Brandenburg05.03.2020

Brandenburg: COVID 19 – Epidemie: Sektorenübergreifender Schulterschluss erforderlich

Potsdam - Die aktuelle Corona-Virus-Infektion führt nicht nur zu einer großen Verunsicherung in der Bevölkerung, sondern stellt auch die Beteiligten des Gesundheitssystems vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund ist es dringend erforderlich, dass alle Sektoren des Gesundheitswesens (niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Öffentlicher Gesundheitsdienst etc.) mehr als ohnehin schon den engen Schulterschluss suchen und noch stärker Hand in Hand zusammenarbeiten.

Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Informationsveranstaltung der Landesärztekammer Brandenburg zur COVID 19 – Epidemie, die gestern (Mittwoch, 04.03.2020) in Potsdam stattfand. Rund 200 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Brandenburg waren ins Haus der Brandenburgischen Ärzteschaft gekommen, um sich dort von Experten des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Gesundheitsämtern, Krankenhäusern sowie des Rettungsdienstes über den über den aktuellen Stand der Epidemie und zu treffende Maßnahmen informieren zu lassen. 

Dabei wurde auch deutlich, dass die Ärztinnen und Ärzte in Brandenburg fachlich gut auf die Situation vorbereitet sind. Allerdings fehlt es in nicht wenigen Praxen an ausreichenden Mengen von Schutzausrüstungen und Sterilisierungsmitteln. Hier ist allerdings bereits Abhilfe in Sicht. Der Krisenstab der Bundesregierung hat – ebenfalls gestern - beschlossen, dass das Bundesgesundheitsministerium diese Schutzausrüstung zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser und Bundebehörden beschafft. Die Verteilung an die Praxen in den Regionen werden laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder übernehmen. Der Export von Schutzausrüstung aus Deutschland ist mit Ausnahme von konzertierten internationalen Hilfsaktionen verboten worden.

Weitere Abstimmungsgespräche zur COVID 19 – Epidemie sind bereits zwischen dem Ministerium, der Landesärztekammer und anderen Akteuren des Gesundheitssystems terminiert und werden kurzfristig stattfinden.

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