Saarland26.04.2018

§ 219a: Saarländische Ärzteschaft fordert Informationsmöglichkeiten

Saarbrücken - Die Vertreterversammlung der Ärztekammer des Saarlandes hat sich in ihrer gestrigen Sitzung für eine Änderung des § 219a ausgesprochen: Eine Arztpraxis oder eine andere ärztliche Einrichtung müsse in Zukunft sachlich über das eigene Leistungsspektrum auch in Bezug auf die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen informieren können.

Kammerpräsident Sanitätsrat Dr. Josef Mischo sagte: „Es geht hier darum, betroffenen Frauen in schwierigen persönlichen Situationen sachgerechte Informationen an die Hand zu geben und um die Veröffentlichung der Adressen von Medizinern, die Abtreibungen durchführen.“ 

Für Ärztinnen und Ärzte sei nach der derzeitigen Regelung bereits die sachliche Auskunft – zum Beispiel auf der Praxis-Homepage – darüber, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen, strafbar.

Der Beschluss, der mit großer Mehrheit vom saarländischen Ärzteparlament verabschiedet worden ist, lautet: „Die Vertreterversammlung der Ärztekammer des Saarlandes fordert die Abschaffung der Strafbarkeit einer sachlichen Information über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen durch Arztpraxen und andere ärztliche Einrichtungen.“

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