Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Sun, 18 Aug 2019 11:15:21 +0200 Sun, 18 Aug 2019 11:15:21 +0200 TYPO3 EXT:news news-2216 Thu, 15 Aug 2019 10:28:01 +0200 Rheinland-Pfalz: Landesärztekammer schaltet modernisierte Internetseite frei https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/rheinland-pfalz-landesaerztekammer-schaltet-modernisierte-internetseite-frei/  

Mainz - Die neue Internetpräsenz der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ist jetzt online. Die neue Website ist unter der vertrauten Adresse www.laek-rlp.de weiterhin gut erreichbar, präsentiert sich aber in einem komplett neuen Design und mit optimierter Seitenstruktur. Klar strukturierte Bereiche weisen den Besucherinnen und Besuchern schnell und einfach ....

 

Mainz - Die neue Internetpräsenz der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ist jetzt online. Die neue Website ist unter der vertrauten Adresse www.laek-rlp.de weiterhin gut erreichbar, präsentiert sich aber in einem komplett neuen Design und mit optimierter Seitenstruktur.
 
Klar strukturierte Bereiche weisen den Besucherinnen und Besuchern schnell und einfach den Weg durch das Informationsangebot. „Unser Internetauftritt ist in der neuen Aufmachung nun noch übersichtlicher gegliedert, bietet mit Klappmenüs eine nutzerfreundliche Bedieneroberfläche und erleichtert mit frischer Optik den Überblick“, so Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis. Mit „unserem neuen Online-Schaufenster gewinnt man schnell und unkompliziert Einblicke und Informationen“, fügt er hinzu.
 
Mit nur wenigen Navigationsschritten ist man an den gesuchten Informationspunkten. Die Zuordnung von festen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern sorgt für den direkten Draht in die Landesärztekammer.
 
Bei dem Relaunch „unserer Internetseite haben wir uns intensiv mit dem veränderten Internet-Nutzungsverhalten beschäftigt und uns auch für ein responsives Design entschieden", erklärt der Präsident. Egal ob die Nutzer mit dem Smartphone, dem Tablet oder vom heimischen PC aus auf die Website der Landesärztekammer zugreifen: Die Inhalte passen sich in Bildschirmdarstellung und -auflösung automatisch den unterschiedlichen Anforderungen der Endgeräte an.
 
Matheis: „Wir haben uns an den Trends modernster Weboptik orientiert, um fit fürs Webzeitalter zu sein. Wir wünschen viel Freude beim Stöbern und Entdecken auf unserer neuen Internetseite. Und über Lob und Kritik freuen wir uns.“
 
Die Internetseite der Landesärztekammer gibt‘s wie immer unter:
www.laek-rlp.de 

 

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news-2215 Tue, 13 Aug 2019 15:18:58 +0200 Hessen: Mehr Medizinstudienplätze als Rezept gegen Ärztemangel https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-mehr-medizinstudienplaetze-als-rezept-gegen-aerztemangel/  

Frankfurt - „Wir müssen mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden, um auch künftig die ärztliche Versorgung der Bevölkerung sicher stellen zu können“, erneuert der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski die wiederholt erhobene Forderung der Landesärztekammer nach einer Erhöhung der Medizinstudienplätze. "Die ...

 

Frankfurt - „Wir müssen mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden, um auch künftig die ärztliche Versorgung der Bevölkerung sicher stellen zu können“, erneuert der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski die wiederholt erhobene Forderung der Landesärztekammer nach einer Erhöhung der Medizinstudienplätze. "Die gesellschaftlichen Veränderungen machen diesen Schritt dringend notwendig, denn zum einen scheiden in den kommenden Jahren viele Kolleginnen und Kollegen der Babyboomer- Generation aus dem Berufsleben aus, zum anderen ist der ärztliche Nachwuchs überwiegend weiblich.“

Viele junge Ärztinnen – und auch junge Ärzte - mit abgeschlossener Weiterbildung seien dabei, eine Familie zu gründen, oder hätten dies bereits getan. Im Unterschied zu ihren Vorgängern seien sie nicht mehr bereit, ihr Privatleben zugunsten des Berufs zurückzustellen. „Dass junge Kolleginnen und Kollegen einen Teil ihrer Zeit für die Familie aufwenden wollen, ist nachvollziehbar und gut, zugleich fehlt damit jedoch Arztzeit sowohl im niedergelassenen Bereich als auch im Krankenhaus“, erklärt Pinkowski: „Für zwei ausscheidende Ärztinnen oder Ärzte müssten vier neue kommen. Eine solche Verdoppelung lässt sich aber nur realisieren, wenn die Zahl der Medizinstudierenden steigt!“

Während die wohnortnahe fach- und hausärztliche Versorgung in Ballungsräumen voraussichtlich auch perspektivisch gewährleistet sei, werde die Situation in kleineren Kommunen und im ländlichen Bereich immer schwieriger: „Gerade dort wird sich der Ärztemangel zunehmend bemerkbar machen“, so der hessische Ärztekammerpräsident weiter. Überlegungen, eine Landarztquote einzuführen, erteilt er allerdings eine klare Abfuhr: „Stärkung des Landarztes ja, aber kein Zwang.“

Wichtig sei vielmehr, dass die beruflichen Rahmenbedingungen auf dem Land stimmten, betont Pinkowski. „Und hierfür ist die Politik zuständig.“ So komme es darauf an, auch in ländlichen Gebieten eine sinnvolle Infrastruktur in Form von Kindergärten, Schulen und vor allem einer guten Verkehrsanbindung zu schaffen. „Dabei kann und sollte auch quer gedacht werden. So ist es etwa durchaus denkbar, auf dem Land zu arbeiten und in der Stadt zu wohnen, wo der Partner seine Arbeit hat oder die Kinder eine Ausbildung machen.“

Die Überlegung, Abiturienten mit niedrigerem Notendurchschnitt, die Medizin studieren wollen, für eine spätere Tätigkeit auf dem Land zu ‚ködern‘, nennt Pinkowski hingegen kontraproduktiv. Denn so entstünde der Eindruck, dass nur die weniger Ambitionierten aufs Land gingen. „Das wäre fatal! Außerdem würde man damit die Chance vertun, die Tätigkeit des Landarztes attraktiver zu machen“, stellt Pinkowski fest. „Viel sinnvoller wäre es dagegen, jungen Kolleginnen und Kollegen durch die Förderung von Famulaturen und Hospitationen zu zeigen, wie interessant das Landarztleben sei kann – und zwar für Haus- und für Fachärzte gleichermaßen.“

http://www.laekh.de

 

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news-2214 Mon, 12 Aug 2019 16:55:51 +0200 Sachsen: Erstmals und  einzigartig: Das Ärztinnenblatt Sachsen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/sachsen-erstmals-und-einzigartig-das-aerztinnenblatt-sachsen/  

Dresden - In diesem Monat weicht das Ärzteblatt Sachsen erstmals in seiner fast 30jährigen Geschichte vom Namen ab und nennt sich Ärztinnenblatt Sachsen. Das aktuelle Heft widmet sich dem Thema "Frauen in der Medizin - als Ärztinnen, Patientinnen und Wissenschaftlerinnen". Im Vorwort ...

 

Dresden - In diesem Monat weicht das Ärzteblatt Sachsen erstmals in seiner fast 30jährigen Geschichte vom Namen ab und nennt sich Ärztinnenblatt Sachsen. Das aktuelle Heft widmet sich dem Thema "Frauen in der Medizin - als Ärztinnen, Patientinnen und Wissenschaftlerinnen". 
 
Im Vorwort steht: „Die Jahre 2018 und 2019 sind Jahre voller wichtiger Jubiläen: 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland, 30 Jahre Friedliche  Revolution  und  70  Jahre  Grundgesetz  mit  dem  „Gleichheitsparagraphen“ . Bei der Diskussion über solche Anlässe entstand  in  der  Redaktion  die  Idee  zu  einem  Themenheft  „Frauen in der Medizin“ . So schnell, wie wir uns einig waren, DASS  wir  ein  „Ärztinnenblatt“  gestalten  wollen,  so  lebhaft  wurde die Diskussion, WIE soll das aussehen? WAS soll drinstehen?“. Das ganze Heft mit spannenden Artikeln, tollen Interviews und zahlreichen Grafiken rund um das Thema Frauen in der Medizin gibt es nun online hier: https://www.slaek.de/de/04/aerzteblatt/archiv/2011-2020/2019/ae082019.php.
 
Aus dem Inhalt:
 
·         Die Medizin wird weiblich – und das ist gut so 
·         Primaten im OP
·         Chefärztinnen in der Chirurgie – Rollenvorbilder für Medizinstudentinnen und junge Chirurginnen 
·         Sächsische Chefinnen: Leitende Ärztinnen im Interview
·         Ärztinnen in Führungspositionen im Wandel der Zeit und der eigene Werdegang
 
Ärztin und Familie      
·         Work-Life-Balance – eine Herausforderung für Ärztinnen mit familiären Verpflichtungen?
·         Umsetzung des Mutterschutzgesetzes für Ärztinnen in Sachsen
·         Paare in Widerspruchsverhältnissen 
 
Frauen als Patientinnen        
·         Pharmakotherapeutische Besonderheiten bei Frauen 
·         Die „Million Women Study” und ihr Beitrag zur Frauengesundheit 
·         Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Burnout-Entwicklungen? 
·         Geschlechtsspezifische Unterschiede im Fach Herzchirurgie 
 
Medizingeschichte     
·         Ida Boysen – eine Chirurgin von intellektueller Bescheidenheit und profunder Humanitas 
 

www.slaek.de

 

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news-2213 Mon, 12 Aug 2019 16:46:21 +0200 Nordrhein: Ungerechtfertigte Skandalisierung auf Kosten der Radiologen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-ungerechtfertigte-skandalisierung-auf-kosten-der-radiologen/  

Düsseldorf - Eine ausführliche Erklärung des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen (BDR) 

vom 8. August macht nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) deutlich: es ist unseriös, den 

Eindruck zu erwecken, dass sich Radiologen mittels Abrechnung von Kontrastmitteln ungerechtfertigt ...

 

Düsseldorf - Eine ausführliche Erklärung des Berufsverbandes der Deutschen Radiologen (BDR) vom 8. August macht nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) deutlich: es ist unseriös, den Eindruck zu erwecken, dass sich Radiologen mittels Abrechnung von Kontrastmitteln ungerechtfertigt oder gar illegal bereichern (die Erklärung des BDR ist im Wortlaut verfügbar unter (http://www.radiologenverband.de/).

Genau das aber suggeriert die Berichterstattung in Süddeutscher Zeitung („Radiologen machen dubiose Millionengeschäfte“), NDR („Strafrechtler … halten die enormen Zusatzgewinne der Ärzte mit Kontrastmitteln für 'strafwürdig'") und WDR („Der ehemalige BGH-Richter … hält das Pauschalen-Modell, bei dem Radiologen … enorme Gewinne machen können, für 
´strafwürdig`").

Die Radiologen werden hier zu Unrecht angeprangert und geradezu kriminalisiert. Dabei haben sie ohne Zweifel regelgerecht nach den Vereinbarungen zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen abgerechnet.

„Wer skandalisiert, wo es keinen Skandal gibt, schädigt fahrlässig oder mutwillig das Ansehen der betroffenen Berufsgruppe“, erklärte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, am Montag (12. August) in Düsseldorf, „das können wir nicht 
widerspruchslos hinnehmen.“ Gleichzeitig wird durch die ungerechtfertigte Skandalisierung nach Auffassung der Ärztekammer Nordrhein der seriöse investigative Journalismus diskreditiert, der für unsere Gesellschaft von außerordentlicher Bedeutung ist.

www.aekno.de
 

 

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news-2212 Tue, 06 Aug 2019 17:15:38 +0200 Nordrhein: Individuelle Beratung und Unterstützung für Frauen in Schwangerschaftskonfliktlagen stärken https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-individuelle-beratung-und-unterstuetzung-fuer-frauen-in-schwangerschaftskonfliktlagen-staerk/  

Düsseldorf - Zur Debatte um die Information über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke: Die anerkannten Beratungsstellen sind der beste Ort für Informationen über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Der Gesetzgeber hat der Bundesärztekammer in § 13 ...

 

Düsseldorf - Zur Debatte um die Information über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke:

Die anerkannten Beratungsstellen sind der beste Ort für Informationen über Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen.

Der Gesetzgeber hat der Bundesärztekammer in § 13 Abs. 3 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes den Auftrag erteilt, eine Liste derjenigen Ärztinnen und Ärzte zu veröffentlichen, die ihr mitgeteilt haben, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen.

Nach der ersten Veröffentlichung dieser Liste ist nun erneut eine Debatte um den richtigen Umgang mit Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch entstanden.

Aus diesem Anlass ist an einen Vorschlag zu erinnern, den der Deutsche Ärztetag im Mai 2018 gemacht hat.

Der Vorschlag des Deutschen Ärztetags ging von dem Ziel aus, vor allem die individuellen Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen in einer Konfliktsituation zu stärken.

Dafür spielen – neben der Beratung durch Frauenärztinnen und Frauenärzte – die anerkannten Beratungsstellen nach § 5 Schwangerschaftskonfliktgesetz eine zentrale Rolle. Ohne den Besuch in einer dieser Beratungsstellen kann der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland ohnehin nicht durchgeführt werden.

Die Bundesländer sind verpflichtet, ein ausreichendes, plurales Angebot wohnortnaher Beratungsstellen sicherzustellen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vermittelt über eine Datenbank mit regionaler Suchfunktion zu den anerkannten Beratungsstellen (www.familienplanung.de).

Nun kommt es lediglich darauf an, dafür zu sorgen, dass in den Beratungsstellen bekannt ist, welche Ärztinnen und Ärzte im Umfeld bereit sind, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.

Dann ist eine neutrale, individuelle Information der betroffenen Frauen sichergestellt. In diesem Rahmen ist es auch möglich, angemessen darüber zu informieren, mit welchen Verfahren der Schwangerschaftsabbruch bei den Ärztinnen und Ärzten jeweils durchgeführt werden kann.

Der Vorschlag kommt zugleich den Bedenken von Ärztinnen und Ärzten entgegen, die nicht auf einer im Internet frei verfügbaren Liste erscheinen möchten.

Der Vorschlag des Deutschen Ärztetages ist im weiteren Gesetzgebungsverfahren nicht aufgegriffen worden. Er ist aber auch jetzt noch ohne erneute Gesetzesänderung umsetzbar:

Denn Ärztinnen und Ärzte sind nach § 219a StGB bereits jetzt berechtigt, den anerkannten Beratungsstellen (und auch anderen Ärztinnen und Ärzten) die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.

Das nun von der Bundesärztekammer erstellte Meldeverfahren kann um die Information ergänzt werden, ob die Ärztinnen und Ärzte (zusätzlich oder anstelle der Aufnahme in die Internet-Liste) mit einer Weitergabe ihrer Angaben an die Beratungsstellen einverstanden sind.

Unabhängig davon melden Ärztinnen und Ärzte (und auch Krankenhäuser) ihre Tätigkeit bereits heute nach § 18 Schwangerschaftskonfliktgesetz an das Statistische Bundesamt. Es wäre unbürokratisch möglich, auch dieser Meldung die Information beizufügen, ob die Ärztin bzw. der Arzt mit einer Weitergabe seiner entsprechenden Daten an die anerkannten Beratungsstellen einverstanden ist.

So lässt sich das Ziel erreichen, dass der Ärztetag formuliert hat: Einer Frau, die sich nach der Beratung für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, soll eine Auflistung der für sie erreichbaren Ärztinnen und Ärzte zur Verfügung gestellt werden, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen. Zu dieser Information gehören auch Angaben darüber, mit welchen Verfahren der Schwangerschaftsabbruch bei diesen Ärztinnen und Ärzten erfolgen kann.

Die erforderlichen Informationen wären damit im geschützten Rahmen der Beratungsstellen verfügbar. So wäre sowohl dem Informationsbedürfnis der betroffenen Frauen als auch dem Schutzinteresse der Ärztinnen und Ärzte am besten gedient.

www.aekno.de

 

 

 

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news-2211 Wed, 31 Jul 2019 15:55:51 +0200 Hessen: Differenzierte Betrachtung der Bertelsmann-Empfehlung zu Klinikschließungen erforderlich https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-differenzierte-betrachtung-der-bertelsmann-empfehlung-zu-klinikschliessungen-erforderlich/  

Frankfurt - Mit ihrer Empfehlung, gut die Hälfte aller Krankenhäuser in Deutschland zu schließen, hat die jüngst veröffentliche Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung für Wirbel gesorgt. Als „teilweise nachvollziehbar, aber differenzierungsbedürftig“ bezeichnet Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, den Vorschlag, ...

 

Frankfurt - Mit ihrer Empfehlung, gut die Hälfte aller Krankenhäuser in Deutschland zu schließen, hat die jüngst veröffentliche Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung für Wirbel gesorgt. Als „teilweise nachvollziehbar, aber differenzierungsbedürftig“ bezeichnet Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, den Vorschlag, mit dem die Qualität der gesundheitlichen Versorgung verbessert werden soll.

„Richtig ist, dass in Ballungsgebieten die größten Möglichkeiten bestehen, Bettenkapazitäten abzubauen und Krankenhäuser zu fusionieren. Es macht wenig Sinn, wenn auf engem Raum angesiedelte Kliniken über das gleiche, hochspezialisierte Angebot verfügen“, so Pinkowski weiter. Durch Schließungen, Fusionen und die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten könnten hier Ressourcen gebündelt werden.

„Allerdings lassen sich die Ergebnisse der Studie nicht pauschal auf städtische und ländliche Gebiete anwenden“, erklärt der hessische Ärztekammerkammerpräsident. Die größte Schwierigkeit werde sein, in der Fläche Krankenhäuser in vertretbarer Größe und akzeptabler Erreichbarkeit
zu schaffen. Zugleich sei es erforderlich, das ambulante Versorgungsangebot zu stärken, wenn man in strukturschwachen Gegenden einen Konzentrationsprozess im stationären Bereich umsetzen wolle. “Dass dies möglich ist, haben uns skandinavische Länder wie Dänemark beispielhaft vorgemacht“.

So sei der erfolgreiche Ansatz, in der stationären Versorgung auf Exzellenz und Spezialisierung zu setzen, auch hierzulande gut vorstellbar. „Es ist nicht nur in der Medizin so, dass das, was man häufiger macht, besser gelingt als das, was nur selten erledigt werden muss. Daher erscheint der Gedanke, größere Zentren zu bilden, sinnvoll“, bekräftigt Pinkowski.

Für Großschadensereignisse und Katastrophen müssten auch in der Fläche stationäre Versorgungskapazitäten vorgehalten werden, so der hessische Ärztekammerpräsident. „Doch leider zeigt die Erfahrung, dass bereits heute schon - anders als von der Deutschen Krankenhausgesellschaft behauptet - auch kleinere Krankenhäuser auf dem Land durch knapp bemessenes Personal
und Arbeitsverdichtung ihrer "sozialen Versorgungsaufgabe" in vielen Fällen nicht gerecht werden.“ Pinkowski schlägt vor, dass jedes Bundesland den Bericht der Bertelsmann-Stiftung analysierend auf die eigenen Verhältnisse herunterbrechen und prüfen sollte, welche Konsequenzen möglicherweise zu ziehen seien. Dies dürfe jedoch nicht bedeuten, dass einzelne Bundesländer alles beim Alten ließen: „Wir müssen uns den notwendigen Veränderungsprozessen stellen.“

www.laekh.de

 

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news-2207 Mon, 29 Jul 2019 11:10:03 +0200 Hessen: Reform der Notfallversorgung muss funktionierende Strukturen integrieren https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-reform-der-notfallversorgung-muss-funktionierende-strukturen-integrieren/  

Frankfurt/Main - „Dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser durch ein sektorenübergreifendes Versorgungskonzept entlasten will,  ist  ausdrücklich zu begrüßen.  Neu sind die Überlegungen zu einer Reform der Notfallversorgung allerdings nicht“, betont der hessische Ärztekammerpräsident Dr. med. Edgar Pinkowski. So sei sowohl auf Deutschen Ärztetagen als  auch  ....  

 

Frankfurt/Main - „Dass  Bundesgesundheitsminister  Jens  Spahn  die  Notaufnahmen  deutscher Krankenhäuser durch ein sektorenübergreifendes Versorgungskonzept entlasten will,  ist  ausdrücklich  zu  begrüßen.  Neu sind die Überlegungen zu einer Reform  der  Notfallversorgung  allerdings  nicht“,  betont  der  hessische Ärztekammerpräsident  Dr. med. Edgar Pinkowski. So sei sowohl auf Deutschen Ärztetagen  als  auch  auf  Delegiertenversammlungen  der Landesärztekammer
Hessen   wiederholt  die  Einführung  eines  Versorgungskonzepts  gefordert worden.

Vor  über  eineinhalb  Jahren  habe das Land Hessen von seiner gesetzlichen Möglichkeit  nach  §  90a  Sozialgesetzbuch  V  Gebrauch  gemacht  und  ein gemeinsames  Gremium  der  Akteure  im  hessischen  Gesundheitswesen – u. a. Landesärztekammer  Hessen, Kassenärztliche Vereinigung Hessen und Hessische Krankenhausgesellschaft   -   zu  sektorenübergreifenden  Versorgungsfragen gebildet.  „Ziel  ist es, die Schnittstellen der ambulanten und stationären Versorgung  stärker  zu vernetzen und hessenweit eine sektorenübergreifende Notfallversorgung   aufzubauen“,   erklärt  Pinkowski.  „Dabei  sollen  der Rettungsdienst   und  der  Ärztliche  Bereitschaftsdienst  (ÄBD)  gemeinsam gesteuert werden, selbstverständlich unter ärztlicher Leitung.“

Welche    Fortschritte    Hessen    bereits   bei   der   Neuregelung   der Notfallversorgung  gemacht  habe,  zeige  das  im  Oktober  2017 gestartete erfolgreiche  Modellprojekt  der  koordinierten Inanspruchnahme stationärer und  ambulanter Notfallbehandlung am Klinikum Frankfurt Höchst. Dort werden Patienten  an  einem  zentralen  Tresen  von  besonders geschultem Personal triagiert  und  entweder in die Praxis des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes oder in die Notfallaufnahme weitergeleitet. „Damit können sowohl Patienten, die ein dringendes medizinisches Problem haben als auch jene mit leichteren Beschwerden   dort   versorgt   werden,   wo  sie  mit  seinen  Beschwerden hingehören“, so Pinkowski weiter.

Außerdem  habe  die  Kassenärztlichen  Vereinigung  Hessen  um die Kliniken größerer Städte ein Netz von Partnerpraxen eingerichtet, in denen Patienten behandelt  werden,  die  eigentlich  dem ambulanten Sektor zuzuordnen sind, aber während der Praxisöffnungszeiten zunächst die Notaufnahme einer Klinik aufgesucht  hatten.

„Darauf     läuft    auch    der    jetzt    vom Bundesgesundheitsministerium   vorgelegte   Diskussionsentwurf  prinzipiell hinaus:   Gemeinsame   Notfallleitstellen   am   Telefon   sowie   zentrale Anlaufstellen  – die sogenannten Integrierten Notfallzentren (INZ) - an den Kliniken  sollen  dringende von weniger dringenden Fällen unterscheiden und entweder in die Notaufnahme, zum ärztlichen Bereitschaftsdienst oder in die Sprechstunde eines niedergelassenen Arztes weiter vermitteln.“

Pinkowski forderte, bereits existierende und gut funktionierende Strukturen bei  der  geplanten  Reform zu berücksichtigen und zu integrieren. Auch sei die  Messlatte, die notmedizinische Fachgesellschaften für die Auswahl des medizinischen  Fachpersonals  in  Integrierten  Notfallzentren  verlangten, überzogen,  „Die geplanten INZ sind nicht als Anlaufstelle für schwerkranke oder   schwerverletzte   Patienten   geplant.   Vielmehr   soll   hier  der Behandlungsbedarf  von  Patienten eingeschätzt  werden  –  dafür sind auch niedergelassene    Kolleginnen    und    Kollegen   durch   ihre   tägliche Berufserfahrung  mehr als ausreichend qualifiziert.“ Im Übrigen sollten die Berufsverbände,  die  jetzt  Beteiligungsansprüche  stellen,  zur  Kenntnis nehmen,  dass  die ärztlichen Selbstverwaltungskörperschaften qualifizierte Vertreter in die Gespräche und Verhandlungen dazu entsenden.

www.laekh.de

 

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news-2209 Mon, 29 Jul 2019 10:51:07 +0200 Liste nach § 13 Schwangerschaftskonfliktgesetz online https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/liste-nach-13-schwangerschaftskonfliktgesetz-online/  

 

 

Berlin – Welche Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen führen in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche durch? Bei der Beantwortung dieser Frage hilft seit heute eine Liste, die die Bundesärztekammer (BÄK) auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellt. Diese Liste wird auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.familienplanung.de veröffentlicht und gemeinsam monatlich aktualisiert.

„Die Neuregelung des Strafgesetzparagrafen 219a schafft die für alle Beteiligten dringend notwendige Rechtssicherheit bei der Information zum Schwangerschaftsabbruch“, sagte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Die Bundesärztekammer nehme die ihr vom Gesetzgeber übertragene Aufgabe sehr ernst, eine Liste über Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen zu führen, die straffreie Schwangerschaftsabbrüche durchführen. „Diese Liste hilft Frauen in Notlagen bei der Suche nach ärztlicher Hilfe in ihrer Nähe“, so Reinhardt.

Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen können unter https://liste.bundesaerztekammer.de die Aufnahme in diese Liste beantragen. Ein mehrstufiger Registrierungs- und Verifizierungsprozess gewährleistet dabei die Sicherheit und Korrektheit der Angaben. Nutzer des elektronischen Arztausweises haben die Möglichkeit, sich mit dessen Hilfe nach der online-Registrierung elektronisch anzumelden. Alle anderen Ärztinnen und Ärzte erhalten die Anmeldeunterlagen nach der online-Registrierung auf dem Postweg.

Allgemeine Anfragen können über die Mailadresse liste@baek.de an die Bundesärztekammer gerichtet werden.

 

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news-2210 Sun, 28 Jul 2019 11:25:00 +0200 Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes BÄKground https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/neue-ausgabe-des-baek-informationsdienstes-baekground-11/  

 

 

Berlin - Wenn der Deutsche Ärztetag zusammentritt, ist ihm die Aufmerksamkeit von Medien und Politik gewiss. Das gilt insbesondere, wenn die Ärzteschaft, wie in diesem Jahr, eine neue Führungsspitze wählt. In Münster übergab Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery den Staffelstab an seinen Nachfolger Dr. Klaus Reinhard. Ihm stehen mit Dr. Ellen Lundershausen und Dr. Heidrun Gitter zwei Vizepräsidentinnen zur Seite.

Sein vorrangiges Ziel bestehe darin, Ärzten wieder mehr Zeit für ihre Patientinnen und Patienten zu verschaffen, betont Reinhardt im Interview mit BÄKground (S. 5). Beim Reizthema Digitalisierung ruft er die Ärzteschaft zu einer aktiven Rolle auf. "Es muss um das Patientenwohl gehen, nicht um Profite", stellt er klar. Daher dürfe man das Thema nicht den Internetgiganten überlassen. Eindeutig ist seine Haltung auch bei der politisch forcierten Kommerzialisierung der Medizin. Hier sei endlich ein Umdenken der Verantwortlichen notwendig und eine klare Grenze zwischen ärztlicher und gewerblicher Tätigkeit zu ziehen. 

Sein Vorgänger nutzte seine letzte Eröffnungsrede als BÄK-Präsident, um gesundheitspolitische Fehlentwicklungen zu kritisieren. So warnte Montgomery den Bundesgesundheitsminister Spahn davor, die Arbeitsteilung zwischen Politik und Selbstverwaltung auszuhebeln. Ebenso  falsch sei es, immer neue Berufe am Rande der ärztlichen Tätigkeit zu schaffen und so den Arztberuf zu "Deprofessionalisieren". Gleichzeitig lobte er aber auch Erfolge wie das Organspendegesetz oder das Verbot des ärztlich assistieren Suizids (S. 3).

Was der Ärztetag jenseits der Wahlen von der Arztgesundheit  bis zur Digitalisierung noch entschieden hat, lesen Sie in der Ärztetags-Ausgabe des BÄKground.

BÄKground August 2019 [PDF]

 

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news-2208 Thu, 25 Jul 2019 11:55:00 +0200 Was für Arzneimittel sind Biosimilars? https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/was-fuer-arzneimittel-sind-biosimilars/  

 

 

Berlin - Auf zwei Seiten informiert die neu erschienene Kurzinformation „Biosimilars“ über die Besonderheiten von biologischen Arzneimitteln. Es wird erklärt, worin sich biologische und chemische Arzneimittel unterscheiden und weshalb es Originale und Nachfolgemittel gibt. Zudem erhalten Menschen mit ärztlich verordneten biologischen Arzneimitteln praktische Tipps, die bei der Anwendung dieser Arzneimittel hilfreich sein können.

Biologische Arzneimittel werden in lebenden Zellen hergestellt. Sie haben einen komplizierten Aufbau, weshalb natürliche Schwankungen bei der Herstellung völlig normal sind. Ein später hergestellter Wirkstoff ist dem vorherigen zwar sehr ähnlich, jedoch nicht hundertprozentig gleich. Biosimilars sind sogenannte Nachfolgemittel der ursprünglichen biologischen Arzneimittel. Für die Zulassung muss der Hersteller eines Biosimilars in Studien nachweisen, dass sein biologisches Arzneimittel in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit  im direkten Vergleich gleichwertig zum Original ist.

Biosimilars kommen bei verschiedenen Krankheiten zum Einsatz, wie etwa Krebs und dauerhaft entzündlichen Krankheiten des Darms oder der Gelenke. Sie müssen ärztlich verordnet werden. Auch die Umstellung vom Original auf ein Biosimilar erfolgt durch einen Arzt oder eine Ärztin. In Deutschland ist es derzeit gesetzlich nicht erlaubt, dass man in der Apotheke ein anderes als das ärztlich verordnete biologische Arzneimittel aushändigt.

Biosimilars werden in der Versorgung immer wichtiger: In einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein gab die Mehrheit der Praxen, die bestimmte biologische Arzneimittel regelmäßig einsetzen, an, dass sie bei Neueinstellungen Biosimilars einsetzen und auch darauf umstellen.(1)

Die Patienteninformation zu Biosimilars wurde gemeinsam vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) und der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) entwickelt. Sie beruht auf dem Leitfaden „Biosimilars“ der AkdÄ (2) und erscheint in der Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ des ÄZQ. Diese Reihe erarbeitet das ÄZQ im Auftrag von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer (BÄK).

Die Informationen stehen Ärztinnen und Ärzten zum Ausdrucken kostenlos zur Verfügung, um sie bei Bedarf Betroffenen oder Angehörigen persönlich auszuhändigen.

Die Kurzinformation „Biosimilars“ sowie Informationen zu über 80 weiteren Themen können Sie abrufen unter:

Außerdem finden Sie die Informationen auch im KV-SafeNet unter: kbv-website.kv-safenet.de/html/3001.php.

Quellen
(1) www.kvno.de/60neues/2019/19_07_biosimilars/index.html
(2) Leitfaden „Biosimilars“ (2017) der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/LF/Biosimilars

Weitere Patienteninformationen

 

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