Schleswig-Holstein31.05.2019

ÄKSH: Doppelte Widerspruchslösung Teil der Lösung

Bad Segeberg – Über 9.000 Menschen warteten im vergangenen Jahr in Deutschland auf ein Spenderorgan. Um diesen Menschen eine reelle Chance auf eine lebensrettende Transplantation eines Organs zu geben, werden mehr Spender benötigt. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein (ÄKSH) betrachtet die doppelte Widerspruchslösung als Teil der Lösung, die eine schnelle Hilfe verspricht.

„Tausende von Menschen warten auf ein Spenderorgan, dennoch stagniert die Bereitschaft zur Organspende. Deshalb ist ein gesellschaftliches Umdenken notwendig. Neben der doppelten Widerspruchslösung brauchen wir daher weitere Aufklärungskampagnen, insbesondere an Schulen, bessere Ausstattung der Kliniken, Zeit für Beratungsgespräche und entsprechend qualifiziertes Personal“, so Dr. Henrik Herrmann, Präsident der ÄKSH.

Die aktuelle Debatte über die Zustimmungs-, Entscheidungs- oder Widerspruchslösung bringt dem Thema Organspende zu Recht viel Aufmerksamkeit. Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“ wird zum Tag der Organspende am 01. Juni in Kiel viel Zeit und Platz zum öffentlichen Diskutieren geboten. Kammerpräsident Herrmann wird auch vor Ort sein und an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Die ÄKSH begrüßt die Debatte sowie alle Aktivitäten, die zur Stärkung der Organspende und der Transplantationsmedizin beitragen.

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