Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Sun, 22 Jul 2018 09:41:59 +0000 Sun, 22 Jul 2018 09:41:59 +0000 TYPO3 EXT:news news-1769 Thu, 12 Jul 2018 09:58:16 +0000 Westfalen-Lippe: Ärztekammer informiert: Schulschwänzen ist keine Krankheit und sollte nicht durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung legitimiert werden  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-aerztekammer-informiert-schulschwaenzen-ist-keine-krankheit-und-sollte-nicht-durch-e/  

Münster - Mit einem deutlichen Hinweis an Ärzte und auch Eltern von schulpflichtigen Kindern reagiert die Ärztekammer Westfalen-Lippe auf unterschiedliche Medienberichte, wonach Schülerinnen und Schüler direkt vor oder nach Schulferien von ihren Eltern aus dem Unterricht genommen werden. Dies ist verboten, geschieht aber vermehrt, um dadurch Reisekosten zu sparen und so die Urlaubskasse zu schonen. ...

 

Münster - Mit einem deutlichen Hinweis an Ärzte und auch Eltern von schulpflichtigen Kindern reagiert die Ärztekammer Westfalen-Lippe auf unterschiedliche Medienberichte, wonach Schülerinnen und Schüler direkt vor oder nach Schulferien von ihren Eltern aus dem Unterricht genommen werden. Dies ist verboten, geschieht aber vermehrt, um dadurch Reisekosten zu sparen und so die Urlaubskasse zu schonen. 
 
Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst erklärt dazu: „Eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist ganz und gar nicht die richtige Art und Weise, Kinder aus dem Unterricht zu nehmen. Es ist allein Aufgabe der Eltern, Kinder für ein Fehlen in der Schule zu entschuldigen. Es obliegt auch nicht dem Arzt, mittels einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eine Schulunfähigkeit festzustellen. Wenn Eltern eine ärztliche Diagnose und die Bescheinigung einer Erkrankung für ihr Kind benötigen, setzt das eine Vorstellung des Kindes und eine Untersuchung voraus und zieht ein gebührenpflichtiges Attest nach sich.“ 
 
Windhorst weiter: „Die Ärztinnen und Ärzte sind eindeutig der falsche Ansprechpartner, um die Schulpflicht auszusetzen. Schulschwänzen ist keine Krankheit und darf nicht ärztlich legitimiert werden.“ Die allgemeine Schulpflicht sei eine Regelung, die vorrangig Eltern und Schule beträfe. 
 
Die Ärzte sollten, so der Kammerpräsident, elterlichen Anfragen nach einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zum Fernbleiben vom Unterricht nicht nachkommen. Nur bei einer nachgewiesenen längeren Erkrankung könne dies durch ein ärztliches Attest geschehen. Sollten Schulen den Verdacht haben, dass Eltern ihre Kinder ungerechtfertigter Weise und missbräuchlich aus dem Unterricht nehmen, müssten die Schulleitung oder später die Bezirksregierung tätig werden und gegebenenfalls Bußgelder verhängen.

www.aekwl.de

 

 

 

]]>
news-1768 Thu, 12 Jul 2018 09:36:35 +0000 Westfalen-Lippe: 43 Mal „sehr gut“ - Ärztekammer ehrt erfolgreiche Absolventen  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-43-mal-sehr-gut-aerztekammer-ehrt-erfolgreiche-absolventen/  

Münster - Mehr als 1.600 Auszubildende für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) haben sich in diesem Jahr zur Abschlussprüfung an einem der 35 Berufskollegs in Westfalen-Lippe angemeldet. 43 von ihnen erreichten die Höchstnote „sehr gut“. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe zeichnete sie gestern im Rahmen einer Feierstunde im Ärztehaus in Münster aus: Der Beauftragte der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, ...

 

Münster - Mehr als 1.600 Auszubildende für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) haben sich in diesem Jahr zur Abschlussprüfung an einem der 35 Berufskollegs in Westfalen-Lippe angemeldet. 43 von ihnen erreichten die Höchstnote „sehr gut“. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe zeichnete sie gestern im Rahmen einer Feierstunde im Ärztehaus in Münster aus: Der Beauftragte der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, Dr. med. Hans-Peter Peters, gratulierte den neuen MFA und überreichte Urkunden und Buchpräsente. Er beglückwünschte außerdem zehn Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung, die die Abschlussprüfung ihrer Aufstiegsfortbildung ebenfalls mit Höchstnoten meisterten. 
 
Zur Sommerprüfung an den Berufskollegs in Westfalen-Lippe waren 1.351 Auszubildende für den Beruf der MFA angetreten, bei der vorangegangenen Winterprüfung waren es 265. Der MFA-Brief eröffne den Start in das vielfältige und anspruchsvolle Berufsleben der Medizinischen Fachangestellten, erläuterte Ausbildungsbeauftragter Dr. Peters. Sie seien Bezugsperson für Patientinnen und Patienten. Als „rechte Hand“ von Ärztin und Arzt übten sie außerdem eine überaus verantwortungsvolle Tätigkeit aus. So sei die interprofessionelle Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen in der Arztpraxis gelebte Realität und wichtige Voraussetzung für den Behandlungserfolg. 
 
Die Ärztekammer Westfalen-Lippe betreut nach dem Berufsbildungsgesetz die dreijährige Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten. Die anspruchsvolle Ausbildung vermittle umfangreiches fachliches Wissen, unterstrich Dr. Peters. Er würdigte die Ärztinnen und Ärzten, die ihre Auszubildenden mit großer Bereitschaft zu hervorragenden Abschlüssen geführt hätten, dankte aber auch den Berufskollegs in Westfalen-Lippe, mit denen die Ärztekammer eng zusammenarbeite. „Ohne dieses konstruktive Zusammenwirken wäre eine qualifizierte Ausbildung kaum möglich“, so Dr. Peters. Er hob besonders auch das hohe Engagement der Schulleiter und Lehrer hervor. 
 
Medizinischen Fachangestellten stehen vielfältige Möglichkeiten weiterer beruflicher Qualifizierung offen: Mittlerweile gibt es 26 Spezialisierungsqualifikationen, wie die Entlastende Versorgungsassistentin (EVA) in Hausarzt- und Facharztpraxen. Ebenso besteht die Möglichkeit der Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt für ambulante medizinische Versorgung. 

www.aekwl.de
 

 

]]>
news-1767 Wed, 11 Jul 2018 13:34:01 +0000 Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen: BÄK sieht Vertraulichkeit gefährdet https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/gesetz-zum-schutz-von-geschaeftsgeheimnissen-baek-sieht-vertraulichkeit-gefaehrdet/  

 

 

Berlin - Das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient könnte durch ein geplantes Gesetz des Bundesjustizministeriums zur Umsetzung einer EU-Richtlinie massiv gefährdet werden. Davor hat die Bundesärztekammer in ihrer schriftlichen Stellungnahme zu dem Referentenentwurf eines Gesetzes „zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/943 zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung“ gewarnt. Nachbesserungen seien dringend erforderlich.

Die bereits im Jahr 2016 beschlossene EU-Richtlinie sowie der vom Bundesjustizministerium vorgelegte Referentenentwurf sehen vor, dass die Geschäftsgeheimnisse von Unternehmen künftig besser geschützt werden sollen. Zur Regelung des sogenannten „Whistleblowing“ enthält der Entwurf aber auch einen Rechtfertigungstatbestand (§ 4 GeschGehG). Danach wäre es erlaubt, Geschäftsgeheimnisse zu offenbaren, wenn dies zur Aufdeckung eines rechtmäßigen, aber (unethischen) „anderen Fehlverhaltens“ erforderlich ist und die offenlegende Person in der Absicht handelt, das allgemeine öffentliche Interesse zu schützen.

Wäre dieser Rechtfertigungstatbestand auch auf § 203 Absatz 1 StGB (Verletzung von Privatgeheimnissen) übertragbar, würde das bedeuten, dass auch das Offenbaren eines einem Arzt anvertrauten Geheimnisses dann nicht mehr strafbar und damit nicht mehr ausreichend geschützt wäre, wenn damit im vermeintlichen öffentlichen Interesse ein Fehlverhalten aufgedeckt werden soll. „In diesem Fall würde das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt nachhaltig beeinträchtigt“, warnt die BÄK in ihrer Stellungnahme. Patienten könnten sich nicht mehr sicher sein, dass alles, was sie dem Arzt anvertrauen, auch geheim bleiben muss.

Die Bundesärztekammer hält es daher für zwingend erforderlich, im Gesetzestext, wenigstens aber in der Gesetzesbegründung, ausdrücklich klarzustellen, dass § 4 GeschGehG-Entwurf Handlungen nur im Rahmen des Gesetzes zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen rechtfertigen kann und insbesondere § 203 Strafgesetzbuch davon unberührt bleibt.

Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/943 zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung

Berlin, 10.07.2018

 

]]>
news-1766 Mon, 09 Jul 2018 11:44:48 +0000 Hessen: Gutachten des Sachverständigenrats: Landesärztekammer Hessen und Kassenärztliche Vereinigung Hessen fordern eine kritische Auseinandersetzung  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hessen-gutachten-des-sachverstaendigenrats-landesaerztekammer-hessen-und-kassenaerztliche-vereinigung/  

Frankfurt - So trocken und technokratisch der Titel „Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung“ auch klingen mag, inhaltlich geht es in dem jetzt vorgelegten Gutachten des Sachverständigenrats für Gesundheit (SVR) um eine bessere Patientenversorgung. „Das Ziel, sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich Reformen auf den Weg zu bringen, die dem Patientenwohl dienen und zugleich eine sichere Finanzierungsbasis bieten sollen, ist grundsätzlich positiv zu bewerten“, erklärten ...

 

Frankfurt - So trocken und technokratisch der Titel „Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung“ auch klingen mag, inhaltlich geht es in dem jetzt vorgelegten Gutachten des Sachverständigenrats für Gesundheit (SVR) um eine bessere Patientenversorgung. „Das Ziel, sowohl im ambulanten als auch stationären Bereich Reformen auf den Weg zu bringen, die dem Patientenwohl dienen und zugleich eine sichere Finanzierungsbasis bieten sollen, ist grundsätzlich positiv zu bewerten“, erklärten Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, Präsident der Landesärztekammer Hessen (LÄKH), und die beiden Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH), Frank Dastych und Dr. med. Eckhard Starke, in einer gemeinsamen Stellungnahme. Doch neben bekannten Vorschlägen enthalte das umfangreiche Gutachten auch Empfehlungen, die kritisch geprüft werden müssten. 

So sei etwa der Landarztzuschlag zur Förderung der ärztlichen Versorgung auf dem Land zwar grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings müsse dieser extrabudgetär erfolgen. Die Finanzierung dürfe keinesfalls zu Lasten der übrigen Vertragsärzte erfolgen. Dastych warnte außerdem vor einer möglichen Enteignung von Praxiseigentümern. So empfiehlt der Sachverständigenrat nicht nur eine zeitliche Begrenzung der Zulassung für bestimmte Praxen, sondern auch die Evaluation von Preisen für den Praxisverlauf durch unabhängige Experten. 

Der Wert einer abzugebenden Praxis lasse sich nicht allein auf den Sachwert (Ausstattung und ggf. Immobilie) reduzieren, sondern müsse auch den sogenannten ideellen Wert berücksichtigen, betonten von Knoblauch zu Hatzbach und Dastych. „In der Regel ist dieser   ideelle Wert das Resultat einer langjährigen ärztlichen Arbeit, mit der das Vertrauen der Patienten nachhaltig erworben wurde“, so von Knoblauch zu Hatzbach. Ein extern geschätzter Sachwert beinhalte diese Leistungen nicht. 

Die Ärzte begrüßten, dass die Bedarfsplanung im ambulanten Bereich von Köpfen auf ärztliche Arbeitszeiten umgestellt werden soll. „Die auf historischen Bestandszahlen fortgeführte heutige Bedarfsplanung muss verlassen werden zugunsten einer bedarfsorientierten Berechnung. Hierbei müssen z.B. Mortalität und Morbidität einfließen sowie demographische Entwicklungen, die Berücksichtigung des heute ambulant möglichen Leistungsspektrums, aber auch Zuwanderung und Prävention", sagte Starke. 

Zur Notfallversorgung wiesen die Experten daraufhin, dass die vom SVR vorgeschlagene extrabudgetäre Vergütung nicht zu Lasten der Budgets von Krankenhäusern und Vertragsärzten erfolgen dürfe, sondern von den Kassen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden müsse. Die in den integrierten Notfallzentren vorgesehene medizinische Einschätzung durch von Krankenhäusern unabhängige Ärzte bezeichnete von Knoblauch zu Hatzbach als Fortschritt. 

Für die KVH stellte Dastych fest, dass der SVR die langjährige Forderung der Vertragsärzte nach einer gleichen Vergütung für gleiche Leistung im ambulanten und stationären Bereich ausdrücklich übernommen habe. 

Ärztekammerpräsident von Knoblauch zu Hatzbach und die beiden Vorstände der Kassenärztlichen Vereinigung machten deutlich, dass in den kommenden Monaten unter Einbeziehung aller Akteure eine kritische Auseinandersetzung unabdingbar sei. 

www.laekh.de

 

]]>
news-1765 Mon, 09 Jul 2018 11:33:50 +0000 Westfalen-Lippe: Kammer begrüßt Ministeriumsentscheidung zur Sterbehilfe https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-kammer-begruesst-ministeriumsentscheidung-zur-sterbehilfe/  

Münster - „Die Begleitung sterbenskranker Menschen ist eine urärztliche Aufgabe. Es kann und darf nicht sein, dass staatliche Behörden schwerstkranken und unheilbaren Patienten einen Schierlingsbecher verschreiben oder das Rezept zur Selbsttötung ausstellen. Sterben ist kein Verwaltungsakt.“ Damit unterstützt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Theodor Windhorst, die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, die Vergabe von Betäubungsmitteln in tödlicher Dosis durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu untersagen. ...

 

Münster - „Die Begleitung sterbenskranker Menschen ist eine urärztliche Aufgabe. Es kann und darf nicht sein, dass staatliche Behörden schwerstkranken und unheilbaren Patienten einen Schierlingsbecher verschreiben oder das Rezept zur Selbsttötung ausstellen. Sterben ist kein Verwaltungsakt.“ Damit unterstützt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL), Dr. Theodor Windhorst, die Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, die Vergabe von Betäubungsmitteln in tödlicher Dosis durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu untersagen.
 
Ärztinnen und Ärzte trügen eine große Verantwortung bei der Sterbebegleitung. In der Stunde der Not lasse der Arzt seinen Patienten und auch dessen Angehörige nicht im Stich. „Jede Ärztin, jeder Arzt ist ein Sterbebegleiter, aber kein Sterbehelfer“, betont Windhorst. Die Sterbebegleitung durch den Arzt mit der Möglichkeit der besonderen Therapie der Palliativsedierung nach den Grundsätzen zur Sterbebegleitung der Bundesärztekammer könne dem Patienten ein würdiges Sterben ermöglichen. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe setze sich bereits seit langer Zeit für den weiteren Ausbau der Palliativmedizin ein. Es sei bewiesen, dass eine gute Palliativmedizin mit einer kompetenten Symptom- und Schmerzkontrolle die Möglichkeit biete, dem Patienten die Ängste vor dem Sterben zu nehmen, sodass er seinen bevorstehenden Tod leichter akzeptiere. 
 
„Die Umsetzung jeglicher Begehrlichkeit des Patienten nach dem Tod, also des Sterbens auf Verlangen, ist für den Arzt ethisch und gesetzlich nicht vertretbar.“ Windhorst verweist hier auch auf die Berufsordnung der ÄKWL, wonach Ärztinnen und Ärzte Sterbenden unter Wahrung und Achtung von deren Willen und Würde beizustehen haben, es ihnen aber verboten ist, Patientinnen oder Patienten auf deren Verlangen zu töten. Windhorst: „Ärzte sollen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten. Selbsttötung ist keine Therapie.“
 
Windhorst: „Die Aspekte der Würde und der Lebensqualität im Sterbevorgang haben Vorrang vor allem. Oberste Priorität hat das Sterben in Angstfreiheit und Schmerzfreiheit.“ Würdiges Sterben werde nur möglich sein, „wenn wir das Thema Sterben und Tod in unserer Gesellschaft enttabuisieren und den Prozess des Sterbens als untrennbar mit dem Leben verbunden akzeptieren.“

www.aekwl.de

 

 

 

]]>
news-1764 Fri, 06 Jul 2018 11:08:13 +0000 BÄK zu Pflegepersonal-Stärkungsgesetz: Vorgaben sollten für alle Beschäftigten in der Versorgung gelten https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/baek-zu-pflegepersonal-staerkungsgesetz-vorgaben-sollten-fuer-alle-beschaeftigten-in-der-versorgung-gel/  

„Viele gute Neuregelungen – aber warum nicht für alle?“ So lässt sich die Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zu dem Referentenentwurf für ein Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zusammenfassen, die sie im Vorfeld der Anhörung im Bundesgesundheitsministerium am 13. Juli 2018 in Berlin veröffentlicht hat. Darin bezeichnet die BÄK die vorgesehene Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus der bisherigen Krankenhausfinanzierungssystematik als einen Paradigmenwechsel. Es böte sich die Chance, den Fokus von einem rein preisgetriebenen Wettbewerb hin zu einer deutlich stärker versorgungsorientierten Ausgestaltung zu setzen. Dies werde allerdings nur gelingen, wenn mit dem geplanten Schritt alle in den Kliniken tätigen Gesundheitsberufe erfasst werden, so die BÄK.

 

„Viele gute Neuregelungen – aber warum nicht für alle?“ So lässt sich die Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zu dem Referentenentwurf für ein Pflegepersonal-Stärkungsgesetz zusammenfassen, die sie im Vorfeld der Anhörung im Bundesgesundheitsministerium am 13. Juli 2018 in Berlin veröffentlicht hat.

Darin bezeichnet die BÄK die vorgesehene Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus der bisherigen Krankenhausfinanzierungssystematik als einen Paradigmenwechsel. Es böte sich die Chance, den Fokus von einem rein preisgetriebenen Wettbewerb hin zu einer deutlich stärker versorgungsorientierten Ausgestaltung zu setzen. Dies werde  allerdings nur gelingen, wenn mit dem geplanten Schritt alle in den Kliniken tätigen Gesundheitsberufe erfasst werden, so die BÄK.

Positiv sieht die Ärzteschaft auch die geplante vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen für das Pflegepersonal. Sie könnte ein probates Mittel gegen Arbeitsverdichtung und Fachkräftemangel sein. Aber auch hierzu merkt die Bundesärztekammer in ihrer Stellungnahme an: Eine nur auf die Pflege beschränkte Neuregelung helfe nicht bei dem grundsätzlichen Problem des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen.

Der Referentenentwurf sieht zudem vor, den mit dem Krankenhausstrukturgesetz eingeführten Strukturfonds fortzuführen und das Volumen um jeweils eine Milliarde Euro pro Jahr aufzustocken. Auch dies geht aus Sicht der Bundesärztekammer in die richtige Richtung. Sie plädiert jedoch  für eine weitere Aufstockung der Mittel um zusätzlich mindestens 500 Millionen Euro pro Jahr, da derzeit keine ausreichende Finanzierung von Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung in der stationären Versorgung gegeben ist.

Der Entwurf sieht in Kombination mit der Aufstockung und Fortschreibung des Krankenhausstrukturfonds ferner eine Erweiterung der Fördertatbestände vor. Die BÄK unterstützt dies, merkt aber an, dass der wachsende medizinische Versorgungsbedarf sowie die grundgesetzlich verbriefte Krankenhausplanungshoheit der Bundesländer bei der weiteren Nutzung der Mittel des Krankenhausstrukturfonds größere Berücksichtigung finden sollten. Die noch zu sehr auf Konzentration und Schließung ausgerichteten Fördermaßnahmen dürften in keinem Fall die wohnortnahe Versorgung gefährden, beziehungsweise zu einer weiteren Disparität des medizinischen Versorgungsangebotes zwischen Ballungsräumen und Flächenregionen führen.

Weitere Neuregelungen soll es im Bereich der Telemedizin geben. Vorgesehen ist, die einschränkenden Vorgaben im einheitlichen Bewertungsmaßstab zur Durchführung von Videosprechstunden zwischen Patient und Arzt aufzuheben. Zukünftig soll es in das Ermessen des Arztes gelegt werden, bei welchen Indikationen er eine Videosprechstunde für sachgerecht und ärztlich vertretbar hält. Der BÄK gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Aus ihrer Sicht sollte ermöglicht werden, dass während eines Patientenkontaktes externe fachärztliche Expertise mittels einer Videokonsultation hinzugezogen werden kann. Die Bundesärztekammer schlägt vor, bestehende rechtliche Regelungen so zu harmonisieren, dass Telekonsile zwischen Ärzten nicht auf die konsiliarische Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen beschränkt bleiben. Vielmehr sollten Telekonsile in der vertragsärztlichen Versorgung dann möglich sein, wenn Patient und Arzt dies für eine Befundbeurteilung für sachgerecht halten und die gesetzlichen Vorgaben gewährleistet sind.

Stellungnahme der Bundesärztekammer zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz PpSG) vom 25.06.2018

Berlin, 06.07.2018

 

]]>
news-1762 Thu, 05 Jul 2018 09:49:57 +0000 Rheinland-Pfalz: Chinesische Delegation zu Gast bei der Landesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/rheinland-pfalz-chinesische-delegation-zu-gast-bei-der-landesaerztekammer/  

Mainz - Wie funktioniert ärztliche Selbstverwaltung? Dafür hat sich jetzt eine chinesische Delegation interessiert, die zu Besuch bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz gewesen ist. Insgesamt 20 Führungs- und Fachkräfte des chinesischen Staatsbüros für Briefe und Besuche (State Bureau for Letters and Calls) informierten sich darüber, wie die Ärzteschaft Selbstverwaltung organisiert und lebt und welchen Austausch die Kammer mit der Politik pflegt. ...

 

Mainz - Wie funktioniert ärztliche Selbstverwaltung? Dafür hat sich jetzt eine chinesische Delegation interessiert, die zu Besuch bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz gewesen ist.
 
Insgesamt 20 Führungs- und Fachkräfte des chinesischen Staatsbüros für Briefe und Besuche (State Bureau for Letters and Calls) informierten sich darüber, wie die Ärzteschaft Selbstverwaltung organisiert und lebt und welchen Austausch die Kammer mit der Politik pflegt.
 
Besonders interessierten sich die chinesischen Gäste dafür, wie ärztlicher Sachverstand in politischen Gremien eingebunden wird. Das State Bureau for Letters and Calls ist unter anderem zuständig, um Vorschläge für die Formulierung und Überarbeitung von Gesetzen zu unterbreiten. Aber auch die Arbeit des Schlichtungsausschusses zur Begutachtung ärztlicher Behandlungen war ein wichtiges Thema.
 
Zwischen der chinesischen Delegation und den Kammervertretern gab es einen informativen Austausch. Und mit vielen Anregungen im Gepäck reiste die chinesische Delegation wieder zurück in die Heimat.

www.laek-rlp.de

 

 

 

]]>
news-1763 Thu, 05 Jul 2018 09:49:57 +0000 Rheinland-Pfalz: Chinesische Delegation zu Gast bei der Landesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/rheinland-pfalz-chinesische-delegation-zu-gast-bei-der-landesaerztekammer-1/  

Mainz - Wie funktioniert ärztliche Selbstverwaltung? Dafür hat sich jetzt eine chinesische Delegation interessiert, die zu Besuch bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz gewesen ist. Insgesamt 20 Führungs- und Fachkräfte des chinesischen Staatsbüros für Briefe und Besuche (State Bureau for Letters and Calls) informierten sich darüber, wie die Ärzteschaft Selbstverwaltung organisiert und lebt und welchen Austausch die Kammer mit der Politik pflegt. ...

 

Mainz - Wie funktioniert ärztliche Selbstverwaltung? Dafür hat sich jetzt eine chinesische Delegation interessiert, die zu Besuch bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz gewesen ist.
 
Insgesamt 20 Führungs- und Fachkräfte des chinesischen Staatsbüros für Briefe und Besuche (State Bureau for Letters and Calls) informierten sich darüber, wie die Ärzteschaft Selbstverwaltung organisiert und lebt und welchen Austausch die Kammer mit der Politik pflegt.
 
Besonders interessierten sich die chinesischen Gäste dafür, wie ärztlicher Sachverstand in politischen Gremien eingebunden wird. Das State Bureau for Letters and Calls ist unter anderem zuständig, um Vorschläge für die Formulierung und Überarbeitung von Gesetzen zu unterbreiten. Aber auch die Arbeit des Schlichtungsausschusses zur Begutachtung ärztlicher Behandlungen war ein wichtiges Thema.
 
Zwischen der chinesischen Delegation und den Kammervertretern gab es einen informativen Austausch. Und mit vielen Anregungen im Gepäck reiste die chinesische Delegation wieder zurück in die Heimat.

www.laek-rlp.de

 

 

 

]]>
news-1761 Thu, 05 Jul 2018 08:35:14 +0000 Westfalen-Lippe: Genfer Gelöbnis lädt zur Reflektion über ärztliche Arbeit und ethische Haltung ein  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-genfer-geloebnis-laedt-zur-reflektion-ueber-aerztliche-arbeit-und-ethische-haltung-ein/  

Münster - Ärztinnen und Ärzte müssen auch an sich selbst denken. Solch ein Selbstschutz sei im ärztlichen Berufsstand jedoch so wenig selbstverständlich, dass er immer wieder vergessen werde, erklärt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, in der aktuellen Ausgabe des Westfälischen Ärzteblattes. „Es ist höchste Zeit, diesen Selbstschutz dauerhaft im Bewusstsein aller Kolleginnen und Kollegen zu verankern. Dieser Selbstschutz ist auch Patientenschutz ...

 

Münster - Ärztinnen und Ärzte müssen auch an sich selbst denken. Solch ein Selbstschutz sei im ärztlichen Berufsstand jedoch so wenig selbstverständlich, dass er immer wieder vergessen werde, erklärt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, in der aktuellen Ausgabe des Westfälischen Ärzteblattes. „Es ist höchste Zeit, diesen Selbstschutz dauerhaft im Bewusstsein aller Kolleginnen und Kollegen zu verankern. Dieser Selbstschutz ist auch Patientenschutz und die Patientensicherheit ist oberstes Gebot.“ 

Die Berufsordnung der Ärztekammer, die die elementaren Grundregeln für die ärztliche Berufsausübung und das kollegiale Miteinander der Ärzteschaft festschreibe, sei ein guter Platz, um dies auszudrücken. Dem Paragrafenwerk vorangestellt ist auch in Westfalen-Lippe seit Langem jeweils das Genfer Gelöbnis, „die Essenz ärztlichen Berufsverständnisses und Handelns“, so Windhorst. Erstmals beinhaltet das Gelöbnis in der neuesten Fassung für Ärztinnen und Ärzte die Selbstverpflichtung, sich selbst im Auge zu behalten und nicht zu überfordern. `Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können`, so lautet der entsprechende Passus, der vor kurzem auch durch das westfälisch-lippische Ärzteparlament in der Berufsordnung aktualisiert wurde. 
 
Windhorst: „Ärzte verpflichten sich, und das auch im Sinne ihrer Patienten, auf die eigene Gesundheit zu achten. Dabei steht ihnen klar vor Augen, dass der ärztliche Beruf nach wie vor eine Profession mit besonderen Herausforderungen bleibt.“ Die neuen Gedanken zur eigenen Profession im Genfer Gelöbnis könnten Anlass geben, das eigene Handeln kritisch zu reflektieren. Was im besten Falle dazu führen könne, sich aktiv für Veränderungen und Verbesserungen einzusetzen - die ärztliche Selbstverwaltung sei nicht der schlechteste Ort dafür, so der Kammerpräsident abschließend.

www.aekwl.de

 

 

 

]]>
news-1760 Wed, 04 Jul 2018 12:00:41 +0000 "Bulletin zur Arzneimittelsicherheit" – Ausgabe 2/2018 erschienen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/bulletin-zur-arzneimittelsicherheit-ausgabe-22018-erschienen/  

 

 


Berlin - Das "Bulletin zur Arzneimittelsicherheit – Informationen aus BfArM und PEI" erscheint viermal im Jahr und informiert aus beiden Bundesoberbehörden über aktuelle Aspekte der Risikobewertung von Arzneimitteln.


Themen der Ausgabe vom Juni 2018 sind u. a.:
Pharmakovigilanz in der Kinder- und Jugendpsychiatrie – eine Studie zum Therapeutischen Drug Monitoring erweitert die Datenlage bei Antidepressiva und Antipsychotika
Valproathaltige Arzneimittel: neue Maßnahmen zur Verhinderung einer Valproatexposition während der Schwangerschaft
Verdachtsfälle von Nebenwirkungen unter Zinbryta® (Daclizumab) aus Deutschland
Evaluation des Sicherheitsprofils eines Meningokokken-B-Impfstoffs auf Basis von Daten der Arzneimittelüberwachung nach Markteinführung
Online-Befragung zur Sicherheit für Blutspendende
Das aktuelle Bulletin und alle bisherigen Ausgaben finden Sie unter folgenden Links:

www.bfarm.de/bulletin
www.pei.de/bulletin-sicherheit

www.akdae.de

 

 

 

]]>