Berlin03.12.2018

Ärztekammer-Wahl 2018: Berliner Ärztinnen und Ärzte haben eine neue Delegiertenversammlung gewählt

„Marburger Bund“ erneut stärkste Kraft im Ärzteparlament, gefolgt von „ALLIANZ BERLINER ÄRZTE – MEDI Berlin“ und „FrAktion Gesundheit“

Berlin - Die Berliner Ärztinnen und Ärzte haben die 15. Delegiertenversammlung gewählt. In der Zeit vom 16. Oktober bis zum 30. November 2018 bestand für die Kammermitglieder Gelegenheit, per Brief ihr „Parlament“, das heißt ihre Berufsvertretung, zu wählen. Am 30. November und 1. Dezember wurden die Wahlbriefe ausgezählt.

Zusammengefasstes Ergebnis
Stärkste Fraktion in der neuen Delegiertenversammlung ist erneut der „Marburger Bund“ mit 31,3 % der gültigen Hauptstimmen. Das entspricht 15 Sitzen in der Delegiertenversammlung. Auf den zweiten Platz kam die „ALLIANZ BERLINER ÄRZTE – MEDI Berlin“ mit 26,1 % der Stimmen. Sie wird mit 12 Sitzen vertreten sein. Drittstärkste Kraft wurde die „FrAktion Gesundheit“. Sie erhielt 24,6 % der Stimmen (11 Sitze). Es folgen die „Hausärzte in Berlin“ mit 9,0 % (4 Sitze) sowie „Hartmannbund Plus“ mit 5,0 % (2 Sitze) und „NAV-Virchow-Bund – Haus- und Fachärzte gemeinsam!“, der bei dieser Wahl alleine angetreten war (bei der letzten Wahl zusammen mit der „ALLIANZ BERLINER ÄRZTE – MEDI Berlin“), mit 4,0 % (1 Sitz).

Somit konnte sich der „Marburger Bund“ leicht steigern (+0,2 Prozentpunkte) und erhält damit 1 Sitz mehr als bisher. Die „ALLIANZ BERLINER ÄRZTE – MEDI Berlin“ musste Verluste hinnehmen (-2,9 Prozentpunkte) und verlor damit 1 Sitz. Die „FrAkton Gesundheit“ konnte sich steigern (+1,2 Prozentpunkte) und behält 11 Sitze. Die „Hausärzte in Berlin“ verzeichneten eine leichte Steigerung (+0,4 Prozentpunkt) und behalten 4 Sitze. „Der Hartmannbund Plus“ verlor sowohl Stimmen (-1,8 Prozentpunkte), als auch 1 Sitz.

Da keine der Listen eine absolute Mehrheit erringen konnte, müssen sich, wie in der Vergangenheit üblich, Koalitionen bilden.

Niveau der Wahlbeteiligung leicht gesunken
Das Niveau der Wahlbeteiligung ist im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren leicht gesunken. Sie lag mit 37,6 % knapp unter dem Wert von 2014 (38,5 %). Es haben 12.178 der 32.426 wahlberechtigten Kammermitglieder ihre Stimme abgegeben.

In die Delegiertenversammlung gewählte Ärztinnen und Ärzte
Die Kammermitglieder konnten mit ihrer Hauptstimme je einen der sechs Wahlvorschläge wählen. Darüber hatten Sie die Möglichkeit, bis zu zwei Bewerberinnen / Bewerbern je eine persönliche Vorzugsstimme zu vergeben.

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