Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Sun, 23 Sep 2018 09:38:22 +0000 Sun, 23 Sep 2018 09:38:22 +0000 TYPO3 EXT:news news-1777 Thu, 18 Oct 2018 10:50:00 +0000 5. Deutscher Kongress für Patientensicherheit bei medikamentöser Therapie https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/5-deutscher-kongress-fuer-patientensicherheit-bei-medikamentoeser-therapie/  

 

 

18.-19. Oktober 2018, Berlin

Gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit, veranstaltet von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft.

Kongressort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstraße 58/59, 10117 Berlin

Die Hauptthemen sind:

  • 10 Jahre Aktionsplan AMTS: Erfolge und Perspektiven
  • Interprofessionelle Zusammenarbeit als Schlüssel zu mehr AMTS?
  • Medikationsplan: Forschungsprojekte, Status quo und Ausblick
  • Nebenwirkungen durch Medikationsfehler
  • AMTS in der Pädiatrie und Geriatrie
  • AMTS in Therapieleitlinien
  • Innovationsfonds – Untersuchungen zur AMTS
     

Fortbildungspunkte sind bei der Ärzte- und der Apothekerkammer Berlin beantragt.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.patientensicherheit2018.de

 

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news-1825 Fri, 21 Sep 2018 09:35:05 +0000 Bayern: Petition: Fristverlängerung Telematikinfrastruktur https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/bayern-petition-fristverlaengerung-telematikinfrastruktur/  

München - Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) unterstützt die Petition zur Fristverlängerung bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) und hat dazu auf ihrer Internetseite unter www.blaek.de einen Link eingerichtet. Zur Unterzeichnung aufgerufen sind nicht nur alle Vertragsärzte und Psychotherapeuten, sondern alle von der TI tangierten Personenkreise, beispielsweise auch Klinikärzte und Praxismitarbeiterinnen. Bis Ende 2018 müssten nach aktueller Gesetzeslage alle Praxen der niedergelassenen Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten an die TI angebunden sein. „Aufgrund der verzögerten Marktentwicklung für die benötigte Hardware ist dieser Termin für viele Praxen nicht haltbar und somit der angedrohte Honorarabzug nicht hinzunehmen“, erklärt Dr. Gerald Quitterer, Präsident der BLÄK. Deshalb sei es wichtig, dass möglichst viele die Petition unterzeichneten. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der KVB unter www.kvb.de/petition-ti.

 

München - Die Bayerische Landesärztekammer (BLÄK) unterstützt die Petition zur Fristverlängerung bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) und hat dazu auf ihrer Internetseite unter www.blaek.de einen Link eingerichtet. Zur Unterzeichnung aufgerufen sind nicht nur alle Vertragsärzte und Psychotherapeuten, sondern alle von der TI tangierten Personenkreise, beispielsweise auch Klinikärzte und Praxismitarbeiterinnen. Bis Ende 2018 müssten nach aktueller Gesetzeslage alle Praxen der niedergelassenen Ärztinnen, Ärzte und Psychotherapeuten an die TI angebunden sein. „Aufgrund der verzögerten Marktentwicklung für die benötigte Hardware ist dieser Termin für viele Praxen nicht haltbar und somit der angedrohte Honorarabzug nicht hinzunehmen“, erklärt Dr. Gerald Quitterer, Präsident der BLÄK. Deshalb sei es wichtig, dass möglichst viele die Petition unterzeichneten. Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der KVB unter www.kvb.de/petition-ti.
 
Direktlink zur Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_08/_22/Petition_83509.nc.html

 

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news-1824 Thu, 20 Sep 2018 12:06:32 +0000 Kaplan: Größere Anstrengungen für eine bestmögliche Betreuung von Menschen mit Demenz https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/kaplan-groessere-anstrengungen-fuer-eine-bestmoegliche-betreuung-von-menschen-mit-demenz/  

 

 

Berlin - „In einer Gesellschaft des langen Lebens wächst die Zahl alter und hochbetagter Menschen kontinuierlich. Demenz ist damit eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Viele Demenzkranke sind auf Hilfe im Alltag und Pflege angewiesen. Wir brauchen deshalb größere Anstrengungen für eine bestmögliche Betreuung dieser Menschen, um ihnen zu einem möglichst langen selbstbestimmten Leben in der Gesellschaft zu verhelfen“. Das sagte Dr. Max Kaplan, Vize-Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), anlässlich des morgigen Welt-Alzheimertages.

„Ein wichtiger Baustein bei der Behandlung von Demenzerkrankten sind Verfahren, die das Gedächtnis fördern und helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Ärztinnen und Ärzte können Verfahren anbieten, die Erinnerungen wecken oder geistige Fähigkeiten anregen. Auch körperliche  Aktivität  und  Musik können dazu beitragen, den geistigen Abbau etwas aufzuhalten und ein eigenständiges Leben länger zu ermöglichen“, so Kaplan. Die BÄK hat eine Vielzahl von Fortbildungsmaßnahmen für Ärztinnen und  Ärzte zur Behandlung von demenziell Erkrankten entwickelt, die von den Landesärztekammern anerkannt und flächendeckend etabliert sind.

Kaplan begrüßte den Startschuss für die Entwicklung einer „Nationalen Demenzstrategie“ der Bundesregierung. Die „Nationale Demenzstrategie“ wird auf der bewährten Zusammenarbeit der „Allianz für Menschen mit Demenz“ aufbauen. Die Allianz ist eine Initiative von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden sowie über 20 Verbänden und Institutionen aus dem Pflege- und Gesundheitsbereich, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft. Sie haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu sorgen. Auch die BÄK gehört der „Allianz für Menschen mit Demenz“ an.

Kaplan betonte, dass Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen mit den jüngsten Reformen im Bereich der Pflege mehr Unterstützung erhalten. Das reiche aber nicht. „Wir brauchen mehr Personal in den stationären Einrichtungen und wir müssen die ambulante Pflege, teilstationäre Angebote und betreute Wohngruppen ausbauen“, sagte er. Notwendig sei ein breites Angebot für Betreuung, Pflege und Therapie. Denn die Erkrankten seien keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen und Defiziten, die in unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Situationen leben.

 

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news-1823 Thu, 20 Sep 2018 10:35:13 +0000 Organspende: Landesärztekammer Rheinland-Pfalz setzt sich für die Widerspruchslösung ein https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/organspende-landesaerztekammer-rheinland-pfalz-setzt-sich-fuer-die-widerspruchsloesung-ein/  

Mainz - Um die Zahl der Organspenden zu erhöhen, ist die Widerspruchslösung der richtige Weg. Aus medizinischer Sicht ist sie eine hilfreiche Lösung, damit Schwerstkranken auf der Warteliste rascher geholfen werden kann und damit weniger Patienten während ihrer Wartelistenzeit sterben. Deshalb sollte die Debatte um die Widerspruchslösung jetzt intensiv geführt und ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht werden

 

Mainz - Um die Zahl der Organspenden zu erhöhen, ist die Widerspruchslösung der richtige Weg. Aus medizinischer Sicht ist sie eine hilfreiche Lösung, damit Schwerstkranken auf der Warteliste rascher geholfen werden kann und damit weniger Patienten während ihrer Wartelistenzeit sterben. Deshalb sollte die Debatte um die Widerspruchslösung jetzt intensiv geführt und ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht werden.
 
Dafür hat sich die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz auf ihrer gestrigen Sitzung in Mainz ausgesprochen. Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer ist das höchste Gremium der Ärzteschaft in Rheinland-Pfalz.
 
„Dieser Systemwechsel ist dringend nötig“, erklärt Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis. Denn alle bisherigen Bemühungen bringen nicht den Erfolg, „den wir uns aus medizinischer Sicht wirklich wünschen.“ Der neue gesetzliche Vorstoß, dass Transplantationsexperten in Krankenhäusern mehr Zeit bekommen und dass Prozesse der Organentnahme besser vergütet werden sollen, sind wichtige Signale in die richtige Richtung, so Matheis.
 
Eine Neuregelung mit Blick auf die Widerspruchslösung kann nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ärztinnen und Ärzte helfen, die Zahl der Organspenden zu erhöhen. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte sich Gedanken darüber machen, ob er Organe spenden möchte oder nicht. Die Widerspruchslösung kann dabei helfen, die Organspende zum Normalfall werden zu lassen.
 
Die meisten europäischen Staaten haben bereits die Widerspruchsregel: Belgien, Bulgarien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Slowenien, Slowakei, Spanien, Tschechien, Türkei, Ungarn, Zypern. In all diesen Ländern sind automatisch alle volljährigen Bürgerinnen und Bürger Organspender – wenn sie dem nicht ausdrücklich widersprechen.
Bislang gilt in Deutschland die Gewissensentscheidung, und die Zustimmung zur Spende wird mit dem Organspendeausweis dokumentiert.

www.laek-rlp.de

 

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news-1822 Thu, 20 Sep 2018 09:00:21 +0000 Hochpreistrend bei Arzneimitteln verschärft sich https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hochpreistrend-bei-arzneimitteln-verschaerft-sich/  

 

 

Berlin - Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) inklusive der Zuzah- lung der Versicherten lagen 2017 bei 39,9 Milliarden Euro, ein deutliches Plus von 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Hauptursache dieses Anstiegs sind die patentgeschützten Arzneimittel, auf die im vergangenen Jahr 18,5 Milliarden Euro des GKV-Arzneimittelmarktes entfielen. Damit hat sich ihr Umsatzanteil in den letzten 20 Jahren von 33 Prozent auf 45 Prozent erhöht“, sagt Prof. em. Dr. med. Ulrich Schwabe, Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports 2018.

Jürgen Klauber, ebenfalls Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports und Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), bestätigt die deutliche Verschiebung der Arzneimittelausgaben hin zu Hochpreistherapien für häufig kleinere Patientengruppen. „Einige Krankheitsgruppen zeichnen sich dadurch aus, dass sie besonders geringe Verordnungsmengen haben, aber sehr teure patentgeschützte Arzneimittel eingesetzt werden. So wurden etwa für die Behandlung von Krebserkrankungen, Viruserkrankungen und von schwerwiegenden Erkrankungen des körpereigenen Abwehrsystems 34 Prozent aller Arzneimittelausgaben verwendet, bei nur einem Prozent aller verordneten Tagesdosen“, sagt Klauber. Damit habe sich der Ausgabenanteil für diese Therapiegebiete von 2007 bis 2017 verdoppelt.

Mit Blick auf ihre hohen Preise stellen auch Biologika zunehmend eine große Herausforderung dar. Sie werden für die Therapie von Krebs und chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Laut Arzneiverordnungs-Report lag ihr Umsatz 2017 bei 11,3 Milliarden Euro und hat sich somit seit 2007 verdreifacht. Zwar sind seit mehr als zehn Jahren Biosimilars – Nachahmerprodukte von Biologika – verfügbar, doch deren Marktdurchdringung ist noch immer gering. Verantwortlich ist dafür unter anderem die Anbieterstruktur. Von insgesamt 14 Biosimilaranbietern waren 2017 sechs Originalan- bieter beziehungsweise deren Tochterfirmen, auf welche in der Summe 83 Prozent der gesamten

Ausgaben für Biosimilars entfielen. „Auch das nicht immer seriöse Marketing der pharmazeutischen Unternehmer für ihre umsatzstarken Originalpräparate, ihre Bestrebungen den Patentschutz zu verlängern oder Konkurrenzprodukte vom Markt fernzuhalten, spielen eine Rolle bei den geringen Verordnungsquoten von Biosimilars. Hinzu kommt, dass viele Ärzte immer noch zu wenig über den rationalen Einsatz von Biosimilars wissen“, sagt Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports.

Der Hochpreistrend zeigt sich auch bei den sogenannten Orphan-Arzneimitteln gegen seltene Erkrankungen. 2017 erzielten alle Arzneimittel, die jemals als Orphan-Arzneimittel zugelassen wurden, einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von rund acht Prozent des GKV-Gesamtumsatzes. In den letzten zehn Jahren hat sich dieser Umsatzanteil verdreifacht. Unter den zehn teuersten Markteinführungen des Jahres 2017 befanden sich sieben Orphan-Arzneimittel, alle mit Jahrestherapiekosten über 100.000 Euro. Das teuerste Orphan-Arzneimittel kommt sogar auf rund 750.000 Euro. Doch mehr und mehr zeigt sich, dass die mit dem Orphan-Status verbundenen Absichten von der Pharmaindustrie ausgenutzt werden. So wird der Status nicht nur für tatsächlich seltene Erkrankungen (fünf Betroffene je 10.000 Personen) verwendet, sondern auch für solche, die durch das Teilen von Anwendungsgebieten in mehrere, kleinere Subgruppen entstehen. Schon heute gibt es eine Reihe von als Orphan Drug gestarteten Arzneimitteln mit GKV-Ausgaben im dreistelligen Millionenbereich, die für diverse Orphan-Indikationen zugelassen sind.

Der Hochpreistrend belastet auch die Krankenkassen, denn in Deutschland wird jedes zugelassene Arzneimittel unmittelbar mit dem Markteintritt vollständig von der GKV erstattet. In den ersten zwölf Monaten zu dem Preis, den der Pharmahersteller festlegt. Dieses Vorgehen ist einzigartig in Europa.

„Mit Blick auf den Hochpreistrend bei den neuen patentgeschützten Arzneimitteln müssen wir uns fragen, wie lange die gesetzliche Krankenversicherung in der Lage sein wird, derartige Preise zu tragen. Die Pharmaindustrie sollte nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzt“, so Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. Deshalb fordert die AOK rückwirkende Preise für alle neuen Arzneimittel zum ersten Tag des Markteintritts. Litsch: „Das wäre ein Signal an die Pharmafirmen, dass es sich nicht lohnt, mit überhöhten Preisen in den Markt zu gehen und in den Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband überzogene Ansprüche an die Kostenerstattung durch die GKV zu stellen. Die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen sind nicht dazu da, Pharmafirmen ihre Traummargen  zu finanzieren.“

Der Arzneiverordnungs-Report ist das Standardwerk für den deutschen Arzneimittelmarkt. Seit mehr als 30 Jahren bietet er eine unabhängige Informationsmöglichkeit über die verschiedenen Komponenten der Arzneimittelverordnung und trägt damit zur Transparenz des Arzneimittelmarkts, zur Bewertung von Arzneimitteln und zu einer sowohl zweckmäßigen und sicheren evidenzbasierten als auch wirtschaftlichen Arzneitherapie bei. Im Arzneiverordnungs-Report werden die Arzneimittel-Rezepte für die Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) analysiert. So schafft er seit Jahren eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für den fachlichen Austausch zwischen Ärzten, Apothekern und Krankenkassen. Sämtliche Analysen im Arzneiverordnungs-Report basieren auf den Verordnungsdaten des GKV-Arzneimittelindex. Das Projekt GKV-Arzneimittelindex, das ein Projektbeirat mit allen relevanten Beteiligten im Arzneimittelmarkt begleitet, wird im Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) seit 1985 durchgeführt.

 

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news-1821 Thu, 20 Sep 2018 08:19:15 +0000 Landesärztekammer Rheinland-Pfalz fordert Änderung des Paragraphen 219a des StGB https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/landesaerztekammer-rheinland-pfalz-fordert-aenderung-des-paragraphen-219a-des-stgb/  

Mainz - Eine Arztpraxis oder eine andere ärztliche Einrichtung muss sachlich über das eigene Leistungsspektrum auch in Bezug auf die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen informieren dürfen. Deshalb sollte Paragraph 219a des Strafgesetzbuches geändert werden.

 

Mainz - Eine Arztpraxis oder eine andere ärztliche Einrichtung muss sachlich über das eigene Leistungsspektrum auch in Bezug auf die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen informieren dürfen. Deshalb sollte Paragraph 219a des Strafgesetzbuches geändert werden.
 
Dafür hat sich die Vertreterversammlung der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz auf ihrer gestrigen Sitzung in Mainz ausgesprochen. Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer ist das höchste Gremium der Ärzteschaft in Rheinland-Pfalz.
 
„Es muss möglich sein dürfen, betroffenen Frauen in schwierigen persönlichen Situationen sachgerechte Informationen zu geben“, so Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis. Hierzu zählt nach Meinung der Landesärztekammer auch, dass Adressen von Ärztinnen und Ärzten, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, sachlich und informativ veröffentlicht werden dürfen – auch auf den eigenen Internetseiten. Dies kann aber nach der derzeitigen Regelung strafbar sein.
Diese Ansicht der Landesärztekammer deckt sich auch mit den Forderungen des rheinland-pfälzischen Berufsverbandes der Frauenärzte, wie deren 1. und 2. Vorsitzende Dr. Rüdiger Gaase und San.-Rat Dr. Werner Harlfinger erklärten.
 
Die Vertreterversammlung der Landesärztekammer fordert nun in einer Resolution den Gesetzgeber auf, den Paragrafen 219a des Strafgesetzbuches im Sinne der gesetzlich festgelegten Patientenrechte und der Rechte von Ärztinnen und Ärzten so zu überarbeiten, dass eine sachgerechte Information nicht mehr unter Strafe gestellt wird.

www.laek-rlp.de

 

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news-1820 Thu, 20 Sep 2018 07:37:38 +0000 Landesärztekammer Rheinland-Pfalz gibt grünes Licht für ausschließliche Fernbehandlung https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/landesaerztekammer-rheinland-pfalz-gibt-gruenes-licht-fuer-ausschliessliche-fernbehandlung/  

Mainz - Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz hat jetzt den Weg frei gemacht für die ausschließliche Fernbehandlung im Einzelfall. Mit überwältigender Mehrheit haben die 80 Mitglieder der Vertreterversammlung auf ihrer Sitzung heute Abend in Mainz dafür gestimmt, die Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte entsprechend zu ändern. Die Vertreterversammlung ist das höchste Gremium der Landesärztekammer.

 

Mainz - Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz hat jetzt den Weg frei gemacht für die ausschließliche Fernbehandlung im Einzelfall. Mit überwältigender Mehrheit haben die 80 Mitglieder der Vertreterversammlung auf ihrer Sitzung heute Abend in Mainz dafür gestimmt, die Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte entsprechend zu ändern. Die Vertreterversammlung ist das höchste Gremium der Landesärztekammer.
 
Der Passus der Berufsordnung lehnt sich an die (Muster-)Berufsordnung an, die der Deutsche Ärztetag in diesem Frühjahr in Erfurt verabschiedet hat:

§ 7 Absatz 4:
„Ärztinnen und Ärzte beraten und behandeln Patientinnen und Patienten im persönlichen Kontakt.
Sie können dabei Kommunikationsmedien unterstützend einsetzen. Eine ausschließliche Beratung oder Behandlung über Kommunikationsmedien ist im Einzelfall erlaubt, wenn dies ärztlich vertretbar ist und die erforderliche ärztliche Sorgfalt insbesondere durch die Art und Weise der Befunderhebung, Beratung, Behandlung sowie Dokumentation gewahrt wird und die Patientin oder der Patient auch über die Besonderheiten der ausschließlichen Beratung und Behandlung über Kommunikationsmedien aufgeklärt wird.“
 
Der Beschluss „bedeutet jedoch keinen Paradigmenwechsel“, bringt es Landesärztekammer-Präsident Dr. Günther Matheis auf den Punkt: „Es öffnet sich hiermit keine neue Welt. Der persönliche Kontakt zwischen unseren Patientinnen und Patienten und uns ist und bleibt von entscheidender Bedeutung und stellt weiterhin den Goldstandard ärztlichen Handelns dar.“ Es handele sich um eine Angebotserweiterung in einem streng limitierten Rahmen. „Die Patientensicherheit steht nach wie vor im Mittelpunkt unserer ärztlichen Bemühungen“, so der Kammer-Präsident.
 
Die Landesärztekammer zeige mit diesem Beschluss, dass sie sich Neuerungen gegenüber nicht verschließe, zugleich aber auch Patientensicherheit von hoher Wichtigkeit sei. Matheis: „Wir sind sehr wachsam und müssen auch einige Dinge noch genau klären.“ Beispielsweise für wen diese Form der Behandlung in Frage komme, welche Qualifikation die anbietenden Ärztinnen und Ärzte haben und wo diese gemeldet und für die Kammern greifbar seien.
 
Zugleich weist Matheis auch daraufhin, dass der ausschließlichen Fernbehandlung Grenzen gesetzt sind - beispielsweise wenn ein Arzt seiner ärztlichen Sorgfaltspflicht am Telefon oder Computer nicht nachkommen kann. „Dann muss der Patient auch weiterhin persönlich in die Praxis kommen“, fügt er hinzu.
 
Auch dürfen bei der Fernbehandlung aufgrund gesetzlicher Regelungen derzeit weder Rezepte noch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt werden. Das regeln zum einem das Arzneimittelgesetz und zum anderen der Bundesmantelvertrag.
 
Die beschlossene Änderung der Berufsordnung wird nun dem Gesundheitsministerium zur Genehmigung vorgelegt. Erst danach kann diese Satzungsänderung in Kraft treten.

www.laek-rlp.de
 

 

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news-1819 Wed, 19 Sep 2018 08:36:49 +0000 Neue Ausgabe des BÄK-Informationsdienstes BÄKground https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/neue-ausgabe-des-baek-informationsdienstes-baekground-8/  

 

 

Jens Spahn macht Tempo. Fast im Wochentakt legt der Bundesgesundheitsminister neue Gesetzentwürfe vor, zuletzt einen zur Reform der Organspende. Die gute Nachricht für die schwerkranken Patienten auf den Wartelisten: Spahn greift einige langjährige Forderungen der Ärzteschaft auf. So sieht sein Entwurf  verbindliche Freistellungsregeln und mehr Einfluss für die Transplantationsbeauftragten vor. Hinzu kommt eine bessere finanzielle Vergütung für die Entnahmekrankenhäuser. Per Zeitungsinterview stieß Spahn dann auch noch eine Diskussion um die Einführung der Widerspruchslösung an – auch darauf hatte die Ärzteschaft schon lange gedrungen. „Freudig überrascht“ zeigt sich daher BÄK-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery im Interview (S. 8).

Licht und Schatten gibt es dagegen bei einer weiteren Gesetzesinitiative aus dem Hause Spahn, dem „Terminservice- und Versorgungsgesetz“. Schatten werfen unter anderem die geplante Ausweitung der Mindestsprechstundenzeiten und die Verpflichtung zu fünf „offenen Sprechstunden“ pro Woche. Solche Maßnahmen treiben die ohnehin schon hohe Arbeitsbelastung von Ärztinnen und Ärzten nur noch weiter in die Höhe, kritisiert die Bundesärztekammer (BÄK). Positiv bewertet sie dagegen, dass die Terminservicestellen zu einer neuen Servicestelle mit erweitertem Aufgabenspektrum ausgebaut werden soll. Ebenfalls auf Zustimmung trifft das Vorhaben, bestimmte Leistungen künftig extrabudgetär zu vergüten. „Die Frage, ob das ein gutes oder ein schlechtes Gesetz ist, wird in der Umsetzung zu beantworten sein“, kommentiert Montgomery (S. 3).

Und dann gibt es noch die von Spahn zum „Mega-Thema“ auserkorene Pflege. Das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz sieht die Ausgliederung der Kosten für Pflegepersonal aus der Krankenhausfinanzierung vor. Grundsätzlich ist dieser Paradigmenwechsel richtig, findet die BÄK. Sie mahnt aber gleichzeitig an, dass auf die Pflege beschränkte Maßnahmen keine Abhilfe beim grundsätzlichen Problem des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen schafften (S. 6).

BÄKground September 2018 [PDF]

 

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news-1818 Wed, 19 Sep 2018 07:57:04 +0000 Sächsische Landesärztekammer veröffentlicht aktuelle Broschüre „Die ärztliche Leichenschau – Durchführung, Todesbescheinigung und Abrechnung“ https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/saechsische-landesaerztekammer-veroeffentlicht-aktuelle-broschuere-die-aerztliche-leichenschau-durchfue/  

Dresden - Die Feststellung des Todes und die ärztliche Leichenschau sind originäre ärztliche Aufgaben. Zur Verbesserung der Qualität hat die Sächsische Landesärztekammer eine aktuelle Broschüre „Die ärztliche Leichenschau – Durchführung, Todesbescheinigung und Abrechnung“ herausgegeben.

 

Dresden - Die Feststellung des Todes und die ärztliche Leichenschau sind originäre ärztliche Aufgaben. Zur Verbesserung der Qualität hat die Sächsische Landesärztekammer eine aktuelle Broschüre „Die ärztliche Leichenschau – Durchführung, Todesbescheinigung und Abrechnung“ herausgegeben.
 
In dieser Broschüre wird die Durchführung einer ärztlichen Leichenschau umfassend beschrieben. Dargestellt werden auch mögliche Todesarten und -ursachen, Personalangaben, Sterbeort- und Zeitpunkt. Auch Hinweise zur Melde- und Informationspflicht und das Thema der Abrechnung nach GOÄ sind enthalten. Abschließend dienen Abbildungen mit möglichen Todeszeichen der besseren Veranschaulichung.
 
Die Broschüre liegt der aktuellen Ausgabe des Ärzteblattes Sachsen, Heft 9/2018, bei und kann auch im Internet herunter geladen werden:
www.slaek.de/de/01/03Empfehlungen/leichenschau.php 

 

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news-1816 Sat, 15 Sep 2018 09:13:00 +0000 Tag der Patientensicherheit: BÄK-Präsident fordert Gütesiegel für Gesundheitsapps https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/tag-der-patientensicherheit-baek-praesident-fordert-guetesiegel-fuer-gesundheitsapps/  

 

 

Berlin - „In der digitalen Welt müssen wir Patientensicherheit neu denken. Einfache Gesundheitsapps können eine gesunde Lebensführung unterstützen, aber auch großen Schaden anrichten. Daher brauchen wir ein bundeseinheitliches Gütesiegel für digitale Gesundheitsanwendungen.“ Das fordert Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zum Tag der Patientensicherheit am 17. September 2018. Zudem regte er die Einführung standardisierter Verfahren zur Bewertung digitaler Anwendungen im Hinblick auf Wirksamkeit, Unbedenklichkeit und medizinische Qualität an. „Wenn diese Bewertungen dann in einer Positivliste verständlich und transparent aufbereitet werden, sind wir beim Schutz der Patienten einen großen Schritt weiter“, sagte Montgomery.

Denkbar sei auch die Etablierung von Testregionen, in der Entwickler ihre Produkte erproben können. Montgomery verwies in diesem Zusammenhang auf die enorme Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten. Diese reiche von dem kaum mehr überschaubaren Angebot in den App Stores bis hin zu Behandlungsempfehlungen auf Grundlage von Sensor-Daten. „Die Erwartungen sind riesig. Aber die schöne, neue, digitale Gesundheitswelt ist kein Selbstläufer“, so der BÄK-Präsident.

 

 

 

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