Bundesärztekammer https://www.bundesaerztekammer.de RSS-Feed der Bundesärztekammer de_DE Bundesärztekammer Thu, 21 Mar 2019 13:10:51 +0100 Thu, 21 Mar 2019 13:10:51 +0100 TYPO3 EXT:news news-2030 Wed, 20 Mar 2019 12:07:07 +0100 Ärzte für Sachsen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/aerzte-fuer-sachsen/  

Dresden - In Sachsen gab es vor zehn Jahren noch 5.655 Ärzte mit eigener Praxis. Diese Zahl sank bis Ende 2018 um 450 auf 5.205 niedergelassene Ärzte. Dagegen stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der in Niederlassung angestellten Ärzte von 639 auf 1.691 Ärzte an. Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer: „Dies zeigt, ...

 

Dresden - In Sachsen gab es vor zehn Jahren noch 5.655 Ärzte mit eigener Praxis. Diese Zahl sank bis Ende 2018 um 450 auf 5.205 niedergelassene Ärzte. Dagegen stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der in Niederlassung angestellten Ärzte von 639 auf 1.691 Ärzte an.
 
Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer: „Dies zeigt, dass sich immer weniger Ärzte niederlassen, sondern lieber als angestellte Ärzte in einer Praxis arbeiten. Oft arbeiten junge Mediziner zudem in Teilzeit, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Besonders abschreckend wirken auch die bürokratische Belastung und die Eingriffe durch den Gesetzgeber. Immer mehr Zeit verbringen wir mit Formularen statt mit den Patienten.“
 
Bedenklich sei diese Entwicklung vor allem für die ländlichen Bereiche. Daher müssten die Partner in dem von der Sächsischen Landesärztekammer initiierten Netzwerk ‚Ärzte für Sachsen’ weiterhin mit gezielten Maßnahmen Nachwuchs für den ambulanten Bereich gewinnen. 
 
Bodendieck: „Weiterhin brauchen wir mehr Studienplätze und für die Hochschulen in Sachsen ein Auswahlverfahren neben dem Numerus Clausus, um mehr Ärzte zu bekommen. Hier sind das Wissenschaftsministerium und die Fakultäten in der Pflicht, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, Ärzte nicht nur für die Wissenschaft sondern auch für die Versorgung auszubilden.
 
Die Stärkung der allgemeinmedizinischen Lehrstühle in Dresden und Leipzig ist ebenfalls wichtig, um mehr Medizinstudenten für eine hausärztliche Tätigkeit zu begeistern. Und sogenannte Weiterbildungsverbünde können ebenfalls dazu beitragen, dass junge Ärzte ihre Facharztweiterbildung außerhalb von Ballungszentren machen. Derzeit gibt es 11 Weiterbildungsverbünde in Sachsen. „Aber alles, was wir heute im Bereich Medizinstudium investieren, wird frühestens in 11 Jahren fruchten (6 Jahre Studium und 5 Jahre Facharztweiterbildung)“, betont der Präsident. Daher seien kurzfristige Maßnahmen angezeigt.
 
Eine Unterstützung bei der Übernahme von Kassenarztsitzen, wie zum Beispiel die Übernahme des wirtschaftlichen Risikos, die Entlastung von Bürokratie, usw., wäre durch Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigung ebenfalls sinnvoll und könnte vom Land und von den Gemeinden unterstützt werden. 

www.slaek.de

 

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news-2029 Wed, 20 Mar 2019 12:00:00 +0100 Tarifeinigung: Verband medizinischer Fachberufe e.V. und AAA vereinbaren 4,5 Prozent mehr Gehalt in zwei Stufen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/tarifeinigung-verband-medizinischer-fachberufe-ev-und-aaa-vereinbaren-45-prozent-mehr-gehalt-in/  

 

 

Noch vor Ablauf der Erklärungsfrist haben die Tarifpartner für Medizinische Fachangestellte – der Verband medizinischer Fachberufe e.V. und die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) – am 20. März die neuen Gehaltstabellen veröffentlicht, die nach Ende des aktuellen Tarifvertrages am 31. März 2019 in Kraft treten.

Vereinbart wurde, dass sich die Gehälter in der Tätigkeitsgruppe I um insgesamt 4,5 Prozent erhöhen – zunächst zum 1. April 2019 um 2,5 Prozent und ab 1. April 2020 um weitere 2 Prozent. Der Gehaltstarifvertrag gilt bis Ende 2020.

Zudem steigen die monatlichen tariflichen Ausbildungsvergütungen um jeweils 60 Euro. Sie betragen damit ab dem 1. April 2019 im ersten Ausbildungsjahr 865 Euro, im zweiten 910 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 960 Euro.

In der ersten Tätigkeitsgruppe beginnen die Tarifgehälter in den ersten drei Berufsjahren ab dem 1. April 2019 bei 1.931,56 Euro und ab dem 1. April 2020 bei 1.970,19 Euro. Bei entsprechenden Weiterbildungen kommen die im Tarifvertrag vereinbarten Zuschläge von 7,5 Prozent in Tätigkeitsgruppe II bis 50 Prozent in Tätigkeitsgruppe VI hinzu. Außerdem erhöhen sich die Gehälter mit den Berufsjahren.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Erik Bodendieck, wertet den Tarifabschluss als eine angemessene Umsetzung der erwarteten Zuwächse beim ärztlichen Honorarvolumen für 2019. „Damit der Beruf Medizinische/r Fachangestellte/r in Zeiten des Fachkräftemangels insbesondere für Schulabgänger/-innen weiterhin attraktiv bleibt, werden neben den Gehältern für die MFA ebenfalls die Ausbildungsvergütungen entsprechend angehoben“, so der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer.

Carmen Gandila, Vizepräsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V., erklärte dazu: „Wir haben einen guten Kompromiss gefunden, der auch die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen berücksichtigt. Es war uns wichtig, den Beruf nicht nur für die Auszubildenden finanziell interessant zu gestalten. Um aus den derzeit bestehenden Fachkräfteengpässen keinen Fachkräftemangel werden zu lassen, fordern wir die Arbeitgeber auf, diese Mindestarbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten auch umzusetzen.“

Die neuen Tarifverträge stehen auf www.vmf-online.de/mfa-tarife

 

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news-2028 Tue, 19 Mar 2019 10:35:56 +0100 Westfalen -Lippe: Fortbildung zur „Entlastenden Versorgungsassistentin“ (EVA) sehr gefragt  https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-fortbildung-zur-entlastenden-versorgungsassistentin-eva-sehr-gefragt/  

Münster - Seit genau zehn Jahren können sich Angehörige medizinischer Berufe zur „Entlastenden Versorgungsassistentin“ bzw. zum „Entlastenden Versorgungsassistenten“ (EVA) fortbilden. Mehr als 1.000 Medizinische Fachangestellte, Arzthelferinnen und Krankenpfleger in Westfalen-Lippe haben das Zertifikat ...

 

Münster - Seit genau zehn Jahren können sich Angehörige medizinischer Berufe zur „Entlastenden Versorgungsassistentin“ bzw. zum „Entlastenden Versorgungsassistenten“ (EVA) fortbilden. Mehr als 1.000 Medizinische Fachangestellte, Arzthelferinnen und Krankenpfleger in Westfalen-Lippe haben das Zertifikat seitdem bereits erworben. Sie verfügen damit über die Kompetenz, Ärztinnen und Ärzte in der ambulanten Praxis durch die Übernahme delegierbarer medizinischer Leistungen bei der Begleitung und Unterstützung von Patienten und Angehörigen zu entlasten. 
 
Grund genug für die Akademie für medizinische Fortbildung der Ärztekammer Westfalen-Lippe und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, den 1. Westfälischen EVA-Tag durchzuführen: Bereits qualifizierte EVAs sowie Interessenten konnten dabei einen ganzen Tag lang in Vorträgen und Seminaren u. a. zu den Themen Demenz, Palliativmedizin oder Injektions- und Infusionstechniken inklusive praktischer Übungen ihre Kenntnisse auffrischen und Neues lernen. 
 
„Mit der Ausbildung zur EVA geben wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Arztpraxen eine Chance zur weiteren beruflichen Qualifikation“, hebt Dr. Klaus Reinhardt, Vizepräsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, die Bedeutung der Fortbildung hervor. „Gleichzeitig können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte durch die Unterstützung der EVA auch in Zeiten erheblicher Arbeitsverdichtung eine verantwortungsvolle Versorgung von Patienten im Team aus einer Hand garantieren.“ 
 
Auch Dr. Wolfgang-Axel Dryden, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, sieht die Fortbildung zur EVA in Zeiten des Hausärztemangels als Chance für die Versorgung von Patientinnen und Patienten: „Demographischer Wandel und eine steigende Lebenserwartung bringen das Erfordernis mit sich, die ärztliche Kompetenz am Patienten zielgerichteter einzusetzen. Unterstützung und Entlastung des Arztes von delegationsfähigen Tätigkeiten sollte sowohl in der Praxis als auch in der aufsuchenden Versorgung erfolgen, um eine qualitativ hochwertige Betreuung der Patienten zu gewährleisten.“ 
 
Entsprechend anspruchsvoll ist die Qualifizierung zur EVA, die je nach Berufserfahrung mehr als 270 Stunden umfassen kann. Dass die Maßnahme auf großes Interesse stößt, zeigten auch die hohen Besucherzahlen des 1. Westfälischen EVA-Tags. Eine Wiederholung der Veranstaltung ist deshalb für kommendes Jahr geplant.

www.aekwl.de

 

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news-2027 Tue, 19 Mar 2019 10:32:31 +0100 Nordrhein: 1. Tag des Gesundheitsamtes https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/nordrhein-1-tag-des-gesundheitsamtes/  

Düsseldorf - Wenn es brennt, dann kommt die Feuerwehr, bei einem Wohnungseinbruch die Kriminalpolizei. Aber was passiert bei einem Masernausbruch? Spätestens dann sind Politiker und Bürger heilfroh, wenn es im örtlichen Gesundheitsamt genügend kundige Ärztinnen und Ärzte gibt, die wissen, wie ein solcher Ausbruch mit einer sogenannten Riegelungsimpfung zeitnah und kompetent eingedämmt werden kann. ...

 

Düsseldorf - Wenn es brennt, dann kommt die Feuerwehr, bei einem Wohnungseinbruch die Kriminalpolizei. Aber was passiert bei einem Masernausbruch? Spätestens dann sind Politiker und Bürger heilfroh, wenn es im örtlichen Gesundheitsamt genügend kundige Ärztinnen und Ärzte gibt, die wissen, wie ein solcher Ausbruch mit einer sogenannten Riegelungsimpfung zeitnah und kompetent eingedämmt werden kann.

Mit der Ausrufung eines Tages des Gesundheitsamtes am heutigen Dienstag, dem 19. März, rückt das Robert Koch-Institut als zentrale Einrichtung der Bundesregierung zur Krankheitsüberwachung und -prävention die so wichtige Tätigkeit der bundesweit 2.500 Ärztinnen und Ärzten im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in den Fokus.

Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, freut sich über die Wertschätzung, die mit dem 1. Tag des Gesundheitsamtes heute und in den Folgejahren auch öffentlichkeitswirksam ausgedrückt werden soll: „Denn dass beispielsweise Menschen in psychischen Krisensituationen, Schwangere in

Konfliktsituationen oder Jugendliche bei Schulabsentismus schnell eine Beratung erhalten und nicht durch das soziale Netz rutschen, liegt auch und gerade am Einsatz von Ärztinnen und Ärzten im ÖGD.“

„Das Aufgabenspektrum der Kolleginnen und Kollegen im ÖGD umfasst weit mehr als die in der Öffentlichkeit wahrgenommene Bekämpfung von Ausbruchsgeschehen. Zum Aufgabenportfolio eines modernden ÖGD gehören Beratungs- und Unterstützungsangebote für Schwangere und Familien, darüber hinaus Kita- und Einschulungsuntersuchungen, Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene und die Mitwirkung an der Gesundheitsberichterstattung und der Beratung politischer Entscheidungsträger in Kommune, Land und Bund“, sagte Henke weiter.

Der Kammerpräsident bedauert, dass sich die wachsenden Aufgaben des ÖGD nicht in seiner personellen Ausstattung widerspiegeln. „Seit 1995 ist die Zahl der Kolleginnen und Kollegen im ÖGD um 1.200 oder 35 Prozent auf noch rund 2.500 zurückgegangen“, so Henke. Hauptgrund sei die im Vergleich deutlich geringere Vergütung: Kollegen an Kliniken erhalten monatlich 1.000 bis 1.500 Euro mehr brutto. Henke: „Realität ist auch, dass Kollegen, die aus der Klinik ins Gesundheitsamt wechseln möchten, vielerorts auf das Gehaltsniveau eines Berufsanfängers zurückgestuft werden. Deshalb können aktuell zahlreiche freie Arztstellen im ÖGD nicht besetzt werden.“

Henke hofft, dass der Gedenktag mit zu einem Umdenken der kommunalen Arbeitgeber beiträgt. „Denn eine ausreichende Finanzierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zahlt sich für Städte und Kreise doppelt aus. Sie dient der Gesundheit der Bevölkerung und schafft Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Hand. Voraussetzung ist die verantwortliche Leitung durch aus- und weitergebildete Ärztinnen und Ärzte.“

Hintergrund: Mit der Wahl des 19. März als Tag des Gesundheitsamtes erinnert das Robert Koch-Institut an den Arzt Johann Peter Frank, der an diesem Tag im Jahr 1745 geboren wurde und mit seinen Abhandlungen zur „medizinischen Polizey“ als Wegbereiter der Sozialmedizin und des Öffentlichen Gesundheitswesens gilt. Frank setzte sich Zeit seines Lebens dafür ein, dass durch staatliche Bereitstellung angemessener Wohnverhältnisse sowie durch eine sorgfältige Aufbereitung des Trinkwassers Infektionskrankheiten von der Bevölkerung abgewendet werden. Hierfür seien Ärzte unerlässlich, „denn nur mit deren Hilfe könnten sie in ihren Territorien eine nicht mehr nur bei Seuchen hastig zusammengerufene, sondern permanente und staatliche Gesundheitsverwaltung installieren“.

www.aekno.de

 

 

 

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news-2026 Mon, 18 Mar 2019 16:21:17 +0100 Johna fordert bessere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/johna-fordert-bessere-arbeitsbedingungen-fuer-aerztinnen-und-aerzte-im-oeffentlichen-gesundheitsdienst/  

 

 

Berlin - „Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist Opfer seines eigenen Erfolgs. Regelmäßig loben ihn Politiker für seine Verdienste um Gesundheitsschutz, Prävention und Gesundheitsmanagement – und bürden ihm immer neue Aufgaben auf. Gleichzeitig nehmen aber die für seine Aufgabenwahrnehmung dringend erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen ab.“ Das sagte Dr. Susanne Johna, Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer und Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Öffentlicher Gesundheitsdienst“, zum 1. Tag des Gesundheitsamtes am 19. März 2019.

Johna begrüßte, dass  einige Bundesländer die Initiative ergriffen hätten, Landesämtern und Gesundheitsämtern über die regulären Stellenpläne hinaus Weiterbildungsstellen für Ärztinnen und Ärzte vorzuhalten. Das reiche aber nicht. In den vergangenen Jahren seien kontinuierlich Arztstellen weggefallen. Freie Stellen könnten nur schwer oder teilweise gar nicht nachbesetzt werden. „Ein Grund ist die schlechtere Vergütung. Wir brauchen dringend eine tariflich abgesicherte Angleichung der Vergütung an die arztspezifischen Tarifverträge der kommunalen Krankenhäuser“, fordert Johna. Eine angemessene Bezahlung sei Grundvoraussetzung, um hochqualifizierte Ärztinnen und Ärzte für den ÖGD zu gewinnen und zu halten. Notwendig sei zudem, dass Länder und Kommunen eine Mitarbeiter-Statistik in den Landes- und Gesundheitsämtern führen.

„Wir sollten aber auch die vielen positiven Aspekte, die die ärztlichen Aufgaben im ÖGD mit sich bringen, herausstellen, um auch junge Kolleginnen und Kollegen für das Fach zu begeistern“, so Johna. Es sei wichtig, Studierende bereits an der Universität über das vielseitige Tätigkeitsspektrum des ÖGD zu informieren. So fungiere er über seine Kernkompetenzen im Bereich der bevölkerungsmedizinischen Daseinsfürsorge hinaus zum Beispiel vielerorts als Berichterstatter und Berater der Kommunalen Gesundheitskonferenzen. Auch auf anderen Gebieten ist die Expertise der Amtsärzte gefragt: vom Kinderschutz über Hygienemaßnahmen bis zur Pandemieplanung. Globalisierung, demografischer Wandel, Veränderungen im Sozialgefüge und neue Lebensstile bringen weitere wichtige Aufgaben mit sich.

In einem Positionspapier zur Stärkung der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hat die Bundesärztekammer neben einer Aufgabenbeschreibung konzeptionelle Vorschläge erarbeitet und an Bund, Länder und Kommunen appelliert, für eine adäquate finanzielle, materielle und personelle Ausstattung des ÖGD zu sorgen.

Positionspapier der Bundesärztekammer zur Stärkung der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes [PDF]

 

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news-2025 Mon, 18 Mar 2019 12:23:51 +0100 19. März 2019: Erster „Tag des Gesundheitsamtes“ https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/19-maerz-2019-erster-tag-des-gesundheitsamtes/  

Dresden - Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) leben in ihrer Tätigkeit ein dem Gemeinwesen

verpflichtetes Berufsbild. Im Gegensatz zu Krankenhäusern oder Arztpraxen kümmert

sich der ÖGD nicht nur um das Wohl des einzelnen Patienten, sondern ...

 

Dresden - Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) leben in ihrer Tätigkeit ein dem Gemeinwesen
verpflichtetes Berufsbild. Im Gegensatz zu Krankenhäusern oder Arztpraxen kümmert
sich der ÖGD nicht nur um das Wohl des einzelnen Patienten, sondern hat die Gesundheit
der Bevölkerung im Blick. Die deutschlandweit rund 400 Gesundheitsämter spielen dabei eine
zentrale Rolle. Erstmals soll mit einem „Tag des Gesundheitsamtes“ deren Arbeit offiziell am
19. März 2019 gewürdigt werden.
 
Aufgaben wie die Bekämpfung und Begrenzung von Krankheitsausbrüchen, Beratungs- und
Unterstützungsangebote für Schwangere, Familien, chronisch oder psychisch erkrankte Menschen,
Kita- und Einschulungsuntersuchungen sowie die Übernahme von Kontroll- und Überwachungsaufgaben
im Bereich Krankenhaus-, Umwelt- und Seuchenhygiene bilden nur einen
Teil des weitreichenden Aufgabenspektrums ab.
 
Der öffentliche Gesundheitsdient setzt sich außerdem besonders für den Erhalt und die Einführung
von gesundheitspräventiven Maßnahmen für die Bevölkerung ein. Damit verbunden ist
ein großer Einfluss auf die jetzige und zukünftige Gesundheitsversorgung.
 
„Die Förderung und Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ist seit Jahren unser erklärtes
Ziel“, betont Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer. „Den
Verdienst der Gesundheitsämter und der dort tätigen Menschen mit einem eigenen Gedenktag
ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, kann ich daher nur begrüßen. Noch mehr würde man
die Arbeit der dort angestellten Ärzte allerdings würdigen, wenn man sie adäquat vergüten
würde.“ Die Sächsische Landesärztekammer fordert gemeinsam mit dem Marburger Bund eine
einheitliche Vergütung für Ärzte im ÖGD und im Krankenhaus.
 
Hintergrund:
Das Robert Koch-Institut (RKI) arbeitet auf Bundesebene für den Schutz und die Verbesserung
der Gesundheit der Bevölkerung (Public Health) und hat den Tag des Gesundheitsamtes 2019
erstmals ausgerufen. Der 19. März ist der Geburtstag von Johann Peter Frank. Der 1745 im
pfälzischen Rodalben geborene Arzt gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitswesens,
der Sozialhygiene und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

www.slaek.de

 

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news-2024 Sat, 16 Mar 2019 12:13:00 +0100 Westfalen-Lippe / Windhorst: „Wir fordern mehr Mitsprache bei der Krankenhausfinanzierung“ https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/westfalen-lippe-windhorst-wir-fordern-mehr-mitsprache-bei-der-krankenhausfinanzierung/  

Münster - Mehr Mitspracherecht bei der Finanzierung der Krankenhausinvestitionen fordert die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL). Das Parlament der westfälisch-lippischen Ärzteschaft hält eine sinnvolle Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen für dringend erforderlich, ...

 

Münster - Mehr Mitspracherecht bei der Finanzierung der Krankenhausinvestitionen fordert die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL). Das Parlament der westfälisch-lippischen Ärzteschaft hält eine sinnvolle Weiterentwicklung der Krankenhausstrukturen für dringend erforderlich, um die Sicherstellung der flächen-deckenden Patientenversorgung und eine Stärkung der versorgungsnotwendigen Krankenhäuser auch zukünftig zu gewährleisten. Deshalb fordert die Versammlung in einem einstimmigen Beschluss das Land Nordrhein-Westfalen auf, bei der Krankenhausinvestitionsfinanzierung ärztlichen Sachverstand und die Kenntnisse der Versorgung vor Ort unbedingt einzubeziehen. Die Versammlung will, dass die Vor-schläge der Ärztekammern in NRW bei der Krankenhausinvestitionsfinanzierung berücksichtigt und in die Planung und Festlegung der Investitionsschwerpunkte ein-gebunden werden.
 
Mit Einführung der Baupauschale habe das Land Nordrhein-Westfalen eine zielgerichtete Krankenhaus-Investitionsfinanzierung aufgegeben, kritisiert Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst. Fortan entschieden die Träger der Krankenhäuser über die Verwendung dieser Mittel, ärztlicher Sachverstand müsse dabei nicht mehr ein-gebunden werden. Windhorst: „Diese Fehlentwicklung setzt sich fort. Über die Förderschwerpunkte für die Mittel aus dem Bundesstrukturfond für Krankenhäuser entscheiden das Gesundheitsministerium und Kassen alleine. Dabei geht es um viel Geld, ca. 210 Millionen Euro pro Jahr. Wir fordern mehr Mitsprache bei der Krankenhausfinanzierung.“
 
Wie nachteilig die fehlende Berücksichtigung der Ärztekammern sei, zeige die aktuelle Erklärung von Landesregierung und Krankenkassen zu den Förderschwerpunkten: “Die Mittel sollen ausschließlich für Schließungs- und Konzentrationsvorhaben verwendet werden. Andere wichtige Förderzwecke, die der Bundesgesetzgeber ausdrücklich aufgenommen hat, will das Land nicht fördern“, so Antrags-Initiator Windhorst. Zu den fehlenden Maßnahmen zählt die Versammlung die integrierte Notfall-versorgung, mehr Ausbildungskapazitäten, telemedizinische Netzwerke, die IT-Sicherheit der Krankenhäuser, die stationäre Palliativversorgung sowie eine verbesserte stationäre Versorgung von Menschen mit seltenen Erkrankungen. 
 
Konzentrationsprozesse trügen laut ÄKWL-Kammerversammlung nicht zur Sicherung der Versorgung und zu einer positiven Entwicklung der Kliniklandschaft in NRW bei. Die Kammerversammlung fordert das Land deswegen auf, die Eingrenzung der Förderzwecke zu korrigieren und den ärztlichen Sachverstand künftig bei der Schwerpunktsetzung für die Strukturfondsförderung einzubeziehen.

www.aekwl.de

 

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news-2023 Fri, 15 Mar 2019 09:30:03 +0100 Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie in der 5. Amtsperiode konstituiert https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/wissenschaftlicher-beirat-psychotherapie-in-der-5-amtsperiode-konstituiert/  

 

 

Berlin - Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat am 11.03.2019 in seiner konstituierenden Sitzung für die fünfte Amtsperiode (2019 - 2023) als Vorsitzende Univ.-Prof. Dr. med. Dr. theol. Gereon Heuft, Münster, und Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Bernhard Strauß, Jena, gewählt.

Gemäß § 11 PsychThG wird der WBP gemeinsam von der Bundespsychotherapeuten-kammer und der Bundesärztekammer gebildet. Aufgabe des Gremiums ist zum einen die gutachterliche Beratung von Behörden bei der wissenschaftlichen Anerkennung von einzelnen psychotherapeutischen Verfahren und daraus resultierend bei der staatlichen Anerkennung von Ausbildungsstätten.

Zum anderen befasst sich der WBP mit Anfragen psychotherapeutischer Fachverbände hinsichtlich der wissenschaftlichen Anerkennung von Psychotherapieverfahren und -methoden. Darüber hinaus greift der WBP aus eigener Initiative Fragen der Psychotherapieforschung auf.

Die Geschäftsführung des WBP wechselt in jeder Amtsperiode und liegt in dieser fünften Amtsperiode bei der Bundesärztekammer (wbp@baek.de). Nähere Informationen einschließlich der Liste der Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des WBP sind auf der Internetseite www.wbpsychotherapie.de abrufbar.

 

Ihre Ansprechpartner:

Samir Rabbata (BÄK), Tel.: 030 / 4004 56-700

Kay Funke-Kaiser (BPtK), Tel.: 030 / 278785-21

 

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news-2022 Thu, 14 Mar 2019 16:28:07 +0100 Sachsen: Terminservicegesetz (TSVG) kommt https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/sachsen-terminservicegesetz-tsvg-kommt/  

Dresden/Berlin - Der Bundestag hat heute das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verabschiedet. Ärzte werden damit verpflichtet, mehr Sprechstunden für ihre Patienten anzubieten. Durch den Ausbau der Terminservicestellen sollen die gesetzlich Versicherten schneller und einfacher an Arzttermine kommen. Außerdem hat das Gesetz die Verbesserung der ärztlichen Versorgung auf dem Land im Blick. Für die zusätzlichen Leistungen winken den Ärzten finanzielle Anreize. ...

 

 

Dresden/Berlin - Der Bundestag hat heute das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verabschiedet. Ärzte werden damit verpflichtet, mehr Sprechstunden für ihre Patienten anzubieten. Durch den Ausbau der Terminservicestellen sollen die gesetzlich Versicherten schneller und einfacher an Arzttermine kommen. Außerdem hat das Gesetz die Verbesserung der ärztlichen Versorgung auf dem Land im Blick. Für die zusätzlichen Leistungen winken den Ärzten finanzielle Anreize.
 
Die Sächsische Landesärztekammer und die Bundesärztekammer warnen  vor den starken Eingriffen in die Organisation der Praxen und die Unabhängigkeit der ärztlichen Selbstverwaltung. „Gerade in Ostdeutschland arbeiten die niedergelassenen Ärzte am Limit. Zusätzliche Termine sind für diese Kollegen gar nicht möglich“, betont der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck.
 
In Zukunft sollen niedergelassene Ärzte mindestens 25 Stunden in der Woche als Sprechstundenzeiten anbieten. Bestimmte Fachärzte, die für die wohnortnahe Versorgung wichtig sind, sollen außerdem 5 Wochenstunden vorhalten, damit Patienten ohne Termin versorgt werden können. Hierfür wie für die Vermittlung eines Facharzttermins durch den Hausarzt winken Extravergütungen. Auch für die Aufnahme neuer Patienten sollen Ärzte eine höhere Pauschale bekommen.
 
Für eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung auf dem Land sieht das TSVG ebenfalls konkrete Maßnahmen vor. So sind obligatorische Zuschläge für Landärzte vorgesehen. Die Möglichkeiten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zum Beispiel für Investitionskosten bei Praxisübernahmen werden erhöht. Dafür werden die KVen auch verpflichtet, in unterversorgten Gebieten eigene Praxen oder mobile und telemedizinische Versorgungs-Alternativen anzubieten, wenn es zu wenige Ärzte gibt. Die Länder haben nun die Möglichkeit, mitzubestimmen, ob bestehende Zulassungssperren für die Niederlassung in ländlichen oder strukturschwachen Gebieten entfallen können.

www.slaek.de

 

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news-2021 Thu, 14 Mar 2019 13:39:17 +0100 Herausforderungen der Zukunft gemeinsam bewältigen https://www.bundesaerztekammer.de/presse/pressemitteilungen/news-detail/herausforderungen-der-zukunft-gemeinsam-bewaeltigen/  

 

 

Berlin - Zu der heutigen Verabschiedung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes im Deutschen Bundestag erklärt Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery:

„Das heute vom Bundestag verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) enthält vernünftige Ansätze. Anders als in früheren Zeiten sieht es nicht nur neue Aufgaben für Ärztinnen und Ärzte vor, es vergütet sie zum Teil auch zusätzlich. Das Geld muss der Leistung folgen. Wenn die Politik auch künftig dieses Prinzip beherzigt, wäre für die Patientenversorgung viel erreicht.

Mit großer Sorge betrachten wir aber die zunehmenden Eingriffe des Staates in die Arbeit der Selbstverwaltung. Zwei Beispiele: Staatliche Vorgaben zur Praxisführung  helfen niemandem, sie halten aber junge Ärztinnen und Ärzte von einer Niederlassung ab. Damit werden die selbstgesetzten Ziele der Koalition beim TSVG in ihr Gegenteil verkehrt. Und auch die neuen Mehrheitsanteile des Staates in der Gesellschaft zum  Aufbau der Telematik (gematik) schaden mehr, als dass sie nützen. Damit werden in der gematik diejenigen an den Rand gedrängt, die tagtäglich mit den digitalen Anwendungen arbeiten.

Vor uns liegen enorme Herausforderungen, die die Politik nur gemeinsam mit der Selbstverwaltung meistern kann. Es gilt, der schleichenden Übernahme unseres Gesundheitswesens durch Großinvestoren Einhalt zu gebieten. Im TSVG finden sich dafür nur erste Ansätze, die wir weiter ausbauen müssen. Wir brauchen zudem Lösungen, wie wir dem Fachkräftemangel bei gleichzeitig wachsendem Versorgungsbedarf, entgegenwirken. Wir müssen Chancen und Risiken der Digitalisierung für Patienten und Ärzte abwägen und die neuen technischen Möglichkeiten praxistauglich machen. Und wir müssen den Ausbau der sektorenübergreifenden Versorgung entschlossen voranbringen.

Diese Aufgaben kann die Politik nur gemeinsam mit den Akteuren vor Ort bewältigen. Sie sollte die Organisationen der Selbstverwaltung deshalb stärken, nicht schwächen.“

 

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