Brandenburg18.09.2019

Brandenburg: Drittes Staatsexamen

Auch Brandenburg drängt auf Umsetzung des Ärztetags-Beschlusses

Potsdam – Auch die Landesärztekammer Brandenburg spricht sich für die Einführung eines Dritten Staatsexamens für Ärzte aus, die außerhalb der EU (sogenannte Drittstaaten) ausgebildet worden sind. „Wir unterstützen ausdrücklich die aktuelle Initiative der sachsen-anhaltinischen Kammerpräsidentin Dr. Simone Heinemann-Meerz“, erklärte Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz heute in Potsdam. Hierfür hatte sich zudem bereits der Deutsche Ärztetag 2019 in Münster ausgesprochen.


„Auch im Interesse der Kolleginnen und Kollegen, die ihre Ausbildung in Drittstaaten absolviert haben und heute teilweise lange auf ihre Anerkennung warten müssen, brauchen wir eine schnelle und unkomplizierte Lösung“, erklärte der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg. Es habe nichts mit Misstrauen zu tun, wenn Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten die gleichen Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen müssen, die auch bei den Kollegen erwartet und geprüft werden, die in Deutschland Medizin studiert haben.


Schulz verwahrte sich gegen den Vorwurf, eine solche Regelung sei Ausdruck einer Misstrauenskultur oder gar fremdenfeindlich. „Natürlich sind uns alle Ärztinnen und Ärzte sehr herzlich willkommen, die uns dabei unterstützen, die medizinische Versorgung zu sichern“, erklärte der brandenburgische Kammerpräsident. Gleichzeitig gelte aber: „Patientensicherheit ist ein hohes Gut, das nicht verwässert werden darf. Klare und eindeutige Zulassungsregeln schaffen diese Sicherheit – für die Patienten und ihre Ärzte.“

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