Sachsen15.04.2019

Falschabrechnungen im Krankenhaus - Präsident der Sächsischen Landesärztekammer weist Vorwürfe zurück

Dresden - Bezüglich der gestern veröffentlichten Zahlen zu Falschabrechnungen im Krankenhaus weist der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, die pauschalen Vorwürfe des MDK Sachsen zurück. Er betont, dass die Ärzte im Krankenhaus immer den einzelnen Patienten und dessen medizinischen Bedarf beurteilen, während der MDK allein nach Aktenlage aus der Rückschau entscheidet. „Dieses Vorgehen schadet allein den Patienten, weil ihnen dadurch möglicherweise notwendige Leistungen vorenthalten werden.“ Nach seiner Ansicht sei jedoch das dahinter liegende Abrechnungssystem falsch, welches zu solchen Verwerfungen führe und nur die Ökonomisierung im Krankenhaus fördert. „Man kann auf der einen Seite nicht ein Solidarsystem propagieren und es auf der anderen Seite  mit markwirtschaftlichen Regulierungen überziehen“, so der Präsident.

www.slaek.de