Bremen27.03.2019

Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung Bremen unterstützen Initiative für Dolmetscher und Sozialarbeiter in strukturschwachen Quartieren

Bremen - Die Ärztekammer Bremen und die Kassenärztliche Vereinigung Bremen unterstützen ausdrückliche die Initiative der  gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD, Steffi Dehne, für Infrastrukturmaßnahmen in Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten. In einem Beitrag im Weser Kurier hatte Dehne sich für mehr Sozialarbeiter und Dolmetscher ausgesprochen. „Wir freuen uns,  dass sich die Politik endlich dazu durchgerungen hat, Ärzte nicht mehr zu verunglimpfen, sondern sie bei ihrer Arbeit zu  unterstützen“, kommentieren Dr. Heidrun Gitter, Präsidentin der Ärztekammer Bremen, und Dr. Jörg Hermann,  Vorstandsvorsitzender der KV Bremen.

Die Ärztekammer Bremen und die KV Bremen bieten ihre Unterstützung an. „Angesichts der nahenden Bürgerschaftswahl  wollen wir so schnell wie möglich darüber ins Gespräch kommen“, so Dr. Hermann. „Wir sind gerne bereit, den Politikern unsere  Vorschläge für eine optimale Patientenversorgung zu unterbreiten“, sagt auch Dr. Heidrun Gitter.

Wenn sich die Politik zum Beispiel für den Abbau von Bürokratie einsetzte, würde so viel mehr ärztliche Arbeitszeit gewonnen,  so Gitter. „Diese Zeit kommt den Patienten zugute, die sich dann umso mehr auf eine hochwertige Versorgung verlassen können“, sagt Gitter.

Die KV Bremen stellt einmal mehr fest, dass es für eine kleinräumige Bedarfsplanung im Stadtgebiet Bremen keine rechtliche Grundlage gibt. Bezirke und Stadtteile können aber die Bedingungen verbessern, damit sich Ärzte dort wohlfühlen und sich  perspektivisch weitere Praxen ansiedeln. Hermann: „Strukturpolitik ist die beste Waffe gegen Ärztemangel.“

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