Berlin18.11.2019

Berlin: „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“

Gemeinsame Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, der Ärztekammer Berlin, des Hartmannbundes, des Virchowbundes, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und der ETL ADVISION

Berlin - Mehr als 100 junge Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende haben am Samstag den Weg in die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gefunden, um sich rund um das Thema Niederlassung zu informieren. Die Auftaktveranstaltung der Initiative „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“ – gegründet von Kassenärztlicher Vereinigung Berlin, Ärztekammer Berlin, Virchowbund, Hartmannbund, apoBank und ETL ADVISION – konnte viele Bedenken zerstreuen. Denn der Gedanke an eine Niederlassung löst bei vielen jungen Medizinern gemischte Gefühle aus. Zwar ist man seine eigene Chefin bzw. sein eigener Chef und die Wochenenddienste im Krankenhaus sind passé, aber tauscht man sich als „Einzelkämpfer“ in eigener Praxis noch mit anderen Kollegen aus? Wie arbeitet es sich in einer Gemeinschaftspraxis? Hört man nicht immer wieder, dass man mehr Zeit am Schreibtisch als mit den Patienten verbringt? Und wie steht es mit den Vorbehalten rund um Regresse oder ausufernde Bürokratie?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Niederlassung gab es während einer Podiumsdiskussion und Workshops – ganz neuzeitlich visuell durch Graphic Recording festgehalten. Erfahrene niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen und Ärztinnen und Ärzte, die sich erst vor kurzem niedergelassen haben, standen Rede und Antwort. Sie berichteten über ihren Einstieg in die selbständige Tätigkeit, den Aufbau ihrer Praxis und den Arbeitsalltag als niedergelassene Mediziner. Ziel der Veranstaltung war es, dem Ärztenachwuchs ein realistisches Bild der Niederlassung zu vermitteln, die Vorteile herauszuarbeiten und gemeinsam in die Zukunft der ambulanten Versorgung zu schauen. Die unerwartet hohe Teilnehmerzahl und das rundweg positive Feedback haben den Organisatoren Recht gegeben: Die Initiative hat den richtigen Nerv getroffen. Darauf wird in den kommenden Monaten aufgebaut.

Statements der teilnehmenden Organisationen

Dr. Margret Stennes, Vorstandsvorsitzende Kassenärztliche Vereinigung Berlin: „Um junge Ärztinnen und Ärzte für die Niederlassung zu begeistern, möchten wir ihnen zuhören, unterstützen und mit ihnen gemeinsam die Zukunft der ambulanten Versorgung gestalten. Mit der Auftaktveranstaltung konnten wir konkret helfen und den jungen Ärztinnen und Ärzten mögliche Vorbehalte nehmen.“

Dr. Regine Held, Vizepräsidentin Ärztekammer Berlin: „Wir konnten den jungen Kolleginnen und Kollegen mit dieser Auftaktveranstaltung zeigen, dass sie auch in der Niederlassung keine ‚Einzelkämpferinnen‘ und ‚Einzelkämpfer‘ sind, sondern Partner an ihrer Seite haben, die sie unterstützen und Hilfestellung bieten.“

Dr. Christiane Wessel, Stellvertretende Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Landesgruppe Berlin-Brandenburg Virchowbund: „Es ist uns gelungen, die jungen Ärztinnen und Ärzte mit dieser Veranstaltung auf eine spannende Reise in einen Versorgungsbereich mitzunehmen, der sowohl ärztlich als auch wirtschaftlich enorme Freiheitsgrade bietet.“

Dr. Uwe Thorsten, Vorsitzender Hartmannbund Landesverband Berlin: „Gerade in der heutigen Zeit dürfen wir uns wieder glücklich schätzen, dass wir Teil der freien Berufe sind; wir können unsere Zukunft selbst gestalten und müssen keine Republik der Angestellten werden. Wir unterstützen den Weg in die eigene Praxis mit unserer Organisation möglichst breit und von Anfang an.“

Martin Evers, Leiter apoBank-Regionalfiliale Berlin: „Zum Niederlassen Schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis. bietet aus meiner Sicht eine einmalige Plattform, sich zu vernetzen und all die Fragen rund um den Schritt in die Existenzgründung nicht nur theoretisch, sondern lebensnah beantwortet zu bekommen.“

Dr. Jürgen Karsten, ETL ADVISION: „Viele der möglichen Ängste und Bedenken gegen eine Niederlassung beruhen auf fehlenden oder auch falschen Informationen. Mit unserer Initiative konnten wir bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele davon ausräumen und ihnen die Wege und die Gestaltungsmöglichkeiten in der Niederlassung aufzeigen.“

Fotomaterial auf Anfrage.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.zum-niederlassen-schoen.de