Brandenburg15.02.2021

Brandenburg: Niedergelassene Ärzte jetzt in Coronaimpfungen einbeziehen

Landesärztekammer unterstützt Positionspapier der KV Brandenburg

Potsdam - Die Landesärztekammer unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg in der Forderung, neben den Impfzentren auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte möglichst schnell in die Impfungen gegen COVID-19 einzubeziehen. Nur mit einer derartigen Konzertierten Aktion könne es gelingen, bis zum Sommer die notwendige Herdenimmunität zu erreichen.

„Das gestern präsentierte Positionspapier der KV Brandenburg wird von der Landesärztekammer Brandenburg mitgetragen.“ Dies erklärte Kammerpräsident Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz heute in Potsdam. Unter dem Titel „Impfen statt bescheinigen!“ hatte die Körperschaft der Vertragsärztinnen und Vertragsärzte insbesondere vorgeschlagen, rund 1.900 Haus,- und Facharztpraxen möglichst schnell in die COVID-19-Impfstrategie für Brandenburg einzubeziehen. „Nach den Zahlen des Robert-Koch-Institutes vom Samstag (13.02.2021) waren in unserem Bundesland insgesamt 81.579 Personen geimpft worden. Davon hatten 54.965 Menschen auch schon die zweite Impfung erhalten“, so Schulz. Das entspreche einem Anteil von 2,2 bzw. 3,2 Prozent der Bevölkerung. Um - wie politisch gewollt - bis zum Sommer die notwendige Herdenimmunität von mehr als 70 Prozent zu erreichen, müssten die Impfzahlen aber deutlich erhöht werden.

Bislang sei sicher die Impfstoffknappheit wesentlich für den schleppenden Anlauf der Impfungen verantwortlich. Dies könnte sich aber bereits bald mit der Zulassung weiterer Vakzine ändern, die dann auch in Bezug auf die Kühlung leichter gehandhabt werden können. „Dann ist es wichtig, dass der Zugang zur Impfung für die Menschen in Brandenburg möglichst unkompliziert ist. „Das gilt auch für die jüngeren Angehörigen von Risikogruppen die aktuell eine Bescheinigung von ihrem Hausarzt benötigen, damit sie schneller einen Termin in einem Impfzentrum bekommen“, erklärte Schulz. „Diese doppelten Wege und der Zeitverlust würden nicht entstehen, wenn die behandelnden Ärzte ihre Patienten direkt impfen dürften. Die KV hat einen Modellversuch vorgeschlagen, damit alle Beteiligten besser auf die Zeit vorbereitet sind, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht.“ Schulz zeigte sich erfreut, dass auch die Landesregierung dieses überaus vernünftige Konzept ermöglichen will.

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