Berufsalltag.
 
Nach der schriftlichen Abschlussprüfung absolvierten insgesamt 108 Auszubildende und Umschüler in der Zeit vom 13. bis  27. Januar 2020 die praktische Abschlussprüfung. Dafür hat die Ärztekammer, die für die dreijährige Ausbildung der MFA zuständig ist, extra zwei „Miniarztpraxen“ als Übungs- und Prüfungsräume eingerichtet. So kann unter realistischen Bedingungen praxisnah trainiert werden. „Unsere Teilnehmer erhalten in unseren Räumen die Chance einer möglichst authentischen Übungsatmosphäre. Die Kurse Injektion/Infusion; EKG; Laboruntersuchung; Blutdruck und Pulsmessung; Verbände und Notfälle unterstützen die Fachkompetenz der künftigen Absolventen. Die Anforderungen in einer Arztpraxis sind heute so komplex, dass das vorherige Einüben den Auszubildenden und Umschülern deutlich mehr Sicherheit gibt. Wir werden alles tun, damit wir noch mehr MFA in den Arbeitsmarkt verabschieden können. Denn unsere Ausbildung ist wichtig, damit fachlich versierte Mitarbeiter in den Arztpraxen unseres Landes ankommen“, so Dr. Angelika Henze.
 
Dr. Henze bedankte sich bei allen ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Prüfungsausschüsse. „Besonders möchte ich das Engagement der ärztlichen Ausbilder würdigen. Ihre Bereitschaft, junge Menschen auszubilden, ist ein unverzichtbarer Baustein im Rahmen der dualen Ausbildung. Sie ebnen damit einen Weg für die Arztpraxen und Kliniken, sich den eigenen Fachkräftebedarf nachzuziehen.“
 
Kurze Statistik:
Die besten Absolventen heißen: 
-  Sandra Martin (Gesamtnote: 1,5 / Bildungsträger: Oskar-Kämmer-Schule in Wernigerode, Arztpraxis Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben GmbH, Klinik für Innere Medizin: Ausbilder Dr. med. Tom Schilling und Team in Wernigerode) 
-  Nicole Zobel (Gesamtnote: 1,75 / Bildungsträger: Fit-Bildungs-GmbH in Magdeburg, Arztpraxis Klinikum Magdeburg gGmbH, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie: Ausbilder Kathleen Rendel und Team in Magdeburg)
 

www.aeksa.de

 

]]>
news-2399 Thu, 06 Feb 2020 14:59:09 +0100 Hessen: „Einen kühlen Kopf bewahren “  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-einen-kuehlen-kopf-bewahren/  

Frankfurt - Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Fälle einer akuten Atemwegserkrankung, die durch ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) ausgelöst wird, hat der Präsident der hessischen Ärztekammer Dr. med. Edgar Pinkowski ...

 

Frankfurt - Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Fälle einer akuten Atemwegserkrankung, die durch ein neuartiges Coronavirus (2019-nCoV) ausgelöst wird, hat der Präsident der hessischen Ärztekammer Dr. med. Edgar Pinkowski dazu aufgerufen, einen kühlen Kopf zu bewahren. „Alarmistischen Falschmeldungen zum Trotz besteht kein Anlass für Panikmache.“ 

Pinkowski verwies auf die Erklärungen der Bundesregierung sowie des Robert-Koch-Instituts (RKI), wonach die für Deutschland bestehende Gefahrenlage weiterhin gering sei. Auch betonte der Ärztekammerpräsident, dass das deutsche Gesundheitssystem vorbereitet sei: „In Deutschland haben wir ein funktionierendes Infektionsschutzgesetz mit klaren Melderegelungen, die auch die Verdachtsfälle erfassen, sowie Pandemiepläne, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesundheitsämter vorbereiten. So kann eine ungehemmte Verbreitung des Virus effektiv verhindert werden.“ 

Zudem relativierte Pinkowski die Gefährlichkeit des neuen Erregers, indem er es mit den von Jahr zu Jahr mutierenden Viren der sog. Echten Grippe (Influenza) in Relation setzte: „Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Grippesaison, die erst im vorletzten Jahr allein in Deutschland rund 25.000 Menschenleben forderte und im laufenden Jahr noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hat, ist es weitaus ratsamer, sich gegen die Influenza zu wappnen – und zwar mithilfe einer Grippeimpfung, zu der die Landesärztekammer jedes Jahr aufruft.“ 
Pinkowski verwies auf die Empfehlung des RKI, die wichtigste Schutzmaßnahme vor einem neuen Virus, gegen den noch keine Impfung bereitsteht, sei das richtige und regelmäßige Händewaschen – sowie Abstandhalten zu an Atemwegsinfektionen erkrankten Personen. 

www.laekh.de

 

 

 

]]>
news-2398 Tue, 04 Feb 2020 14:57:20 +0100 Niedersachsen: Breite Unterstützung der niedersächsischen Ärzteschaft für Streiks der Universitätsärzte https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/niedersachsen-breite-unterstuetzung-der-niedersaechsischen-aerzteschaft-fuer-streiks-der-universitaetsaer/  

Hannover - Anläßlich der heutigen bundesweiten Großkundgebung von Klinikärztinnen und -ärzten in Hannover hat Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker das sofortige Ende überlanger Arbeitszeiten ...

 

Hannover - Anläßlich der heutigen bundesweiten Großkundgebung von Klinikärztinnen und -ärzten in Hannover hat Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker das sofortige Ende überlanger Arbeitszeiten für Klinikärztinnen und -ärzte gefordert.

"Zahlreiche Nacht- und Wochenenddienste machen Ärztinnen und Ärzte auf Dauer selbst krank und gefährden damit die Patientenversorgung noch mehr", so Kammerpräsidentin Wenker. Ärztinnen und Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet protestieren heute in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Dr. med. Martina Wenker: "Ich wünsche diesem Protest nachhaltigen Erfolg. Die Demonstrierenden treten konsequent und mutig für bessere Arbeitsbedingungen in Krankenhaus und Praxis ein, welche der ärztlichen Leistungsfähigkeit wie auch den hohen Anforderungen der Patientenversorgung entsprechen."

www.aekn.de

 

]]>
news-2397 Tue, 04 Feb 2020 14:25:48 +0100 Hessen: „Hetze und Rassismus machen krank“: Hessische Ärztekammer beruft Rassismusbeauftragten  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-hetze-und-rassismus-machen-krank-hessische-aerztekammer-beruft-rassismusbeauftragten/  

Frankfurt - Ausdrücklich unterstützt die Landeärztekammer Hessen (LÄKH) das Aktionsprogramm „Hessen gegen Hetze“, mit dem die Hessische Landesregierung Rechtsextremismus, Gewalt und Hass im Internet entgegentritt. „Nur gemeinsam ...

 

Frankfurt - Ausdrücklich unterstützt die Landeärztekammer Hessen (LÄKH) das Aktionsprogramm „Hessen gegen Hetze“, mit dem die Hessische Landesregierung Rechtsextremismus, Gewalt und Hass im Internet entgegentritt. „Nur gemeinsam können wir auf Dauer ein tolerantes gesellschaftliches Klima in Hessen bewahren“, betont der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski. Da Gewalt und rechte Hetze auch nicht vor Arztpraxen oder Krankenhäusern Halt machen, hat das Präsidium der Landesärztekammer den Menschenrechtsbeauftragten der LÄKH, Dr. med. Ernst Girth, zusätzlich als Rassismusbeauftragten berufen. Ab sofort ist Girth damit als Menschrechts- und Rassismusbeauftragter der Landesärztekammer Hessen zugleich Ansprechpartner für rassistische und gewalttätige Vorfälle in Einrichtungen des Gesundheitswesens. 

Rechtsextreme Hetze und Rassismus machen aus ärztlicher Sicht auch krank: Das hat das hessische Ärzteparlament im November 2019 in einer Resolution erklärt. Soweit es in ihrer Macht stehe, trage die Landesärztekammer dafür Sorge, dass rechtsextreme Hetze in Gesundheitseinrichtungen unterbleibe. „Wir werben bei unseren Mitgliedern für ein aktives Vorgehen gegen Hetze und treten dafür ein, dass Rassismus im Gesundheitswesen auch in Fort- und Weiterbildung thematisiert wird“, sagt Pinkowski und weist auf das der ärztlichen Berufsordnung vorangestellte ärztliche Gelöbnis hin, in dem es heißt: „Ich werde nicht zulassen, dass Erwägungen von Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehörigkeit, Rasse, sexueller Orientierung, sozialer Stellung oder jeglicher anderer Faktoren zwischen meine Pflichten und meine Patientin oder meinen Patienten treten.“ 

Mit der Berufung des Rassismusbeauftragten entspricht die Landesärztekammer Hessen der Forderung der Delegiertenversammlung nach einer Anlaufstelle, bei der rassistische Vorfälle in Einrichtungen des Gesundheitswesens benannt werden können. Zugleich soll sich diese Anlaufstelle auch um die Entwicklung von Gegenstrategien bemühen. Darüber hinaus wird die Landesregierung aufgefordert, Mittel für die Erforschung von Rassismus im Gesundheitswesen bereit zu stellen. Die Landesärztekammer Hessen  werde entsprechende Forschungsprojekte aktiv unterstützen, erklärten die Delegierten. 

www.laekh.de

 

]]>
news-2396 Tue, 04 Feb 2020 14:23:05 +0100 Nordrhein: Volle Unterstützung der rheinischen Ärzteschaft für Streiks und Protest der Universitätsärzte https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-volle-unterstuetzung-der-rheinischen-aerzteschaft-fuer-streiks-und-protest-der-universitaetsae/  

Köln/Düsseldorf -. Die gesamte Ärzteschaft im Rheinland steht hinter den Universitätsärzten, die heute (Dienstag, 4. Februar) zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen sind und in Hannover eine zentrale Demonstration veranstalten. „Es muss ...

 

Köln/Düsseldorf -. Die gesamte Ärzteschaft im Rheinland steht hinter den Universitätsärzten, die heute (Dienstag, 4. Februar) zu einem eintägigen Warnstreik aufgerufen sind und in Hannover eine zentrale Demonstration veranstalten. „Es muss Schluss sein mit überlangen Arbeitszeiten“, sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, in Düsseldorf.

„Insbesondere zahlreiche Nacht- und Wochenenddienste gehen an die gesundheitliche Substanz der Kolleginnen und Kollegen und beeinträchtigen damit auch die Qualität der Patientenversorgung“, so der Kammerpräsident weiter.

Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte aus Köln, Bonn, Aachen, Düsseldorf und Essen fahren heute in die niedersächsische Landeshauptstadt, um dort zu protestieren. „Die Ärztekammer Nordrhein wünscht diesem Protest Erfolg, denn sie tritt konsequent für Arbeitsbedingungen in Krankenhaus und Praxis ein, die der ärztlichen Qualifikation, Leistung und Verantwortung sowie den hohen Anforderungen der Patientenversorgung entsprechen“, sagte Henke.

Der Kammerpräsident wies darauf hin, dass an Universitätskliniken auch Forschung und Lehre die Kraft der Ärztinnen und Ärzte beanspruchen. Dies sei in einer verlässlichen Dienstplangestaltung angemessen zu berücksichtigen, denn: „Mit Feierabendforschung lässt sich die im internationalen Vergleich gute Position der deutschen Spitzenmedizin auf Dauer sicher nicht halten“, so Henke.

www.aekno.de

 

]]>
news-2395 Tue, 04 Feb 2020 14:18:37 +0100 Niedersachsen: ÄKN-Podcast mit Informationen zum Coronavirus https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/niedersachsen-aekn-podcast-mit-informationen-zum-coronavirus/  

Hannover - Der Coronavirus scheint vor allem für vorerkrankte Menschen gefährlich zu sein. Ärztekammerpräsidentin Dr. med. Martina Wenker und MHH-Experte Professor Dr. med. Matthias Stoll raten, die Grippeimpfung zur Prävention zu nutzen.

 

Hannover - Der sich von China aus weltweit verbreitende neue Coronavirus 2019-nCoV hat inzwischen auch Deutschland erreicht. Das Ende vorigen Jahres vom Tier auf den Menschen übergesprungene hoch ansteckende Virus rufe beim Menschen Symptome wie Schnupfen sowie Hals- und Kopfschmerz hervor, führe aber auch zu Fieber und Lungenentzündungen, berichtet Dr. med. Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). Trotzdem gibt es keinen Grund zur Panik: Das ist der Tenor des aktuellen ÄKN-Videos über den Coronavirus. „Wir können das Virus in unserem eigenen Labor identifizieren“, sagt Dr. med. Matthias Pulz, Präsident des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) und gibt Entwarnung für Niedersachsen: „Es besteht keine Gefährdung für die Bevölkerung.“

Wer sich jedoch vor einer potenziell ernst zu nehmenden Infektion schützen möchte, dem raten Wenker und Professor Dr. med. Matthias Stoll, Facharzt für Innere Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), zu einer Grippeschutzimpfung. „Wenn Sie gerade eine dicke Virusgrippe haben, dann könnten Sie durch den Coronavirus ernsthaft krank werden“, warnt Stoll im ÄKN-Video.

www.aekn.de

 

 

 

]]>