Berlin12.10.2018

Ärztekammer Berlin weist Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen durch Papst Franziskus zurück

Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz und Vizepräsidentin Dr. med. Regine Held: „Ärztinnen und Ärzte helfen und heilen!“

Berlin - Die Ärztekammer Berlin weist den von Papst Franziskus vorgenommenen Vergleich von Schwangerschaftsabbrüchen mit Auftragsmorden in aller Deutlichkeit zurück. „Weder Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch nach den in Deutschland geltenden Bestimmungen der §§ 218a ff. StGB und dem Schwangerschaftskonfliktgesetz entscheiden, noch Ärztinnen und Ärzte, die hiernach einen Schwangerschaftsabbruch durchführen, handeln kriminell oder leichtfertig“, betonten der Präsident und die Vizepräsidentin der Ärztekammer Berlin, Dr. med. Günther Jonitz und Dr. med. Regine Held. Das ärztliche Ethos, Leben zu erhalten und Gesundheit zu schützen, beziehe sich auch auf die schwangere Frau, die sich in einer Notlage befindet. „Ärztinnen und Ärzte schützen diese Frauen vor schweren Gefahren für ihr Leben, ihre körperliche oder seelische Gesundheit. Dies zu verurteilen, ist unverantwortlich und inhuman. Ärztinnen und Ärzte helfen und heilen!“, ergänzten Held und Jonitz.

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