Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Sun, 11 Apr 2021 09:48:06 +0200 Sun, 11 Apr 2021 09:48:06 +0200 TYPO3 EXT:news news-2961 Thu, 08 Apr 2021 13:50:46 +0200 EMA-Entscheidung zu Astrazeneca nachvollziehbare Risiko-Nutzen-Abwägung https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/ema-entscheidung-zu-astrazeneca-nachvollziehbare-risiko-nutzen-abwaegung/  

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hält die aktuelle Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) für richtig, weiter auf den Impfstoff von AstraZeneca zu setzen. Dabei gehe es um eine „Risiko-Nutzen-Abwägung“, die es in der Medizin bei vielen Medikamenten gebe, sagte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur (08.04.2021). Demnach sei das Risiko, schwerer oder gar tödlicher Verläufe einer Covid-19-Infektion deutlich höher, als das Risiko, an den seltenen Nebenwirkungen zu sterben.

Zugleich befürwortete Reinhardt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, AstraZeneca in Deutschland nur in der Altersgruppe der Über-60-Jährigen zu verimpfen. Hier habe man keinen Zusammenhang zwischen Impfstoff und Thrombosen nachweisen können. Damit ließen sich Risiken vermeiden, so der BÄK-Präsident. Außerdem habe es sicher die Entscheidung erleichtert, auf andere Impfstoffe zurückgreifen zu können. Hat ein Land keine alternativen Impfstoffe zur Verfügung, stelle sich die Situation schwieriger dar, erklärte Reinhardt.

Darüber hinaus erneuerte er seine Forderung, weitere Corona-Maßnahmen im Bundestag zu diskutieren und dabei die Expertise verschiedener Professionen wie Medizin, Pädagogen, Soziologen, Juristen und Ethiker zu berücksichtigen. Das werde die Akzeptanz in der Bevölkerung deutlich verbessern, betonte er.

 

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news-2960 Thu, 08 Apr 2021 13:45:34 +0200 Ärztlicher Nachwuchsförderung höchste Priorität beimessen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/aerztlicher-nachwuchsfoerderung-hoechste-prioritaet-beimessen/  

 

 

Berlin - „Die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig Ärztinnen und Ärzte für ein funktionierendes Gesundheitswesen und damit für unser gesamtes gesellschaftliches Wohlergehen sind. Die konsequente ärztliche Nachwuchsförderung und bessere Ausbildungsbedingungen gehören deshalb dringend auf die politischen Agenden von Bund und Ländern.“ Das sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt anlässlich der Vorstellung der aktuellen Ärztestatistik. Nach den Daten der Bundesärztekammer stieg zwar die Zahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte (+1,7%) sowie die der Facharztanerkennungen (+0,6%), jedoch fiel der Zuwachs deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Bei den jungen Ärztinnen und Ärzten aus dem Inland, die sich erstmalig bei einer (Landes-)Ärztekammer anmeldeten, verzeichnet die Statistik sogar einen Rückgang um 1,1 Prozent.

„Wir betrachten diese Entwicklung mit Sorge. Denn wir brauchen dringend eine ausreichende Anzahl von Ärztinnen und Ärzten, um die Folgen des anhaltenden Trends zur Teilzeitarbeit, des steigenden Durchschnittsalters der Ärzteschaft und des demografischen Wandels zu bewältigen. Sinkt die Zahl der zur Verfügung stehenden Arztstunden, wird das nicht gelingen“, warnte Reinhardt mit Blick auf den hohen Behandlungsbedarf in einer älter werdenden Gesellschaft. Unabhängig von Corona kommt es in den Praxen zu rund einer Milliarde Arzt-Patienten-Kontakten pro Jahr. Für den stationären Bereich meldet das Statistische Bundesamt für das letzte Erhebungsjahr 2019 rund 19,4 Millionen Behandlungsfälle. Deutschland ist eine der ältesten Gesellschaften der Welt. Und in den kommenden Jahren ist mit einem weiteren Anstieg des Behandlungsbedarfs zu rechnen. Derzeit  prognostiziert das Statistische Bundesamt bis zum Jahr 2040 eine Steigerung des Bevölkerungsanteils der über 67-jährigen um bis zu 42 Prozent.

Ein Lichtblick ist immerhin die Anzahl von Ärztinnen und Ärzten bei den Gesundheitsämtern, die im Jahr 2020 um 14 Prozent auf knapp 3.000 anstieg.

Das gebremste Wachstum betrifft fast alle Bereiche der Gesundheitsversorgung: Bei den im Krankenhaus tätigen Ärztinnen und Ärzten gab es ein Plus von 2,3 Prozent (Vorjahr: +2,7%). Die Zahl der ambulant tätigen Ärzte stieg um 1,0 Prozent (Vorjahr: +1,6%). Am stärksten war der Einbruch des Wachstums in sonstigen Tätigkeitsbereichen (+1,3%; Vorjahr: +6,2%).

Auch bei den Facharztanerkennungen fiel der Zuwachs im Jahr 2020 geringer aus. Er stieg lediglich um 0,6 Prozent (Vorjahr: +3,3%) auf knapp 14.000 an.

Für etwas Entlastung konnte die Zuwanderung aus dem Ausland sorgen. So ist die Zahl der in Deutschland gemeldeten ausländischen Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2020 um 6,8 Prozent (Vorjahr: +7,9%) auf rund 56.000 Personen gestiegen. Treibende Kraft waren dabei Ärzte aus Ländern außerhalb der EU (+11,1 Prozent; Vorjahr: 11,9%). Bei den Ärzten aus EU-Ländern war ein Plus von lediglich 1,5 Prozent zu verzeichnen (Vorjahr: +3,3%).

Ebenfalls vorteilhaft wirkt sich der deutliche Rückgang der ins Ausland abwandernden Ärztinnen und Ärzte aus. Im Jahr 2020 wanderten mit knapp 1.700 Personen rund zehn Prozent weniger Ärzte ab als noch im Vorjahr. Insbesondere die Abwanderung von Ärzten mit deutscher Staatsangehörigkeit ging um rund 17 Prozent auf rund 900 Personen zurück. Die beliebtesten Zielländer waren, wie in den Vorjahren, die Schweiz und Österreich.

Sorge bereitet weiterhin die Entwicklung des Altersdurchschnitts der deutschen Ärzteschaft. So bestätigen die aktuell erfassten Zahlen die Tendenz zur Stagnation des Anteils der Ärztinnen und Ärzte unter 35 Jahre (19,1%; Vorjahr: 18,9%). Der Anteil der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte, die das 60. Lebensjahr bereits vollendet haben, steigt kontinuierlich an. Knapp 34.000 Ärzte (8,2% aller berufstätigen Ärzte; Vorjahr: 8,0%) erreichten bereits das 66. Lebensjahr und somit das Renteneintrittsalter. Weitere knapp 52.000 berufstätige Ärzte (12,6% aller berufstätigen Ärzte; Vorjahr: 12,2%) sind zwischen 60 und 65 Jahre alt. Der Anteil der Ärzte, die sich mittlerweile im Ruhestand befinden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent an.

Weitere Informationen zur Ärztestatistik des Jahres 2020 finden Sie unter: https://www.bundesaerztekammer.de/ueber-uns/aerztestatistik/aerztestatistik-2020/

 

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news-2959 Wed, 07 Apr 2021 16:24:00 +0200 Hamburg: Impftempo beschleunigen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/hamburg-impftempo-beschleunigen/  

Hamburg - Der Vorstand der Ärztekammer Hamburg begrüßt den Start der Corona-Impfungen durch Hausärztinnen und Hausärzte. Weil nun deren große Erfahrung und Expertise einbezogen würde, könne der Bevölkerung ein breiteres Angebot gemacht werden.

 

Hamburg - Der Vorstand der Ärztekammer Hamburg begrüßt den Start der Corona-Impfungen durch Hausärztinnen und Hausärzte. Weil nun deren große Erfahrung und Expertise einbezogen würde, könne der Bevölkerung ein breiteres Angebot gemacht werden.

„Wir begrüßen insbesondere, dass der Zugang zum Impfangebot für viele schwer erkrankte sowie weniger mobile Menschen aus den Risikogruppen wesentlich erleichtert wird. Wir hätten recht früh unter Einbeziehung der Hausärztinnen und Hausärzte eine hohe Impfquote erzielen, viel Bürokratie und hohe Ausgaben ver-meiden können, wäre mehr Impfstoff vorhanden gewesen“, sagten Kammerpräsident Dr. Pedram Emami und Vizepräsidentin PD Dr. Birgit Wulff. Nun aber ließen sich die Uhren nicht zurückdrehenund es zähle der Blick nach vorn: „Viel wichtiger ist jetzt eine zügi-ge Beschaffung und Auslieferung von Impfstoff an die Kol-leg*innen, um das Tempo der Impfkampagne weiter zu beschleu-nigen“, so Emami und Wulff, die auch ein Bitte an die Hamburge-rinnen und Hamburger äußern: „Bitte bedrängen Sie die Ärztinnen und Ärztenicht mit Impfwünschen –es gilt nach wie vor die Impf-reihenfolge, und Ihre Hausärztinnen und Hausärzten wissen ge-nau, wer ihrer Patienten wann dran ist.“

www.aerztekammer-hamburg.org

 

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news-2957 Wed, 07 Apr 2021 11:41:40 +0200 Reinhardt: Bundestag sollte weitere Corona-Politik diskutieren und legitimieren https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/reinhardt-bundestag-sollte-weitere-corona-politik-diskutieren-und-legitimieren/  

 

 

Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt hat vor übereilten und schlecht vorbereiteten neuen Lockdown-Beschlüssen gewarnt. „Weitreichende Lockdown-Maßnahmen wie Ausgangssperren oder erneute Schulschließungen sollten nicht im statistischen Blindflug veranlasst werden, sondern auf Grundlage sauberer und verlässlicher Daten“, sagte Reinhardt gegenüber der Rheinischen Post (07.04.2021). Die zunehmende Belegung der Betten auf den Intensivstationen sei natürlich ein deutlicher Warnhinweis. „Verlässliche Erhebungen über Neuinfektionen haben wir im Moment aber nicht, weil über Ostern möglicherweise weniger oder verspätet gemeldet worden ist", erklärte Reinhardt. Die letzte Bund-Länder-Runde zur sogenannten Osterruhe habe gezeigt, „dass unausgegorene Entscheidungen Vertrauen und Akzeptanz in der Bevölkerung kosten können“. Daraus sollten alle Beteiligten lernen.

„Die weitere Corona-Politik in Deutschland sollte deshalb unter Einbeziehung breiterer Expertise von zahlreichen Professionen im Bundestag diskutiert und auch vom Parlament legitimiert werden“, forderte Reinhardt. Das wären echte vertrauensbildende Maßnahmen, die sicher mehr bringen würden als Schnellschüsse ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage. Vor allem aber müsse die Grundimmunisierung der Bevölkerung beschleunigt werden, um die dritte Infektionswelle zu brechen und Einschränkungen der persönlichen Freiheitsrechte zurückzufahren. Darüber hinaus bekräftigte er seine Forderung, „die Reservekapazitäten für die Zweitdosen weitgehend aufzulösen und diese sofort zu verimpfen“.

 

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news-2958 Tue, 06 Apr 2021 15:43:00 +0200 Baden-Württemberg: Ärzteschaft begrüßt Impfstart der Hausärzte - Fach- und Privatärzte müssen bald folgen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/baden-wuerttemberg-aerzteschaft-begruesst-impfstart-der-hausaerzte-fach-und-privataerzte-muessen-bald-f/  

Stuttgart - Im Verlauf dieser Woche beteiligen sich die Hausärztinnen und Hausärzte in ihren Praxen an den Corona-Schutzimpfungen – zunächst entsprechend der geltenden Priorisierung und im Rahmen limitierter Impfstoffmengen. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg begrüßt den hausärztlichen Impfstart. „Die Ärzteschaft befürwortet alles, was dazu führt, dass möglichst viele Personen möglichst früh geimpft werden – insofern ist der Impfstart in den Praxen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

 

Stuttgart - Im Verlauf dieser Woche beteiligen sich die Hausärztinnen und Hausärzte in ihren Praxen an den Corona-Schutzimpfungen – zunächst entsprechend der geltenden Priorisierung und im Rahmen limitierter Impfstoffmengen. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg begrüßt den hausärztlichen Impfstart. „Die Ärzteschaft befürwortet alles, was dazu führt, dass möglichst viele Personen möglichst früh geimpft werden – insofern ist der Impfstart in den Praxen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Die Hausärztinnen und Hausärzte im Land stehen in puncto Patientenversorgung schon seit langem mit an vorderster Linie im Kampf gegen das Virus, betont der Kammerpräsident. Mit der Durchführung von Corona-Schutzimpfungen komme nun ein weiterer wichtiger Baustein des ärztlichen Wirkens hinzu. Die Ärzteschaft sei hierfür bestens gerüstet, die Teams in den Praxen entsprechend motiviert. „Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich sehr, dass sie nun gezielt ihren besonders gefährdeten Patienten helfen können“, so Dr. Miller – hierunter fallen aktuell beispielsweise ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie Personen, die beruflich viele Kontakte und daher ein hohes Ansteckungsrisiko haben.

Beidseitiges Vertrauen sei im Zusammenhang mit dem Impfstart in den Praxen ein zentraler Begriff, führt Kammerpräsident Dr. Miller weiter aus: Einerseits kennen die Hausärztinnen und Hausärzte ihre Patienten, können sich gut auf sie einstellen, wissen um deren Krankengeschichte und können bei den Impfungen dementsprechend gut beraten und Sorgen nehmen. Auch anders herum schätzen viele Patienten ihre Hausärztinnen und Hausärzte als jahrelange Wegbegleiter, die ihnen schon oft helfen konnten. „Dies ist ein sehr starkes und positives Setting. Damit haben wir jetzt die große Chance, dass durch den Einstieg der Hausärztinnen und Hausärzte Schritt für Schritt das Vertrauen in die Impfkampagne insgesamt gestärkt werden kann“, sagt Kammerpräsident Dr. Miller.

Für eine wirklich nachhaltige Stärkung müsse allerdings noch mehr passieren: Zum einen brauche es mehr Impfstoff für die Praxen, zum anderen müssten möglichst schnell weitere Ärztinnen und Ärzte in die Immunisierungen eingebunden werden. Die Landesärztekammer bedauert daher, dass zum Praxis-Impfstart die Privatärztinnen und Privatärzte und auch die niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzte noch nicht eingebunden sind. Denn auch sie könnten mit ihrem Know-how und ihren Ressourcen gleich zu Beginn ein wichtiger Bestandteil der ärztlichen Schlagkraft sein, um das Virus zu bekämpfen. Auch die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte stehen bereit, um beim Impfen der Beschäftigten am Arbeitsplatz mitzuhelfen.

Die Kammer setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass all diese Ärztinnen und Ärzte jetzt schnellstmöglich in das Impfen mit einbezogen werden. Die Landesärztekammer appelliert in diesem Zusammenhang auch nochmals an die Bevölkerung, Schutzimpfungen gegen das Coronavirus auf jeden Fall wahrzunehmen, wenn die Möglichkeit dazu besteht. „Impfstoffe sind leider noch knapp – dennoch ist und bleibt es ein Glücksfall, dass wir hochwirksame Vakzine gegen COVID-19 zur Verfügung haben“, betont Dr. Miller. „Impfen ist nach wie vor die stärkste Waffe im Kampf gegen die Pandemie.“

www.aerztekammer-bw.de

 

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news-2956 Fri, 02 Apr 2021 13:04:00 +0200 Saarland: Ärztekammer äußert Unverständnis über Ausschluss von Privatärzten bei der Covid-19-Impfung https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/saarland-aerztekammer-aeussert-unverstaendnis-ueber-ausschluss-von-privataerzten-bei-der-covid-19-impfung/  

Saarbrücken - Bei den bald beginnenden Impfungen im ambulanten Bereich bleiben privat niedergelassene Ärztinnen und Ärzte außen vor. Sie erhalten keine Impfstoffe. Mit einer Allgemeinverfügung vom 31. März 2021 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) festgelegt, dass Apotheken Covid-19-Impfstoffe nicht an privatärztliche Praxen und an Betriebsärzte abgeben dürfen.

 

Saarbrücken - Bei den bald beginnenden Impfungen im ambulanten Bereich bleiben privat niedergelassene Ärztinnen und Ärzte außen vor. Sie erhalten keine Impfstoffe. Mit einer Allgemeinverfügung vom 31. März 2021 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) festgelegt, dass Apotheken Covid-19-Impfstoffe nicht an privatärztliche Praxen und an Betriebsärzte abgeben dürfen.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass auch im Saarland ab nächster Woche Hausärzte und andere niedergelassene Fachärzte mit den Impfungen beginnen. Unverständlich und nicht akzeptabel ist aber, dass man nach den Vorgaben des BMG die 120 privat niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen hier ausschließt“, sagt Kammerpräsident San.-Rat Dr. Josef Mischo. „In der kritischen Phase der Pandemie müssen alle Ärztinnen und Ärzte einbezogen werden, die bereit sind, sich hier zu engagieren“.

Um die Impfstrategie gegen Covid-19 besser umzusetzen, sollte jeder Patient die Möglichkeit haben, sich von dem Arzt seines Vertrauens beraten und impfen zu lassen.

www.aerztekammer-saarland.de

 

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news-2955 Thu, 01 Apr 2021 13:06:57 +0200 Baden-Württemberg: Immer mehr ältere Patienten: Gesundheitssektor muss leistungsfähig bleiben https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/baden-wuerttemberg-immer-mehr-aeltere-patienten-gesundheitssektor-muss-leistungsfaehig-bleiben/  

Stuttgart - In Baden-Württemberg leben immer mehr ältere Menschen und Hochbetagte. Es ist davon auszugehen, dass damit auch der Bedarf an medizinischer Versorgung weiter steigt. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg weist daher zum Tag der älteren Generation am 7. April darauf hin, dass dieser Entwicklung nur mit einem starken, gut aufgestellten Gesundheitswesen begegnet werden kann.

 

Stuttgart - In Baden-Württemberg leben immer mehr ältere Menschen und Hochbetagte. Es ist davon auszugehen, dass damit auch der Bedarf an medizinischer Versorgung weiter steigt. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg weist daher zum Tag der älteren Generation am 7. April darauf hin, dass dieser Entwicklung nur mit einem starken, gut aufgestellten Gesundheitswesen begegnet werden kann. „In Zukunft könnte die teils aufwendigere medizinische Versorgung der Älteren und Hochbetagten immer mehr zur ärztlichen Alltäglichkeit werden“, sagt Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Die künftige Landesregierung müsse diese Entwicklung im Blick haben und die Weichen dafür müssten schon jetzt gestellt werden, um der Realität nicht irgendwann hinterherzulaufen.

Laut Statistischem Landesamt lebten in Baden-Württemberg Ende 2019 über 306.000 Menschen, die 85 Jahre oder älter waren – bis 2050 könnte sich ihre Zahl nach jüngsten Prognosen verdoppeln. Andere Berechnungen gehen davon aus, dass im Jahr 2050 ein Drittel der Bevölkerung Baden-Württembergs über 60 Jahre alt sein wird. Ältere Menschen werden die Gesellschaft also mehr und mehr prägen.

Wie sieht ein Gesundheitssystem aus, das diesen Entwicklungen Rechnung trägt? Nach Überzeugung von Dr. Miller tragen viele Faktoren zu einer zukunftsfähigen Patientenversorgung bei: „Die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Dazu gehören für mich auch gute Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte, medizinisches Personal und Pflegekräfte in der ambulanten sowie stationären Versorgung.“ Konkret zu nennen seien unter anderem angemessene Personalkapazitäten, leistungsgerechte Entlohnung sowie Entlastung von zu viel Bürokratie. Nötig sei auch eine engere Zusammenarbeit zwischen ärztlicher (Notfall-) Versorgung und Pflege, die reibungslose Abläufe ermöglicht. Eine verlässliche hausärztliche Versorgung auch in ländlichen Regionen sei ebenfalls wichtig, und gerade für in der Mobilität eingeschränkte Menschen sei die gute Erreichbarkeit medizinischer Hilfe essenziell.

„Wir möchten gerade auch für unsere betagteren Patienten da sein. Dafür brauchen wir Freiräume für Ärztinnen und Ärzte, um Älteren auch weiterreichend als Ansprechpartner und Lotsen im Gesundheitssystem zur Verfügung stehen zu können“, so der Kammerpräsident weiter. „Hier sind unter anderem intensive Aufklärung über Therapieoptionen, Mithilfe beim Organisieren von weiteren Behandlungsschritten, aber auch Begleitung bei der Nutzung digitaler Gesundheits- und Behandlungsanwendungen zu nennen, was besonders ältere Menschen vor Herausforderungen stellen kann.“ Mediziner müssten die Zeit haben, um sich differenziert und intensiv mit den Möglichkeiten der medizinischen Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung (Therapieangebote, Arzneimittelwahl, Rehabilitationsmöglichkeiten etc.) beschäftigen zu können. Ein Schritt in die richtige Richtung sei der bisherigen Landesregierung mit der Erhöhung der Studienkapazitäten um 150 Humanmedizin-Plätze bereits gelungen, doch nach Meinung von Kammerpräsident Dr. Miller sei dies nur einer von vielen verschiedenen Bausteinen für die Versorgung von “morgen und übermorgen“.

„Auch wenn das Thema Gesundheit in Corona-Zeiten in aller Munde ist, duldet die langfristige Sicherstellung einer leistungsfähigen Patientenversorgung keinen Aufschub – dem müssen wir uns vordringlich stellen“, betont der Ärztechef. Aufgabe der Politik und aller Akteure im Gesundheitswesen sei es nun, die sich verändernde Patientenstruktur im Auge zu behalten und Versorgungsdefiziten bestmöglich vorzubeugen. Dr. Miller: „Wir Ärztinnen und Ärzte im Südwesten sind uns dieser Verantwortung bewusst und bringen uns mit allem Engagement ein. Wir wollen unsere Patienten jetzt und in Zukunft optimal versorgen.“

www.aerztekammer-bw.de

 

 

 

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news-2954 Thu, 01 Apr 2021 12:34:35 +0200 Berlin: Keine Zeit für Lockerungen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/berlin-keine-zeit-fuer-lockerungen/  

Berlin - Die Ärztekammer Berlin mahnt strikte Kontaktvermeidung und konsequente Corona-Testungen an. Andernfalls drohen die Berliner Intensivstationen schnell überlastet zu sein. Zudem unterstreicht die Ärztekammer Berlin ihre Forderung, dass die Impfungen dringend durch die Beteiligung der niedergelassenen Ärzteschaft intensiviert werden müssen.

 

Berlin - Die neue Variante des Coronavirus B.1.1.7 führt auch in Berlin zu einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen. Längst befinden wir uns in der befürchteten dritten Welle. Die Zahl der Todesfälle ist aktuell zwar noch verhältnismäßig niedrig, doch die Berliner Praxen melden vermehrt ansteigende Zahlen von infizierten Patientinnen und Patienten. Auch die Betten auf den Berliner Intensivstationen füllen sich wieder kontinuierlich mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten.

Zunehmend sind nun auch junge Erwachsene sowie Kinder von schweren Infektionen betroffen. Die Berliner Ärzteschaft ist besorgt, dass bei Kindern die Komplikationen im Zusammenhang mit einer COVID-19-Infektion zunehmen, etwa in Form des Pediatric inflammatory Multisystem Syndrome (PIMS). Weiterhin drohen für alle Infizierten verstärkt Komplikationen aufgrund des Long-Covid-Syndroms. Die Auswirkungen können wir heute noch gar nicht einschätzen.

Die dritte Welle verläuft steil ansteigend, sodass wir ohne weitere Maßnahmen in den nächsten Wochen mit noch deutlich steigenden Infektionszahlen rechnen müssen. Es besteht die Gefahr, dass die Intensivstationen schon bald an ihre Grenzen kommen. Das ist eine enorme Belastung für das medizinische Personal, das sich noch nicht von den Folgen der letzten Welle erholen konnte.

Die niedergelassenen Berliner Ärztinnen und Ärzte stehen mit ihren Teams bereit, um die Berliner Bevölkerung zu impfen, jedoch mangelt es weiterhin an Impfstoffen.

„Auch wenn nach Ostern die Impfungen in den Hausarztpraxen beginnen werden, ist eine schnelle und spürbare Entlastung aufgrund des Impfstoffmangels nicht zu erwarten. Sobald eine ausreichende Menge an Impfstoffen bereit steht, werden sie die Berlinerinnen und Berliner umfassend und schnell impfen. Bis dahin gilt es, Kontakte konsequent zu vermeiden. Es ist keine Zeit für weitere Lockerungen, etwa im privaten Bereich oder bei touristischen Reisen“, darauf weist der Vorsitzende des Unterausschusses Ambulante Versorgung Dr. med. Klaus-Peter Spies hin.

An Orten, an denen die Kontakte nicht eingeschränkt werden können, müssen konsequent Corona-Tests eingesetzt werden. Einen ersten Schritt hat die Senatsverwaltung mit der Zweiten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung § 6a vom 27. März 2021 getan. Die Testpflicht sollte auch konsequent in Schulen umgesetzt werden.

www.aerztekammer-berlin.de

 

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news-2953 Thu, 01 Apr 2021 10:38:24 +0200 Thüringen: Klärung von Thüringer Behandlungsfehlervorwürfen ab dem 1. April 2021 durch die Schlichtungsstelle für Arzthaftungsfragen der Landesärztekammer Thüringen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/thueringen-klaerung-von-thueringer-behandlungsfehlervorwuerfen-ab-dem-1-april-2021-durch-die-schlichtu/  

Jena - Zu den gesetzlich festgelegten Aufgaben der Landesärztekammer Thüringen gehört es, Streitigkeiten zwischen Ärztinnen und Ärzten und Patienten zu schlichten. Diese Aufgabe hat seit 1991 die Norddeutsche Schlichtungsstelle für die Landesärztekammer Thüringen wahrgenommen. Nachdem Probleme in der organisatorischen Struktur und der rechtlichen Konstruktion der Norddeutschen Schlichtungsstelle aufgetreten sind, stellt diese zum Ende des Jahres ihren Betrieb ein.

 

Jena - Zu den gesetzlich festgelegten Aufgaben der Landesärztekammer Thüringen gehört es, Streitigkeiten zwischen Ärztinnen und Ärzten und Patienten zu schlichten. Diese Aufgabe hat seit 1991 die Norddeutsche Schlichtungsstelle für die Landesärztekammer Thüringen wahrgenommen. Nachdem Probleme in der organisatorischen Struktur und der rechtlichen Konstruktion der Norddeutschen Schlichtungsstelle aufgetreten sind, stellt diese zum Ende des Jahres ihren Betrieb ein.

Aus diesem Grund werden ab dem 1. April 2021 unter dem Leitspruch „Schlichten statt Richten“ Thüringer Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler von der Landesärztekammer Thüringen bearbeitet. Ziel der Schlichtungsstelle ist es, eine neutrale und unabhängige medizinische Begutachtung einer ärztlichen Behandlung, die in Thüringen stattfand, durchzuführen. Abschließend wird eine Einschätzung abgegeben, ob Schadensersatzansprüche wegen eines Behandlungsfehlers gerechtfertigt erscheinen.

„Das Ende der gemeinsamen Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der Norddeutschen Ärztekammern ist sicher bedauerlich,“ so die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen, „aber mit der Übernahme der Schlichtung durch die Landesärztekammer Thüringen besteht auch die Möglichkeit für einen Neuanfang. So arbeiten wir erstmals mit einer vollelektronischen Verwaltungsakte. Die Anträge auf Schlichtung, die Sachbearbeitung, die Tätigkeit der Gutachter und die Hinzuziehung von Fachberatern erfolgen völlig papierlos über eine elektronische Plattform. Mit dieser Neujustierung gehen wir davon aus, die Verfahren zu verschlanken und zu beschleunigen.“

Für Patientinnen und Patienten, die einen Behandlungsfehler vermuten, besteht daher die Möglichkeit, ab dem 1. April 2021 einen Schlichtungsantrag zu stellen. Alle Informationen findet man auf der Homepage der Landesärztekammer www.laek-thueringen.de unter der Rubrik Patienten – Schlichtungsstelle.

www.laek-thueringen.de

 

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news-2952 Thu, 01 Apr 2021 10:22:56 +0200 Schleswig-Holstein: Ärztekammer Schleswig-Holstein begrüßt COVID-Impfungen in den Hausarztpraxen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/schleswig-holstein-aerztekammer-schleswig-holstein-begruesst-covid-impfungen-in-den-hausarztpraxen/  

Bad Segeberg – Ab dem 6. April werden die rund 1.500 Hausarztpraxen in Schleswig-Holstein in die landesweite Impfaktion gegen das SARS-CoV-2 aufgenommen. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein begrüßt diesen Schritt, die Impfungen auch in der ambulanten Versorgung durchzuführen. Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten – die niedergelassenen Ärzt*innen in Schleswig-Holstein impfen seit jeher in unserem Bundesland.

 

Bad Segeberg –  Ab dem 6. April werden die rund 1.500 Hausarztpraxen in Schleswig-Holstein in die landesweite Impfaktion gegen das SARS-CoV-2 aufgenommen. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein begrüßt diesen Schritt, die Impfungen auch in der ambulanten Versorgung durchzuführen. Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln, Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten – die niedergelassenen Ärzt*innen in Schleswig-Holstein impfen seit jeher in unserem Bundesland. Sie verfügen über alle notwendigen Fähigkeiten, Kompetenzen sowie Infrastrukturen, um im großen Stil zu impfen. Zudem kennen sie ihre Patient*innen und deren Gesundheitszustand und wissen, ob bei vorherigen Impfungen etwaige Reaktionen aufgetreten sind. Positiv ist außerdem die räumliche Nähe der Hausarztpraxen zu den Patient*innen. So kann auch jenen Menschen ein niedrigschwelliges Impfangebot gegeben werden, für die eine weite Fahrtstrecke zum nächsten Impfzentrum nicht möglich ist. Es ist zu hoffen, dass die Anzahl der Impfdosen, die zunächst 20 Dosen pro Woche und Arztpraxis beträgt, möglichst schnell zunimmt.

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein bietet Ärzt*innen und dem medizinischen Praxispersonal mehrere eLearning-Module, die sowohl das Testen als auch das Impfen gegen das SARS-CoV-2 auffrischen und auf mögliche allergische Reaktionen nach dem Impfen vorbereiten.

www.aeksh.de

 

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